Wie lange kann der Versorgungsausgleich nach dem Tod des Ausgleichsberechtigten rückgängig gemacht werden?

Gefragt von: Nadja Hermann
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Der Versorgungsausgleich kann nach dem Tod des ausgleichsberechtigten Ex-Partners oft rückgängig gemacht werden, besonders wenn dieser weniger als 36 Monate Rente bezogen hat, dann ist ein formloser Antrag bei den Versorgungsträgern möglich, der die Kürzung ab dem Folgemonat beendet – rückwirkend nur bei Nicht-Rentenbezug. Hat der Ex-Partner länger als 36 Monate Rente bezogen, ist eine Aufhebung durch einen Antrag beim Familiengericht (Abänderungsverfahren) möglich, um die Kürzung wieder aufzuheben, auch nach langer Zeit, da es hier keine starre Verjährungsfrist gibt, aber schnelles Handeln Geld spart.

Kann der Versorgungsausgleich bei Tod des Berechtigten rückabwickelt werden?

Was passiert mit dem Versorgungsausgleich nach dem Tod des Berechtigten? Der Versorgungsausgleich kann rückgängig gemacht werden, wenn der ehemalige Ehegatte vor Renteneintritt verstorben ist oder aber zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht länger als drei Jahre die angepasste Rente bezog.

Wann kann der Versorgungsausgleich rückgängig gemacht werden?

Wenn die Person, die den Ausgleich erhält, jedoch innerhalb der ersten drei Jahre nach Rentenbeginn verstirbt, kann der Versorgungsausgleich auf Antrag aufgehoben werden. Ab diesem Zeitpunkt muss der oder die Ausgleichspflichtige nichts mehr zahlen.

Wie lange dauert der Versorgungsausgleich nach dem Tod?

Das Gesetz sagt dazu: 1. Die Kürzung der Rente durch einen Versorgungsausgleich kann rückgängig gemacht werden, wenn der verstorbene Ex-Ehegatte maximal 36 Monate lang Rente aus dem Versorgungsaus-gleich erhalten hat. Das gleiche gilt natürlich, wenn der verstorbene Ehegatte gar nicht erst das Rentenalter erreicht hat.

Was bedeutet die Anpassung des Versorgungsausgleichs wegen Tod der ausgleichsberechtigten Person?

Anpassung wegen Tod der ausgleichsberechtigten Person. (1) 1Ist die ausgleichsberechtigte Person gestorben, so wird ein Anrecht der ausgleichspflichtigen Person auf Antrag nicht länger auf Grund des Versorgungsausgleichs gekürzt.

Versorgungsausgleich rückgängig machen - Tod des früheren Ehegatten

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Was passiert mit dem Versorgungsausgleich, wenn ein Partner stirbt?

Das Versterben eines Ehegatten führt dazu, dass dessen Anspruch auf Durchführung des Versorgungsausgleichs erlischt. Den Erben des verstorbenen Ehegatten steht daher kein Recht auf Durchführung des Versorgungsausgleichs zu (§ 31 Abs. 1 S. 2 VersAusglG).

Wann fällt der Versorgungsausgleich weg?

In sechs Fällen findet kein Versorgungsausgleich bei der Scheidung statt: Ihr wart nicht länger als drei Jahre verheiratet. Ihr habt den Versorgungsausgleich im Ehevertrag ausgeschlossen. Ihr habt in einer Scheidungsfolgenvereinbarung den Ausgleich ausgeschlossen.

Was bedeutet "ausgleichsberechtigter Ehegatte" im Versorgungsausgleich?

Der ausgleichsberechtigte Ehegatte erwirbt Versorgungsanrechte in Höhe des Ausgleichswerts, die er im Leistungsfall unter denselben Bedingungen wie der ausgleichspflichtige Ehegatte bei dessen Versorgungsträger beanspruchen kann.

Wie lange dauert es, bis der Versorgungsausgleich ausgerechnet wird?

