Wie hoch ist der maximale Betrag, den man für ein Pflegeheim bezahlen kann?

Gefragt von: Therese Kopp
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Pflegebedürftigen steht ein sogenanntes Schonvermögen von 10.000 Euro (Stand: Januar 2023) zu, das nicht für die Finanzierung der Pflege herangezogen wird. Bei Ehepaaren verdoppelt sich dieser Betrag auf insgesamt 20.000 Euro.

Wie hoch ist die maximale Zuzahlung im Pflegeheim 2025?

Anfang 2025 lag der Eigenanteil bereits bei 2.984 Euro. Seit Mitte 2025 beträgt er nun 3.108 Euro.

Wie hoch ist der maximale Eigenanteil für ein Pflegeheim?

Es gibt keine feste maximale Zuzahlung, da die Kosten je nach Bundesland, Pflegegrad und Aufenthaltsdauer variieren, aber seit 2022 zahlt die Pflegekasse einen prozentualen Zuschlag zum Eigenanteil (EEE), der die Eigenbeteiligung mit jedem Aufenthaltsjahr erhöht – von 15 % im ersten Jahr bis zu 70 % ab dem vierten Jahr (Stand 2024), sodass die tatsächliche Zuzahlung sinkt und oft unter 2.000 € monatlich liegt, je nach Gesamtkosten, die zwischen ca. 2.600 € und 3.500 € monatlich liegen können.
 

Wie viel Vermögen darf ich haben, wenn ich ins Pflegeheim komme?

Wenn Sie ins Pflegeheim kommen, dürfen Sie ein sogenanntes Schonvermögen behalten, das vor dem Zugriff des Sozialamtes geschützt ist: Für Alleinstehende sind das aktuell in der Regel 10.000 € (bei Paaren 20.000 €), plus Hausrat, ein angemessenes Auto und eine selbstgenutzte Immobilie. Alles darüber hinaus muss grundsätzlich für die Pflegeheimkosten eingesetzt werden, bevor das Sozialamt einspringt, wobei Einkommen und Vermögen des Ehepartners ebenfalls geprüft werden, sagt dieser Artikel von Ihre Vorsorge und diese Quelle von Finanztip. 

Wie verringert sich der Eigenanteil im Pflegeheim?

Der Eigenanteil im Pflegeheim verringert sich durch gestaffelte Leistungszuschläge der Pflegekasse, die mit der Dauer des Heimaufenthalts steigen: 15 % im ersten Jahr, 30 % im zweiten, 50 % im dritten und 75 % ab dem vierten Jahr (Stand 2024). Diese Zuschüsse reduzieren den Anteil für die reine Pflege; Kosten für Unterkunft und Verpflegung bleiben separat. 

Pflegeheim/ Altenheim Kosten 2025 - Eigenanteil, Zuzahlung und Schonvermögen

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Werden Pflegeheimkosten gedeckelt?

Die darüber hinaus gehenden Kosten müssen die Pflegebedürftigen selbst aufbringen. Dieser Eigenanteil steigt in der stationären Versorgung in jüngster Zeit jedoch dynamisch an. Deswegen will die SPD die pflegebedingten Kosten auf 1.000 Euro im Monat begrenzen.

Was kann ich tun, wenn mein Pflegeheim zu teuer ist?

Wenn Pflegeheimkosten zu hoch sind, beantragen Sie beim Sozialamt „Hilfe zur Pflege“ (Sozialhilfe) nach dem SGB XII, wenn Rente und Vermögen nicht reichen, wobei Einkommen und Vermögen der Kinder ab 100.000 € Jahreseinkommen geprüft werden kann; prüfen Sie auch die Widerspruchsmöglichkeit bei Preiserhöhungen und ziehen Sie eine günstigere Pflegeeinrichtung oder eine private Pflegezusatzversicherung (PZT) in Betracht, um zukünftige Versorgungslücken zu vermeiden. Wichtig ist, den Antrag rechtzeitig zu stellen, da Sozialhilfe nicht rückwirkend zahlt.
 

Wie rette ich mein Vermögen vor dem Pflegeheim?

Um Ihr Vermögen vor Pflegeheimkosten zu schützen, müssen Sie frühzeitig handeln und die Zehnjahresfrist bei Schenkungen beachten, indem Sie Vermögen (z. B. Immobilien) rechtzeitig an Kinder übertragen oder durch spezielle Verträge (Nießbrauchrecht, Leibrente) absichern, was eine professionelle Beratung durch einen Fachanwalt oder Notar erfordert, um Rückforderungen des Sozialamtes zu verhindern und das eigene Nutzungsrecht zu sichern. Alternativ helfen private Pflegezusatzversicherungen oder Pflegetagegeld, die Lücke zu schließen, ohne das gesamte Vermögen anrühren zu müssen. 

