Wie hoch darf eine Ehrenamtspauschale pro Stunde sein?

Gefragt von: Loni Beer MBA.
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Eine Ehrenamtspauschale selbst hat keinen festen Stundensatz, sondern ist ein jährlicher Freibetrag von bis zu 840 Euro, der steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt werden kann; die Stundenanzahl, für die diese Pauschale gezahlt wird, ist flexibel, aber die Tätigkeit darf nebenberuflich sein (oft max. 1/3 der Hauptberufszeit, ca. 14h/Woche). Sie können also den Betrag aufteilen, wie es passt, z.B. 70 € pro Monat für 12 Stunden (ca. 5,80 €/Std.) bis die 840 € Grenze erreicht ist, aber auch höhere Stundensätze sind möglich, solange die Gesamtsumme 840 € jährlich nicht übersteigt, ansonsten wird der Mehrbetrag steuerpflichtig.

Wie hoch ist der Stundenlohn für Ehrenamtliche?

Für ein Ehrenamt gibt es keinen gesetzlichen Stundenlohn, aber eine steuerfreie Ehrenamtspauschale von 840 € pro Jahr (ca. 70 €/Monat) oder die Übungsleiterpauschale von 3.000 € pro Jahr, die für Trainer, Ausbilder usw. gilt; diese Pauschalen sind steuer- und abgabenfrei, aber nur wenn die Tätigkeit hauptsächlich dem Allgemeinwohl dient und nicht auf Erwerb ausgerichtet ist. Eine tatsächliche Vergütung, die den Mindestlohn (aktuell 12,41 €/Std.) berührt, wird meist als Minijob oder bezahlte Tätigkeit gewertet und unterliegt Steuern und Sozialabgaben, da die Freibeträge überschritten werden könnten. 

Wie viel ist eine Stunde ehrenamtlicher Arbeit wert?

(WASHINGTON, 23. April 2025) – Independent Sector gab heute zusammen mit dem Do Good Institute bekannt, dass der Wert einer ehrenamtlichen Stunde 34,79 US-Dollar beträgt – ein Anstieg von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Wie hoch darf eine Ehrenamtspauschale sein?

Die maximale Höhe der Ehrenamtspauschale beträgt aktuell 840 Euro pro Jahr und Person, die seit 2021 steuerfrei für nebenberufliche Tätigkeiten ausgezahlt werden kann. Eine weitere Pauschale ist die Übungsleiterpauschale, die bis zu 3.300 Euro (früher 3.000 Euro) steuerfrei ist und für bestimmte pädagogische Tätigkeiten gilt, wie das Bundesfinanzministerium berichtet. Beide Pauschalen können unter bestimmten Voraussetzungen kombiniert werden, wobei der Betrag über der Grenze versteuert werden muss. 

Wie hoch ist die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten?

Seit 2020 liegt die Höchstgrenze der Ehrenamtspauschale bei 840 Euro im Jahr. In manchen Bereichen wird die Aufwandsentschädigung für eine ehrenamtliche Tätigkeit pro Stunde bemessen, zum Beispiel bei kurzfristigen Einsätzen wie Wahlhelfer:innen oder Betreuer:innen.

Rechtliches: Die Ehrenamtspauschale

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Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamtspauschale und Aufwandsentschädigung?

Ehrenamtspauschale bei bis zu € 840 pro Jahr und Person und für die sog. Übungsleiterpauschale bei maximal € 3.000 pro Jahr und Person. Eine Aufwandsentschädigung kann mit Ausnahme des Vorstandes jedem ehrenamtlich Tätigen gezahlt werden unabhängig davon, ob die Person Mitglied im Verein ist oder nicht.

Wie viele Stunden darf man ehrenamtlich arbeiten?

Ehrenamtliche dürfen grundsätzlich so viel arbeiten, wie sie möchten, solange es ihr Hauptberuf nicht beeinträchtigt, wobei sich 10-15 Stunden pro Woche als guter Richtwert für die Kombination mit einem Job etabliert haben und für die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) eine Tätigkeit gilt, die nicht mehr als ein Drittel der Hauptberufszeit einnimmt (ca. 14 Std./Woche). Bei Arbeitslosigkeit gelten striktere Regeln: Bis zu 15 Stunden/Woche sind meist unproblematisch, bei mehr muss die Agentur für Arbeit informiert werden und die Vermittlung hat Vorrang. Jugendliche unter 18 Jahren unterliegen dem Jugendarbeitsschutzgesetz mit klaren Grenzen (max. 8 Std./Tag, 40 Std./Woche).
 

