Wie hoch ist der Freibetrag bei der Auszahlung der Betriebsrente?
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Der monatliche Freibetrag bei der Auszahlung der Betriebsrente für gesetzlich Pflichtversicherte beträgt seit dem 1. Januar 2025 187,25 €. Nur der Teil Ihrer Betriebsrente, der diesen Betrag übersteigt, wird mit Krankenversicherungsbeiträgen belegt, wobei der Pflegeversicherungsbeitrag auf die gesamte Rente anfällt (es gibt hier eine Freigrenze von ebenfalls 187,25 €, aber Beiträge werden auf den vollen Betrag gezahlt, wenn dieser überschritten wird). Freiwillig gesetzlich und privat Krankenversicherte haben diesen Freibetrag nicht.
Wann ist die Auszahlung einer Betriebsrente steuerfrei?
Während der Ansparphase ist die Betriebsrente demzufolge, steuerbefreit (innerhalb bestimmter Höchstgrenzen gemäß § 3 Nr. 63 EStG). In der Auszahlungsphase wird sie dann mit dem regulären Einkommensteuersatz versteuert, sobald sie den Grundfreibetrag von aktuell 12.096 Euro (Stand: 2025) überschreitet.
Welche Abzüge gibt es bei Einmalzahlung der Betriebsrente?
Bei einer Einmalzahlung der Betriebsrente fallen Einkommensteuer und Sozialabgaben (Kranken- & Pflegeversicherung) an, wobei die Sozialabgaben auf 10 Jahre verteilt berechnet werden (fiktive monatliche Rente) und ein Freibetrag von 187,25 € (Stand 2025) für die Krankenversicherung gilt. Die hohe Einmalzahlung führt oft zu einer höheren Steuerrate im Auszahlungsjahr, aber die Fünftelregelung kann die Steuerlast mindern.
Wie hoch ist der Freibetrag bei Kapitalauszahlung?
Seit dem 1. Januar 2020 gibt es einen monatlichen Freibetrag von 197,75 Euro (2025). Dieser Freibetrag gilt jedoch nur für Krankenkassenbeiträge und ausschließlich für gesetzlich Pflichtversicherte (nicht für freiwillig gesetzlich Versicherte).
Kann ich meine Betriebsrente in einem Betrag auszahlen lassen?
Die Auszahlung der Betriebsrente erfolgt meist monatlich lebenslang oder als einmalige Kapitalzahlung, oft ab dem gesetzlichen Rentenalter (ca. 67) oder früher (ab 60/62), abhängig vom Vertrag und den gewählten Optionen, wobei Steuern und Sozialabgaben (Krankenkassen- und Pflegeversicherung) anfallen, aber ein Freibetrag für die Krankenversicherung gilt. Sie beantragen die Rente in der Regel, wenn Sie Ihren Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung erhalten.
Wie wird die Auszahlung Deiner Betrieblichen Altersvorsorge versteuert? | So funktioniert es
Wie hoch ist der Steuersatz bei Auszahlung einer Betriebsrente?
Die Besteuerung der betrieblichen Altersvorsorge bei Auszahlung. Egal, ob Sie sich für eine Einmalzahlung, eine Teilauszahlung oder die klassische monatliche Betriebsrente entscheiden – in jedem Fall gilt: Die Auszahlung aus der Direktversicherung wird zu 100 Prozent versteuert.
Was ist besser, Betriebsrente auf einmal auszahlen oder monatlich?
Ob Einmalzahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Eine Einmalzahlung gibt Ihnen sofort viel Geld für größere Anschaffungen, kann aber durch höhere Steuern (Progression) und Sozialabgaben (Krankenversicherung für 10 Jahre) stark belastet werden. Eine monatliche Rente sorgt für eine stabile, lebenslange Absicherung laufender Kosten (Miete, Lebensmittel), belastet die Sozialversicherungen aber fortlaufend, wobei es Freibeträge gibt. Eine Teilauszahlung (z.B. 30% Kapital, 70% Rente) kann ein guter Kompromiss sein.
Ist eine einmalige Kapitalauszahlung der Betriebsrente möglich?
Eine einmalige Kapitalauszahlung der Betriebsrente ist möglich, aber führt zu hohen Steuern und Sozialabgaben, da der Betrag voll versteuert wird und Kranken- sowie Pflegeversicherungsbeiträge für 10 Jahre fällig werden, gestreckt über diesen Zeitraum, auch wenn der persönliche Steuersatz durch den hohen Einmalbetrag im Auszahlungsjahr steigen kann. Es gibt auch die Option einer Teilkapitalauszahlung (oft bis 30 %) plus monatlicher Rente. Vorteile sind sofortige Verfügbarkeit und freie Verwendung, Nachteile die hohe Belastung durch Abgaben. Eine Einzelfallprüfung ist wegen der hohen Belastung entscheidend, da bis zu 50 % Abzüge möglich sind.
