Wie hoch ist der Hinzuverdienst für langjährig versicherte Rentner?
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Für langjährig Versicherte Rentner gibt es seit dem 1. Januar 2023 keine festen Hinzuverdienstgrenzen mehr; Sie können unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass Ihre Altersrente gekürzt wird, aber die Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) fallen wieder an, was die Nettoauswirkung reduziert, wobei aber eine neue Regelung, die sogenannte Aktivrente, ab 2026 bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei stellt.
Wie hoch ist der Hinzuverdienst für langjährig Versicherte, ohne dass die Rente gekürzt wird?
Für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte gibt es seit dem 1. Januar 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr – Sie können unbegrenzt zur Rente dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Auch wenn Sie eine vorgezogene Altersrente beziehen, ist der Hinzuverdienst jetzt unbegrenzt möglich. Allerdings bleibt die Tätigkeit rentenversicherungspflichtig, wodurch Sie bei weiterem Arbeiten zusätzliche Entgeltpunkte sammeln, die die Rente erst ab Erreichen der Regelaltersgrenze erhöhen.
Kann man mit 45 Beitragsjahren Rente beziehen und weiter arbeiten?
Gleichzeitig können Sie Ihre Ihnen zustehende Rente beziehen. Mit Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie unbeschränkt hinzuverdienen. Es erfolgt keine Einkommensanrechnung auf Ihre Altersrente. Ab Erreichen der Regelaltersgrenze sind Sie grundsätzlich versicherungsfrei.
Welches Einkommen wird auf den Zuschlag für langjährige Versicherte angerechnet?
Auf den Zuschlag für langjährige Versicherung (Grundrentenzuschlag) wird Ihr zu versteuerndes Einkommen angerechnet, einschließlich Rentenanteilen, Einkommen aus Kapitalanlagen und steuerfreien Rentenbestandteilen, wobei Freibeträge gelten: Bis zu einem bestimmten Betrag (z. B. 2025 ca. 1.385 € für Alleinstehende) bleibt Einkommen komplett anrechnungsfrei; Einkommen darüber wird teilweise (60 %) und darüber hinaus in voller Höhe auf den Zuschlag angerechnet, wobei der genaue Betrag vom aktuellen Rentenwert abhängt.
Wie viel dürfen Rentner neben der Rente hinzuverdienen?
Rentner können in Deutschland unbegrenzt zur Altersrente hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird – seit 2023 gilt dies auch für vorgezogene Altersrenten. Für Minijobs gelten die üblichen Grenzen (556 €/Monat 2025), aber auch hier kann man mehr verdienen, da es keine generelle Obergrenze gibt, nur die spezielle Minijob-Grenze. Ab 2026 plant die Regierung zudem eine Aktivrente mit einem steuerfreien Freibetrag von 2.000 €/Monat für Arbeit nach der Regelaltersgrenze.
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Was passiert, wenn ich als Rentner mehr als 520 Euro verdiene?
Wenn Sie als Rentner mehr als 520 € verdienen, passiert je nach Rentenart unterschiedliches: Bei einer normalen Altersrente gibt es keine Kürzung, Sie dürfen unbegrenzt verdienen, müssen aber ab dem Minijob-Betrag (derzeit ca. 556 €) Sozialversicherungs- und Steuern zahlen, was Ihre Rente zwar nicht kürzt, aber Ihr Gesamteinkommen mindert. Bei vorgezogenen Renten (z.B. wegen Erwerbsminderung) gibt es feste Hinzuverdienstgrenzen (oft 6.300 €/Jahr), danach wird die Rente gekürzt.
Wie viel darf ein Altersrentner steuerfrei dazuverdienen?
Ja, mit der neuen Aktivrente, die am 1. Januar 2026 startet, können Rentner bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen, wenn sie die Regelaltersgrenze erreicht haben und in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis arbeiten. Diese Regelung gilt für die nichtselbstständige Tätigkeit und ergänzt den steuerlichen Grundfreibetrag. Wichtig: Ausgeschlossen sind Freiberufler, Selbstständige und Personen, die vorzeitig Rente beziehen.
Warum wird mir der Zuschlag für langjährig versicherte abgezogen?
Der Zuschlag für langjährig Versicherte (Grundrentenzuschlag) wird gekürzt oder entfällt, weil Ihr Einkommen (und ggf. das Ihres Ehepartners) die gesetzlich festgelegten Freibeträge übersteigt, was zu einer Einkommensanrechnung führt. Ihre Vorsorge Die Deutsche Rentenversicherung prüft dies jährlich anhand der Daten des Finanzamts für das vorletzte Jahr, sodass sich die Höhe des Zuschlags dynamisch ändert, wenn das Einkommen steigt.
