Wie hole ich das meiste aus dem Elterngeld raus?

Gefragt von: Mina Göbel
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Um das meiste aus dem Elterngeld herauszuholen, solltet ihr Elterngeld Plus strategisch mit Teilzeitarbeit kombinieren, Einmalzahlungen (wie Weihnachtsgeld) mit dem Arbeitgeber umverteilen, die Elternzeit aufteilen und den Besserverdiener länger zuhause bleiben lassen, wenn ihr das monatliche Budget maximieren wollt, und die Einkommensgrenzen (aktuell 175.000€ zu versteuerndes Einkommen pro Paar) beachten.

Wie holt man das meiste Elterngeld raus?

Um Elterngeld zu maximieren, steigern Sie Ihr Nettogehalt vor der Geburt durch Steuerklassenwechsel (Steuerklasse 3 für den Länger-in-Elternzeit-Gehenden), planen Sie den Bemessungszeitraum klug (z.B. mit Überstunden-Auszahlung statt Abbau), nutzen Sie Elterngeld Plus und den Partnerschaftsbonus (Teilzeit 24-32h für bis zu 4 zusätzliche Monate pro Elternteil), achten Sie auf die Einkommensgrenzen (ab 2026 bei 175.000 € zu versteuerndem Einkommen) und profitieren Sie von Geschwister- und Mehrlingszuschlägen.
 

Wie übersteht man die Elternzeit finanziell?

Sie können aber Elterngeld beantragen. Das ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat, die einen Ausgleich schafft, falls Sie nach der Geburt des Kindes zeitweise weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Dadurch hilft das Elterngeld, die finanzielle Lebensgrundlage der Familien zu sichern.

Wie kann ich das Elterngeld am besten aufteilen?

Um Elterngeld optimal aufzuteilen, nutzen Sie die 14 gemeinsamen Monate, teilen Sie diese flexibel auf (mind. 2 Monate pro Elternteil) oder kombinieren Sie Basiselterngeld mit ElterngeldPlus, um die Bezugsdauer zu verdoppeln und Teilzeit zu ermöglichen; dabei kann ein Elternteil 12 Monate Basis-Elterngeld nehmen, während beide die Partnermonate für zusätzliche Monate nutzen, wenn beide weniger verdienen, wobei ein gemeinsamer Monat für einen Monat gleichzeitig möglich ist, um die Zeit zu maximieren. 

Wie bekomme ich das höchste Elterngeld?

Das Gehalt in den zwölf Monaten vor dem Geburtsmonat des Kindes bestimmt die Höhe des Elterngeldes. Es beträgt 65 Prozent des Nettoeinkommens in diesem Zeitraum, maximal 1.800 Euro. Um diesen Höchstbetrag zu erreichen, muss der oder die Antragstellende also netto 2.770 Euro oder mehr verdient haben.

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Wie viel Elterngeld bei 4000 € netto?

D.h. auch ein wegfallendes monatliches Einkommen von 4.000 Euro würde nicht zu 65 Prozent durch das Elterngeld ersetzt werden, sondern immer nur in Höhe von maximal 1.800 Euro.

Wie bekommt man mehr Geld in der Elternzeit?

Mehr Elterngeld für Geringverdienerinnen und Geringverdiener

Wenn Sie vor der Geburt Ihres Kindes weniger als 1.240 Euro Netto-Einkommen hatten, bekommen Sie mehr Elterngeld. Denn dann steigt der Prozentsatz, den Sie von Ihrem Einkommens-Unterschied als Elterngeld bekommen.

Wie teilt man die Elternzeit am besten auf?

Eine sinnvolle Aufteilung der Elternzeit hängt von individuellen Zielen ab, ermöglicht aber bis zu drei Abschnitte pro Elternteil und kann flexibel gestaltet werden, um verschiedene Lebensphasen des Kindes (z.B. direkt nach der Geburt und vor der Einschulung) abzudecken, wobei die ersten zwei Jahre vor dem dritten Geburtstag genommen werden müssen und der Rest bis zum achten Geburtstag möglich ist, idealerweise kombiniert mit Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus für mehr finanzielle Sicherheit und eine faire Partnerschaft.
 

Wann macht Elterngeld plus Sinn?