Der Versorgungsausgleich kann, wenn der Rentenverlauf von Ihnen und Ihrem Partner nicht vollständig geklärt ist, sehr lange dauern. Zwischen drei und sechs Monate benötigt das Gericht, um alle notwendigen Informationen einzuholen.

Wann verjährt der Versorgungsausgleich?

Gemäß § 2 Abs 4 Satz 1 der Versorgungsausgleichs-Erstattungsverordnung ( VAErstV ) in der bis zum 30.6.2020 geltenden Fassung betrage die Verjährung vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch fällig geworden sei.

Wie lange kann man den Versorgungsausgleich anfechten?

Liegt bereits eine rechtskräftige Entscheidung über den Versorgungsausgleich vor, so kann der Versorgungsausgleich auf Antrag nachträglich abgeändert werden. Sogar bei einer jahrelang zurückliegenden und rechtskräftigen Scheidung ist ggf. eine Abänderung des seinerzeit durchgeführten Versorgungsausgleichs möglich.

Wann bekomme ich die Rente aus dem Versorgungsausgleich?

Die Rente aus dem Versorgungsausgleich erhalten Sie erst, wenn Sie selbst in Rente gehen und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen – die übertragenen Rentenansprüche werden erst dann Ihrem Rentenkonto gutgeschrieben und erhöhen Ihre reguläre Altersrente oder können sogar einen eigenen Rentenanspruch begründen, etwa wenn Sie bisher keine eigene Rente hatten. Die Auszahlung beginnt nicht vor dem offiziellen Rentenbeginn, aber die Rentenpunkte werden bereits bei der Scheidung geteilt, was die Wartezeit für eine Rente verkürzen kann.
 

Wie hoch sind die Gerichtskosten für die Abänderung des Versorgungsausgleichs?

"Der Verfahrenswert für ein Verfahren auf Aufhebung oder Abänderung des Versorgungsausgleichs beläuft sich auf 10 % des dreifachen Nettomonatseinkommens beider Ehegatten.

Was passiert mit der privaten Rentenversicherung bei Tod?

Private Rentenversicherung

Ist keine bezugsberechtigte Person bestimmt, fällt die Versicherungssumme erneut mit in den Nachlass des Verstorbenen.

Kann man sich den Versorgungsausgleich auszahlen lassen?

Der Versorgungsausgleich wird nicht sofort ausgezahlt, sondern die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften werden intern bei den Rententrägern aufgeteilt und Ihnen erst mit dem regulären Renteneintritt ausgezahlt, oft durch eine höhere monatliche Rente oder einen neuen Rentenanspruch beim Partner; in Ausnahmefällen können auch einmalige Ausgleichszahlungen vereinbart werden (sogenannte schuldrechtliche Teilung), die dann als steuerpflichtige Einkünfte behandelt werden, aber eine Barauszahlung ist unüblich und erfolgt erst mit Rentenbezug. 

Bin ich Witwe, wenn mein geschiedener Mann stirbt?

Die Witwenrente steht grundsätzlich verheirateten Ehepartnern und Lebenspartnern zu, aber Ausnahmen gelten auch für geschiedene Ehepartner. Witwen und Witwer haben gleiche Ansprüche. Voraussetzung für die Witwenrente ist eine bestehende Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes.

Was passiert mit dem Versorgungsausgleich bei Tod?

Nach dem Tod eines Ehepartners bleibt der Versorgungsausgleich oft bestehen, aber es gibt wichtige Ausnahmen: Stirbt der ausgleichsberechtigte Ex-Partner, bevor seine Rente beginnt oder wenn er weniger als 36 Monate Rente aus den übertragenen Anrechten bezogen hat, kann die Kürzung der eigenen Rente rückgängig gemacht werden (Rentenanpassung wegen Tod). Stirbt der ausgleichspflichtige Partner, wirkt sich das in der Regel nicht auf bereits gekürzte Renten aus, es sei denn, es gibt spezielle Abänderungsgründe oder das Recht beruht auf der alten Rechtslage (vor 2009). 

