Wie hoch ist die Mindestpension für Beamte, die dienstunfähig sind?

Gefragt von: Detlef Karl
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Die Mindestpension für dienstunfähige Beamte (Beamte auf Lebenszeit) ist der höhere Betrag aus zwei Varianten: entweder 35 % der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder ein amtsunabhängiger Betrag, der sich aus 65 % der Endstufe der Besoldungsgruppe A4 plus einem Fixbetrag von 30,68 € zusammensetzt, wobei die aktuellen Zahlen je nach Besoldungsanpassung variieren können, aber aktuell (Stand 2025) die amtsunabhängige Mindestversorgung oft um die ~2.000 € liegt, wenn der Beamte mindestens 5 Dienstjahre hat, wie rentenbescheid24.de und T-Online und beamtenberater.com und Albert Sibert zeigen.

Wie viel Geld bekommt ein Beamter bei Dienstunfähigkeit?

Bei Dienstunfähigkeit erhalten Beamte ein Ruhegehalt, das sich nach Dienstjahren bemisst (1,79375 % pro Jahr, max. 71,75 % der Bezüge) und durch Mindestversorgungen (35 % der Bezüge oder 65 % von A4) ergänzt wird, oft verbunden mit Versorgungslücken, weshalb eine private <<a>Dienstunfähigkeitsversicherung (DU-Versicherung) mit echter Dienstunfähigkeitsklausel empfohlen wird, um den Lebensstandard zu sichern. Beamte auf Widerruf werden entlassen und in der Rentenversicherung nachversichert. 

Wie hoch ist die Mindestpension für Beamte bei Dienstunfähigkeit?

Dienstunfähigkeit Beamte Mindestversorgung

Für Beamte, die aufgrund einer Dienstunfähigkeit aus dem Dienst entlassen werden, gibt es zwei Mindestversorgungen. Demnach beträgt das Ruhegehalt entweder mindestens 35 % der ruhegehaltsfähigen Bezüge oder mindestens 65 % der Endstufe der Besoldungsgruppe A4.

Wie hoch ist meine Pension bei Dienstunfähigkeit?

Wer trotz Dienstunfähigkeit ein Erwerbseinkommen oder Erwerbsersatzeinkommen bezieht, erhält maximal 71,75% der ruhegehaltsfähigen Bezüge aus der Endstufe der maßgeblichen Besoldungsgruppe zuzüglich eines Pauschalbetrages in Höhe von 525 €.

Wie hoch ist die amtsunabhängige Mindestpension für Beamte?

Das amtsunabhängige Mindestruhegehalt beträgt damit 2.083,22 Euro (65 Prozent von 3.157,76 Euro + 30,68 Euro) und liegt damit deutlich über dem amtsabhängigen Mindestruhegehalt. Als Mindestpension erhalten Sie also 2.083,22 Euro.

#20 Beamte: Ruhegehaltsfähige Dienstzeit und Höhe Ruhegehalt berechnen

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Wie hoch ist die niedrigste Beamtenpension?

Die niedrigste Beamtenpension, die sogenannte Mindestversorgung, liegt aktuell (Stand 2025) bei rund 1.866 Euro monatlich, wenn mindestens fünf Dienstjahre erreicht wurden. Sie wird gezahlt, wenn das reguläre Ruhegehalt darunter fällt, und setzt sich aus einer amtsabhängigen und einer amtsunabhängigen Komponente zusammen, wobei immer der höhere Betrag ausgezahlt wird, was sie deutlich über der Mindestrente der gesetzlichen Rentenversicherung sehen lässt.
 

Was bekommt eine Beamtenwitwe an Pension?

Eine Beamtenwitwe erhält in der Regel 55 % des Ruhegehalts, das ihr verstorbener Partner bekommen hat (oder hätte bekommen können), wobei bei Ehen, die vor 2002 geschlossen wurden, auch noch 60 % möglich sind, und es gibt Sonderregeln bei Wiederverheiratung oder eigenem Einkommen, aber auch ein einmaliges Sterbegeld wird gezahlt. 

Wie lange dauert eine Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit?

Ein Beamter kann wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden, wenn er mindestens drei Monate innerhalb der letzten sechs Monate ausgefallen ist und wenn nicht zu erwarten ist, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist.

Wie hoch ist die Beihilfe bei Dienstunfähigkeit?

Beamte erhalten die staatliche Beihilfe

Bundesbeamte mit maximal einem Kind erhalten eine Beihilfe von 50 Prozent der Krankheitskosten durch den Dienstherrn. Hat der Beamte zwei oder mehr Kinder, steigt die Beihilfe auf 70 Prozent.

Was passiert bei dauerhafter Dienstunfähigkeit?

Bei dauerhafter Dienstunfähigkeit droht dem Beamten die zwangsweise Versetzung in den Ruhestand. Das ist vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze mit erheblichen Einschnitten beim Ruhegehalt und der Pension des Beamten bei vorzeitigem Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit verbunden.

Wie hoch ist das Ruhegehalt nach Dienstunfähigkeit?

Darunter erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Versorgungsabschlag bis 10,8 %: Bei Dienstunfähigkeit ohne Dienstunfall reduziert sich das Ruhegehalt um maximal 10,8 %, bei regulärem vorzeitigem Ruhestand um bis zu 14,4 %.

Wie hoch ist die Mindestpension netto?

Wer 40 Jahre oder länger erwerbstätig war, wird ab 2020 eine Pension von zumindest 1.200 € netto – bzw. 1.315 € brutto – erhalten.

Wie hoch ist der Versorgungsabschlag bei Dienstunfähigkeit?