ElterngeldPlus lohnt sich, wenn Eltern nach der Geburt in Teilzeit arbeiten wollen, um Beruf und Familie besser zu vereinbaren, da es den Bezug verdoppelt (doppelte Zeit bei halber Summe) und bei Einkommen fast so hoch wie Basiselterngeld sein kann. Auch bei späterem Start oder um die Betreuung länger zu strecken, ist es sinnvoll, da es auch über die 14 Monate Basiselterngeld hinaus bezogen werden kann, oft bis zu 24 Monate, und sich mit dem Partner parallel beziehen lässt. 

Wie hoch ist mein Elterngeld, wenn der Vater auch zwei Monate Elternzeit macht?

Wenn du als Vater zwei Monate Elternzeit nimmst, bekommst du für jeden Monat Basiselterngeld – in der Regel 65 % deines Nettoeinkommens, mindestens 300 Euro, maximal 1.800 Euro pro Monat. Bei 2.000 Euro netto sind das 1.300 Euro monatlich, also 2.600 Euro für zwei Monate.

Was ist der Elterngeld Trick?

Der "Elterngeld-Trick" bezieht sich oft darauf, die Bemessungsgrundlage zu optimieren, um mehr Elterngeld zu erhalten, z.B. durch steuerklassenwechsel (Steuerklasse 3 für mehr Einkommen), gezielte Verteilung von Einmalzahlungen (wie Weihnachtsgeld) über mehrere Monate oder durch eine nebenberufliche Selbstständigkeit im Bemessungszeitraum (z.B. Gewerbe anmelden), um den Einkommensverlust durch Elternzeit auszugleichen, wobei der Geschwisterbonus (bei jüngeren Geschwistern) ebenfalls eine Rolle spielt. 

Was tun, wenn Geld in Elternzeit nicht reicht?

Falls Ihr Einkommen nicht für Ihre Familie reicht, können Sie staatliche Unterstützung er- halten: Der Kinderzuschlag soll Familien unterstützen, in denen das Einkommen der Eltern nicht für die ganze Familie reicht. Parallel zum Kinderzuschlag können Sie mit dem Wohngeld einen Zuschuss zu Ihren Wohnkosten bekommen.

Wer bekommt 2025 kein Elterngeld mehr?

Für Geburten ab dem 1. April 2025 ist die Einkommensgrenze für Paare und Alleinerziehende gleichermaßen auf 175.000 Euro gesunken. Wenn die Grenze überschritten wird, besteht kein Anspruch mehr auf Elterngeld. Das zu versteuernde Einkommen ist nicht das Bruttoeinkommen.

Wie bekommt man 100% Elterngeld?

Eltern, die im maßgeblichen Bemessungszeitraum ein durchschnittliches Netto-Einkommen von weniger als 1.000 Euro erzielten, bekommen davon bis zu 100 Prozent durch das Elterngeld ersetzt. Die Ersatzrate des Elterngeldes erhöht sich pro 2 Euro unter 1.000 Euro um 0,1 Prozentpunkte auf bis zu 100 Prozent.

Was besagt die 50/30/20-Regel des Geldes?

Die 50-30-20-Regel teilt Ihr Einkommen in drei Teile: 50 % für den Lebensunterhalt (unbedingte Ausgaben), 30 % für Wünsche (freiwillige Ausgaben) und 20 % für Ersparnisse und Schuldentilgung . Sie bietet einen ausgewogenen Ansatz für Ihre Finanzen. Was macht das Festgeldkonto von Bajaj Finance besser als herkömmliche Sparkonten?

Wie kann ich die Elternzeit sinnvoll nutzen?

Langeweile in der Elternzeit: 13 einfache Lösungen

  1. Auszeit schaffen. Dein Kind muss nicht 24 Stunden lang nur von Dir beschäftigt werden. ...
  2. Entdecke Deine Stadt neu. ...
  3. Verfolge Deine Interessen mit dem Kind. ...
  4. Lerne etwas Neues. ...
  5. Gehe Deiner Leidenschaft nach. ...
  6. Schließe Dich Gruppen an. ...
  7. Betreuung in Anspruch nehmen. ...
  8. Planungen machen.

Was darf man zum Elterngeld dazuverdienen?

Man darf zum Elterngeld dazuverdienen, aber es gibt eine Einkommensgrenze von 175.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen (für Geburten ab 1. April 2025), bei deren Überschreitung kein Anspruch mehr besteht, sowie eine Wochenstunden-Grenze von maximal 32 Stunden pro Woche bei Teilzeitarbeit, wobei das Einkommen aus der Teilzeit das Elterngeld mindern kann, aber nicht vollständig aufhebt. Bei ElterngeldPlus kann man etwa die Hälfte des früheren Nettoeinkommens anrechnungsfrei verdienen. 

