Wie hoch sind die Zinsen für Steuernachzahlungen?

Gefragt von: Maren Thiel B.A.
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Der Zinssatz für Nachzahlungs- und Erstattungszinsen für Steuerzahler gemäß Paragraf 233a der Abgabenordnung soll in Zukunft 0,15 Prozent pro Monat betragen. Mit der Neuregelung werde den Forderungen des Bundesverfassungsgerichts Rechnung getragen, den Zinssatz für diese Zinsen ab 1.

Wie hoch ist der Zinssatz für Steuernachzahlungen?

Das heißt: Schulden Sie dem Finanzamt Geld, wird nach Ablauf der 15 Monate ein Zins von 0,15 Prozent pro Monat fällig – also insgesamt 1,8 Prozent pro Jahr. So wurde es 2022 von der Bundesregierung beschlossen, nachdem der alte Zinssatz 2021 vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft worden war.

Wie hoch sind die Zinsen für eine Steuernachzahlung?

Ab dem 16. Monat nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, erhebt das Finanzamt für jeden Monat 0,15 Prozent Nachzahlungszinsen auf Steuerschulden, also 1,8 Prozent fürs ganze Jahr. Dasselbe gilt umgekeht bei einer späten Steuererstattung. Dann muss dir das Finanzamt Zinsen zahlen.

Wie hoch sind die Zinsen bei verspäteter Steuerzahlung?

Auf den ausstehenden Steuerbetrag werden Zinsen in Höhe von 1 % pro Monat oder angefangenem Monat erhoben. Es handelt sich dabei um einfache Zinsen. Der Steuerpflichtige ist verpflichtet, für die verspätete Abgabe seiner Steuererklärung einfache Zinsen in Höhe von 1 % pro Monat oder angefangenem Monat zu zahlen.

Wie hoch sind die Zinsen bei Ratenzahlung Finanzamt?

Im Falle der Gewährung einer Ratenzahlung (Stundung) von Steuern fallen regelmäßig Zinsen an. Die Zinsen betragen für jeden gestundeten Monat 0,5 Prozent des gestundeten Betrags.

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Kann man eine hohe Steuernachzahlung in Raten zahlen?

Kann ich die sich aus dem letzten Steuerbescheid ergebende Nachforderung in Raten zahlen? Ja, sofern die Voraussetzungen für eine Stundung der Steuerschuld gegeben sind.

Welchen Zinssatz akzeptiert das Finanzamt?

Steuerzinsen sind Zinsen, die das Finanzamt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, auf Steuererstattungen oder Nachzahlungen erhebt. Das Bundesfinanzgericht kippte die zu hohen Steuerzinsen ab 2019. Der neue Zinssatz beträgt 0,15 Prozent statt bisher 0,5 Prozent monatlich.

Wie hoch sind die Zinsen beim Finanzamt?

Wartest Du länger als 15 Monate auf die Zahlung vom Finanzamt, so erhältst Sie 0,15 % Zinsen pro Monat auf Deine Steuererstattung. Die Nachzahlungszinsen betragen ebenfalls 0,15 % pro Monat.

Wie berechnet man Zinsen bei verspäteter Zahlung?

In welcher Höhe Sie Verzugszinsen berechnen können

Seit dem 1.Juli 2025 beträgt der Basiszinssatz 1,27 Prozent2. Für Privatkunden liegt der Verzugszinssatz fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, also bei 6,27 Prozent, für Unternehmen sogar neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, also bei 10,27 Prozent.

Wie hoch sind die Zinsen auf Säumniszuschläge?

Der Säumniszuschlag beträgt 1% des abgerundeten (durch 50 teilbaren Betrag) rückständigen Steuerbetrages je angefangenen Monat. Dies führt zu einer Zinsbelastung von 12% p.a. Für den gleichen Zeitraum können keine anderen Zinsen nach den Vorschriften des § 233 bis § 237 AO berechnet werden.

Wann beginnt der Zinslauf für die Steuer?

(2) Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist.

Welche Begründung für Ratenzahlung Finanzamt?

Das kann eine lange Krankheit, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder eine Naturkatastrophe sein. Diese Notlage musst Du mit entsprechenden Belegen nachweisen können. Wichtig: Dabei darfst Du die finanzielle Notlage nicht selbst schuldhaft herbeigeführt haben, das nennt sich dann Stundungswürdigkeit.

Wie lange Zeit für Steuernachzahlung?

