Wie kann man Aufwandsentschädigung abrechnen?

Gefragt von: Cornelius Franke-Peters
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Um Aufwandsentschädigungen abzurechnen, muss man zwischen echten Kostenerstattungen (belegbasiert, steuerfrei) und steuerfreien Pauschalen (Ehrenamts-/Übungsleiterpauschale, bis 840€/3.000€) unterscheiden; bei Überschreitung der Pauschalen erfolgt die Abrechnung als steuerpflichtiger Arbeitslohn oder Einkünfte über Lohnabrechnung oder Anlage N/S der Steuererklärung, wobei die korrekte Buchung und Dokumentation für Vereine entscheidend ist.

Wie wird die Aufwandsentschädigung berechnet?

Soweit durch Gesetz oder Rechtsverordnung bestimmt, ist die Aufwandsentschädigung bei hauptamtlich tätigen Personen in voller Höhe und bei ehrenamtlich tätigen Personen in Höhe von 1/3 der gewährten Aufwandsentschädigung, mindestens jedoch 250 Euro monatlich steuerfrei.

Kann man eine Aufwandsentschädigung in Rechnung stellen?

Diese kann die Rechnung im Anschluss bei ihrer Pflegekasse einreichen und bekommt den Betrag von der Pflegekasse zurückerstattet. Über das Formular zur Erstattung der Aufwandsentschädigung kann auch eine Abrechnung auf Grundlage einer Abtretungserklärung erfolgen.

Was fällt alles unter Aufwandsentschädigung?

Was fällt unter die Aufwandsentschädigung? Unter die Aufwandsentschädigung fallen Vergütungen aus einer gemeinnützigen, ehrenamtlichen oder nebenberuflichen Tätigkeit. Was ist ein Aufwandsersatz? Ein Aufwandsersatz ist eine Rückerstattung für Aufwendungen, die ein Ehrenamtler zum Vereinszweck aufbringt.

Ist eine Aufwandsentschädigung meldepflichtig?

Aufwandsentschädigungen gelten als Einkünfte und sind daher grundsätzlich einkommenssteuerpflichtig. Für das Ehrenamt gelten allerdings Freibeträge. Nur wenn diese überschritten werden, muss der Mehrbetrag versteuert werden. Diese Freibeträge liegen für die sog.

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Wie hoch dürfen Aufwandsentschädigungen sein?

Eine Aufwandsentschädigung kann je nach Tätigkeit unterschiedlich hoch sein, wobei für Ehrenämter die Ehrenamts-Pauschale von 840 € pro Jahr (steuerfrei bis zu diesem Betrag) und die Übungsleiterpauschale von 3.000 € pro Jahr (für bestimmte pädagogische oder künstlerische Tätigkeiten) die wichtigsten steuerfreien Grenzen darstellen; beides kann auch kombiniert werden, wenn die Tätigkeiten getrennt sind, wobei Überschreitungen steuer- und sozialversicherungspflichtig sind. 

Wie hoch ist der Aufwendungsersatz?

Die Aufwandspauschale gemäß § 1878 BGB beträgt zurzeit 425,00 € pro Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen Aufwandsentschädigung und Vergütung?

Abgrenzung: Aufwandsentschädigung, Vergütung und Auslagenersatz. Rechtlich bedeutsam ist die Abgrenzung zu Entgelt oder Vergütung. Eine Entgeltzahlung stellt die Gegenleistung für Arbeit dar, während eine Aufwandsentschädigung den Aufwand ausgleicht.

Ist ein Verzicht auf eine Aufwandsentschädigung eine Spende?

Unter einer Aufwandsspende versteht man den Verzicht auf einen zuvor rechtswirksam vereinbarten Ersatz von Aufwendungen wie Benzin-, Fahrt- oder Portokosten. Demgegenüber spricht man von einer Rückspende, wenn auf einen sonstigen rechtswirksam vereinbarten Anspruch, wie eine Honorarforderung, verzichtet wird.

