Wie kann ich eine Gutschrift ändern?

Gefragt von: Eugenie Kroll
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Um eine Gutschrift zu ändern, erstellen Sie eine Stornorechnung (bei unbezahlten Rechnungen) oder eine Gutschrift/Korrekturrechnung (bei bezahlten) mit dem ursprünglichen Rechnungssteller, der die Fehler korrigiert und auf die Originalrechnung verweist – das ist wichtig für die Nachvollziehbarkeit gegenüber dem Finanzamt. Der Empfänger kann die Gutschrift nicht selbst ändern; er muss den Aussteller zur Berichtigung auffordern, indem er die fehlerhafte Rechnung mit Rechnungsnummer und -datum benennt und die Korrektur anfordert.

Wie korrigiere ich eine Gutschrift?

Eine Korrektur kann beim Finanzamt beantragt werden, sofern der Vorsteuerabzug nicht genutzt oder bereits zurückgezahlt wurde. Fehler: Zu hoher Steuerbetrag in der Rechnung → Folgen: Der zu hohe Betrag kann gegenüber dem Empfänger korrigiert werden oder durch eine Berichtigung beim Finanzamt (§ 14c Abs. 1 UStG).

Wie kann ich eine Gutschrift ändern?

Folgende Felder müssen ausgefüllt werden: die korrigierte Gut-/Lastschriftnummer, das Datum der korrigierten Gut-/Lastschrift, die ursprüngliche Rechnungsnummer, das ursprüngliche Rechnungsdatum, die Art der Notiz (entweder Soll oder Haben), der Notizwert und der steuerpflichtige Wert.

Wie lange muss man eine Rückwirkendrechnung korrigieren?

Rechnungskorrekturen und Stornorechnungen dürfen nur vom ursprünglichen Rechnungssteller ausgestellt werden und nicht durch den Empfänger erfolgen. Grundsätzlich gibt es keine Befristung, wie lange Rechnungen nachträglich korrigiert werden dürfen.

Wo werden Änderungen an einer Gutschrift erfasst?

Änderungen an einer Gutschrift werden im Bereich „Verlauf & Notizen“ protokolliert. Diese Details werden angezeigt, sobald die Gutschrift zum ersten Mal gespeichert wird. Wenn Sie mehr als den Rechnungsbetrag erhalten oder bezahlt haben, erstellen Sie eine Überzahlung für Ihre Rechnung.

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Wann wird eine Gutschrift und wann eine Korrekturrechnung verwendet?

Eine Rechnungskorrektur (auch Storno- oder Korrekturrechnung) wird vom Leistungserbringer ausgestellt, um eine eigene fehlerhafte Rechnung zu berichtigen, etwa zu viel berechnete Beträge oder falsche Angaben, und dient der Berichtigung der Umsatzsteuer. Eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinn wird hingegen vom Leistungsempfänger erstellt, wenn er z.B. eine Rücksendung abrechnet oder eine Dienstleistung selbst erbringt, und ersetzt die Rechnung des Lieferanten. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird "Gutschrift" oft für die Rückzahlung bei einer Rechnungskorrektur genutzt, aber für das Finanzamt ist eine Stornorechnung der rechtssichere Weg bei Fehlern. 

Wie wird eine Gutschrift in der Buchhaltung erfasst?

Nachdem Sie die zwei oder mehr an einer Geschäftstransaktion beteiligten Konten identifiziert haben, müssen Sie mindestens ein Konto belasten und mindestens ein anderes gutschreiben. Eine Belastung eines Kontos bedeutet, einen Betrag auf der linken Seite des Kontos einzutragen. Eine Gutschrift eines Kontos bedeutet, einen Betrag auf der rechten Seite des Kontos einzutragen .

Ist es möglich, eine Rechnung rückwirkend zu ändern?

Kann man eine Rechnung rückwirkend korrigieren? Grundsätzlich ist es möglich, eine Rechnung rückwirkend zu berichtigen. Nach § 31 Abs. 5 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) wirkt eine solche Berichtigung auch auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Ausstellung zurück.

Wie kann ich eine falsche Rechnung korrigieren?

