Werden Sachbezüge bei Krankheit gekürzt?

Gefragt von: Frau Felicitas Stark B.Sc.
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Ja, Sachbezüge können gekürzt werden, wenn sie nicht mehr genutzt werden können (z.B. Essenszuschuss) oder wenn vertraglich eine Kürzung von Sonderzahlungen (wie Prämien) bei Krankheit vereinbart wurde, wobei gesetzliche Grenzen für Kürzungen von Bonuszahlungen einzuhalten sind (max. ein Viertel pro Krankheitstag). Sachbezüge, die weiter gewährt werden (z.B. Firmenwagen), werden in der Regel weiter gezahlt, können aber zu einer Reduzierung des Krankengeldes führen, da sie bei der Berechnung der Sozialversicherungsleistungen berücksichtigt werden.

Welche Auswirkungen hat der Sachbezug auf das Krankengeld?

Sachbezüge (wie Firmenwagen, Essensmarken) während des Krankengeldbezugs sind in Deutschland bis zu einer Freigrenze von 50 € monatlich steuer- und abgabenfrei, solange die Summe aus Netto-Krankengeld und Sachbezug das vorherige Netto-Entgelt nicht um mehr als 50 € übersteigt; wird die Grenze überschritten, sind die Sachbezüge sozialversicherungspflichtig. In Österreich müssen Arbeitgeber bei der Bestätigung für das Krankengeld angeben, ob und wie Sachbezüge (z.B. PKW) weitergewährt werden, da diese den Krankengeldanspruch beeinflussen (Ruhen, wenn über 50% der Gesamtbezüge). 

Ist eine Kürzung der Sonderzahlungen bei Krankheit zulässig?

Ja, Sonderzahlungen (wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld) können bei längerer Krankheit gekürzt werden, wenn dies vertraglich vereinbart ist (Arbeits- oder Tarifvertrag/Betriebsvereinbarung) und die Kürzung § 4a Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) entspricht, maximal ein Viertel des durchschnittlichen Tagesverdienstes pro Krankheitstag, aber nicht während der ersten 6 Wochen Lohnfortzahlung. Eine Kürzung ist unzulässig bei Prämien für Betriebstreue, da diese nicht leistungsbezogen sind.
 

Ist die Kürzung von Sondervergütungen aufgrund von Krankheit zulässig?

Die Kürzung einer Sondervergütung ist nach Satz 2 jedoch nicht in uneingeschränkter Höhe zulässig. Vielmehr darf der Arbeitgeber für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit die Sondervergütung um höchstens ein Viertel des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, kürzen.

Was passiert mit dem Firmenwagen bei Krankheit?

Nutzung des Firmenwagens während der Krankheit

Grundsätzlich gilt: Wird der Firmenwagen auch während der Krankschreibung weiterhin zur Verfügung gestellt – also nicht zurückgefordert – dann besteht der geldwerte Vorteil fort.

Sachbezüge: warum der Einbezug von Sachbezügen in die Vergütung des Mitarbeiters sinnvoll ist

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Wie wird der Firmenwagen bei Krankengeld berechnet?

Der Firmenwagen wird bei Krankengeldbezug steuerlich weiterhin als geldwerter Vorteil behandelt, meistens nach der 1%-Regel oder Tagespauschale, was das zu versteuernde Einkommen erhöht und das Krankengeld mindert, aber oft nicht zu SV-Beiträgen führt, wenn es unter bestimmten Freigrenzen liegt. Entscheidend ist, was der Dienstwagenvertrag regelt und ob der Arbeitnehmer den Wagen weiter privat nutzen darf (meist bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung, danach Verhandlungssache). Ist der geldwerte Vorteil gering, kann er beitragsfrei sein, aber die Besteuerung bleibt. 

Wann entfällt der geldwertere Vorteil?

Ein geldwerter Vorteil entsteht nur dann, wenn der Dienstwagen auch für private Fahrten genutzt werden darf. Ist der Wagen ausschließlich für dienstliche Zwecke vorgesehen, entfällt die Versteuerung. Auch für den Arbeitsweg, sofern keine erste Tätigkeitsstätte besteht.

Ist eine Lohnkürzung bei Krankheit erlaubt?

