Wie hoch ist die Grundsteuer für ein 2-Familienhaus?

Gefragt von: Dorothee Schulte B.Sc.
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Bei Einfamilienhäusern beträgt sie aktuell zwischen 2,6 und 10 Promille (0,26 bis 1 Prozent), bei Zweifamilienhäusern zwischen 3,1 und 10 Promille (0,31 bis 1 Prozent).

Wie hoch ist die Grundsteuer für ein Zweifamilienhaus?

Mit Inkrafttreten der Grundsteuerreform ab 2025 gilt für alle bebauten und unbebauten Grundstücke eine Grundsteuermesszahl von 0,34 ‰, Eine Ausnahme bilden Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum - hier beträgt die einheitliche Grundsteuermesszahl 0,31 ‰.

Wie viel Grundsteuer zahle ich für 100 Quadratmeter?

Die Basiswerte für die Grundsteuer ermitteln: Pro Quadratmeter Wohnfläche werden 50 Cent berechnet. (bei einem 100 m² großem Haus also 50 Euro). Und pro Quadratmeter Grundstücksfläche 4 Cent (bei 1000 m² also 40 Euro).

Ist die Grundsteuer für ein Zweifamilienhaus teurer als für ein Einfamilienhaus?

Danach richtet sich die Grundsteuermesszahl, welche maßgeblich für die Höhe der zu zahlenden Grundsteuer ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Einfamilienhaus, um ein Zweifamilienhaus oder um ein Reihenhaus handelt, solange das Objekt Wohnzwecken dient.

Wie wird die Grundsteuer im Mehrfamilienhaus berechnet?

Wie wird die Grundsteuer für eine Wohnung berechnet? Seit 2025 berechnet sich die Grundsteuer grundsätzlich nach dem Wert des Grundstücks und der Immobilie: Grundsteuer = Grundstückswert × Grundsteuermesszahl × Hebesatz.

Grundsteuer berechnen - Einfache Erklärung für dein Zuhause

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Wie hoch ist die neue Grundsteuer ab 2025?

Der neue Grundsteuermessbetrag aus dem Bescheid beträgt 63,76 Euro. Der Hebesatz ist 350 Prozent, das bedeutet, der Faktor ist 3,5. Du rechnest 63,76 x 3,50 = 223,16 Euro. Du müsstest also ab 2025 eine Grundsteuer von 223,16 Euro pro Jahr zahlen.

Für wen wird die Grundsteuer günstiger?

Wohnen in Hamburg soll sich durch die Grundsteuerreform nicht weiter verteuern. Insbesondere Wohnen wird mit Ermäßigungen bei der Grundsteuer entlastet. Grundstücksspekulationen werden unattraktiver gemacht und der Neubau gefördert.

Hat der Wert des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?

Welche Faktoren sind für die Berechnung der Grundsteuer wichtig? Der Grundsteuerwert gibt den Immobilienwert wieder. Er wird vom Finanzamt berechnet und dient als Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Grundsteuer.

Ist ein Haus mit 2 Wohnungen ein Zweifamilienhaus?

Die beiden Hausarten werden per Definition nicht anhand ihrer Größe oder Form, sondern hinsichtlich der Nutzung unterschieden. Ein Zweifamilienhaus ist für zwei Familien gedacht, es bietet daher maximal zwei separate Wohneinheiten. Ein Mehrfamilienhaus hingegen bietet mindestens drei voneinander getrennte Wohnungen.

Wie hoch sind die Grundbesitzabgaben für ein Zweifamilienhaus?

Bei Einfamilienhäusern beträgt sie aktuell zwischen 2,6 und 10 Promille (0,26 bis 1 Prozent), bei Zweifamilienhäusern zwischen 3,1 und 10 Promille (0,31 bis 1 Prozent).

Wie finde ich heraus, wie viel Grundsteuer zu zahlen ist?

Wirf einen Blick in deinen letzten Grundsteuerbescheid, um herauszufinden wie hoch deine Grundsteuer bislang war. Wie viel Grundsteuer du ab 2025 zahlen musst, steht im Grundsteuerbescheid, den du 2024 bekommst.

Was bedeutet Hebesatz 400?

Beträgt der Hebesatz etwa 400 Prozent, wird der Grundsteuermessbetrag mit 4 multipliziert, um die Grundsteuer zu berechnen. Bei 275 Prozent ist der Faktor entsprechend 2,75. Beispiel: Der Grundsteuermessbetrag ist 175 Euro, der Hebesatz 380 Prozent.

Ist ein Zweifamilienhaus in der Regel mehr wert als ein Einfamilienhaus?

Ein Einfamilienhaus ist in der Regel günstiger als ein Zweifamilienhaus, da es nur eine Wohneinheit gibt. Die Kosten für den Kaufpreis, die Renovierung und die Instandhaltung sind somit niedriger.

