Wie hoch ist der Kindererziehungszuschlag in der Beamtenversorgung?

Gefragt von: Franco Baumgartner
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Der Kindererziehungszuschlag (KEZ) in der deutschen Beamtenversorgung ist eine monatliche Zulage, die das Ruhegehalt erhöht, um die Mehrbelastung durch Kindererziehung auszugleichen; er beträgt für Kinder, die nach dem 31.12.1991 geboren wurden, für bis zu 36 Monate Kindererziehungszeit, wobei die genaue Höhe (aktuell um 118,87 EUR/Monat für 12 Monate, Stand Feb. 2025) von den individuellen Versorgungsbezügen und den jeweiligen Bundes- und Landesregelungen abhängt und nicht höher sein darf als das Höchstruhegehalt. Die Berechnung ist komplex und kann bei Überschneidung mit ruhegehaltfähigen Dienstzeiten gekürzt werden, weshalb die genaue Höhe erst bei Eintritt in den Ruhestand feststeht.

Wie hoch ist der Kindererziehungszuschlag bei Beamten?

Das heißt, dass Ihre Versorgungsbezüge bei Zuordnung von 36 Kalendermo- naten nach dem aktuellen Stand um einen Kindererziehungszuschlag von 112,75 EUR (je Kind) erhöht werden. Ein zustehender Kindererziehungszuschlag wird neben dem Ruhegehalt nur gewährt, soweit die Höchstversorgung nicht überschritten wird.

Wie hoch ist der Kindererziehungszuschlag bei der Pension?

(4) Die Höhe des Kindererziehungszuschlags entspricht für jeden Monat der Kindererziehungszeit dem in § 70 Abs. 2 Satz 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch bestimmten Bruchteil des aktuellen Rentenwerts.

Wie viel Geld bekommen Beamte pro Kind?

Höhe des Kindergeldes für Beamte

Eltern erhalten dann monatlich 255 Euro pro Kind, unabhängig davon, wie viele Kinder im Haushalt leben. Damit steigt der Betrag um 5 Euro gegenüber dem seit Januar 2023 geltenden Kindergeldsatz von 250 Euro.

Wie werden Kinder bei der Pension berechnet?

Ein Jahr Kindererziehung bringt fast einen Entgeltpunkt

Für die Zeit der Kindererziehung werden Sie in etwa so gestellt, als hätten Sie Beiträge aufgrund des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten gezahlt. Umgerechnet bringt Ihnen ein Jahr Kindererziehungszeit 40,79 Euro Rente pro Monat.

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Wie werden Kinder bei der Pension berücksichtigt?

für die Pension. Damit Eltern, die sich der Kindererziehung widmen und deshalb nicht oder nur in Teilzeit arbeiten, keine Nachteile bei der Pension haben, werden pro Kind Kindererziehungszeiten von bis zu 48 Monaten (4 Jahren) angerechnet und im Pensionskonto gutgeschrieben.

Welche Kindererziehungszeiten gibt es bei der Beamtenpension?

Für Beamte werden Kindererziehungszeiten durch einen Kindererziehungszuschlag zur Pension berücksichtigt, nicht durch die "Mütterrente" der gesetzlichen Rentenversicherung; für Kinder ab 1992 gibt es bis zu 36 Monate (3 Jahre) Zuschlag, für ältere Kinder (vor 1992) werden bis zu 30 Monate (2,5 Jahre) angerechnet, wobei Zeiten der Elternzeit/Beurlaubung ohne Teilzeitbeschäftigung oft nicht ruhegehaltfähig sind, aber der Zuschlag gewährt wird. Diese Zuschläge werden bei der Pensionierung automatisch berücksichtigt und erhöhen das Ruhegehalt, da sie die Versorgungslücke durch Erziehungsphasen ausgleichen. 

Warum bekommen Beamten Kinder mehr Kindergeld?

Trotzdem erhalten Beamte mehr Geld für ihre Kinder, denn zusätzlich zum regulären Kindergeld profitieren sie noch vom Familienzuschlag. Dieser ist keine eigene Sozialleistung, sondern Teil der Beamtenbesoldung. Er soll die besondere Stellung und Verantwortung von Beamten berücksichtigen.

Haben Beamte Anspruch auf Kindergeldzuschlag?

Als Beamtin oder Beamter haben Sie grundsätzlich Anspruch auf einen kinderbezogenen Familienzuschlag. Die gleiche Regelung gilt für Richterinnen und Richter, für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare sowie für Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.

Wie viel Geld bekommen Beamte in Elternzeit?

Die Höhe des Elterngeldes beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro und berechnet sich nach dem Voreinkommen des Beziehers.

Woher weiß ich, ob Kindererziehungszeiten angerechnet wurden?

Ob dir Kindererziehungszeiten angerechnet wurden, erkennst du im Versicherungsverlauf oder Rentenbescheid – dort sind die Zeiträume und Punkte klar aufgeführt. Fehlt der Eintrag, wurden die Zeiten vermutlich nie beantragt. Dann solltest du aktiv werden und das unbedingt nachholen.

Wie hoch ist die Mütterrente für Beamte?

Erhalten auch Beamte Mütterrente? Beamte erhalten keine Mütterrente. Der Grund liegt darin, dass Beamte bereits in einem anderen Versorgungssystem eine Leistung erhalten, sprich in diesem Falle die Pension.

Wie beantragen Beamte Kindererziehungszeiten?

Den schriftlichen oder elektronischen Antrag senden betroffene Beamtinnen und Beamte bitte unter Angabe ihrer Personalnummer an ihre Versorgungsdienststelle. Soweit möglich sollte die- sem Antrag bereits eine Kopie der Geburtsurkunden des Kindes/der Kinder und ein Rentenversi- cherungsverlauf beigefügt sein.

