Wie kann ich überprüfen, ob jemand arbeitet?

Gefragt von: Frau Dr. Trude Ehlers MBA.
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Um zu überprüfen, ob jemand arbeitet, können Sie offizielle Wege nutzen (Gewerberegister, Sozialversicherungsstatus prüfen) oder, wenn Sie Arbeitgeber sind, durch Tätigkeitsberichte, Projektmanagement-Tools oder (unter strengen rechtlichen Voraussetzungen) Videoüberwachung die Arbeitsleistung kontrollieren; bei Verdacht auf Schwarzarbeit oder illegale Beschäftigung sollten Sie das Zollamt kontaktieren, aber private Recherchen (Social Media, Suchmaschinen) können auch erste Hinweise liefern.

Wie bekomme ich heraus, ob jemand arbeitet?

  1. Kann man herausfinden, wo jemand arbeitet? ...
  2. Rechtliche und Datenschutz-Aspekte: So bleibst du auf der sicheren Seite.
  3. Schritt 1: Mit sozialen Netzwerken den Arbeitgeber finden.
  4. Schritt 2: Mit Suchmaschinen gezielt recherchieren.
  5. Schritt 3: Unternehmenswebseiten und öffentliche Register nutzen.

Wie finde ich heraus, ob jemand schwarz arbeitet?

Schwarzarbeit / unangemeldete Arbeit oder die Arbeit ohne Arbeitserlaubnis kann auf unterschiedliche Weise nachgewiesen werden: Man kann Arbeitgeber*innen zum Beispiel bei der Zollbehörde anzeigen. Das kann auch anonym gemacht werden.

Kann ich Schwarzarbeit anonym anzeigen?

Ja, Schwarzarbeit kann anonym angezeigt werden, hauptsächlich beim Hauptzollamt (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) über deren Website (Kontaktformular), per Telefon oder persönlich, aber auch bei der Polizei oder dem Finanzamt; eine anonyme Meldung ist möglich, aber eine vollständige Angabe von Details erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Prüfung durch den Zoll, der jeder Anzeige nachgeht. 

Wer kann einen Arbeitsvertrag prüfen?

Sie können Ihren Arbeitsvertrag zum Beispiel von einem Anwalt bzw. einer Anwältin für Arbeitsrecht, prüfen lassen. So gehen Sie sicher, dass alle Regelungen korrekt festgehalten wurden.

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Wer kann Arbeitsverträge kontrollieren?

1 BetrVG ja nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet ist, zu überwachen, ob der Arbeitgeber alle geltenden Vorschriften einhält, hat er nicht das Recht, den Inhalt des Arbeitsvertrages zu überprüfen. Auch einzelvertragliche Vereinbarungen kann der Betriebsrat nicht kontrollieren.

Wie viel kostet es, einen Arbeitsvertrag prüfen zu lassen?

Wenn es sich um eine reine Vertragsprüfung und Beratung handelt, fällt nur eine Beratungsgebühr gemäß § 34 RVG (in der Regel 190€) an.

Welche Beweise gibt es für Schwarzarbeit?

Wenn folgende Kriterien einer Tätigkeit erfüllt sind, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Schwarzarbeit:

  • die Person arbeitet ohne Steuerkarte.
  • die Person wird in bar ausgezahlt, Quittungen und schriftliche Nachweise über die Zahlung fehlen.
  • die Bezahlung liegt unter dem branchenüblichen Niveau.

Wie hoch ist die Strafe für Schwarzarbeit?

Die Strafen für Schwarzarbeit sind je nach Schwere und Beteiligung (Arbeitgeber/Arbeitnehmer) unterschiedlich und reichen von Bußgeldern bis 500.000 € über Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren, insbesondere bei Steuerhinterziehung oder Vorenthalten von Sozialabgaben (§§ 370, 266a StGB). Hinzu kommen Nachzahlungen von Steuern und Sozialabgaben, oft mit Säumniszuschlägen. 