Ist Aufwandsentschädigung Nebeneinkommen?

Steuerpflichtig wird die Aufwandsentschädigung, wenn Du mehr als 250 Euro im Monat bekommst. Dann rechnet Dir die Agentur für Arbeit alles über 250 Euro im Monat als Nebeneinkommen auf Dein Arbeitslosengeld an.

Wohin bucht man Aufwandsentschädigung?

Zahlt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Aufwandsentschädigungen für eine Mietwohnung, handelt es sich um Barlohn, welcher im Regelfall steuerpflichtigen Arbeitslohn darstellt. Die Buchung der Aufwandsentschädigung erfolgt auf das Konto "Gehälter" 4120 (SKR 03) bzw. 6020 (SKR 04).

Wie hoch ist der Stundensatz für die Aufwandsentschädigung?

Die Höhe der Aufwandsentschädigung pro Stunde variiert stark je nach Tätigkeit und liegt oft unter dem Mindestlohn, da sie steuerfrei ist: Bei der Ehrenamtspauschale (840 €/Jahr) sind es rechnerisch oft 5-10 €/Stunde, bei der Übungsleiterpauschale (3.000 €/Jahr für Trainer, Betreuer) können es höhere Sätze sein, und bei öffentlichen Ämtern (Schöffe, Wahlhelfer) sind es auch oft 10-15 €/Stunde, wobei der Satz je nach Einsatz und Regelung festgelegt wird, z.B. bis zu 11 € bei Nachbarschaftshilfe oder bis zu 60 €/Stunde für Übungsleiter, wenn der Verein es so festlegt. 

Wo gebe ich Aufwandsentschädigung an?

Arbeitnehmer:in: Deine Aufwandsentschädigung für dein ehrenamtliches Engagement bis höchstens 960 Euro trägst du in Anlage N in Zeile 22 ein. Übersteigen deine Einnahmen den Ehrenamtsfreibetrag, wird die Differenz als Arbeitslohn in Zeile 21 der Anlage N eingetragen.

Wie viel Geld darf ich steuerfrei erhalten?

Grundfreibetrag und Einkommensteuer

Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer. 2023 lag der Wert noch bei 10.908 Euro, 2024 nach mehreren Anpassungen bei 11.784 Euro.

Kann ehrenamtliche Tätigkeit vergütet werden?

Egal wie Sie sich in die Gesellschaft einbringen – freiwilliges Engagement lohnt sich. Sie können nicht nur eine Aufwandsentschädigung oder eine pauschale Vergütung bekommen, sondern auch Anwartschaften für Ihre spätere Rente aufbauen. Sogar ohne eigene Beiträge!

Ist Aufwandsentschädigung Lohn?

Eine Aufwandsentschädigung ist grundsätzlich kein Entgelt, sondern der Ersatz für tatsächliche Kosten, die jemand (z.B. im Ehrenamt) hatte; sie wird aber steuerlich und sozialversicherungsrechtlich zum Entgelt, wenn sie den tatsächlichen Aufwand übersteigt oder pauschal gezahlt wird, ohne den tatsächlichen Aufwand abzudecken. Es kommt auf den Zweck der Zahlung an: Ist es Auslagenersatz, ist es oft steuerfrei; wird damit die Arbeitsleistung selbst vergütet, ist es Entgelt. 

Was ist bei einer Aufwandsspende zu beachten?

Der Aufwendungsersatz muss angemessen und verhältnismäßig sein. Bei Aufwendungen darf es sich nicht um eine Arbeitsleistung handeln. Die Aufwendungen dürfen nicht in der Nutzung von Wirtschaftsgütern bestehen. Der Verein muss Aufwendungsersatzansprüche finanziell gesehen bedienen können.

Wie viel darf man Spenden, ohne Beleg abzusetzen?