Wann muss der Versorgungsausgleich ausgezahlt werden?

Der Versorgungsausgleich wird nicht sofort nach der Scheidung ausgezahlt, sondern wird automatisch nach der Scheidung durch das Familiengericht durchgeführt, wobei die Rentenansprüche aufgeteilt werden und dem Rentenkonto gutgeschrieben werden. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt erst, wenn Sie in Rente gehen, also bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters oder bei vorzeitiger Rente (z. B. wegen Erwerbsminderung), da die übertragenen Anrechte Ihre zukünftige Rente erhöhen. 

Wann kann der Versorgungsausgleich ausgeschlossen werden?

Ehegatten können den Versorgungsausgleich im Einzelfall auch ausschließen, z. B. bei geringen Ausgleichswerten oder aber bei Vereinbarung einer angemessenen Ausgleichsleistung. Dies ist in der Regel jedoch nur im Rahmen einer notariellen Vereinbarung wie einem Ehevertrag oder einer Scheidungsfolgenvereinbarung möglich.

Wann erlischt der Anspruch auf Versorgungsausgleich?

der Versorgungsträger, der Ihre Rente zahlt. Diese Anpassung ist an Ihre Person gekoppelt. Deshalb erlischt sie mit Ihrem Tod. Das heißt: Wird aus Ihrem Rentenkonto eine Hinterbliebenenrente gezahlt, wird zu deren Berechnung die Minderung aus dem Versorgungsausgleich wieder berücksichtigt.

Was sind Ausgleichsleistungen zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs?

Ausgleichsleistungen zur Vermeidung eines Versorgungsausgleichs nach einer Ehescheidung bzw. der Auflösung einer Lebenspartnerschaft sind als Sonderausgaben abzugsfähig. Im Gegenzug erfolgt eine Versteuerung als "sonstige Einkünfte" beim Empfänger.

Wer ist die ausgleichspflichtige Person im Versorgungsausgleich?

Als ausgleichsberechtigte Person haben Sie gegenüber dem Versorgungsträger (Bund) der ausgleichspflichtigen Person einen Anspruch auf laufende Zahlungen aus dem Versorgungsausgleich nach Maßgabe des Bundesversorgungsteilungsgesetzes.

Kann der Versorgungsausgleich rückgängig gemacht werden?

Nein, einen einmal rechtskräftig entschiedenen Versorgungsausgleich kann man nicht einfach so komplett rückgängig machen, aber er kann unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich geändert oder teilweise aufgehoben werden, vor allem wenn sich wesentliche Umstände ändern, z.B. durch den Tod des Ex-Partners (unter bestimmten Fristen) oder bei neuen Erkenntnissen zu Rentenansprüchen, was eine Antragstellung beim Familiengericht erfordert. Wichtig: Ein Verzicht auf den Versorgungsausgleich ist meist endgültig, aber eine spätere Abänderung ist möglich.
 

Wie lange bekommt man den Versorgungsausgleich nach einer Scheidung?

Wie lange muss der Versorgungsausgleich gezahlt werden? Der Versorgungsausgleich muss gezahlt werden, solange der ausgleichsberechtigte Ehepartner lebt. Erst durch dessen Tod endet die Ausgleichspflicht und die Kürzung der Rente des anderen Ehepartners.

Was passiert mit dem Versorgungsausgleich, wenn man wieder heiratet?

Eine Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts am bereits durchgeführten Versorgungsausgleich der ersten Ehe; die Aufteilung der Rentenanwartschaften aus der Vergangenheit bleibt bestehen. Allerdings kann eine Wiederheirat des geschiedenen, versorgungsausgleichsberechtigten Partners unter bestimmten Umständen zu einer Hinterbliebenenrente aus der ersten Ehe führen, was den Anspruch des Ex-Partners (der Witwenrente bezieht) mindern kann, oder eine Abfindung auslösen. Für eine erneute Scheidung nach einer Wiederheirat gilt ein neuer Versorgungsausgleich nur für die Renten aus der zweiten Ehezeit.