Welches Vermögen ist unantastbar?

Es gibt kein pauschal "unantastbares" Vermögen, aber das sogenannte Schonvermögen ist bei Bezug von Sozialleistungen (wie Hilfe zur Pflege oder Grundsicherung) geschützt und darf nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts herangezogen werden, darunter fallen Freibeträge für Bargeld (z.B. 10.000 € für Einzelpersonen), eine selbstgenutzte Immobilie, ein angemessenes Auto, Hausrat und bestimmte Altersvorsorgeverträge. Was als "angemessen" gilt, hängt oft vom Einzelfall ab, aber bestimmte Gegenstände (z.B. für Berufsausübung oder altersgerechte Wohnung) bleiben ebenfalls unantastbar.
 

Was passiert mit dem gesparten Geld, wenn man ins Pflegeheim kommt?

Reichen deine Rente und die Leistungen der Pflegekasse nicht aus, um das Pflegeheim zu bezahlen, wird dein Vermögen zur Deckung der Pflegekosten herangezogen. Allerdings gelten 10.000 Euro pro Person als Schonvermögen.

Ist die Zuzahlung im Pflegeheim abhängig vom Pflegegrad?

Ja, der Eigenanteil im Pflegeheim hängt indirekt vom Pflegegrad ab, weil die Pflegekasse höhere Zuschüsse für höhere Pflegegrade zahlt, aber der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) für Pflegegrade 2-5 gleich bleibt; der Eigenanteil ist also fix für alle Bewohner ab Pflegegrad 2, wird aber durch höhere Kassenleistungen bei steigendem Pflegegrad geringer, bis auf Pflegegrad 1, wo er sehr hoch ist, weil dort nur der kleine Entlastungsbetrag gezahlt wird. 

Was kann ich tun, wenn meine Rente nicht für ein Pflegeheim reicht?

Wenn die Rente nicht für das Pflegeheim reicht, springt das Sozialamt mit „Hilfe zur Pflege“ ein, prüft aber vorher Einkommen und Vermögen von Ihnen (Schonbetrag ca. 10.000 € für Alleinstehende, 20.000 € für Paare) und des Ehepartners. Sind auch diese Mittel erschöpft, übernimmt der Staat die Restkosten, wobei Kinder unter bestimmten Bedingungen (Einkommen über 100.000 € brutto/Jahr) zum Unterhalt herangezogen werden können. Alternativen sind Tagespflege, Senioren-WGs oder ambulante Pflegedienste, um den Umzug ins Heim zu vermeiden oder hinauszuzögern. 

Wie lange muss man auf einen Platz in einem Pflegeheim warten?

Im Durchschnitt beträgt die Wartezeit auf einen Platz 1,5 Jahre. Der Eigenanteil liegt im Schnitt bei 2.800 Euro im Monat. Eine Alternative mit einer Woche Wartezeit ist die 24 Stunden Pflege.

Was kostet die höchste Pflegestufe im Pflegeheim?

Die Gesamtkosten für einen Platz im Senioren- oder Pflegeheim sind abhängig vom Pflegegrad und liegen im Durchschnitt zwischen 3.026 Euro (Pflegegrad 1) und 5.406 Euro (Pflegegrad 5). Die Preise der einzelnen Senioren- und Pflegeheime können je nach Lage und Leistung erheblich vom Durschnitt abweichen.

Sind Kinder verpflichtet, Pflegeheim zu zahlen?

Ja, Kinder können verpflichtet sein, sich an den Pflegeheimkosten ihrer Eltern zu beteiligen (Elternunterhalt), aber seit 2020 greift diese Pflicht erst bei einem Jahreseinkommen des Kindes von über 100.000 € brutto, dank dem Angehörigen-Entlastungsgesetz; darunter sind die meisten Kinder geschützt. Bei Überschreiten der Grenze müssen Kinder zahlen, aber nur, wenn das Einkommen der Eltern sowie deren eigenes Vermögen die Kosten nicht decken, wobei dem Kind ein erheblicher Selbstbehalt bleibt. 

Wie hoch ist der Zuschuss für ein Pflegeheim nach 12 Monaten?

Nach einer Bezugsdauer von 12 Monaten steigt der Zuschlag auf 30 Prozent. Nach insgesamt 24 Monaten beträgt der Zuschlag bereits 50 Prozent und schließlich nach 36 Monaten 75 Prozent. Der Zuschlag gilt für die Pflegekosten (pflegebedingte Aufwendungen).

Wie viel Barvermögen darf man in einem Pflegeheim haben?

