Wie lange hat man Zeit, eine Schlussrechnung zu zahlen?

Gefragt von: Eveline Böttcher
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Die Fälligkeit einer Schlussrechnung hängt vom Vertrag ab, ist aber oft an die Abnahme des Werkes gebunden: Bei BGB-Verträgen wird sie mit der Abnahme fällig (§ 641 BGB). Bei VOB-Verträgen wird sie spätestens 30 Tage (ggf. 60 Tage) nach Zugang einer prüfbaren Rechnung fällig, wobei der Auftraggeber die Prüfung beschleunigen muss. Der Auftragnehmer muss die Schlussrechnung ebenfalls fristgerecht einreichen, z.B. 12 Werktage nach Fertigstellung bei kurzen Bauzeiten (§ 14 VOB/B).

Wie lange hat man Zeit, eine Schlussrechnung zu stellen?

Die Fristen für eine Schlussrechnung hängen stark vom Kontext ab (Bauvertrag/VOB vs. allgemeiner Verbrauchervertrag), aber generell gilt: Bei VOB-Bauverträgen muss die Rechnung oft innerhalb von 12 Werktagen nach Fertigstellung eingereicht werden, und die Zahlung ist dann meist innerhalb von 30 Tagen (max. 60 bei komplexen Fällen) nach Zugang fällig. Bei Stromverträgen muss der Versorger die Endabrechnung meist innerhalb von 6 Wochen erstellen. 

Wann muss die Schlussrechnung bezahlt werden?

Nach § 16 Nr. 3 Abs. 1 VOB/B ist die Schlusszahlung alsbald nach der Prüfung und der Feststellung der vom Auftragnehmer vorgelegten Schlussrechnung zu begleichen. Die Zahlung muss spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Zugang erfolgen.

Wie lange hat man Zeit, eine Rechnung zu bezahlen?

Gängige Zahlungsfristen für Rechnungen sind 14, 30, 60 und 90 Tage . Üblicherweise beträgt die Standardzahlungsfrist 30 Tage oder weniger, Sie können aber jede beliebige Frist wählen. Online-Rechnungsstellung ermöglicht schnellere und einfachere Zahlungen für Ihre Kunden.

Wann ist die Schlusszahlung nach VOB fällig?

Nach VOB/B (§ 16 VOB/B) muss die Schlussrechnung vom Auftraggeber spätestens 30 Tage nach Zugang und Prüfung bezahlt werden; bei größeren Projekten kann die Frist vertraglich auf bis zu 60 Tage verlängert werden. Wichtig ist, dass die Rechnung prüfbar ist (übersichtlich, nachvollziehbar) – erst dann beginnt die Frist zu laufen, andernfalls gerät der AG nicht in Verzug, wie www.projektpro.com und gripsware.de betonen. Zudem gibt es eine Frist für die Einreichung der Rechnung (oft 12 Werktage nach Fertigstellung).
 

Smarthandwerk Abschlags und Schlussrechnungen

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Wann verjährt die Schlussrechnung?

Die Verjährung einer Schlussrechnung beträgt in Deutschland grundsätzlich drei Jahre (§ 195 BGB), beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch fällig wurde (§ 199 Abs. 1 BGB). Bei Bau- und Werkverträgen wird die Forderung durch Abnahme und die Vorlage einer prüfbaren Schlussrechnung fällig. Wichtig: Auch "vergessene" Rechnungspositionen unterliegen der Verjährung der gesamten Schlussrechnung, wenn diese nicht gesondert nachberechnet werden können, da die Forderung als Einheit verjährt. 

Welche Zahlungsfrist ist für Handwerkerrechnungen üblich?

Bei Handwerkerrechnungen gilt gesetzlich eine Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Rechnungszugang, wenn nichts anderes vereinbart wurde, aber oft werden kürzere Fristen wie 14 Tage gesetzt oder „sofort fällig“ vereinbart; bei B2B-Geschäften tritt der Verzug nach 30 Tagen automatisch ein, bei Verbrauchern ist oft eine Mahnung nötig. Bei Rechnungen nach VOB gelten für Abschlagszahlungen 21 Tage und für Schlussrechnungen 30 Tage.
 

Wie lange hat man Zeit, bei Rechnung zu bezahlen?

30 Tage: Die gesetzliche Zahlungsfrist

Eine Rechnung ist grundsätzlich immer sofort fällig. Die gesetzliche Zahlungsfrist räumt dem Kunden aber 30 Tage Zeit ein, eine Rechnung zu begleichen. Erst danach befindet er sich im Zahlungsverzug.

Bis wann muss eine Zahlung erfolgen?

30-Tage-Regelung: Das Gesetz bestimmt, dass der Schuldner einer Entgeltforderung spätestens dann in Verzug kommt, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufforderung bezahlt, § 286 Abs. 3 BGB.

Was passiert, wenn man eine Rechnung nach 14 Tagen nicht bezahlt?

Nach weiteren 14 Tagen ohne Zahlungseingang kann dann eine dritte und letzte Mahnung erfolgen. Sie wird in unmissverständlicher Weise eine letzte Frist zur Zahlung setzen und die gerichtliche Verfolgung der Forderung in Aussicht stellen.

Wann muss eine Rechnung nach VOB bezahlt werden?

Nach VOB/B sind Abschlagszahlungen 21 Tage nach Zugang einer prüfbaren Rechnung fällig, während die Schlusszahlung spätestens 30 Tage nach Zugang der prüfbaren Schlussrechnung und der Abnahme fällig wird, wobei diese Frist in Ausnahmefällen auf bis zu 60 Tage verlängert werden kann, wenn dies vereinbart wurde. Wichtig ist, dass die Rechnungen prüfbar sein müssen und die Frist mit dem Zugang beim Auftraggeber beginnt, was auch schon bei der Fertigstellungsmeldung geschehen kann. 