Eine Lohnkürzung bei Krankheit ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, da Arbeitnehmer bis zu sechs Wochen Anspruch auf volle Lohnfortzahlung haben, solange die Arbeitsunfähigkeit nicht selbst verschuldet ist oder sie sich in den ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses befinden. Kürzungen können bei Sondervergütungen (wie Boni) vorgenommen werden oder wenn der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen krank ist und Krankengeld von der Krankenkasse erhält, welches niedriger als der Lohn ist.
 

Wann dürfen Sonderzahlungen gekürzt werden?

Der Arbeitgeber kann die Sonderzahlung nur kürzen oder streichen, wenn dies vertraglich geregelt ist oder die Zahlung freiwillig ist, weil der Arbeitnehmer keinen Anspruch darauf hat.

Werden Zulagen bei Krankheit gekürzt?

Das Entgeltausfallprinzip (geregelt in § 4 EFZG¹) besagt: Arbeitnehmende dürfen bei Krankheit oder Urlaub nicht besser oder schlechter gestellt werden als im Fall regulärer Arbeit. Das betrifft sowohl den Grundlohn als auch etwaige Zuschläge.

Kann das 13. Monatsgehalt wegen Krankheit gekürzt werden?

Ja, ein 13. Monatsgehalt kann wegen Krankheit gekürzt werden, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: Es muss eine entsprechende Regelung im Arbeits-, Tarif- oder Betriebsvertrag geben, und die Kürzung darf sich nur auf Zeiten beziehen, in denen kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung (mehr) besteht, meist anteilig nach den ersten 6 Wochen Krankheit und nur bei arbeitsleistungsbezogenen Zahlungen. Handelt es sich um eine reine Belohnung für Betriebstreue, bleibt der Anspruch oft bestehen.
 

Wie wird die Anwesenheitsprämie bei Krankheit gekürzt?

Die Anwesenheitsprämie wird für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit um ¼ des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, gekürzt. Von dieser Regelung werden alle Leistungen erfasst, die der Arbeitgeber zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt erbringt.

Wann wird die Jahressonderzahlung gekürzt?

Eine Kürzung der Jahressonderzahlung tritt erst ein, wenn eine Krankheit über den Ablauf des Bezugszeitraums für die Entgeltfortzahlung (bis zur Dauer von 6 Wochen) und den Krankengeldzuschuss hinausgeht.

Ist eine Kürzung der Sonderzahlung bei Krankheit zulässig?

Ja, Sonderzahlungen (wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld) können bei längerer Krankheit gekürzt werden, wenn dies vertraglich vereinbart ist (Arbeits- oder Tarifvertrag/Betriebsvereinbarung) und die Kürzung § 4a Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) entspricht, maximal ein Viertel des durchschnittlichen Tagesverdienstes pro Krankheitstag, aber nicht während der ersten 6 Wochen Lohnfortzahlung. Eine Kürzung ist unzulässig bei Prämien für Betriebstreue, da diese nicht leistungsbezogen sind.
 

Wird der Sachbezug vom Gehalt abgezogen?

Der Sachbezug in der Lohnabrechnung

Der Bruttowert des Sachbezugs muss vom Nettoentgelt abgezogen werden.

Welche Bezüge werden beim Krankengeld berücksichtigt?

Die Bemessungsgrundlage für das Krankengeld ist Ihr zuletzt bezogenes Bruttoarbeitsentgelt (Regelentgelt), welches kalendertäglich berechnet wird (monatliches Brutto / 30), wobei es 70 % dieses Betrags beträgt, aber maximal 90 % Ihres Nettoentgelts (Netto-Brutto-Verhältnis) und einen gesetzlichen Höchstbetrag nicht überschreiten darf, wobei Sozialversicherungsbeiträge (RV, AV, PV) abgezogen werden. Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld fließen ein, und Einmalzahlungen der letzten 12 Monate werden bei schwankendem Einkommen berücksichtigt.
 

Wie wird die Prämie wegen Krankheit gekürzt?

Ja, Prämien (wie Anwesenheitsprämien oder Weihnachtsgeld) dürfen wegen Krankheit gekürzt werden, wenn dies vertraglich (Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung) vereinbart wurde, aber die Kürzung ist gesetzlich auf maximal ein Viertel des durchschnittlichen Tagesentgelts pro Krankheitstag begrenzt (nach § 4a EFZG) und gilt nicht für Mutterschutz/Elternzeit, wobei die Regelung je nach Art der Prämie (Leistung vs. Betriebstreue) variieren kann. 