Wenn Sie ins Pflegeheim kommen, dürfen Sie ein sogenanntes Schonvermögen behalten, das vor dem Zugriff des Sozialamtes geschützt ist: Für Alleinstehende sind das aktuell in der Regel 10.000 € (bei Paaren 20.000 €), plus Hausrat, ein angemessenes Auto und eine selbstgenutzte Immobilie. Alles darüber hinaus muss grundsätzlich für die Pflegeheimkosten eingesetzt werden, bevor das Sozialamt einspringt, wobei Einkommen und Vermögen des Ehepartners ebenfalls geprüft werden, sagt dieser Artikel von Ihre Vorsorge und diese Quelle von Finanztip. 

Kann das Pflegeheim auf Besitz zurückgreifen?

Seit 1. Jänner 2018 ist ein Zugriff auf Vermögen von in stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommenen Personen, deren Angehörigen, Erbinnen und Erben sowie Geschenknehmerinnen und Geschenknehmern zur Abdeckung der Pflegekosten unzulässig.

Wie lange zurück prüft das Sozialamt, ob Vermögen vorhanden war?

Das Sozialamt prüft Schenkungen bis zu 10 Jahre zurück, wenn es um die Rückforderung von Leistungen (z.B. bei Pflegekosten) geht, basierend auf § 529 BGB. Diese Frist beginnt mit der Vollendung der Schenkung, etwa bei Immobilien mit der Eintragung ins Grundbuch. Größere Geldbewegungen und Schenkungen innerhalb dieses Zeitraums müssen erklärt werden, wobei angemessene Anstandsschenkungen (Geburt, Hochzeit) ausgenommen sind, wenn der Beschenkte nicht mehr über den Wert verfügt oder die Schenkung für den Lebensunterhalt diente, so betanet.de. 

Wie viel Geld darf man auf dem Konto haben, wenn man ins Heim kommt?

Wenn Sie ins Pflegeheim kommen, dürfen Sie ein sogenanntes Schonvermögen behalten, das nicht für die Pflegekosten herangezogen wird: Das sind derzeit 10.000 € pro Person (bei Paaren zusammen 20.000 €) sowie Hausrat, ein angemessenes Auto und eine selbstgenutzte, angemessene Immobilie. Darüber hinaus steht Ihnen ein monatlicher Barbetrag (Taschengeld) für persönliche Ausgaben zu, der derzeit bei etwa 152 € pro Monat liegt. 

Wer zahlt Pflegeheim, wenn die Rente nicht reicht 2025?

Reichen ihre Leistungen 2025 nicht aus, um die Kosten im Pflegeheim zu zahlen, können Sie als Bewohner oder Bewohnerin unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf Sozialhilfe im Alter in Form von “Hilfe zur Pflege” bei Ihrem Sozialamt stellen.

Kann ich mein Schonvermögen verschenken?

Grundsätzlich ist jeder geschäftsfähige Mensch berechtigt, mit seinem Vermögen nach seinen eigenen Vorstellungen zu verfahren. Das beinhaltet auch, dass Geld, Immobilien und andere Vermögenswerte an Verwandte, aber auch andere Personen oder Institutionen verschenkt werden können.

Was tun, wenn die Rente fürs Pflegeheim nicht reicht?

Wenn die Rente nicht für das Pflegeheim reicht, springt das Sozialamt mit „Hilfe zur Pflege“ ein, prüft aber vorher Einkommen und Vermögen von Ihnen (Schonbetrag ca. 10.000 € für Alleinstehende, 20.000 € für Paare) und des Ehepartners. Sind auch diese Mittel erschöpft, übernimmt der Staat die Restkosten, wobei Kinder unter bestimmten Bedingungen (Einkommen über 100.000 € brutto/Jahr) zum Unterhalt herangezogen werden können. Alternativen sind Tagespflege, Senioren-WGs oder ambulante Pflegedienste, um den Umzug ins Heim zu vermeiden oder hinauszuzögern. 

Wie kann ich den Eigenanteil im Pflegeheim reduzieren?

So reduzieren Sie den Eigenanteil im Pflegeheim

Leben Sie länger als 12 Monate in einem Pflegeheim, beträgt der Zuschlag bereits 30 %. Nach 24 Monaten bereits 50 % und nach mehr als 36 Monaten 75 %. Der Leistungszuschlag wird direkt mit dem Eigenanteil des Pflegeheims verrechnet und senkt diesen somit.

Was zahlt die Krankenkasse, wenn man ins Pflegeheim kommt?

Das Wichtigste in Kürze

Je nach Pflegegrad zahlt die Pflegekasse 805 bis 2.096 € monatlich für die Kosten der Pflege.