Wie berechne ich den Zugangsfaktor?

Gefragt von: Herr Karlheinz Anders B.Eng.
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Der Zugangsfaktor wird berechnet, indem man vom Grundwert 1,0 ausgeht und ihn für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, um 0,003 kürzt (entspricht 0,3 % Abschlag pro Monat), oder für jeden Monat, den Sie länger arbeiten, um 0,005 erhöht (entspricht 0,5 % Zuschlag pro Monat), um eine höhere Rente zu erzielen. Er multipliziert die Entgeltpunkte und beeinflusst so die Höhe Ihrer persönlichen Rente.

Wie hoch ist der Zugangsfaktor für die Rente mit 63 Jahren?

Der Zugangsfaktor bei der "Rente mit 63" (für langjährig Versicherte) ist ein Wert unter 1,0, der einen lebenslangen Abschlag von 0,3 % pro vorgezogenem Monat berechnet, was bei 4 Jahren (48 Monate) vor der Regelaltersgrenze bis zu 14,4 % (Faktor 0,856) ausmacht. Der Faktor wird von 1,0 abgezogen (0,003 pro Monat), um die Rentenhöhe zu mindern, da Sie früher in Rente gehen und somit weniger Beiträge zahlen. 

Was ist der Zugangsfaktor für eine Rente?

Der Zugangsfaktor bei der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ist ein Abschlag, der die Rente mindert, wenn sie vor der Regelaltersgrenze (meist 65) beansprucht wird, und liegt bei mindestens 0,892 (entspricht 10,8 % Abschlag). Er wird für jeden Vormonat vor dem 65. Geburtstag um 0,003 (0,3 %) reduziert, wobei der maximale Abschlag auf 10,8 % begrenzt ist. Bei voller Erwerbsminderung wird der Faktor meist 1,0 (volle Rente), während bei teilweiser EM-Rente der Rentenfaktor 0,5 (halbe Rente) zum Tragen kommt, aber auch die Abschläge angewendet werden.
 

Wie hoch ist der Zugangsfaktor für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen?

Der Zugangsfaktor bei der Rente wegen Schwerbehinderung ist grundsätzlich 1,0, wenn Sie abschlagsfrei gehen, aber er wird unter 1,0, wenn Sie vor der regulären Altersgrenze (bzw. der Grenze für Schwerbehinderte) abschlagsbehaftet in Rente gehen – mit 0,3% Abschlag pro Monat vor dem abschlagsfreien Rentenbeginn (max. 10,8%) – und er wird über 1,0, wenn Sie die Rente hinauszögern, um höhere Abschläge zu vermeiden. Für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen gilt ein spezieller Rentenartfaktor von 1,0, um die Nachteile der Behinderung auszugleichen, der Abschlag ist aber trotzdem relevant bei vorzeitigem Bezug. 

Wie kann der Zugangsfaktor die Rente erhöhen?

Die Regelaltersrente erhöht sich über den sog. Zugangsfaktor um einen Zuschlag, wenn sie trotz des Vorliegens der Anspruchsvoraussetzungen nicht in Anspruch genommen wird. Dieser Zuschlag beträgt pro Monat des hinausgeschobenen Rentenbeginns 0,5 % der Rente (6 % pro Jahr).

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Wie berechnet man den Zugangsfaktor für eine Rente?

Der Zugangsfaktor berechnet sich, indem man vom Grundwert 1,0 ausgeht: Bei vorzeitigem Rentenbeginn wird er für jeden Monat Abschlag (0,003) abgezogen, bei späterem Rentenbeginn für jeden Monat Zuschlag (0,005) addiert, wobei das Ergebnis die Rente dauerhaft um den entsprechenden Prozentsatz (0,3 % / 0,5 %) pro Monat erhöht oder mindert, basierend auf den persönlichen Entgeltpunkten multipliziert mit diesem Faktor.
 

Hat der Zugangsfaktor Einfluss auf die Rentenhöhe?