Kann der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld wegen Krankheit kürzen?

Ja, der Arbeitgeber kann Weihnachtsgeld wegen Krankheit kürzen, aber nur, wenn dies ausdrücklich im Arbeits-, Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung geregelt ist und bestimmte gesetzliche Grenzen eingehalten werden. Eine Kürzung ist oft bei längerer Krankheit (über 6 Wochen) möglich, wenn es als Leistungsprämie oder für Betriebstreue gezahlt wird, aber nicht, wenn es ein echtes 13. Monatsgehalt ist. Die Kürzung pro Krankheitstag darf maximal ein Viertel des durchschnittlichen Tagesverdienstes betragen. 

Werden Sonderzahlungen vom Krankengeld abgezogen?

Eine Einmalzahlung (wie Weihnachtsgeld/Bonus) während des Krankengeldbezugs kann das Krankengeld erhöhen, wenn sie regelmäßig gezahlt wurde und in die Berechnung der letzten 12 Monate einfließt; unregelmäßige Prämien (z.B. für Betriebstreue) werden oft nicht berücksichtigt, da sie nicht auf tatsächlicher Arbeit beruhen. Eine Kürzung der Sonderzahlung selbst ist möglich, wenn der Arbeitgeber sie nur anteilig zahlt (Aliquotierung), aber gesetzliche Regelungen (z.B. § 4a EFZG) setzen klare Grenzen (max. 1/4 pro Krankheitstag), wobei vertragliche Besserstellungen gelten. 

Ist ein Lohnabzug bei Krankheit erlaubt?

Eine Lohnkürzung bei Krankheit ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, da Arbeitnehmer bis zu sechs Wochen Anspruch auf volle Lohnfortzahlung haben, solange die Arbeitsunfähigkeit nicht selbst verschuldet ist oder sie sich in den ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses befinden. Kürzungen können bei Sondervergütungen (wie Boni) vorgenommen werden oder wenn der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen krank ist und Krankengeld von der Krankenkasse erhält, welches niedriger als der Lohn ist.
 

Kann mein Arbeitgeber mein Gehalt einbehalten, wenn ich krank bin?

Darf mein Arbeitgeber das Gehalt einbehalten, wenn ich krank bin? Grundsätzlich darf dein Arbeitgeber das Gehalt bei entschuldigter Krankheit nicht zurückhalten.

Wie viel Geld bekommt man, wenn man länger als 6 Wochen krank ist?

Wenn du länger als 6 Wochen krank bist, zahlt der Arbeitgeber nicht mehr deinen vollen Lohn, sondern die gesetzliche Krankenkasse zahlt dir Krankengeld. Dieses beträgt in der Regel 70 % deines Brutto- Gehalts, aber maximal 90 % deines Nettogehalts, und wird ab dem 43. Krankheitstag (dem ersten Tag der 7. Woche) ausgezahlt, wobei du lückenlos arbeitsunfähig gemeldet bleiben musst. 

Was ist der Unterschied zwischen geldwertem Vorteil und Sachbezügen?

Was ist der Unterschied zwischen geldwertem Vorteil und Sachbezügen? Der Unterschied liegt darin, dass der geldwerte Vorteil versteuert werden muss. Als Sachbezüge gelten Sachleistungen, die einen bestimmten jährlichen oder monatlichen Freibetrag nicht überschreiten und zweckgebunden sind – sie sind steuerfrei.

Was ist die 20 Prozent-Regelung bei Sachbezug?

Gewährt die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber einer Dienstnehmerin bzw. einem Dienstnehmer einen Sachbezug, zum Beispiel eine Dienstwohnung, kann die sogenannte "20 Prozent-Regelung" zum Tragen kommen, die den Dienstnehmeranteil an den Sozialversicherungsbeiträgen der Höhe nach begrenzt.

Wer zahlt Benzin bei Firmenwagen im Urlaub?

Diese Kosten bezahlen Sie selbst. Ihr Arbeitgeber übernimmt in der Regel Wartung (darunter Benzin), Versicherung und Steuern. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Arbeitnehmer vor der Urlaubsreise klären, wer welche Kosten übernimmt.