Kann man gleichzeitig Rente und Gehalt bekommen?
Die gute Nachricht gleich vorweg: Ja, du darfst neben deiner Rente arbeiten – und zwar so viel du willst. Seit 2023 gibt es bei Altersrenten in Deutschland keine Hinzuverdienstgrenzen mehr. Ganz egal, ob du 500 Euro, 2.000 Euro oder sogar 5.000 Euro als Gehalt dazuverdienst: Deine Rente wird nicht gekürzt.
Wie wird der Zusatzverdienst bei einem Regelaltersrentner besteuert?
Bei der Regelaltersrente ist der Hinzuverdienst seit 2023 unbegrenzt möglich, ohne dass die Rente gekürzt wird, aber der Verdienst ist steuerpflichtig und wird mit der Rente zusammen besteuert, wobei der Grundfreibetrag (ca. 12.096 €/Jahr für 2025) greift; ab 2026 gibt es mit der Aktivrente zusätzlich einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 € monatlich (24.000 € jährlich), was die Gesamtsteuerlast deutlich reduziert.
Welche Abzüge habe ich als Rentner, wenn ich arbeiten gehe?
Wenn Sie als Rentner arbeiten, fallen je nach Rentenart und Alter Abzüge für Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) und Steuern an, wobei bei Erreichen der Regelaltersgrenze die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge entfallen und Sie unbegrenzt hinzuverdienen können, während bei vorgezogenen Renten Einkommensgrenzen gelten, die zu Kürzungen führen.
Welche Nachteile hat eine abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren Wartezeit?
Der Hauptnachteil der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren ist, dass sie niedriger ausfällt als die Regelaltersrente, da in den zwei Jahren vor der Regelaltersgrenze keine weiteren Beiträge gezahlt werden, wodurch weniger Entgeltpunkte erworben werden. Auch wenn keine Abschläge abgezogen werden, fehlen die Beitragsjahre, was die Gesamtrente mindert. Ein weiterer Nachteil kann sein, dass bestimmte Zeiten (z.B. Arbeitslosigkeit, Studium) die 45 Jahre nicht vollständig zählen.
Kann man Rente beziehen und Vollzeit arbeiten?
Ja, man kann Rente beziehen und Vollzeit arbeiten, seit 2023 gibt es bei Altersrenten (auch vorgezogenen) keine Hinzuverdienstgrenzen mehr, das bedeutet, die Rente wird nicht gekürzt, egal wie viel Sie verdienen. Es ist sogar möglich, durch die weiter gezahlten Rentenversicherungsbeiträge die spätere Rente zu erhöhen, was den Übergang ins Rentenalter flexibel gestaltet. Allerdings sollten Sie Steuerpflicht und Sozialversicherungsbeiträge beachten – ab Erreichen der Regelaltersgrenze sind Sie in der Rentenversicherung versicherungsfrei, aber der Arbeitgeber zahlt weiterhin Beiträge.
Kann man nach 45 Jahren Rente beziehen und arbeiten gehen?
Ja, nach 45 Jahren Rente können Sie weiterarbeiten, und seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr für Altersrenten, d.h., Ihre Rente wird nicht gekürzt, egal wie viel Sie verdienen, aber Sie sammeln weiterhin Rentenpunkte und Ihr Arbeitgeber zahlt weiter Beiträge. Es ist eine gute Strategie, um den Übergang zu gestalten oder die Rente aufzubessern, wobei der Bezug der Rente für 45 Jahre (besonders langjährig Versicherte) mit dem Ruhestand beginnt, aber das Arbeiten danach die Rente weiter erhöht, bis Sie die Regelaltersgrenze erreichen.
Wird die Altersrente bei Hinzuverdienst gekürzt?
Auswirkungen auf Ihre Rente (Regelung bis 31.12.2022)
Wenn Ihr Entgelt den Freibetrag von 6.300 Euro (bis 31.12.2019) übersteigt, wird nur der darüber hinausgehende Betrag berücksichtigt. Dieser Betrag wird dann durch 12 geteilt und zu 40 Prozent auf Ihre Monatsrente angerechnet.
Was bringt 1 Jahr länger arbeiten für die Rente?