Wird die Betriebsrente automatisch an das Finanzamt übermittelt?
Hinweis: Die Daten zur VBL-Rente werden aufgrund gesetzlicher Vorgaben automatisch an die Finanzverwaltung übermittelt. Ab dem Steuerjahr 2019 müssen Sie daher das Rentenende nicht mehr in der Anlage R zur Einkommensteuererklärung eintragen.
Wie hoch ist der Steuerfreibetrag für Betriebsrente?
HinweisDer Versorgungsfreibetrag wurde bis zum Jahr 2020 jährlich um 1,6 % und ab 2021 jährlich um 0,4 % reduziert. Somit wird der Freibetrag im Jahr 2058 bei 0 EUR liegen.
Wie hoch sind die Steuern bei Kapitalauszahlung?
Bei einer Kapitalauszahlung in Deutschland werden Erträge meist mit der 25 % Abgeltungsteuer besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer). Für betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder Lebensversicherungen gelten spezielle Regeln: oft der persönliche Steuersatz auf den Ertragsanteil oder die gesamte Auszahlung (nach einem Freibetrag), was zu höheren Steuern (bis zu 42 %) führen kann, besonders bei Einmalzahlungen, die in ein hohes Einkommensjahr fallen.
Was ist besser, eine Kapitalauszahlung oder eine monatliche Rente?
Ob Kapitalauszahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt stark von der persönlichen Situation ab: Eine monatliche Rente bietet lebenslange Sicherheit zur Deckung laufender Kosten, während eine Kapitalauszahlung Flexibilität für größere Anschaffungen oder Schuldentilgung ermöglicht, aber Eigeninitiative bei der Geldverwaltung erfordert und Risiken birgt, wenn das Kapital zu schnell aufgebraucht wird, wobei steuerliche Vorteile (z. B. bei Vorverträgen) eine Rolle spielen können.
Wie viel Prozent Abzüge gibt es bei Betriebsrente?
Von der Betriebsrente werden Steuern (Einkommensteuer mit Freibeträgen) und Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung, je nach Status) abgezogen, wobei die Höhe stark vom Rentenbeginn, Ihrer persönlichen Situation (z.B. Kinder) und dem jeweiligen Freibetrag abhängt, der jährlich sinkt; es gibt jedoch eine Entlastung durch das Betriebsrentenfreibetragsgesetz, das Kassenbeiträge reduziert, aber auch hier gelten Freigrenzen.
Wie werden Einmalzahlungen besteuert?
Einmalzahlungen, so etwa Mitarbeiterboni und Prämien, sind grundsätzlich steuer- und sozialabgabepflichtig. Eine Bonuszahlung beispielsweise gilt dabei nicht als laufender Entgeltbezug, sondern gehört zu den „sonstigen Bezügen“, die Arbeitnehmer einmalig beziehungsweise nicht regelmäßig erhalten.
Wie funktioniert die Betriebsrente-Fünftelregelung?
Das Wichtigste zur Fünftelregelung in Kürze
Die Fünftelregelung verteilt eine hohe Einmalzahlung (z. B. aus der Betriebsrente) rechnerisch auf fünf Jahre, um die Steuerlast zu senken. Sie gilt nur bei außergewöhnlichen (atypischen) Zahlungen, etwa bei vorzeitiger Kündigung oder unerwarteter Kapitalauszahlung.
Wie viel bleibt von der Betriebsrente nach Steuern und Abgaben übrig?
Von der Betriebsrente bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben netto oft nur ein Teil übrig, typischerweise zwischen 60 und 80 Prozent der Bruttorente, da Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Einkommensteuer fällig werden. Es gibt Freibeträge, die die Abzüge mindern, aber die genaue Höhe hängt vom Jahr des Rentenbeginns, der Höhe der Rente, Ihrem persönlichen Steuersatz und Ihrer Krankenversicherung ab – grob kann man sagen, dass etwa ein Drittel der Rente für Abgaben draufgeht.
Wie wird die Betriebsrente bei der Auszahlung besteuert?
Die Auszahlung einer Betriebsrente wird im Alter voll als Einkommen besteuert (nachgelagerte Besteuerung), allerdings mit dem persönlichen, meist niedrigeren Steuersatz im Ruhestand und unter Berücksichtigung des Grundfreibetrags sowie spezieller Freibeträge wie dem Altersentlastungsbetrag und dem Versorgungsfreibetrag (der jährlich sinkt), was oft zu geringeren Steuern führt. Hinzu kommen Sozialabgaben (Kranken-, Pflegeversicherung), aber keine Rentenversicherungsbeiträge. Steuern fallen nur auf den Teil an, der die Freibeträge übersteigt.
