Werden Überstunden im Minijob bezahlt?
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Ja, Überstunden im Minijob müssen bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden, wobei der Mindestlohn gilt und der Arbeitsvertrag die genauen Regeln (Auszahlung oder Freizeitausgleich) festlegt, aber Achtung: Bei übermäßigen Überstunden, die die Verdienstgrenze überschreiten, kann der Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übergehen.
Was passiert mit Überstunden bei einem Minijob?
Überstunden, die die zulässigen 50 % übersteigen, müssen im selben Monat bezahlt werden, in dem sie entstanden sind. Verdient ein Minijobber mehr als den Mindestlohn, können die vereinbarten Arbeitsstunden monatlich auch um mehr als 50 % überschritten werden.
Was passiert mit Überstunden bei einem 450-Euro-Job?
Minijob-Überstunden im Arbeitszeitkonto abbauen: So geht's!
Arbeitgebende zahlen während dieser Zeit das vertraglich vereinbarte monatliche Entgelt weiterhin aus, die Überstunden werden währenddessen abgebaut. Die sozialversicherungsrechtliche Beschäftigung bleibt während dieser Freistellung weiterhin bestehen.
Wie oft darf man 520 € überschreiten?
Sie dürfen die monatliche 520-Euro-Grenze (Stand 2023) bei einem Minijob zweimal im Jahr unvorhersehbar überschreiten, wobei Sie in diesen Monaten maximal das Doppelte, also 1040 Euro, verdienen dürfen, ohne den Minijob-Status zu verlieren; das gilt als gelegentliche Abweichung, zum Beispiel bei Krankheitsvertretungen. Für 2024 und 2025 liegt die Grenze höher bei 538 bzw. 556 Euro, aber die Regelung bleibt gleich: zwei Ausnahmen pro Jahr mit bis zu dem Doppelten der Grenze (ca. 1076 € in 2024, 1112 € in 2025) sind erlaubt.
Wie werden Stunden bei einem Minijob berechnet?
Ein Minijob-Rechner hilft Ihnen, Ihre maximalen Stunden zu ermitteln, indem Sie die Verdienstgrenze (ab 2025: 556 €) durch Ihren Stundenlohn teilen, wobei bei Mindestlohn (aktuell 12,82 €) etwa 43 Stunden pro Monat (oder ca. 10 Std./Woche) möglich sind, mit dem Ziel: Monatsverdienst / Stundenlohn = Stundenanzahl. Es gibt spezielle Online-Rechner auf den Webseiten der Minijob-Zentrale oder Finanzportalen, die dies für Sie erledigen.
Mini-job earnings limit of 556 euros: Is it permitted to exceed it?
Werden Überstunden bei einem Minijob versteuert?
Ja, grundsätzlich werden Überstunden im Minijob versteuert, aber die Vergütung bleibt in der Regel steuerfrei, solange sie zusätzlich zum Grundlohn gezahlt wird und die SFN-Zuschläge (Sonntag, Feiertag, Nacht) bestimmte Grenzen nicht überschreiten, wodurch sie nicht das Minijob-Limit von 538 € beeinflussen. Der Grundlohn selbst muss sich immer unter der Grenze bewegen; werden die monatlichen 538 € durch regelmäßige Überstunden überschritten, wird der Job zum steuer- und SV-pflichtigen Midijob, was zu Steuern führt.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
Welche Vorteile bietet ein Arbeitszeitkonto für Minijobber?
Ein Arbeitszeitkonto im Minijob ist möglich und dient der flexiblen Stundenverteilung bei gleichzeitig festem monatlichem Lohn, wobei die jährliche Verdienstgrenze (ab 2026: 7.236 €) eingehalten werden muss; es erfordert eine schriftliche Vereinbarung und erlaubt Plus- und Minus-Stunden, die innerhalb von 12 Monaten ausgeglichen werden müssen; bei Mindestlohn darf die monatliche Arbeitszeit nur bis zu 50 % über die vertraglich vereinbarte Stundenzahl hinausgehen, sonst muss die Differenz monatlich ausgezahlt werden.
Was ändert sich 2026 für Minijobs?
Ab dem 1. Januar 2026 erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde, was direkt die Verdienstgrenze für Minijobs auf 603 € pro Monat (bzw. 7.236 € pro Jahr) anhebt. Diese automatische Kopplung an den Mindestlohn ermöglicht es Minijobbern, mehr zu verdienen, ohne den Status zu verlieren, und verschiebt die untere Grenze des Midijobs auf 603,01 €.
Wird der Minijob auf 600 € erhöht?
Zum 1. Januar 2026 steigt er auf 13,90 Euro, ab Januar 2027 auf 14,60 Euro. Mit jeder Anhebung des Mindestlohns wird auch die Verdienstgrenze für Minijobs angepasst: 2025 liegt sie bei 556 Euro im Monat, 2026 bei 603 Euro und 2027 bei 633 Euro.
Welche Einmalzahlungen sind im Minijob 2025 erlaubt?
Für 2025 liegt die neue Minijob-Verdienstgrenze bei 556 € pro Monat (bzw. 6.672 € pro Jahr), was eine Erhöhung gegenüber 2024 (538 €) darstellt, bedingt durch den gestiegenen Mindestlohn. Arbeitgeber können zusätzliche Prämien wie die Inflationsausgleichsprämie (IAP) steuer- und abgabenfrei zahlen, solange diese nicht auf die monatliche Grenze angerechnet wird. Wichtig: Auch bei Prämien gilt die allgemeine Jahresgrenze von 6.672 €; Sonderzahlungen müssen schriftlich dokumentiert werden, um den Minijob-Status zu erhalten.