Was kann ich tun, wenn mein Kunde die Schlussrechnung nicht zahlt?

Behauptet der Auftraggeber erst danach die fehlende Prüffähigkeit der Schlussrechnung, ist dies zu spät: Sie können dann trotzdem die Zahlung verlangen. Der Auftraggeber muss zudem begründen, warum die vorgelegte Schlussrechnung nicht prüfbar ist.

Wann ist eine Schlussrechnung nach BGB fällig?

Schlusszahlung wird mit Abnahme fällig

1 BGB bereits „bei der Abnahme des Werkes“ fällig und vom Bauherrn als Besteller zu entrichten. Analog gilt dies auch bei Teilen, entsprechend bei Teilabnahmen.

Wann muss die Schlussrechnung bezahlen?

Konkret: Abschlagszahlungen sind zu gewähren und innerhalb von 21 Tagen nach Eingang der Rechnung oder Aufstellung zu bezahlen. Die Schlussrechnung ist innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungseingang zu bezahlen (bzw. 60 bei gerechtfertigten besonderen Umständen).

Wann verjährt eine Handwerkerschlussrechnung?

Laut § 195 BGB verjähren Handwerkerrechnungen regulär nach drei Jahren. Dabei starten diese drei Jahre immer zum Ende des Kalenderjahres, in dem die Leistung abgenommen wurde. Das heißt, es ist wie bei anderen Leistungen das Datum des Rechnungserhalts maßgeblich.

Wann gilt eine Schlussrechnung als anerkannt?

Die Zahlung sollte innerhalb von 30 Tagen nach Eingang der Schlussrechnung erfolgen. Vorbehalte müssen schriftlich geklärt werden, sonst gilt die Rechnung als anerkannt. Mit der Schlussrechnung sind alle Ansprüche abgegolten – außer bei Vorbehalt oder Mängeln.

Sind 7 Tage Zahlungsfrist zulässig?

Ja, 7 Tage Zahlungsfrist sind zulässig, aber sie muss klar vereinbart, oft mit dem Kunden abgesprochen oder in den AGB festgehalten sein, da ansonsten die gesetzliche 30-Tage-Frist gilt. Kurzfristige Fristen sind gesetzlich erlaubt, sollten aber angemessen sein und können im B2B-Bereich als unüblich empfunden werden, weshalb 14 oder 30 Tage gängiger sind.
 

Wie lange hat man Anspruch auf Zahlung einer Rechnung?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Was ist die 30-Tage-Regelung bei Zahlungsverzug?

Die 30-Tage-Regelung (§ 286 Abs. 3 BGB) besagt, dass ein Schuldner spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung automatisch in Zahlungsverzug gerät, wenn kein anderes Zahlungsziel vereinbart wurde; gegenüber Verbrauchern muss dieser Hinweis in der Rechnung ausdrücklich erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Gläubiger Mahngebühren und Verzugszinsen verlangen, ohne vorher mahnen zu müssen. 

Wie lange muss man auf eine Rechnung warten, bis man nicht mehr zahlen muss?

Frist für Rechnungsstellung: sechs Monate

Jeder, der Leistungen oder Lieferungen für ein Unternehmen oder juristische Personen tätigt, muss eine Frist von sechs Monaten für die Rechnungsstellung einhalten.

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt in der Regel nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (§ 195 BGB). Das bedeutet, dass nach Ablauf dieser Frist der Kunde die Zahlung verweigern kann, wenn er sich auf die Verjährung beruft; rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren können die Frist unterbrechen.
 

Bis wann kann man Rechnungen bezahlen?

Räumt ein Anbieter eine Zahlungsfrist ein, ist das ein Entgegenkommen. Bei Rechnungen verbreitet sind Fristen von 10 oder 30 Tagen. Möglich sind auch kürzere oder längere Fristen. Falsch: Gilt eine Zahlungsfrist, so muss ich das Geld am letzten Tag dieser Frist überwiesen haben.

Wie schnell sind Handwerkerrechnungen zu bezahlen?

Im Grunde ist eine Rechnung immer sofort fällig. Allerdings räumt das Gesetz privaten Kunden einen zeitlichen Spielraum ein. Die Zahlungsfrist einer Handwerkerrechnung nach BGB § 286 beträgt 30 Tage.

Wie lange kann man eine Schlussrechnung stellen?

Die Fristen für eine Schlussrechnung hängen stark vom Kontext ab (Bauvertrag/VOB vs. allgemeiner Verbrauchervertrag), aber generell gilt: Bei VOB-Bauverträgen muss die Rechnung oft innerhalb von 12 Werktagen nach Fertigstellung eingereicht werden, und die Zahlung ist dann meist innerhalb von 30 Tagen (max. 60 bei komplexen Fällen) nach Zugang fällig. Bei Stromverträgen muss der Versorger die Endabrechnung meist innerhalb von 6 Wochen erstellen. 

Ist es möglich, eine Handwerkerrechnung in Raten zu bezahlen?

Kann man eine Handwerker-Rechnung auf Raten zahlen? Unter dem Strich ist ein Handwerksbetrieb nicht verpflichtet, eine Ratenzahlung anzubieten. Vor Abschluss des Vertrages gilt es abzuklären, ob eine Zahlung auf Raten möglich ist und welche Konditionen diese mit sich bringt.