Wer darf Schwarzarbeit kontrollieren?

Für die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung sind in Deutschland die Hauptzollämter mit ihrem Arbeitsbereich Finanzkontrolle Schwarzarbeit zuständig, bei denen Sie Ihre Hinweise auf mögliche Schwarzarbeit schriftlich oder telefonisch abgeben können.

Wer kriegt Ärger bei Schwarzarbeit?

Ärger droht hier beiden Seiten – den Arbeitnehmer*innen und dem Arbeitgeber. erbracht werden und nicht nachhaltig auf einen Gewinn ausgerichtet sind, keine Schwarzarbeit – und somit auch nicht illegal.

Was tun bei Verdacht auf Schwarzarbeit?

Bei Verdacht auf Schwarzarbeit sollten Sie diese anonym beim Zoll melden (Hauptzollamt, Online-Formular) oder bei Branchenverbänden wie SOKA-BAU, da der Zoll (Finanzkontrolle Schwarzarbeit, FKS) für die Ermittlung zuständig ist und konkrete Hinweise (Fotos, Dokumente) benötigt. Je detaillierter Ihre Meldung (wer, wo, wann, Art der Arbeit) ist, desto besser kann dem Verdacht nachgegangen werden, aber die Meldung selbst ist meist anonym möglich.
 

Was darf der Zoll bei Schwarzarbeit kontrollieren?

Der Zoll (Finanzkontrolle Schwarzarbeit - FKS) darf unangekündigt prüfen, ob Arbeitgeber ihre Meldepflichten (Sozialversicherung, Lohnsteuer), Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen einhalten sowie ob ausländische Arbeitnehmer die richtigen Papiere haben, und darf Arbeitnehmer nach Identität, Arbeitszeit (Stundenzettel), Arbeitserlaubnis und Arbeitsbedingungen befragen, Unterlagen (Verträge, Lohnabrechnungen) verlangen und Geschäftsräume betreten, um Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug aufzudecken. 

Wie kann ich die Scheinselbständigkeit überprüfen?

Um Scheinselbstständigkeit zu prüfen, sollte man die Kriterien (Weisungsgebundenheit, Eingliederung, Risiko) anhand von Verträgen und Praxis überprüfen und idealerweise ein offizielles Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) beantragen, da dies für beide Seiten (Auftraggeber/Auftragnehmer) Rechtssicherheit schafft. Auch der Zoll (FKS) und das Finanzamt können Prüfungen durchführen, wenn Hinweise auf Schwarzarbeit oder Steuerhinterziehung vorliegen. 

Kann ein Arbeitgeber sehen, wo man gearbeitet hat?

Direkte Anfragen bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber sind nicht zulässig – es sei denn, Sie sind damit einverstanden. Auch Ihr aktueller Arbeitgeber ist nicht berechtigt, ohne Ihre Zustimmung Dritten Auskünfte über Sie zu geben.

Wann beginnt Schwarzarbeit?

Schwarzarbeit beginnt, sobald eine entlohnte Tätigkeit ohne Anmeldung bei Finanzamt, Sozialversicherung oder Gewerbebehörde ausgeübt wird, um Steuern und Abgaben zu sparen – also bei nicht gemeldeten Dienst- oder Werkleistungen, die nachhaltig auf Gewinn ausgerichtet sind, selbst wenn es nur Barzahlungen ohne Rechnung sind, wobei auch der Auftraggeber haftet, besonders bei größeren Projekten wie Hausbau oder bei der Beschäftigung von Handwerkern ohne Eintragung. Kleine Gefälligkeiten für Freunde/Nachbarn sind meist okay, solange sie nicht regelmäßig und gewinnorientiert sind, aber bei jeder Art von Bezahlung für handwerkliche oder regelmäßig wiederkehrende Arbeiten ist Vorsicht geboten.
 

Kann ich Schwarzarbeit anonym melden?