Du hast einen Monat Zeit, die Schulden zu begleichen – das Fristende ist auf dem Bescheid vermerkt. Deinen Einspruch solltest du innerhalb eines Monats schriftlich formulieren und mit Belegen untermauern. Das Finanzamt fordert neben der Steuerschuld auch Zinsen.

Wie hoch sind die Zinsen bei verspäteter Steuererklärung?

Für jeden angefangenen Monat der Versäumnis werden 0,25 Prozent der um die Vorauszahlungen und die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge verminderten Steuer fällig – abgerundet auf volle Euro. Als Mindestsatz setzt das Finanzamt 25 Euro pro verspätetem Monat fest.

Was bedeutet der Zinssatz von 1,8 Prozent für Steuernachzahlungen?

Der Satz von 1,8 Prozent soll den vom Bundesverfassungsgericht verworfenen Zinssatz von sechs Prozent pro Jahr ersetzen. Grundlage der Anhörung war der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (20/1633).

Wann beginnt der Zinslauf für das Steuerjahr 2019?

Das BMF weist darauf hin, dass der Zinslauf für das Steuerjahr 2019 aufgrund einer gesetzlichen Änderung erst am 01.10.2021 beginnt. Bei Land- und Forstwirten beginnt der Zinslauf für 2019 erst am 01.05.2022. Hinweis: Für steuerlich unberatene Bürger wurde die Abgabefrist nicht verlängert.

Warum rechnet man bei Zinsen mit 360 Tagen?

Man rechnet mit 360 Tagen bei Zinsen, weil es die kaufmännische Zinsmethode ist, die eine Vereinfachung für die manuelle Berechnung darstellt, indem sie jeden Monat als 30 Tage und das Jahr als 360 Tage annimmt, was die Zinsberechnung standardisiert, insbesondere bei kurzfristigen Krediten und Wertpapieren, auch wenn heute meist computergestützte Systeme die exakte Kalendermethode (365/366 Tage) verwenden. 

Wie lautet die Formel zur Zinsberechnung?

Um Zinsen zu berechnen, nutzt man die Formel Z = K × i × p / 100, wobei Z die Zinsen, K das Kapital, i die Laufzeit in Jahren und p der Zinssatz in Prozent ist; für Monate wird durch 12, für Tage (oft kaufmännisch) durch 360 (oder 365) geteilt, um den Anteil der Laufzeit korrekt abzubilden. Für den Zinseszins kommt die Formel Kₙ = K₀ × (1 + p/100)ⁿ zum Einsatz, um das Endkapital zu berechnen. 

Wie hoch ist der aktuelle Zinssatz für Steuernachzahlungen?

Der Gesetzentwurf senkt den Zinssatz für Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach § 233a AO rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 auf 0,15 % pro Monat (= 1,8 % pro Jahr).

Wie hoch ist der Zinssatz für Steuernachforderungen und -erstattungen?

Diese Neuregelung wurde mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung vom 12. Juli 2022 (BGBl. I S. 1142) getroffen. Demnach beträgt der Zinssatz für Nachzahlungs- und Erstattungszinsen nach § 233a AO monatlich nur noch 0,15 % (1,8 % für ein Jahr).

Wie hoch sind die Anspruchszinsen beim Finanzamt?

Die Anspruchszinsen werden pro Jahr mit 2 % über dem Basiszinssatz berechnet und änderte sich in den letzten Jahren aufgrund der Zinssenkungen der EZB in kurzen Abständen. Die Anspruchzinsen betragen seit 11.6.2025 3,53% (davor ab 12.3.2025 4,03%).

Wie viel Zinsen gibt es beim Finanzamt?

Die Zinsen betragen für Verzinsungszeiträume bis zum 31. Dezember 2018 für jeden Monat 0,5 Prozent des zu verzinsenden Betrags. Für Verzinsungszeiträume ab dem 1. Januar 2019 betragen sie für jeden Monat 0,15 Prozent.

Kann man mit dem Finanzamt verhandeln?

Sie können mit dem Finanzamt verhandeln – vorausgesetzt, Sie zeigen glaubhaft, dass Sie zahlungsbereit sind und eben nicht zu der Sorte Mensch gehören, die einfach keine Steuern zahlen wollen, obwohl sie es könnten. Nehmen Sie umgehend und von sich aus Kontakt auf.

Wann darf das Finanzamt einen Verspätungszuschlag berechnen?

Das Finanzamt kann von der Festsetzung eines Verspätungszuschlags absehen, wenn Sie die Steuererklärung, die sich auf ein Kalenderjahr bezieht, innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres abgegeben haben. Außer-dem müssen Sie glaubhaft machen, dass die Verspätung entschuldbar ist.