Werden Überstunden weniger bezahlt?
„Überstunden werden nicht gesondert vergütet, sondern sind mit dem Gehalt abgegolten, soweit sie einen Umfang von drei Stunden pro Woche/zehn Stunden pro Kalendermonat nicht überschreiten. Darüber hinausgehende Überstunden werden auf der Grundlage des monatlichen Grundgehalts gesondert bezahlt.
Wer zahlt, wenn ein Minijobber krank wird?
Bei einer Krankmeldung im Minijob zahlt zuerst der Arbeitgeber für bis zu sechs Wochen den Lohn weiter (Lohnfortzahlung), wie bei allen Arbeitnehmern. Danach besteht kein Anspruch auf gesetzliches Krankengeld durch die Krankenkasse, da Minijobber keine Beiträge zur Krankenversicherung zahlen. Die Kosten der Lohnfortzahlung werden den Arbeitgebern aber meist durch das Umlageverfahren (U1) erstattet.
Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?
Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen.
Habe ich das Recht, meine Überstunden auszahlen zu lassen?
Sofern der Arbeitgeber keinen Freizeitausgleich schaffen kann, können Arbeitnehmer sich Überstunden auch auszahlen lassen. Gesetzlich ist die Entlohnung von Überstunden allerdings nicht geregelt. Daher muss sich aus dem Tarif- oder Arbeitsvertrag ergeben, dass die Überstunden entlohnt werden.
Ist es möglich, im Minijob zweimal im Jahr mehr zu verdienen?
Ja, Minijobber dürfen bis zu zweimal pro Jahr die monatliche Verdienstgrenze (aktuell 556 € bzw. 2026: 603 €) überschreiten, wenn dies unvorhersehbar ist, z. B. bei Krankheitsvertretung, wobei der Verdienst in diesen Monaten maximal das Doppelte der Grenze (1.112 € bzw. 1.206 €) betragen darf, ohne den Minijob-Status zu verlieren und den Jahresverdienst auf bis zu 7.784 € (bzw. 9.072 € ab 2026) zu erhöhen. Saisonale Mehrarbeit ist nicht zulässig.
Kann ein Minijobber auch die 3000 € bekommen?
Die Obergrenze von insgesamt 3.000 Euro gilt für den gesamten Zeitraum und entsteht nicht jedes Jahr aufs Neue. Die Inflationsausgleichsprämie können alle Arbeitnehmende erhalten – ganz egal, ob sie eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung ausüben. Daher können auch Beschäftigte in Minijobs diese Zahlung erhalten.
Wann kommt der 14. Euro Mindestlohn?
Mindestlohn steigt in zwei Schritten auf 14,60 Euro
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. (2025 waren es 12,82 Euro.) Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro je Arbeitsstunde in Deutschland.
Wie viele Stunden kann ich in einem Minijob mit 556 Euro Verdienstgrenze arbeiten?
Bei einem 556-Euro-Minijob (Stand 2025) dürfen Sie bei Mindestlohn (12,82 €/Std.) maximal rund 43,37 Stunden pro Monat arbeiten (556 € / 12,82 €), was etwa 10 Stunden pro Woche entspricht; mehr Stunden führen zu Sozialversicherungspflicht, es sei denn, Sie verdienen mehr als den Mindestlohn, dann sinkt die Stundenzahl.
Was passiert bei Überstunden im Minijob?
Die darüber hinausgehenden Stunden werden gar nicht erst in Euro umgerechnet, sondern verbleiben als Überstunden, die dann dem Stundenkonto gutgeschrieben werden. Kommt anschließend ein Monat mit weniger Stunden, wird die Lohnzahlung aus dem Stundenkonto bis zum Maximalbetrag aufgefüllt.
Warum müssen Minijobber Stundenzettel führen?
Um sicherzustellen, dass der Mindestlohn tatsächlich für jede Arbeitsstunde bezahlt wird, besteht in bestimmten Branchen die Pflicht, die Arbeitszeiten zu notieren. Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von brutto 12,82 Euro je Zeitstunde.
Was passiert mit Minusstunden in einem Minijob?
Unter anderem muss ein Arbeitszeitkonto und eine entsprechende Vereinbarung bestehen. Viele Minusstunden hat der Arbeitgeber verursacht. Diese Minusstunden müssen Sie nicht zurückzahlen. Minusstunden müssen Sie grundsätzlich während der Kündigungsfrist nacharbeiten.
Was bringt ein Jahr Minijob für die Rente?
Erhöhung der Rente durch einen Minijob im gewerblichen Bereich. Bei einem monatlichen Verdienst von 556 Euro liegt der Eigenbeitrag der Minijobber deshalb bei 20,02 Euro pro Monat. Dabei steigt die monatliche Rente mit jedem Jahr in einem Minijob um 5,39 Euro.
Was spricht gegen einen Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
Welche Zulagen gibt es für Minijobber?
Zulagen im Minijob, wie SFN-Zuschläge (Sonntag, Feiertag, Nachtarbeit), sind oft steuer- und abgabenfrei, wenn der Grundlohn unter 25 €/Stunde liegt und sie zusätzlich zum Lohn gezahlt werden; sie zählen dann nicht zum Verdienst. Einmalzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) zählen zum Verdienst, unterliegen der Abgabenpflicht, aber Minijobber können Riester-Zulagen erhalten, die eine zusätzliche Förderung darstellen. Wichtig: Zahlungen während Krankheit/Mutterschutz oder ohne tatsächliche Arbeit können die SV-Pflicht auslösen.