Wie hoch ist der Stundenlohn bei einem Minijob mit 538 Euro?
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Bei einem 538-Euro-Minijob im Jahr 2024 beträgt der Stundenlohn mindestens 12,41 Euro (gesetzlicher Mindestlohn). Daraus ergibt sich eine monatliche Arbeitszeit von rund 43,35 Stunden. Wird ein höherer Lohn gezahlt, verringert sich die Arbeitszeit entsprechend, um die 538-Euro-Grenze nicht zu überschreiten.
Was passiert, wenn ich in einem Minijob mehr als 538 Euro verdiene?
Minijobber dürfen in einem Zwölfmonatszeitraum maximal zwei Mal die monatliche Verdienstgrenze von 538 Euro überschreiten. Ansonsten ist das Arbeitsverhältnis nicht mehr als Minijob zu werten. Den Zeitraum ermitteln Arbeitgeber rückwirkend, und zwar vom Ende des Monats der Überschreitung zwölf Monate rückwirkend.
Was ist ein guter Stundenlohn bei einem Minijob?
Arbeitnehmer, die in einem Job als Minijob arbeiten, verdienen ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 32.900 € und ein Monatsgehalt von 2.741 €. Somit ist ein Stundenlohn von 11 € zu erwarten.
Wie hoch sind die Kosten für einen Minijob mit 538 Euro?
Kosten für einen Minijob? Minijobber sind geringfügig Beschäftigte, die im Jahr 2024 monatlich höchstens 538 Euro verdienen dürfen. Im Rahmen eines Minijobs (früher 520 Euro-Basis und davor 450 Euro) wird der Bruttolohn nahezu ohne Abzüge ausgezahlt, was für Arbeitgeber von Vorteil ist, da keine Sozialabgaben anfallen.
Ist ein Minijob mit 538 € steuerfrei?
Seit dem 1. Januar 2025 ist die 538 € Grenze für das Arbeitsentgelt auf 556 € angestiegen. Die meisten Minijobs werden pauschal mit 2 % versteuert und müssen daher in der Steuererklärung nicht mehr erfasst werden.
Minijob ist kein Grund für geringeren Stundenlohn
Was ist günstiger für den Arbeitgeber, Minijob oder Midijob?
Die Beitragsbelastung für Arbeitgeber bei Midijobs beläuft sich im unteren Bereich knapp oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze auf ca. 28 Prozent und entspricht damit in der Höhe der Belastung von Arbeitgebern für einen Minijob.
Wie berechne ich meinen Stundenlohn bei einem Minijob?
Häufig gestellte Fragen zum Stundenlohnrechner Minijob. Wie berechne ich meinen Stundenlohn bei einem Minijob? Teile dein Monatsgehalt im Minijob durch die Anzahl deiner geleisteten Arbeitsstunden – das Ergebnis ist dein Stundenlohn.
Was ist der aktuelle Mindestlohn bei Minijobs?
Zum 1. Oktober 2023 ist der Mindestlohn weiter auf 12 Euro gestiegen, gleichzeitig wurde die Minijobgrenze auf 520 Euro angehoben. 2024 sind die Werte weiter angehoben worden: Der Mindestlohn auf 12,41 Euro und die Minijobgrenze auf 538 Euro.
Sind 15 € pro Stunde viel?
15 € pro Stunde sind ein solider Lohn, der über dem aktuellen Mindestlohn liegt und in vielen Sektoren (Gastronomie, Einzelhandel) als Einstiegs- oder Niedriglohn gilt, aber für höhere Lebenshaltungskosten, besonders in teuren Städten, auch als knapp empfunden werden kann. Es hängt stark vom Job, der Region und deinen persönlichen Bedürfnissen ab; es ist mehr als der Mindestlohn (der aktuell bei 12,82 € liegt), aber weniger als das Durchschnittsgehalt (ca. 25 €/Std. in Dtl. 2024).
Was bringt ein Minijob für die Rente?
Ein Minijob bringt für die Rente wertvolle Wartezeitmonate für die Altersrente und sichert Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente sowie Reha-Leistungen, auch wenn die Rente selbst nur geringfügig steigt (ca. 5 € pro Monat bei 556 € Verdienst). Man erwirbt wichtige Rentenpunkte und erfüllt die Voraussetzungen für die Grundrente, muss dafür aber einen geringen Eigenanteil von 3,6 % zahlen (oder 13,6 % im Privathaushalt) – eine Befreiung ist möglich, verzichtet aber auf diese Vorteile.
Welche Einmalzahlungen sind im Minijob 2025 erlaubt?
Für 2025 liegt die neue Minijob-Verdienstgrenze bei 556 € pro Monat (bzw. 6.672 € pro Jahr), was eine Erhöhung gegenüber 2024 (538 €) darstellt, bedingt durch den gestiegenen Mindestlohn. Arbeitgeber können zusätzliche Prämien wie die Inflationsausgleichsprämie (IAP) steuer- und abgabenfrei zahlen, solange diese nicht auf die monatliche Grenze angerechnet wird. Wichtig: Auch bei Prämien gilt die allgemeine Jahresgrenze von 6.672 €; Sonderzahlungen müssen schriftlich dokumentiert werden, um den Minijob-Status zu erhalten.
Wann kommt der 600 € Minijob?
Die Minijob-Grenze wird nicht auf genau 600 €, sondern auf 603 € pro Monat angehoben, und das gilt ab dem 1. Januar 2026, weil der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde steigt, was eine automatische Anhebung der Grenze bedeutet. Diese Kopplung an den Mindestlohn ermöglicht es Minijobbern, bei gleicher Stundenzahl mehr zu verdienen, ohne ihren Status zu verlieren.