Ja, Schwarzarbeit kann man anonym beim zuständigen Hauptzollamt (Finanzkontrolle Schwarzarbeit - FKS) melden, entweder online über deren Kontaktformulare oder telefonisch/schriftlich, wobei Sie nur konkrete Hinweise (Ort, Tätigkeit, Art des Verstoßes) angeben müssen, ohne Namen nennen zu müssen. Auch andere Stellen wie die Bundesagentur für Arbeit oder das Bundesamt für Justiz nehmen anonyme Hinweise entgegen, aber der Zoll ist die primäre Anlaufstelle für Schwarzarbeit. 

Was passiert bei 1.000 € Steuerhinterziehung?

1.000 Euro unterschlagene Steuer wird mit etwa 10 Tagessätzen bestraft. 5.000 Euro Steuerverkürzung werden mit 20-60 Tagessätzen geahndet. 10.000 Euro schlagen mit 50 – 80 Tagessätzen zu Buche.

Was passiert, wenn ich Handwerker schwarz bezahle?

Kunden, die einen Handwerker schwarz bezahlen, machen sich damit nicht nur wegen Verstoßes gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz und andere Vorschriften erpressbar. Sie verlieren damit obendrein sämtliche Gewährleistungsrechte und können auch kein Geld zurückverlangen.

Wie lange kann Schwarzarbeit verfolgt werden?

§ 263 StGB strafrechtlich verfolgt und mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Verjährung tritt nach fünf Jahren ein.

Wer macht sich strafbar bei Schwarzarbeit?

Bei Schwarzarbeit machen sich Auftraggeber (Arbeitgeber) und Auftragnehmer (Arbeitnehmer, Selbstständige) strafbar, da sie gegen Gesetze verstoßen, indem sie Steuern und Sozialabgaben umgehen. Es drohen hohe Geld- und Freiheitsstrafen, insbesondere bei Steuerhinterziehung oder dem Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen. Auch der Bezug von Sozialleistungen (z.B. Bürgergeld) bei gleichzeitiger Schwarzarbeit ist strafbar (Leistungsbetrug). 

Wer zeigt Schwarzarbeit an?

Bundesweit sind die Hauptzollämter für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zuständig. Sie sind auch Ansprechpartner falls Sie Hinweise auf Schwarzarbeit oder Illegaler Beschäftigung mitteilen wollen oder wenn Sie Anfragen zu konkreten Vorgängen haben.

Wo kann ich einen Arbeitsvertrag prüfen lassen?

Sie können Ihren Arbeitsvertrag am besten bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen, der Unwirksamkeiten und Nachteile erkennt, aber auch bei Ihrer Gewerkschaft, wenn Sie Mitglied sind, oder über spezialisierte Online-Portale mit Anwalts-Checks, oft auch mit kostenfreier Ersteinschätzung. Die Prüfung sollte idealerweise vor der Unterschrift erfolgen, um spätere Konflikte zu vermeiden. 

Wie viel kostet eine Prüfungsanfechtung?

Die Kosten einer Prüfungsanfechtung variieren stark, von 0 € (wenn Sie gewinnen) bis zu mehreren hundert bis tausend Euro, wenn Sie verlieren, da Anwalts- (Stundenlohn/Pauschale), Gerichts- und Verwaltungsgebühren anfallen können, wobei die Kosten oft vom Streitwert abhängen. Im Widerspruchsverfahren fallen meist Verwaltungsgebühren (ca. 25–450 €) an, im Klageverfahren werden Gerichtskosten und Anwaltshonorare fällig, die je nach Prüfungsart (Staatsexamen vs. Klausur) und Umfang deutlich steigen können, aber oft durch eine Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden können. 

Ist mein Arbeitsvertrag geheim?

Ein Arbeitsvertrag ist, sofern darin selbst keine Betriebsgeheimnisse enthalten sind, kein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis. Sie können Ihren Vertrag also ohne Bedenken von Arbeitsrechtsexpert:innen prüfen lassen. Beim Teilen eines Arbeitsvertrages auf Social Media sollten Sie allerdings vorsichtig sein.