Wie hoch ist der Freibetrag für Betriebsrenten?
Für Betriebsrenten gibt es einen Freibetrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung: Aktuell (Stand 2025) müssen erst Beiträge gezahlt werden, wenn die monatliche Betriebsrente über 187,25 € liegt; der darüber hinausgehende Betrag ist beitragspflichtig, während der Betrag bis 187,25 € beitragsfrei ist (der Freibetrag steigt 2026 auf 197,75 €). Dieser Freibetrag gilt nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht für die Einkommensteuer, die auf den gesamten steuerpflichtigen Teil der Rente anfällt.
Wird Betriebsrente und Altersrente zusammen versteuert?
Die Betriebsrente wird nachgelagert besteuert. Das heißt: Während der Einzahlungsphase profitierst du von Steuerfreiheit oder Steuervergünstigungen. Bei der Auszahlung im Ruhestand jedoch wird die Rente als sonstige Einkünfte voll versteuert ( § 22 EStG ).
Ist es sinnvoll, die Betriebsrente auszahlen zu lassen?
Die ausgezahlte Betriebsrente kann dazu beitragen, den bisherigen Lebensstandard im Rentenalter beibehalten zu können. Denn die gesetzliche Rente, die Rentner mit Beginn des Ruhestandes erhalten, ist meist wesentlich niedriger als das bisherige Gehalt. Man spricht dabei von der Rentenlücke.
Wann sind Kapitalauszahlungen steuerfrei?
Kapitalauszahlung. Bei einer privaten Rentenversicherungen mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren, die vor dem Jahr 2005 abgeschlossen wurde, wird die Einmalzahlung weiterhin nicht besteuert, wenn ein begünstigter Vertrag vorliegt.
Was ist besser, monatliche Betriebsrente oder Einmalzahlung?
Ob Einmalzahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Eine Einmalzahlung gibt Ihnen sofort viel Geld für größere Anschaffungen, kann aber durch höhere Steuern (Progression) und Sozialabgaben (Krankenversicherung für 10 Jahre) stark belastet werden. Eine monatliche Rente sorgt für eine stabile, lebenslange Absicherung laufender Kosten (Miete, Lebensmittel), belastet die Sozialversicherungen aber fortlaufend, wobei es Freibeträge gibt. Eine Teilauszahlung (z.B. 30% Kapital, 70% Rente) kann ein guter Kompromiss sein.
Kann ich meine Betriebsrente auf einmal auszahlen lassen?
Ja, eine Auszahlung der Betriebsrente (bAV) als Einmalbetrag ist oft möglich, besonders bei Direktversicherungen oder Pensionskassen (Kapitalwahlrecht), aber es ist steuerlich und sozialabgabenrechtlich meist ungünstig, da hohe Steuern (Progression) und Krankenversicherungsbeiträge anfallen können. Die Einmalzahlung wird wie ein hohes Einkommen im Auszahlungsjahr besteuert und die Sozialabgaben werden über 10 Jahre verteilt berechnet, was zu hohen Abzügen führt – eine Beratung mit dem Anbieter ist dringend empfohlen, um die genauen Kosten zu ermitteln.
Wie wirkt sich die Betriebsrente auf die gesetzliche Rente aus?
Die Betriebsrente wird nicht direkt auf die gesetzliche Rente angerechnet, aber sie wirkt sich indirekt negativ auf die Höhe der gesetzlichen Rente aus, weil durch die Entgeltumwandlung weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung fließen und damit die Bemessungsgrundlage sinkt. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, um die Rentenlücke zu schließen, muss jedoch im Alter voll versteuert werden und verursacht bei Überschreiten bestimmter Freigrenzen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.
Wer erbt Betriebsrente?
Im Todesfall bekommen Ehepartner/eingetragene Lebenspartner und waisenrentenberechtigte Kinder (leiblich, adoptiert, Pflegekinder) eine Hinterbliebenenversorgung aus der Betriebsrente, oft als lebenslange Rente, wobei die Höhe je nach Vertrag und gesetzlichen Regelungen variiert; namentlich benannte Lebensgefährten können ebenfalls Anspruch haben, aber die genauen Regeln hängen stark vom jeweiligen Versorgungsvertrag ab, der oft auch Einkommensanrechnungen und Heiratsklauseln vorsieht.