Wie viel Grundsteuer bei 400 qm?

Für ein Grundstück, dessen Bodenrichtwert bei 400 Euro pro Quadratmeter liegt und das 120 Quadratmeter Grundstücksfläche umfasst, fallen in einer Gemeinde mit einem Hebesatz von 300 Prozent pro Jahr 187,20 Euro Grundsteuer an.

Woher weiß ich, ob Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus?

Ob ein Haus ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus ist, steht nicht pauschal in einem einzigen Dokument, sondern ergibt sich aus der Nutzung (eine vs. zwei abgeschlossene Einheiten), dem Grundbuch (Bestandsverzeichnis) und der Baugenehmigung, wobei ein Haus mit einer untergeordneten Einliegerwohnung rechtlich oft als Einfamilienhaus zählt, aber als Zweifamilienhaus gelten kann, wenn beide Einheiten gleichwertig sind und baulich getrennt sind, was sich in der baulichen Beschaffenheit (z.B. eigene Eingänge, Küche, Bad) und im Grundriss zeigt. 

Ist es möglich, ein Einfamilienhaus in ein Zweifamilienhaus umzuwandeln?

Ja, man kann ein Einfamilienhaus (EFH) grundsätzlich in ein Zweifamilienhaus (ZFH) umwandeln, aber es erfordert eine Baugenehmigung und einen Antrag auf Nutzungsänderung, da die baurechtliche Genehmigung für zwei separate, abgeschlossene Wohneinheiten benötigt wird, was bestimmte bauliche Anforderungen (z.B. separate Eingänge, Schallschutz) und die Einhaltung von Bebauungsplänen mit sich bringt. Die Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen und die Einreichung der nötigen Unterlagen beim Bauamt sind der entscheidende erste Schritt, um sicherzustellen, dass die Aufteilung realisierbar ist, oft durch die Schaffung einer Einliegerwohnung im Dachgeschoss, Untergeschoss oder Erdgeschoss.
 

Wie viele Wohneinheiten darf ein Haus haben?

Mit ihr steigt die Anzahl der genehmigungsfähigen Wohneinheiten auf zwölf. Denn im Baurecht gilt nicht nur ein Einzelhaus als Wohngebäude, sondern auch eine Reihenhausscheibe oder eine Doppelhaushälfte.

Wie viel Grundsteuer ist normal?

Ein Rechenbeispiel: Wenn wir in guter Wohnlage ein Grundstück mit 500 qm haben, dann würden darauf 10 Euro Grundsteuer fällig. Stünde darauf ein Häuschen mit 100 qm Grundfläche, dann würden dafür 20 Euro Grundsteuer fällig. Insgesamt also 30 Euro.

Kann ich die Grundsteuer von der Steuer absetzen?

Mieter:innen können Ausgaben für die Grundsteuer nicht von der Steuer absetzen. Das gilt auch für Eigentümer:innen, die eine Immobilie selbst nutzen. Ein Ausnahmefall liegt vor, wenn der Mieter oder die Mieterin ein Arbeitszimmer absetzen kann.

Wie hoch ist die Grundsteuer für unbebaute und bebaute Grundstücke ab 2025?

Jede Person, die ein unbebautes oder bebautes Grundstück besitzt, bekommt zu Beginn des Jahres von der Gemeinde einen Grundsteuerbescheid. Die Grundsteuer ist einmal pro Jahr zu zahlen. Vermieterinnen und Vermieter dürfen die Abgabe per Betriebskostenabrechnung auf ihre Mieterinnen und Mieter umlegen.

Wen trifft die neue Grundsteuer am härtesten?

Eine Auswertung zeigt: Häuser trifft die neue Grundsteuer stärker als Wohnungen, Stadtzentren mehr als Vororte. Die neue Grundsteuer sorgt seit Jahren für Unruhe. Erst wurden die Neubewertungen der Immobilien als zu hoch und die Berechnungsmethoden als unsinnig verurteilt, mehrere Klagen laufen.

Wie wirkt sich das Alter eines Hauses auf die Grundsteuer aus?

Das Alter eines Hauses hat direkten Einfluss auf die Höhe der Grundsteuer. Ältere Gebäude haben in der Regel eine kürzere Restnutzungsdauer, was zu einer höheren jährlichen Abschreibung führen kann. Dies kann wiederum die Grundsteuer reduzieren, da die Wertminderung des Gebäudes berücksichtigt wird.

Kann man Grundsteuer reduzieren?

Für viele Immobilieneigentümer hat sich die Grundsteuer massiv erhöht. Mit einem Gutachten können Sie Ihrem Finanzamt einen niedrigeren Grundsteuerwert nachweisen und Ihre Grundsteuer langfristig spürbar senken. Das ist sogar dann möglich, wenn Sie keinen Einspruch gegen Ihren Grundsteuerwertbescheid eingelegt haben.