Mit dem Zugangsfaktor wird berücksichtigt, ob das gesetzlich festgelegte Rentenalter bei Rentenbeginn erreicht ist. Der Zugangsfaktor beträgt dann grundsätzlich 1,0. Er ist größer als 1,0, wenn eine Rente wegen Alters trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wird.

Welcher SV-Schlüssel bei Altersrente für Schwerbehinderte Menschen?

Für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bei Beschäftigten gilt, solange die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht ist, meist der Personengruppenschlüssel 120, aber mit dem besonderen Beitragsgruppenschlüssel 0110 für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung (KV: 1, PV: 1, RV: 1, AV: 0). Dieser Schlüssel zeigt an, dass die Person zwar Altersrente bezieht, aber noch versicherungspflichtig in Kranken- und Pflegeversicherung ist und Rentenversicherungsbeiträge zahlt, wobei die Beitragspflicht in RV/AV aber endet, wenn die Regelaltersgrenze erreicht wird und dann umgeschlüsselt wird. 

Was ändert sich bei der Schwerbehindertenrente 2025?

Schwerbehinderung- das hat sich 2025 geändert: Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen für Erwerbsminderungsrenten. Für Menschen mit einer Erwerbsminderungsrente gibt es 2025 eine weitere positive Entwicklung. Die Grenzen für den Hinzuverdienst wurden deutlich angehoben: volle Erwerbsminderungsrente: 19.661,25 Euro.

Ist Schwerbehindertenrente höher als Altersrente?

Nein, die Rente wird durch die Schwerbehinderung nicht pauschal höher, aber sie ermöglicht oft einen früheren abschlagsfreien Rentenbeginn oder deutlich geringere Abschläge (nur 7,2 % statt 14,4 % bei langjährig Versicherten), was die tatsächliche Rentenhöhe positiv beeinflusst und in der Praxis oft zu mehr Geld pro Monat führt als die Altersrente für langjährig Versicherte, wenn man früher geht. Der entscheidende Vorteil ist der Zugangsfaktor; bei Schwerbehinderung können Sie mit mindestens 35 Jahren Wartezeit zwei Jahre früher abschlagsfrei (oder mit weniger Abschlägen) in Rente gehen, was die Rentenberechnung besser ausfallen lässt. 

Wie ändert sich der Zugangsfaktor?

Der Zugangsfaktor liegt grundsätzlich bei 1,0. Dieser Wert ist maßgeblich, wenn die Summe der Entgeltpunkte mit der der persönlichen Entgeltpunkte identisch ist. Er erhöht sich für jeden Kalendermonat um 0,005, wenn die Altersrente später als mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze beansprucht wird.

Wie rechne ich den Rentenfaktor aus?

Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie haben bis zum Rentenbeginn 100.000 EUR angespart, und Ihr Rentenfaktor beträgt 30. Dann sieht die Berechnung so aus: 100.000 EUR / 10.000 x 30 = 300 EUR monatliche Rente.

Was ist der Zugangsfaktor nach Paragraph 77 SGB VI?

§ 77 Zugangsfaktor. (1) Der Zugangsfaktor richtet sich nach dem Alter der Versicherten bei Rentenbeginn oder bei Tod und bestimmt, in welchem Umfang Entgeltpunkte bei der Ermittlung des Monatsbetrags der Rente als persönliche Entgeltpunkte zu berücksichtigen sind.

Wie viele Rentenpunkte verliere ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?

Bei einem Renteneintritt mit 63 statt mit 67 fehlen Ihnen 4 Versicherungsjahre, als Durchschnittsverdiener macht das ein Minus von 4 Rentenpunkten. Zurück zum Beispiel: Mit 63 kommen Sie dann nur auf 43 Rentenpunkte statt auf 47, die Sie mit 67 erreichen würden.

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist. 

Was ist ein verminderter Zugangsfaktor?