Welche Beispiele gibt es für die Ehrenamtspauschale?

Die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) gilt für allgemeine, nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Vorstandsarbeit, Kassier, Platzwart, Schriftführer, Gerätewart, Reinigung, Betreuung, Fahrdienste oder als Schiedsrichter im Amateurbereich – nicht aber für Lehrtätigkeiten, die unter die höhere Übungsleiterpauschale fallen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit nebenberuflich ist (max. 1/3 der Vollzeit-Zeit) und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient.
 

Wie hoch ist eine angemessene Aufwandsentschädigung?

Eine angemessene Aufwandsentschädigung hängt von der Art der Tätigkeit ab, wobei der Staat steuerfreie Pauschalen vorsieht: die Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr (z.B. für Vorstände) und die Übungsleiterpauschale bis 3.000 €/Jahr (für Trainer, Betreuer etc.). Diese Beträge sind steuerfrei und sozialabgabenfrei, solange die jeweiligen Freigrenzen nicht überschritten werden; darüber hinausgehende Beträge sind steuerpflichtig. Auch der tatsächliche Ersatz von Auslagen (z.B. Fahrtkosten) ist steuerfrei, muss aber nachgewiesen werden. 

Kann ich mein Ehrenamt steuerlich absetzen?

Wer sich ehrenamtlich engagiert und dafür Geld erhält, hat Anspruch auf den sogenannten Ehrenamtsfreibetrag. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr. Auch wenn Sie mehrere Ehrenämter ausüben, gibt es diesen bestimmten Freibetrag nur einmal jährlich.

Wie viel Ehrenamt pro Woche?

Der Gesetzgeber definiert ein Ehrenamt als reguläre Nebentätigkeit, bei der bis zu 14 Stunden pro Woche an Arbeitszeit investiert werden können. Zudem ist festgelegt, dass jährlich maximal 840 € als Aufwandsentschädigung steuerfrei verdient werden können.

Kann man bei ehrenamtlicher Arbeit Geld verdienen?

Ehrenamtlich Tätige können bis zu 3.000 Euro pro Jahr (Stand 2025) steuerfrei erhalten. Das entspricht 250 Euro pro Monat. Dieser Betrag bleibt sowohl einkommensteuer- als auch sozialversicherungsfrei, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.

Ist ein Ehrenamt Arbeitszeit?

Kann ich für meine ehrenamtliche Tätigkeit von meinem Arbeitgeber eine Freistellung während der Arbeitszeit verlangen? Grundsätzlich findet ehrenamtliches Engagement außerhalb und nicht während der Arbeitszeit statt. Ausnahmsweise können Sie auch während der Arbeitszeit ehrenamtlich tätig werden.

Was bekommen ehrenamtliche Helfer?

Ehrenamtliche Helfer bekommen in Deutschland oft eine steuerfreie Aufwandsentschädigung, die sogenannte Ehrenamtspauschale (bis 960 €/Jahr ab 2026) oder die Übungsleiterpauschale (bis 3.000 €/Jahr) für bestimmte Tätigkeiten, sowie Ersatz für tatsächlich entstandene Kosten (Fahrt, Porto). Zusätzlich gibt es oft Anerkennung, soziale Kontakte und die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zu leisten, sowie bei öffentlichen Ämtern (z. B. Wahlhelfer) kleine Aufwandsentschädigungen wie das Erfrischungsgeld.
 

Wie hoch ist der Aufwendungsersatz?

Die Aufwandspauschale gemäß § 1878 BGB beträgt zurzeit 425,00 € pro Jahr.

Ist 14 Euro Mindestlohn?

Mindestlohn steigt in zwei Schritten auf 14,60 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. (2025 waren es 12,82 Euro.) Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro je Arbeitsstunde in Deutschland.

Welcher Stundenlohn bei Ehrenamtspauschale?

den Ehrenamtsfreibetrag. So müssen sogenannte "ehrenamtliche" Tätigkeiten etwa in der Altenpflege, im Gesundheitswesen oder in der Erziehung, die im Rahmen eines Minijobs verrichtet werden, mindestens mit 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden, weil es sich nicht um ein Ehrenamt handelt.