Eine falsch ausgestellte Rechnung korrigieren Sie durch eine Stornorechnung (mit negativem Betrag) und anschließende Neuausstellung oder durch eine Berichtigungsrechnung, wenn nur kleine Fehler vorliegen, wobei der Aussteller die Korrektur vornehmen muss. Bei gravierenden Fehlern wie falschem Betrag oder Empfänger wird gestorniert, bei kleineren (Adressfehler, Tippfehler) reicht eine Berichtigung mit Bezug auf die Originalrechnung. Wichtig ist, den Kunden zu informieren und die Dokumente korrekt zu benennen, um Probleme mit dem Vorsteuerabzug zu vermeiden. 

Können Rechnungen im Nachhinein geändert werden?

In dem Fall ist es ein bisschen komplizierter, denn die Rechnung kann nicht mehr nachträglich geändert werden. Die Rechnung muss storniert werden. Dafür schreibst du eine Rechnungskorrektur mit negativem Rechnungsbetrag, eine sogenannte Stornorechnung – die alte Rechnung wird ungültig und „neutralisiert“.

Kann eine Gutschrift eine Rechnung ersetzen?

Einfache Antwort: Ja, eine Gutschrift kann eine Rechnung ersetzen, und zwar branchenunabhängig. Dies ist im Umsatzsteuergesetz eindeutig geregelt. Manche Unternehmen wollen keine Rechnungen erhalten und stellen daher Gutschriften an ihre Lieferanten aus.

Wie kann ich eine Überweisung ändern?

Die wichtigste Änderung bei Überweisungen ist die gesetzliche Empfängerüberprüfung (Verification of Payee), die seit dem 5. Oktober 2025 Pflicht ist: Banken gleichen nun Name und IBAN ab, um Fehler und Betrug zu verhindern, was zu Verzögerungen führen kann, wenn die Daten nicht exakt passen. SEPA-Zahlungen, Echtzeit- und Terminüberweisungen sind betroffen, Firmen können bei Sammelüberweisungen ein Opt-out haben, aber Einzelzahlungen müssen die Prüfung bestehen. 

Kann man eine Gutschrift zurückfordern?

Sobald der Betrag auf dem Empfängerkonto verbucht ist, kann Ihre Sparkasse oder Bank das Geld nicht einseitig zurückbuchen; dann geht eine Rückholung nur noch mit Zustimmung der Empfängerbank bzw. des Empfängers (als sogenannter Recall bzw. als Rücküberweisung auf freiwilliger Basis).

Wie mache ich eine Korrekturrechnung?

Wie eine Rechnungskorrektur formal richtig erstellt wird

  1. Name und Anschrift des Leistungserbringers.
  2. Name und Anschrift des Leistungsempfängers.
  3. Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  4. Rechnungsdatum.
  5. Rechnungsnummer.
  6. Bezeichnung der erbrachten Leistungen.
  7. Leistungsdatum.
  8. Nettobetrag der erbrachten Leistungen.

Können Sie bitte die Rechnung korrigieren?

Kann ein Kunde die Rechnung selbst korrigieren? Nein, die Korrektur einer Rechnung ist nur durch den Aussteller möglich. Dies ist gesetzlich geregelt und kann auch durch Absprachen nicht geändert werden. Um Missverständnisse mit dem Finanzamt zu verhindern, sollte hier der korrekte Ablauf stets eingehalten werden.

Wie kann ich eine Gutschrift mit einer Rechnung verrechnen?

Eine Gutschrift wird von einem Kunden für einen Lieferanten ausgestellt und kann eine bestehende Rechnung verrechnen, indem sie entweder mit dem Restbetrag verrechnet, mit einer zukünftigen Rechnung verrechnet oder ausgezahlt wird. Die Verrechnung in der Buchhaltung erfolgt, indem man die Gutschrift als „bezahlt“ markiert und sie mit der Rechnung verrechnet, oft über ein Zwischenkonto wie „Durchlaufende Posten“, um beide Positionen auszugleichen. Wichtig ist, dass die Gutschrift alle umsatzsteuerlichen Pflichtangaben enthält, damit der Rechnungsempfänger die Vorsteuer abziehen kann, falls zutreffend, oder eine Korrektur der Umsatzsteuer (§ 17 UStG) erfolgt.
 

Wie lange kann man nachträglich eine Rechnung korrigieren?

So lange kannst du eine Rechnung rückwirkend erstellen

Grundsätzlich erlaubt dir das Gesetz eine rückwirkende Rechnungsstellung ohne zeitliche Begrenzung.