Voraussetzung zum Abzug von Spenden ist deren Nachweis durch eine vom Zuwendungsempfänger (z.B. Verein) nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck erstellte Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung). Bei Spenden bis zu 200 € bzw. 300 € (ab 01.01.2020) genügt als Nachweis Ihr Kontoauszug.

Ist eine Zuwendung eine Spende?

Zuwendung ist der übergeordnete steuerliche Fachbegriff im Sinne des § 10b Einkommensteuergesetz (EStG). Eine Spende ist somit eine spezifische Form der unentgeltlichen Zuwendung. Von einer unentgeltlichen Zuwendung spricht man, wenn keine Gegenleistung erwartet wird.

Wie hoch ist eine angemessene Aufwandsentschädigung?

Eine angemessene Aufwandsentschädigung hängt von der Art der Tätigkeit ab, wobei der Staat steuerfreie Pauschalen vorsieht: die Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr (z.B. für Vorstände) und die Übungsleiterpauschale bis 3.000 €/Jahr (für Trainer, Betreuer etc.). Diese Beträge sind steuerfrei und sozialabgabenfrei, solange die jeweiligen Freigrenzen nicht überschritten werden; darüber hinausgehende Beträge sind steuerpflichtig. Auch der tatsächliche Ersatz von Auslagen (z.B. Fahrtkosten) ist steuerfrei, muss aber nachgewiesen werden. 

Wie viel Honorar ist im Jahr steuerfrei?

Als Honorarkraft verdienst du bis zum Grundfreibetrag (2025 ca. 12.096 €) steuerfrei Einkommensteuer, da dieser Betrag unbesteuert bleibt, aber du musst deine Umsatzsteuer beachten und dich selbst um Sozialabgaben kümmern; Kleinunternehmer können unter 22.000 € Jahresumsatz von der Umsatzsteuer befreit sein. Ob eine Tätigkeit als steuerfreie nebenberufliche Tätigkeit (z.B. Übungsleiter) gilt, hängt von den genauen Umständen ab (z.B. Stundenumfang, bis 3.000 € steuerfrei möglich).
 

Was sind steuerfreie Aufwandsentschädigungen?

Aufwandsentschädigungen, die Sie für nebenberufliche Tätigkeiten (z.B. als Übungsleiter, Dozent, Trainer, Ausbilder, Pfleger) erhalten, sind bis zu einem Freibetrag (Übungsleiterpauschale) in Höhe von 3.000 € steuerfrei.

Was gehört zur Aufwandsentschädigung?

Eine Aufwandsentschädigung ist die meist pauschalierte zusätzliche Vergütung für besondere Umstände oder Belastungen der Arbeit. Typisches Beispiel sind die Auslösungen im Baugewerbe oder bei Montagearbeitern.

Wie hoch ist die Aufwendungspauschale?

Seit 2021 beträgt die Ehrenamtspauschale 840 Euro. Das heißt, bis zu diesem Betrag ist Deine Aufwandsentschädigung im Ehrenamt steuer- und sozialabgabenfrei. Bis 2020 lag der Wert noch bei 720 Euro.

Wie hoch ist der Stundenlohn für Ehrenamtliche?

Für ein Ehrenamt gibt es keinen gesetzlichen Stundenlohn, aber eine steuerfreie Ehrenamtspauschale von 840 € pro Jahr (ca. 70 €/Monat) oder die Übungsleiterpauschale von 3.000 € pro Jahr, die für Trainer, Ausbilder usw. gilt; diese Pauschalen sind steuer- und abgabenfrei, aber nur wenn die Tätigkeit hauptsächlich dem Allgemeinwohl dient und nicht auf Erwerb ausgerichtet ist. Eine tatsächliche Vergütung, die den Mindestlohn (aktuell 12,41 €/Std.) berührt, wird meist als Minijob oder bezahlte Tätigkeit gewertet und unterliegt Steuern und Sozialabgaben, da die Freibeträge überschritten werden könnten.