Wie hoch ist der maximale Verdienst bei einem Minijob mit Verdienstgrenze?
Die Verdienstgrenze für Minijobs liegt aktuell (2025) bei durchschnittlich 556 € pro Monat, was einem Jahresverdienst von maximal 6.672 € entspricht; ab dem 1. Januar 2026 steigt diese Grenze aufgrund der Kopplung an den Mindestlohn auf 603 € monatlich (7.236 € jährlich) an. Wichtig ist, dass es sich um einen Durchschnitt handelt, auch mal höhere monatliche Verdienste möglich sind, solange die Jahresgrenze nicht überschritten wird (unter Berücksichtigung von Ausnahmen).
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge an die Arbeitslosenversicherung abführen. Darin besteht ein grundlegender Nachteil des Minijobs: Minijobberinnen und Minijobber erwerben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Weitere Nachteiler ergeben sich bei den Sozialversicherungen und oft auch im Arbeitsrecht.
Welcher Stundenlohn ist angemessen?
Ein guter Stundenlohn berücksichtigt Branche, Erfahrung und Jobtitel. Durchschnittlich verdienen Männer in Vollzeit 25,30 € und Frauen 20,84 €.
Wie viele Stunden bei 538 Euro Job?
Bei einem 538-Euro-Minijob (Geringfügigkeitsgrenze 2024) müssen Sie bei Mindestlohn ca. 43 Stunden pro Monat arbeiten; mit steigendem Stundenlohn verkürzt sich die Stundenzahl, da die Grenze an den Mindestlohn gekoppelt ist (ab 2025 steigt die Grenze auf 556 Euro). Die genaue Anzahl der Stunden hängt von Ihrem individuellen Stundenlohn ab: Stundenanzahl = 538 Euro / Ihr Stundenlohn.
Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?
Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen.
Wie hoch darf der Stundenlohn bei einem Minijob sein?
Für einen Minijob (450-Euro-Job) gibt es keine feste Obergrenze für den Stundenlohn, solange der monatliche Gesamtverdienst die aktuelle Verdienstgrenze nicht übersteigt (2025: 556 €) und der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird, der ab 2025 bei 12,82 €/Std. liegt und 2026 auf 13,90 €/Std. steigt, was bedeutet: Je höher der Stundenlohn, desto weniger Stunden dürfen Sie arbeiten, um die Verdienstgrenze einzuhalten (z.B. bei 12,82 €/Std. ca. 43 Stunden pro Monat).
Wie berechnet man den Mindestlohn für einen Minijob?
So betrug die Höhe des Mindestlohns beispielsweise zu Beginn von 2021 brutto 9,50 Euro und stieg ab dem 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro je Stunde Arbeitszeit. Mit der Anhebung zum 1. Juli 2022 überschritt der Mindestlohn mit 10,45 Euro zum ersten Mal die 10-Euro-Grenze und erreichte im Oktober 2022 12 Euro.
Ist ein Minijob mit 556 Euro Brutto oder netto?
Bei einem Minijob bis 556 € (Grenze 2025) ist der Verdienst für dich als Arbeitnehmer fast immer brutto gleich netto, da der Arbeitgeber die Steuern übernimmt, du aber einen kleinen Eigenanteil zur Rentenversicherung zahlst (ca. 3,6 %), es sei denn, du lässt dich befreien; die Grenze von 556 € gilt dabei brutto, also vor Abzug deines Rentenanteils.
Wie hoch ist der Stundenlohn bei 14 € pro Stunde?
Ein Stundenlohn von 14 € liegt über dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn (12,82 € seit Jan. 2025), ist aber je nach Branche und Qualifikation ein solider Wert, der bei 40 Std./Woche zu einem Monatsbrutto von ca. 2.426 € führt, wobei der zukünftige Mindestlohn auf 14,60 € steigen soll (ab Jan. 2027).
Was kostet den Arbeitgeber ein 538 Euro Job?
Daraus ergibt sich ein Mindestbeitrag von 32,55 Euro im Monat. Der Beitrag des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin beträgt auch in einem solchen Fall 15 Prozent des tatsächlichen Verdienstes. Die Minijobberin oder der Minijobber übernimmt die Differenz zum vollen Pflichtbeitrag, also bis 32,55 Euro.
Was ist besser, Teilzeit oder Minijob?
Besser ist, was zu Ihrer Lebenssituation passt: Ein Minijob (bis 520 €) bietet steuerliche Vorteile und geringe Abgaben, perfekt für wenig Stunden, aber kaum Aufstieg und soziale Absicherung; eine Teilzeitstelle (darüber) bringt deutlich mehr Einkommen, volle Sozialversicherung (Rente, KV, AV), mehr Urlaub und bessere Karrierechancen, erfordert aber mehr Arbeitszeit und ist oft weniger flexibel. Der Midijob (ca. 520 € bis 2.000 €) ist ein guter Mittelweg mit gestaffelten Sozialabgaben für mehr Einkommen und Sicherheit.
Kann man bei einem Minijob mehr als Mindestlohn verdienen?
Ja, man kann bei einem Minijob mehr als den Mindestlohn pro Stunde verdienen, aber nur, solange der durchschnittliche monatliche Verdienst die aktuelle Grenze (2025: 556 €) nicht übersteigt; der höhere Stundenlohn reduziert dann die maximal mögliche Stundenzahl, wobei unvorhersehbare Überschreitungen in zwei Monaten pro Jahr erlaubt sind.