Was ist normal als Aufwandsentschädigung pro Stunde?

Somit beträgt der stündliche Lohn der Ehrenamtspauschale 5,80 Euro und die jährlichen 840 Euro sind erreicht. Bei einer Überschreitung der 840-Euro-Grenze würden sie keine Aufwandsentschädigung mehr erhalten, sondern den stündlichen Mindestlohn.

Wie hoch ist die Ehrenamtspauschale maximal?

Die maximale Höhe der Ehrenamtspauschale beträgt aktuell 840 Euro pro Jahr und Person, die seit 2021 steuerfrei für nebenberufliche Tätigkeiten ausgezahlt werden kann. Eine weitere Pauschale ist die Übungsleiterpauschale, die bis zu 3.300 Euro (früher 3.000 Euro) steuerfrei ist und für bestimmte pädagogische Tätigkeiten gilt, wie das Bundesfinanzministerium berichtet. Beide Pauschalen können unter bestimmten Voraussetzungen kombiniert werden, wobei der Betrag über der Grenze versteuert werden muss. 

Was ist bei der Ehrenamtspauschale zu beachten?

Die Ehrenamtspauschale gilt vereinsunabhängig pro Person und Jahr. Sie darf bei mehreren ehrenamtlichen Aktivitäten nicht mehrfach angewendet werden. Alle Einnahmen über die € 840 hinaus müssen versteuert werden.

Was ist die häufigste ehrenamtliche Tätigkeit?

Die meisten Menschen im Sport aktiv

Besonders viele - 13,5 Prozent der Bevölkerung - engagieren sich im Bereich Sport und Bewegung. Es folgen Kultur und Musik mit 8,6 Prozent, der soziale Bereich mit 8,3 Prozent und Schule und Kindergarten mit 8,2 Prozent (Freiwilligensurvey 2019).

Was zählt alles zu ehrenamtlichen Tätigkeiten?

Welche Tätigkeiten werden als Ehrenamt anerkannt?

  • Übungsleiter und Trainer.
  • Freiwillige Feuerwehr und Unterstützung der Polizei.
  • Jugendarbeit und Sozialarbeit.
  • Rettungsdienste und Sanitäter.
  • Pflegetätigkeiten und Seniorenbegleiter.
  • Palliativbegleiter.
  • Arbeit in religiösen Gemeinden bzw. ...
  • Ehrenamtliche Richter und Schöffen.

Wie werden ehrenamtliche Stunden gezählt?

Ehrenamtliche Stunden werden von Einzelpersonen oder Organisationen erfasst, um unbezahlte Zeit für einen guten Zweck zu dokumentieren, typischerweise für Schule, gemeinnützige Arbeit oder die Förderung von gemeinnützigen Projekten. Die Stunden werden manuell oder digital erfasst , und als Nachweis können unterschriebene Protokolle, Fotos oder GPS-Daten dienen, je nachdem, wer den Nachweis benötigt und warum.

Wie viel darf man ehrenamtlich im Monat verdienen?

§ 3 Nr. 26a EstG sind grundsätzlich alle nebenberuflich ehrenamtlich Tätigen sowohl von Einrichtungen zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke, als auch Körperschaften des öffentlichen Rechts befugt, den steuerfreien Freibetrag in Höhe von 840 Euro zu nutzen.

Wie wirkt sich Ehrenamt auf Rente aus?

Ehrenamt hat meist keine negativen Auswirkungen auf die Rente, solange es sich um eine steuerfreie Aufwandsentschädigung handelt (Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr oder Übungsleiterfreibetrag bis 3.000 €/Jahr), die keine echten Verdienstausfälle ersetzt. Bei vorzeitiger Alters- oder Erwerbsminderungsrente zählt die Entschädigung jedoch als Hinzuverdienst, wenn sie über den Freibeträgen liegt und als Ersatz für ein Einkommen gezahlt wird, was die Rente mindern kann. Für Rentner über der Regelaltersgrenze gibt es nahezu unbegrenzte Hinzuverdienstmöglichkeiten. Spezielle Tätigkeiten wie die Pflege Angehöriger können sogar Rentenpunkte bringen.