Wie lange muss ich verheiratet sein, um die große Witwenrente zu beziehen?
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Für die große Witwenrente müssen Sie grundsätzlich mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein, bis zum Tod Ihres Partners, wobei diese Frist entfällt, wenn es sich um einen Unfalltod handelt oder der Partner bereits eine Rente bezog; die Dauer der Ehe beeinflusst nicht, ob es die große oder kleine Rente wird, sondern die tatsächlichen Voraussetzungen, wie Kindererziehung oder Alter des Hinterbliebenen.
Wie lange muss man verheiratet sein, um 60% Witwenrente zu bekommen?
Wie lange muss man verheiratet sein, um Witwenrente zu bekommen? Frauen und Männer haben Anspruch auf die Hinterbliebenenrente, wenn sie mindestens ein Jahr verheiratet waren.
Wann bekommt man die große und wann die kleine Witwenrente?
Die kleine Witwenrente gibt es für 24 Monate, wenn Sie jünger als das Altersgrenzen-Alter (2025: 46 Jahre und 4 Monate) sind, während die große Witwenrente unbefristet gezahlt wird, wenn Sie älter sind oder ein Kind erziehen, aber beide setzen eine Mindestehedauer von einem Jahr voraus und Ihr eigenes Einkommen wird angerechnet (nach den ersten drei Monaten). Die große Rente ist höher (55 % statt 25 % der Rente des Verstorbenen) und gilt unbegrenzt, die kleine ist befristet auf 24 Monate, mit Kinderzuschlägen möglich.
Wann bekommt man die große Witwenrente nach neuem Recht?
Die kleine Witwenrente wird nach neuem Recht höchstens zwei Jahre gezahlt und endet danach automatisch. Nach altem Recht wird sie jedoch noch unbegrenzt gezahlt. Die große Witwenrente erhalten Sie nach altem und neuem Recht zeitlich unbegrenzt, solange Sie die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.
Wer hat Anspruch auf die große Witwenrente?
Große Witwenrente bekommt, wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt: Entweder erreicht der Hinterbliebene ein bestimmtes Mindestalter (steigt bis 2029 auf 47 Jahre), ist erwerbsgemindert oder erzieht ein Kind (eigenes oder des Verstorbenen), das unter 18 Jahre alt ist oder behindert ist und nicht selbst sorgen kann. Es müssen zudem andere Kriterien erfüllt sein, wie eine mindestens einjährige Ehe und dass der Verstorbene die Wartezeit erfüllte, wobei Einkommen angerechnet wird.
Anspruch auf Witwenrente: Wie lange muss ich verheiratet sein
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Habe ich Anspruch auf irgendetwas, wenn mein Mann stirbt?
Sie können in der Regel Hinterbliebenenbeihilfe beantragen, wenn Sie und Ihr Partner zum Zeitpunkt des Todes verheiratet waren oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten . Auch wenn Sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebten, besteht möglicherweise Anspruch auf Hinterbliebenenbeihilfe.
Was ändert sich bei der großen Witwenrente 2025?
Anfang Juli werden alle gesetzlichen Renten um 3,74% angehoben. Entsprechend steigt auch die Witwenrente bzw. Witwerrente. Aus brutto 1.000 Euro Hinterbliebenenrente werden so zum Beispiel ab Juli 2025 1.037,40 Euro.
Ab welchem Alter erhält man eine Witwenrente?
Es ist nicht möglich, eine Witwenrente für Personen über 65 oder unter 45 Jahren zu beziehen . Unter bestimmten Umständen haben Sie jedoch möglicherweise Anspruch auf eine zusätzliche staatliche Witwenrente, die sich nach dem Einkommen Ihres verstorbenen Ehepartners oder eingetragenen Lebenspartners richtet.
Wird die große Witwenrente ein Leben lang gezahlt?
Ja, die große Witwenrente wird grundsätzlich lebenslang gezahlt, solange Sie nicht wieder heiraten und die Voraussetzungen (z.B. Alter, Erwerbsminderung, Kindererziehung) erfüllt sind; bei Wiederheirat endet der Anspruch, es kann aber eine Rentenabfindung beantragt werden. Die große Witwenrente beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen und wird unbefristet ausgezahlt, im Gegensatz zur kleinen Witwenrente (25 % für 24 Monate).
Wer bekommt die 60% Witwenrente?
Die 60-Prozent-Witwenrente gibt es nur noch in Sonderfällen des alten Rechts: wenn die Ehe vor dem 1. Januar 2002 geschlossen wurde und mindestens einer der Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde. Alle anderen erhalten nach neuerer Regelung 55 Prozent, sofern die Voraussetzungen für die „große Witwenrente“ erfüllt sind, wie z.B. ein Mindestalter (das stufenweise auf 47 Jahre steigt), Erwerbsminderung oder die Erziehung eines Kindes unter 18 Jahren.
Erhält eine Ehefrau die Rente ihres verstorbenen Ehemanns?