Ein Jahr länger arbeiten erhöht die Rente spürbar durch zwei Effekte: Sie erhalten für jeden Monat des Aufschubs einen Rentenzuschlag von 0,5 Prozent (also 6 % für ein Jahr) und Ihre Rente steigt zusätzlich durch die weiter gezahlten Beiträge aus Ihrem Einkommen, was für Durchschnittsverdiener etwa 100 Euro monatlich mehr ausmacht – eine einmalige Einmalzahlung als Prämie wird zudem geplant.
Wie wird man besteuert, wenn man Rente bezieht und Gehalt?
Wenn Rentner arbeiten, müssen sie ihre Einkünfte versteuern, aber der steuerliche Freibetrag ist höher (Grundfreibetrag 2025 ca. 12.096 €) und es gibt steuerfreie Pauschalen, wie die Ehrenamtspauschale. Einkommen aus Arbeit wird zum steuerpflichtigen Anteil der Rente addiert, was zu Steuernachzahlungen führen kann, aber seit 2023 entfällt die Anrechnung auf die Rente bei Altersrenten. Ab 2026 soll die geplante „Aktivrente“ bis zu 2.000 € pro Monat steuerfrei machen, allerdings bleiben Sozialabgaben fällig.
Wie viel darf ich dazuverdienen, wenn ich meine Regelaltersrente erreicht habe?
Mit der Aktivrente können Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei dazuverdienen, was einen jährlichen steuerfreien Betrag von 24.000 Euro bedeutet. Wichtig: Diese Regelung gilt nur für Rentnerinnen und Rentner, die nach Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze weiterarbeiten.
Was passiert, wenn Rentner neben der Rente noch arbeiten?
Die Hinzuverdienstgrenze liegt bei jährlich 6.300 Euro. Was Sie darüber hinaus verdienen, wird zu 40 Prozent von Ihrer Rente abgezogen. Zusätzlich ist der Hinzuverdienstdeckel zu beachten. Dieser orientiert sich an Ihrem höchsten Einkommen in den letzten 15 Jahren vor Eintritt Ihrer Erwerbsminderung.
Welches Einkommen wird auf den Zuschlag für langjährige Versicherung angerechnet?
Auf den Zuschlag für langjährige Versicherung (Grundrentenzuschlag) wird Ihr zu versteuerndes Einkommen angerechnet, einschließlich Rentenanteilen, Einkommen aus Kapitalanlagen und steuerfreien Rentenbestandteilen, wobei Freibeträge gelten: Bis zu einem bestimmten Betrag (z. B. 2025 ca. 1.385 € für Alleinstehende) bleibt Einkommen komplett anrechnungsfrei; Einkommen darüber wird teilweise (60 %) und darüber hinaus in voller Höhe auf den Zuschlag angerechnet, wobei der genaue Betrag vom aktuellen Rentenwert abhängt.
Wird der Zuschlag für langjährig versicherte jedes Jahr neu berechnet?
Die Grundrente gibt es seit 2021. Die Grundrente ist ein Zuschlag zur eigenen Rente. Voraussetzung ist, dass die Person viele Jahre Beiträge gezahlt hat und trotzdem nur eine geringe Rente bekommt. Wer neu in Rente geht, bekommt den Zuschlag automatisch berechnet.
Wie viel darf ein Rentner steuerfrei dazuverdienen im Monat 2026?
Ab 2026 dürfen Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, bis zu 2.000 Euro brutto pro Monat steuerfrei hinzuverdienen, wenn sie sozialversicherungspflichtig arbeiten – das ist die neue Aktivrente. Darüber hinaus gilt der allgemeine jährliche Grundfreibetrag von ca. 12.348 Euro (2026), aber die Aktivrente bietet einen zusätzlichen monatlichen Freibetrag für Arbeit nach der Rente, der nicht auf den Steuersatz des restlichen Einkommens durchschlägt.
Wie viel kann ich verdienen, ohne dass sich dies auf meine Rente auswirkt?
Wie hoch darf mein Einkommen sein, damit ich noch die Altersrente erhalte? Alleinstehende können bis zu 2.575,40 $ alle zwei Wochen verdienen und erhalten trotzdem eine Teilrente. Paare dürfen zusammen bis zu 3.934,00 $ verdienen. Für Rentner mit Übergangsrente und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen getrennt leben, gelten möglicherweise höhere Einkommensgrenzen.
Kann ich als Rentner noch Rentenpunkte sammeln?
Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen.