Wie lange kann ich rückwirkend Nebenkosten verlangen?

Gefragt von: Frieder Brandt
sternezahl: 4.9/5 (23 sternebewertungen)

Sie können Nebenkosten rückwirkend verlangen, bis der Anspruch verjährt, was in der Regel drei volle Kalenderjahre nach Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums der Fall ist, wobei der Vermieter die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Zeitraums erstellen muss, um Nachzahlungen zu fordern, sonst können Mieter diese verweigern, aber Guthaben bleibt auch bei späterer Abrechnung bestehen.

Wie lange hat ein Vermieter Zeit, rückwirkend Nebenkosten zu verlangen?

Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums erstellen und zustellen, sonst verfallen Nachforderungen; der Anspruch des Mieters auf ein Guthaben verjährt aber erst nach drei Jahren (Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist). Gibt es Verzögerungen, die der Vermieter nicht verschuldet, wie z.B. eine nachträgliche Grundsteuererhöhung, kann er auch später noch nachfordern. 

Wie lange kann ich die Betriebskostenabrechnung rückwirkend geltend machen?

Vermieter können Betriebskosten für bis zu drei Jahre nachfordern, aber die Abrechnung muss spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter eingegangen sein, sonst sind Nachforderungen oft unwirksam, es sei denn, der Mieter hat die Verzögerung verschuldet oder es liegt höhere Gewalt vor. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (z. B. am 1. Januar 2025 für das Jahr 2024). 

Wie viele Jahre rückwirkend kann ich eine Nebenkostenabrechnung erstellen?

Eine Nebenkostenabrechnung kann verjähren. Das bedeutet, dass Vermieter:innen innerhalb von drei Jahren nach Ende des Abrechnungszeitraums den Anspruch auf Nachzahlungen gegenüber den Mieter:innen geltend machen müssen.

Kann ich eine Nachzahlung für eine verspätete Nebenkostenabrechnung geltend machen?

Wenn der Vermieter die Nebenkostenabrechnung zu spät (nach Ablauf der 12-Monats-Frist) zustellt, kann er grundsätzlich keine Nachzahlungen mehr vom Mieter verlangen, selbst wenn die Abrechnung inhaltlich korrekt wäre – es sei denn, es gibt keine eigenes Verschulden des Vermieters (z.B. wegen Hausverwaltungsproblemen oder verspäteten Bescheiden). Der Mieter muss ein eventuelles Guthaben aber weiterhin ausgezahlt bekommen. 

VORSICHT Nebenkostenabrechnung 😳 DAS müssen JETZT alle Mieter wissen!

33 verwandte Fragen gefunden

Wie lange hat man Zeit für die Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung?

Nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung haben Mieter normalerweise 30 Tage Zeit, um eine Nachzahlung zu leisten; diese Frist beginnt mit dem Zugang der Abrechnung, auch bei einem Auszug oder Widerspruch, wobei die Zahlung dann „unter Vorbehalt“ erfolgen kann, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden und sich die Prüfrechte zu wahren. Verjähren können Nachzahlungsansprüche des Vermieters nach drei Jahren nach Ende des Abrechnungszeitraums, aber die 30-Tage-Zahlungsfrist ist für Mieter essenziell, um in keinen Verzug zu geraten.
 

Wie lange rückwirkend Nachzahlung?

Die Abrechnung muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums schriftlich vorliegen. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er keine Nachforderungen mehr stellen. Sowohl für Mieter als auch für Vermieter gilt nach § 195 BGB eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

Wie lange darf sich ein Vermieter für die Nebenkostenabrechnung zeit lassen?

Bis wann müssen Mieter/innen eine Betriebskostenabrechnung erhalten? Nach § 556 Abs. 3 BGB hat der Vermieter 12 Monate lang Zeit, Mieter/innen ihre Betriebskostenabrechung zukommen zu lassen. Die Frist beginnt mit Ende des Abrechnungszeitraums zu laufen.

Kann man die Nebenkostenabrechnung nachträglich korrigieren?

Ja, eine Nebenkostenabrechnung kann nachträglich korrigiert werden, aber nur innerhalb der gesetzlichen Frist von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums; danach sind Korrekturen zu Lasten des Mieters in der Regel nicht mehr zulässig, außer bei groben Fehlern wie z.B. vergessenen Kosten, die unter Umständen auch nach Fristablauf (bis zu 10 Jahre) rückwirkend geltend gemacht werden können. Der Mieter muss innerhalb dieser 12 Monate Widerspruch einlegen, wenn die Abrechnung fehlerhaft ist, um seine Rechte zu wahren. 

Wann ist eine Nebenkostenabrechnung formell unwirksam?

Eine Nebenkostenabrechnung ist formell unwirksam, wenn sie grundlegende Anforderungen nicht erfüllt, sodass sie für Mieter nicht nachvollziehbar ist, z.B. durch fehlende, unverständliche oder verspätete Unterlagen wie die Heizkostenabrechnung, der falsche Abrechnungszeitraum, fehlende oder unklare Verteilerschlüssel (z.B. Quadratmeter, Personenanzahl) oder eine unübersichtliche, nicht nachvollziehbare Darstellung aller Kosten und Vorauszahlungen. Bei formellen Mängeln entfällt der Anspruch des Vermieters auf eine Nachzahlung, der Mieter muss aber eine korrekte Abrechnung verlangen. 

Wann verjährt die Nachzahlung der Betriebskostenabrechnung?

Die Verjährungsfrist. Ansprüche aus einer Betriebskostenabrechnung verjähren nach drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt erst nach Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Wie lange kann ich eine Nebenkostenabrechnung rückwirkend anfechten?

Eine falsche Nebenkostenabrechnung können Sie in der Regel nur 12 Monate nach Erhalt schriftlich anfechten (Widerspruchsfrist nach § 556 Abs. 3 BGB). Bei formellen Fehlern (fehlende Mindestangaben) gilt diese Frist nicht, da die Abrechnung dann als nicht existent angesehen wird und der Vermieter sie korrigieren muss; hier gibt es keine zeitliche Grenze für die Anfechtung, solange sie formell fehlerhaft ist. Bei inhaltlichen Fehlern (z.B. falsche Umlageschlüssel) müssen Sie die 12-Monats-Frist einhalten, sonst sind Einwände ausgeschlossen, außer es liegen Gründe vor, die Sie nicht zu vertreten haben (z.B. Krankheit, verweigerte Belegeinsicht).
 

Was tun, wenn ich keine Nebenkostenabrechnung bekomme?

Wenn die Nebenkostenabrechnung nicht kommt, fordern Sie Ihren Vermieter schriftlich mit Fristsetzung zur Erstellung auf und machen Sie gleichzeitig Ihr Zurückbehaltungsrecht für zukünftige Vorauszahlungen geltend, um ein finanzielles Polster für den Fall der Nachzahlung zu haben, da der Vermieter sonst bei Verzug keine Nachforderungen mehr stellen kann, aber Guthaben auszahlen muss. Bei anhaltender Weigerung können Sie auf Erteilung der Abrechnung klagen, was den Vermieter zur Nachreichung zwingt, wobei er die Prozesskosten trägt. 

Wann muss eine Nebenkostenabrechnung nicht mehr bezahlt werden?

Sie müssen eine Nebenkostenabrechnung nicht mehr zahlen, wenn der Vermieter die Abrechnung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellt, da er dann seinen Anspruch auf Nachzahlung verliert (Ausnahme: bei Verschulden des Mieters oder unverschuldeter Verspätung wie z.B. nachträgliche Grundsteuererhöhung). Auch bei formellen Mängeln (fehlende Angaben) müssen Sie nicht zahlen, bis der Vermieter die Abrechnung korrigiert hat, aber Guthaben dürfen Sie auch bei verspäteter Abrechnung einfordern. 

Wie lange hat ein Vermieter Zeit, die Nebenkostenabrechnung vorzulegen?

§ 556 BGB: Regelt, dass der Vermieter innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums die Nebenkostenabrechnung vorlegen muss. Wenn der Vermieter keine Belege zur Einsicht bereitstellt, hat der Mieter das Recht, die Zahlung zu verweigern, bis die Einsicht gewährt wurde.

Können Nebenkosten rückwirkend erhöht werden?

Eine rückwirkende Erhöhung der monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen ist in Deutschland nicht zulässig (§ 560 BGB). Es muss eine neue Vorauszahlung für die Zukunft vereinbart werden, die erst ab der übernächsten Mietzahlung wirksam wird. Eine rückwirkende Nachforderung für bereits vergangene Abrechnungszeiträume ist nur bei der Nebenkostenpauschale möglich, wenn sich die Kosten (z.B. Grundsteuer) tatsächlich rückwirkend erhöht haben, und muss innerhalb von drei Monaten nach Kenntnisnahme in Textform erklärt werden, wobei die Forderung maximal bis zum Beginn des vorangegangenen Kalenderjahres zurückreicht.
 