Bei einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit gelten folgende Besonderheiten: Der maximale Versorgungsabschlag beträgt 10,8 % (3 Jahre x 3,6 %). Bei Eintritt der Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 60. Lebensjahres wird für die Berechnung des Ruhegehalts die Zeit bis zur Vollendung des 60.

Wie hoch ist die Mindestpension bei Dienstunfähigkeit?

In der sogenannten amtsabhängigen Mindestversorgung beträgt der Ruhegehaltssatz der Mindestversorgung 35 Prozent oder in der amtsunabhängigen Mindestversorgung 65 Prozent der Endstufe der Besoldungsgruppe A4 plus dem Fixbetrag von 30,68 Euro.

Wie viel Rente bei Dienstunfähigkeit?

Bei Dienstunfähigkeit hängt deine Pension vor allem von deinem Status und der Dienstzeit ab. Beamte auf Lebenszeit erhalten nach fünf Jahren Mindestversorgung, die mit jedem Dienstjahr steigt – maximal bis 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge. Beamte auf Probe oder Widerruf haben dagegen meist keinen Anspruch.

Darf ich trotz Dienstunfähigkeit in den Urlaub fahren?

auch wenn Sie krank geschrieben sind, können Sie in Urlaub fahren. Ihre Ärztin sollte Ihnen dann aber attestieren, dass der Urlaub Ihrer Genesung förderlich ist. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie dann keine "Gewaltmärsche" planen und auch von Fernreisen sollten Sie absehen.

Wie viel bekommt ein Beamter bei Dienstunfähigkeit?

Bei Dienstunfähigkeit werden Beamte auf Lebenszeit mit mehr als fünf Jahren Dienstzeit in den Ruhestand versetzt und erhalten eine Versorgung von ihrem Dienstherrn. Anfänglich entspricht diese etwa 1.400 Euro und steigt mit der Dauer der Dienstzeit.

Wie hoch ist der Mindestpensionsanspruch für Beamte?

Die Mindestpension für Beamte in Deutschland (Mindestversorgung) ist ein zweistufiges System: Sie beträgt mindestens 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder, falls günstiger, eine höhere, pauschale Summe (amtsunabhängig), die sich an der Endstufe der Besoldungsgruppe A 5/A 6 orientiert, plus Zulagen (z.B. Familienzuschlag) und wird oft mit einem Betrag um die 1.800 € brutto (je nach Stand und Bundesland) erreicht, wobei mindestens 5 Jahre Dienstzeit nötig sind.
 

Wie wirkt sich Teildienstunfähigkeit auf die Pension aus?

Auswirkung der Teildienstunfähigkeit auf das Ruhegehalt

Durch Teildienstunfähigkeit verringern sich nicht nur die ruhgehaltsfähigen Bezüge sondern auch das spätere Ruhegehalt. -Ruhegehaltssatz beträgt je Dienstjahr in Vollzeit 1,79375 Prozent. Der Höchstsatz sind 71,75 Prozent.

Wie oft wird Dienstunfähigkeit überprüft?

Eine Überprüfung der Dienstunfähigkeit erfolgt in der Regel dann, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Beamter dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, seine Dienstpflichten zu erfüllen. Es gibt jedoch keine feste Regel, wie oft die Dienstunfähigkeit überprüft werden muss.

Wie lange kann ein Beamter bei vollen Bezügen krank sein?

Ein Beamter erhält seine volle Besoldung bei Krankheit grundsätzlich unbegrenzt, solange er dienstfähig ist; es gibt keine gesetzliche Frist wie bei Arbeitnehmern. Allerdings wird nach sechs Monaten wiederholter oder ununterbrochener Krankheit ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) nötig, und wenn der Beamte innerhalb von sechs Monaten länger als drei Monate krank ist und keine baldige Wiederherstellung zu erwarten ist, droht eine Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit, was aber individuell entschieden wird und oft mit Abschlägen verbunden ist.
 

Können Beamte auf Lebenszeit bei Dienstvergehen entlassen werden?

Die folgenden Gründe sind abschließend in § 34 Abs. 1, 4 BBG aufgezählt: Fehlverhalten: Dienstvergehen von Beamten auf Probe können zu deren Entlassung führen. Es genügt bereits ein Fehlverhalten, das bei Beamten auf Lebenszeit „nur“ die Kürzung der Dienstbezüge zur Folge hätte.

Was zahlt die Beihilfe bei Beamtenwitwen?

Beamtenwitwen haben Anspruch auf Beihilfe. Die Beihilfe bezahlt nur 70 Prozent der Krankheitskosten.

Wer bekommt 60% Witwenpension?

60 Prozent Witwen-/Witwerpension (Witwengeld) bekommen Hinterbliebene, die unter das „alte Recht“ fallen: Die Ehe muss vor dem 1. Januar 2002 geschlossen worden sein, und mindestens eine Person (der Verstorbene oder der Hinterbliebene) muss vor dem 2. Januar 1962 geboren sein. Ansonsten gibt es 55 Prozent (große Witwenrente), wenn bestimmte Voraussetzungen (z.B. Alter über 46/47 Jahre oder Kindererziehung) erfüllt sind, oder 25 Prozent (kleine Witwenrente).
 

Wie viel Prozent der Pension bekommt eine Beamtenwitwe?

Die exakte Höhe der Beamtenpension richtet sich nach der geleisteten Dienstzeit. Pro Jahr erhöht sich die Pension um rund 1,79 Prozent. Der Höchstsatz von 71,75 Prozent wird ab einer Dienstzeit von 40 Jahren erreicht. Reicht die Pension im Alter nicht aus, können Beamte die Grundsicherung beantragen.