Was ist der Unterschied zwischen einer Gutschrift und einer Korrekturrechnung?

Eine Rechnungskorrektur (Stornorechnung) korrigiert Fehler in einer bereits gestellten Rechnung durch den Leistenden (z.B. falscher Betrag, Steuersatz), während eine Gutschrift (im umsatzsteuerrechtlichen Sinne) vom Leistungsempfänger ausgestellt wird, um Leistungen abzurechnen (z.B. bei Rückgabe, Nichtleistung), wobei der Leistende dann eine korrigierte Rechnung erhält; wichtig: Statt des umgangssprachlichen "Gutschrift" für eine Stornierung sollte man "Rechnungskorrektur" oder "Stornorechnung" nutzen, um Klarheit zu schaffen. 

Was kann ich tun, wenn meine Rechnung nicht korrekt ausgestellt wurde?

Wenn eine Rechnung falsch ausgestellt wurde, muss der Fehler korrigiert werden, entweder durch eine einfache Rechnungskorrektur (bei geringfügigen Fehlern) oder durch eine Stornorechnung plus neue Rechnung (bei gravierenden Fehlern, z.B. falscher Betrag), wobei nur der Aussteller korrigieren darf. Als Empfänger sollten Sie den Aussteller schriftlich informieren und zur Korrektur auffordern. Für Unternehmer sind korrekte Rechnungen wichtig für den Vorsteuerabzug und die Anerkennung als Betriebsausgabe.
 

Kann man eine bezahlte Rechnung korrigieren?

Eine bereits bezahlte Rechnung darf man nicht einfach ändern, sondern muss sie stornieren und eine neue Rechnungskorrektur (bzw. Gutschrift) erstellen, die den Fehler rückgängig macht, damit der Sachverhalt korrekt und nachvollziehbar ist. Wichtig ist, die ursprüngliche Rechnung als ungültig zu markieren und die neue Korrektur mit korrekten Angaben zu versenden, idealerweise mit negativen Beträgen für die Korrekturpositionen. 

Wie kann ich Rechnungsdaten nachträglich ändern?

Wenn das Rechnungsdatum fehlt oder falsch ist, darf die Rechnung geändert werden. Der Preis hingegen darf nachträglich nicht einfach angepasst werden. Wenn der Preis natürlich fehlerhaft war, dann darf er geändert werden. Allerdings sollte der Unternehmer das auch im Zweifel gegenüber dem Finanzamt begründen können.

Was ist der Unterschied zwischen Rechnungskorrektur und Storno?

Eine Stornorechnung korrigiert eine erstellte Rechnung an einen Kunden und ist, im Gegensatz zu einer Gutschrift, eine “normale“ Rechnung mit negativem Betrag. Eine Stornorechnung muss klar als “Stornorechnung“ bzw. “Rechnungskorrektur“ bezeichnet werden und sollte auf die zu korrigierende Rechnung verweisen.

Was muss bei einer Gutschrift beachtet werden?

Pflichtangaben einer Gutschrift

  • Name und Anschrift des Leistenden und des Leistungsempfängers.
  • Datum der Ausstellung.
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID des Leistenden.
  • Bezeichnung der Leistungen oder Produkte.
  • Fortlaufende Rechnungsnummer.
  • Zeitpunkt der Leistung oder Lieferung.
  • Aufgeschlüsseltes Entgelt nach Steuersätzen.

Wird eine Gutschrift im Soll oder Haben gebucht?

Eine Gutschrift wird im Haben gebucht, wenn sie auf dem eigenen Konto als Guthaben erscheint (z.B. ein Geldeingang), da Haben die rechte Seite des Kontos und Zunahmen bei Aktivkonten (wie dem Bankkonto) darstellt. Im umgekehrten Fall, wenn Sie eine Gutschrift erstellen, buchen Sie den entsprechenden Betrag im Soll des Kundenkontos, um die Forderung zu mindern, während das eigene Bankkonto im Haben steigt, da es sich um einen Ertrag handelt.
 

Wie stelle ich eine Gutschrift aus?

Gutschrift schreiben: Was beachten?

  1. Dokument muss ausdrücklich das Wort „Gutschrift“ enthalten.
  2. Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers und Leistungserbringers.
  3. Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  4. Ausstellungsdatum.
  5. Fortlaufende Rechnungsnummer.
  6. Umfang und Art der Leistungen/Lieferungen.