Bis wann kann der Vermieter eine Nachzahlung verlangen?

Vermieter haben grundsätzlich ein Jahr lang Zeit - nach dem letzten Tag des Abrechnungszeitraums. Konkret bedeutet das: Für das Jahr 2022 muss die Abrechnung bis spätestens Ende Dezember 2023 eingegangen sein - sollte dies nicht passiert sein, können Betroffene die Forderung schriftlich zurückweisen.

Welche Regelungen gelten für die rückwirkende Abrechnung?

Gemäß den Regelungen zur rückwirkenden Abrechnung darf Ihr Energieversorger Ihnen in der Regel keine Rechnung für Energie ausstellen, die Sie vor mehr als zwölf Monaten verbraucht haben . Diese Regelungen gelten nicht, wenn Ihnen der Versorger vor Ablauf des Jahres eine Rechnung geschickt hat und Sie diese nicht bezahlt haben.

Wann verjähren falsche Nebenkostenabrechnungen?

Eine falsche Nebenkostenabrechnung unterliegt der 3-jährigen Verjährungsfrist, die mit dem Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (meist nach Ablauf der 12-monatigen Abrechnungsfrist), aber bei Fehlern müssen Mieter innerhalb 12 Monaten widersprechen, sonst gelten die Nachforderungen (oder Rückforderungen) als akzeptiert, auch wenn die Abrechnung falsch ist; nach Ablauf der 3 Jahre können Forderungen nicht mehr durchgesetzt werden, aber auch Rückzahlungsansprüche können verjähren. 

Wie lange kann ein Mieter rückwirkend Nebenkosten verlangen?

Ein Mieter kann Nebenkosten rückwirkend bis zu drei Jahre geltend machen, wobei die Frist mit dem Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist, nachdem der Vermieter die Abrechnung erstellt und zugestellt hat, aber nicht nach der gesetzlichen 12-monatigen Abrechnungsfrist des Vermieters. Das bedeutet: Wenn eine Abrechnung für 2021 erst im Juni 2022 ankommt, beginnt die Verjährungsfrist am 31.12.2022 und endet am 31.12.2025. 

Wie lange kann man eine Nachzahlung fordern?

Wie lange kann eine Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung gefordert werden? Nachzahlungen unterliegen laut § 195 BGB einer dreijährigen Verjährungsfrist. Dies gilt auch für das Guthaben des Mieters. Nachzahlungen sollten vom Mieter innerhalb von 30 Tagen geleistet werden.

Wann ist eine Betriebskostenabrechnung zu spät?

Das Gesetz ist in diesem Punkt erfreulich klar. Nach § 556 Absatz 3 BGB muss der Vermieter die Betriebskostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums dem Mieter mitteilen. Diese Frist ist keine bloße Empfehlung, sondern eine verbindliche Ausschlussfrist.

Wann verfällt die Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung?

Nebenkostenabrechnung: Verjährung für Vermieter und Mieter

Es gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren, gerechnet vom Ende der Abrechnungsfrist. Beispiel: Die Abrechnungsfrist für die Nebenkostenabrechnung 2021 hat am 31.12.2022 geendet. Der Anspruch des Mieters verjährt also am 31.12.2025.

Können Nachzahlungen verjähren?

Art des Anspruchs

Auch Zinsansprüche verjähren nach drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erhielt.

Welche Frist hat ein Mieter, um die Nebenkostenabrechnung zu prüfen?

Sie haben als Mieter 12 Monate Zeit nach Erhalt einer formell korrekten Nebenkostenabrechnung, diese zu prüfen und Widerspruch einzulegen (§ 556 Abs. 3 BGB). Innerhalb dieser Frist müssen Sie auch Nachzahlungen leisten (meist innerhalb von 30 Tagen), wobei Sie diese unter Vorbehalt zahlen und schriftlich Widerspruch einlegen können, um sich Ihr Recht auf Prüfung zu sichern. Nach Ablauf der 12 Monate sind Einwendungen gegen die Abrechnung grundsätzlich nicht mehr möglich.