Der Abschlag in der Rente wegen Erwerbsminderung heißt eigentlich Zugangsfaktor. Und dieser Zugangsfaktor kann maximal 0,892 betragen oder 10,8% von 1,0. Im Grundsatz heißt es, dass der Abschlag so berechnet wird, als ob der Versicherte sein 62. Lebensjahr bis 65.

Kann ich 2025 noch mit 63 in Rente gehen?

Im Jahr 2025 erfüllen Sie die erste Voraussetzung von mindestens 45 Beitragsjahren. Sie sind im Jahr 2025 aber erst 61 Jahre alt und können daher noch nicht in den Ruhestand gehen. Mit Abschlägen können Sie die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen. Abschlagsfrei können Sie mit 65 Jahren in Rente gehen.

Was ändert sich für schwerbehinderte Menschen ab 2026?

Ab 2026 ändert sich für viele Menschen mit Schwerbehinderung vor allem bei der Rente einiges: Der Vertrauensschutz für die Altersrente schwerbehinderter Menschen endet, was bedeutet, dass abschlagsfrei erst mit 65 Jahren statt wie bisher früher möglich ist; wer früher (ab 62) geht, muss mit Abschlägen rechnen, zudem werden Verfahren digitaler, der EU-Behindertenausweis kommt, und es gibt neue steuerliche Regelungen wie die „Aktivrente“. 

Sind Schwerbehinderte von Kontoführungsgebühren befreit?

Banken sind nicht verpflichtet schwerbehinderten Menschen ein kostenfreies Bankkonto ohne Kontoführungsgebühren einzurichten. Ein entsprechender rechtlicher Nachteilsausgleich besteht nicht.

Was ist besser, die Rente mit Schwerbehindertenausweis oder die mit 45 Jahren Wartezeit?

Ob mit Schwerbehindertenausweis oder 45 Versicherungsjahren in der Deutschen Rentenversicherung: Mit beiden Varianten kommen Sie zwei Jahre früher in die abschlagsfreie Rente. So viel zu den Gemeinsamkeiten. Wenn Sie noch früher Ihren Ruhestand antreten möchten, ist die Option mit Schwerbehinderung deutlich besser.

Wann Beitragsgruppenschlüssel 6100?

Beitragsgruppenschlüssel 6100

Geringfügig Beschäftigte (Minijob bis 520 Euro) haben die Wahlfreiheit ob sie Rentenbeiträge abführen möchten oder nicht. Haben sich die Arbeitnehmer für eine Rentenversicherungspflicht entschieden, ist der SV-Schlüssel 6100 anzugeben.

Ist die Altersrente für Schwerbehinderte Menschen eine Regelaltersrente?

Mit der Rente für schwerbehinderte Menschen können Sie eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze ohne oder mit Abschlag bis zu 10,8 Prozent erhalten. Wurden Sie in der Zeit von 1952 bis 1963 geboren, wird die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente stufenweise von 63 Jahren auf 65 Jahre angehoben.

Wie errechnet sich der Zugangsfaktor?

Er wird mit der Summe der Entgeltpunkte multipliziert, wodurch sich die persönlichen Entgeltpunkte ergeben. Grundsätzlich beträgt der Zugangsfaktor bei einer Altersrente oder einer Rente wegen voller Erwerbsminderung 1,0, so dass die Summe aller Entgeltpunkte mit den persönlichen Entgeltpunkten übereinstimmt.

Was bleibt von der Rentenerhöhung 2025 über?

Mit der Rentenerhöhung am 1. Juli 2025 bekommen Rentnerinnen und Rentner pro 100 Euro Rente 3,74 Euro mehr (brutto). Die Tabelle zeigt, wie groß das Rentenplus ist bei Renten zwischen 800 und 2.400 Euro. Wer zum Beispiel bis Juni 1.500 Euro Rente bekam, erhält seit Juli gut 1.556 Euro.

Wie hoch ist der Zugangsfaktor für die volle Erwerbsminderungsrente?

Bei der Erwerbsminderungsrente beträgt der Zugangsfaktor mindestens 0,892.