Wie viel Kindergeld bekommen 2025 Beamte?

Für Beamte gilt ab 2025 ein einheitliches Kindergeld von 255 € pro Monat und Kind, genauso wie für alle anderen Eltern auch, wobei die Auszahlung zentral über die Familienkasse erfolgt; zusätzlich erhalten Beamte aber einen eigenen Familienzuschlag vom Dienstherrn, der die Gesamtförderung oft höher ausfallen lässt als bei Angestellten. Der Familienzuschlag ist abhängig von Besoldungsgruppe und Kinderzahl und wird zusätzlich gezahlt, während das Kindergeld automatisch angepasst wird. 

Wie lange wird der Kinderzuschlag bei Beamten gezahlt?

Wann entfällt der Familienzuschlag bei Beamten? Der Familienzuschlag (Stufe 1 – sog. Verheiratetenzuschlag) für Beamte entfällt grundsätzlich nach einer Scheidung. Das bedeutet, dass geschiedene Beamtinnen und Beamte keinen Anspruch mehr auf diesen besonderen Zuschlag haben.

Wie rechnet man Kindererziehungszeiten aus?

Kindererziehungszeiten werden in der deutschen Rentenversicherung mit Entgeltpunkten bewertet: Pro Monat gibt es 0,0833 Entgeltpunkte (fast 1 Punkt pro Jahr), wobei für vor 1992 geborene Kinder 30 Monate (2,5 Punkte) und für ab 1992 geborene Kinder 36 Monate (3 Punkte) angerechnet werden. Diese Zeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten für die Rente und die Wartezeit, wobei für Kinderberücksichtigungszeiten (bis 10. Lebensjahr) eine individuelle Aufwertung des Einkommens möglich ist, wenn der Elternteil Teilzeit arbeitet, was die Rente erhöht. 

Wie hoch ist der Kindererziehungszuschlag für Beamte?

Die Höhe des Kindererziehungszuschlags richtet sich nach dem Recht der gesetzlichen Renten- versicherung (Sechstes Buch Sozialgesetzbuch - SGB VI). Er beträgt für jeden Monat der Kinder- erziehungszeit 0,0833 Entgeltpunkte (EP) vervielfältigt mit dem jeweiligen aktuellen Rentenwert bzw. Rentenwert Ost.

Warum gibt es ab 2025 kein Kindergeld mehr?

Eine tragende Rolle bei dieser Maßnahme soll die neue Kindergrundsicherung spielen. Die Kindergrundsicherung soll ab 2025 bisherige Leistungen wie das Kindergeld, Leistungen aus dem Bürgergeld für Kinder oder den Kinderzuschlag bündeln. Dadurch entstehen auch zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe.

Wie viel Kindergeld bekommen Beamte pro Kind?

Beamte bekommen das gleiche Kindergeld wie alle anderen Eltern (ab 2025: 255 € pro Kind) plus einen steuerpflichtigen Familienzuschlag, der je nach Bundesland und Besoldungsgruppe stark variiert (oft 150 € bis über 900 € pro Kind), aber zusammen mit dem Kindergeld die höhere Gesamtunterstützung ergibt, so fairbeamtet.de und Merkur. Der Familienzuschlag wird direkt vom Dienstherrn gezahlt und kann in Bundesländern wie Bayern oder NRW je nach Mietstufe und Kinderzahl deutlich höher ausfallen, während es beim Bund einen Grundbetrag und einen Kinderzuschlag gibt. 

Welche Vorteile haben Kinder von Beamten?

Beamtinnen und Beamten der Besoldungsgruppen A 1 bis A 9 kann in finanziellen Notlagen für die Erstaus- stattung eines Säuglings oder Kleinkindes ein unverzinslicher Gehaltsvorschuss bewilligt werden (formloser Antrag an das Dezernat Personal und Rechtsangelegenheiten).

Haben Beamte Anspruch auf Kinderzuschlag?

Die Freie und Hansestadt Hamburg als Dienstherrin zahlt - bei Vorliegen aller Voraussetzungen - einen Familienzuschlag zum Ausgleich der familiären Belastungen an: Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.

Was bringen 10 Jahre Kinderberücksichtigungszeiten?

10 Jahre Kinderberücksichtigungszeit sind Gold wert, weil sie deine Rentenbiografie aufwerten: Sie füllen Beitragslücken, helfen dir, Wartezeiten (z.B. für die Rente mit 63) schneller zu erfüllen, sichern den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente und können Teilzeiteinkommen um bis zu 50% aufwerten, was zu mehr Rentenpunkten führt – besonders bei mehreren Kindern oder Zeiten ab 1992, sodass deine Rente spürbar steigt (ca. 12-30€ pro Jahr mehr, je nach Situation), obwohl sie keine direkten Beiträge sind. 

Werden die Kinder bei der Pension angerechnet?

Kindererziehungszeiten in der Pensionsversicherung

In der Pensionsversicherung werden dabei bis zu vier Jahre (48 Monate pro Kind, 60 Monate bei Mehrlingsgeburten) als Kindererziehungszeiten angerechnet.

Haben Beamtinnen Anspruch auf Mütterrente?

Nein, verbeamtete Mütter bekommen grundsätzlich keine gesetzliche Mütterrente, da sie in ein anderes Versorgungssystem (Pension) fallen, das eigene Regelungen für Kindererziehungszeiten hat (meist über den sogenannten Kindererziehungszuschlag). Das Bundessozialgericht bestätigte, dass eine doppelte Berücksichtigung durch das System der gesetzlichen Rente ausgeschlossen ist, solange die Beamtenversorgung eine annähernd gleichwertige Berücksichtigung vorsieht, auch wenn diese anders ausgestaltet ist.