Wann bekommt man das letzte Mal Elterngeld?

Das letzte Mal Elterngeld gibt es, wenn das Kind maximal 32 Monate (2 Jahre und 8 Monate) alt ist, da der Bezugszeitraum von 12 Monaten (Basis) oder 24 Monaten (ElterngeldPlus) verlängert werden kann, besonders durch den Partnerschaftsbonus, aber der Anspruch endet, wenn keine Monate mehr übrig sind oder die Einkommensgrenzen überschritten werden. Es wird in Lebensmonaten gezahlt, und jede gewählte Variante (Basis-, Plus-, Partnerschaftsbonus) verbraucht diese Monate. 

Welche Tipps und Tricks gibt es, um das Elterngeld zu erhöhen?

Um mehr Elterngeld zu bekommen, steigern Sie Ihr Einkommen vor der Geburt durch Nebenjobs oder die Auszahlung von Überstunden, wechseln Sie rechtzeitig die Steuerklasse, nutzen Sie ElterngeldPlus für längere Bezugszeit bei Teilzeit, und planen Sie die Partnerschaftsmonate strategisch, um bis zu vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate zu erhalten – oft hilft eine individuelle Beratung und der Elterngeldrechner, die beste Variante für Ihre Situation zu finden. Achten Sie auf die aktuellen Einkommensgrenzen (200.000 € für 2024, 175.000 € ab 2025) und reichen Sie den Antrag nach der Geburt ein.
 

Wie viel Elterngeld bekommt man, wenn man in der Elternzeit wieder schwanger wird?

Wenn Sie in der Elternzeit schwanger werden, läuft Ihr Elterngeld für das erste Kind erstmal weiter, aber Sie sollten die Elternzeit vorzeitig beenden, um wieder Mutterschutz und damit Mutterschaftsgeld (bis zu 13 €/Tag plus Arbeitgeberzuschuss) für das zweite Kind zu bekommen; Ihr Elterngeld für das zweite Kind wird dann nach Ihrem Einkommen vor dem ersten Kind berechnet, oft mit dem Geschwisterbonus, was zu einem höheren Betrag führt, mindestens aber 300 € (Basiselterngeld). 

Wie finanziere ich das 3. Jahr Elternzeit?

Jedes Elternteil kann pro Kind 3 Jahre in Elternzeit gehen. Um deine Elternzeit zu finanzieren, kannst du Elterngeld beantragen. Es gibt 3 Varianten: Basiselterngeld, ElterngeldPlus und den Partnerschaftsbonus.

Wie oft sollte man Elternzeit stückeln?

Jeder Elternteil kann seine gesamte Elternzeit in maximal 3 Zeitabschnitte aufteilen. Wenn Ihr Arbeitgeber zustimmt, dürfen es auch mehr sein. Der Arbeitgeber kann jedoch den 3. Zeitabschnitt aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen, wenn er ausschließlich zwischen dem 3.

Wie bekomme ich das meiste Elterngeld raus?

5 Tipps für mehr Elterngeld

  1. Mehr Förderung oder mehr Einkommen. ...
  2. Berechnungsgrundlage erhöhen. ...
  3. Rechtzeitig Lohnsteuerklasse wechseln. ...
  4. Teilzeit arbeiten mit Elterngeld plus. ...
  5. Zusätzliche Partnermonate ausnutzen.

Was kann ich tun, wenn mein Elterngeld nicht ausreicht?

SOS! Was tun, wenn das Elterngeld nicht reicht?

  1. Kontrolliere noch mal deinen Elterngeld-Antrag. ...
  2. Aufstockung des Elterngeldes mit Zuschüssen und Sozialleistungen. ...
  3. Aufstockung des Elterngeldes vom Arbeitsamt. ...
  4. Aufstockung des Elterngeldes durch Arbeitgeber. ...
  5. Aufstockung des Elterngeldes durch Nebenjobs.

Was passiert, wenn man in der Elternzeit nochmal schwanger wird?

Wenn Sie in der Elternzeit erneut schwanger werden, können Sie die laufende Elternzeit vorzeitig beenden, um die Mutterschutzfristen zu nutzen, was Ihnen auch den wichtigen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld sichert. Sie müssen Ihren Arbeitgeber rechtzeitig informieren, benötigen aber keine Zustimmung für die Beendigung, um in den Mutterschutz zu gehen; die Höhe des Zuschusses bemisst sich am Einkommen, das Sie nach der Elternzeit verdient hätten.