Sie können einen Teil oder die gesamte zusätzliche staatliche Rente oder Kapitalabfindung Ihres Partners/Ihrer Partnerin erben, wenn: Ihr Partner/Ihre Partnerin während der Aufschiebung der staatlichen Rente (vor Rentenbeginn) verstorben ist oder die Rente nach der Aufschiebung bezogen hat; Ihr Partner/Ihre Partnerin das Rentenalter vor dem 6. April 2016 erreicht hat; Sie zum Zeitpunkt des Todes Ihres Partners/Ihrer Partnerin verheiratet waren oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten.
Warum bekomme ich nur die kleine Witwenrente?
„Eine kleine Witwenrente erhält, wer noch keine 47 Jahre alt ist, nicht selbst erwerbsgemindert ist und kein Kind erzieht“, erklärt dazu Katja Braubach von der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Wann bekommt der Ehepartner keine Witwenrente?
Ein Ehepartner erhält keine Witwenrente, wenn er oder sie wieder heiratet (mit Ausnahmen bei Kindern) oder wenn die Ehe kürzer als ein Jahr bestand (Versorgungsehe). Auch bei Scheidung entfällt der Anspruch meist, es sei denn, es gab vor dem 1. Juli 1977 eine Scheidung und Unterhaltspflicht. Zudem wird sie gekürzt oder gestrichen bei eigenem Einkommen über bestimmten Freibeträgen oder bei Bezug von Renten.
Was bedeutet 5 Jahre Wartezeit bei Witwenrente?
Ihr verstorbener Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin hat die Mindestversicherungszeit (Wartezeit genannt) von fünf Jahren erfüllt. Dazu zählen beispielsweise Monate, in denen Beiträge aus einer Beschäftigung gezahlt wurden.
Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).
Wann bekommt man Witwenrente Alter?
Für die große Witwenrente müssen Sie je nach Todesjahr des Partners ein bestimmtes Alter erreichen (2025: 46 Jahre und 4 Monate) oder erwerbsgemindert sein bzw. ein Kind erziehen, während die kleine Witwenrente (für 24 Monate) gezahlt wird, wenn Sie jünger als die Altersgrenze sind, kein Kind erziehen und nicht erwerbsgemindert sind. Das Mindestalter für die große Witwenrente steigt stufenweise an, bis es ab 2029 bei 47 Jahren liegt.
Muss man die Rente zurückzahlen, wenn jemand stirbt?
„Obwohl keine rechtliche Verpflichtung zur Rückzahlung solcher Schulden besteht , verstehen wir, dass manche Menschen bereit sind, Geld zurückzuzahlen, auf das sie keinen Anspruch hatten. Wir stellen alle Kontaktdaten zur Verfügung und ermutigen jeden, der Bedenken hat, uns anzurufen.“
Wann bekommt man gar keine Witwenrente?
Der Einkommensfreibetrag für Witwenrenten liegt seit 1.7.2023 bei 992,64 Euro. Er erhöht sich mit jedem Kind, das grundsätzlich Anspruch auf Waisenrente hat, um 210,56 Euro. Zwischen Ost und West wird kein Unterschied mehr gemacht.
Wann wird in Deutschland die Witwenrente abgeschafft?
Wann endet die Witwen- oder Witwerrente? Bei erneuter Heirat: Sowohl die kleine als auch die große Witwen- oder Witwerrente enden mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem Sie heiraten. Bei Rentensplitting: Der Anspruch auf Hinterbliebenenrente endet auch, wenn Sie sich für das Rentensplitting entscheiden.
Wann tritt die neue Witwenrente in Kraft?
Die Reform trägt überdies dem Finanzierungsbedarf der AHV und dem Bundeshaushalt Rechnung. Tritt sie 2026 in Kraft, wird sie bis 2030 eine Verringerung der AHV-Ausgaben um rund 350 Millionen Franken ermöglichen, davon Einsparungen für den Bund von 70 Millionen Franken.
Wie hoch darf die Rente sein, damit Witwenrente nicht gekürzt wird?
Damit Ihre eigene Rente die Witwenrente nicht kürzt, müssen Sie den Freibetrag beachten: Ab dem 1. Juli 2025 liegt dieser bei 1.076,86 € monatlich (brutto) für Arbeitseinkommen und kann sich mit Waisenkindern erhöhen. Nur das Nettoeinkommen, das diesen Freibetrag übersteigt, wird zu 40 % auf die Witwenrente angerechnet; höhere Einkommen werden ab dem Folgejahr stärker berücksichtigt, es gibt aber politische Absichten, die Regeln zu verbessern.
Welche Vorteile erhält eine Ehefrau, wenn ihr Ehemann stirbt?
Der überlebende Ehepartner erhält im Regelfall 100 % der Grundrente des Verstorbenen . Der überlebende Ehepartner, der 60 Jahre oder älter, aber noch nicht im regulären Rentenalter ist, erhält zwischen 71 % und 99 % der Grundrente des Verstorbenen.
Was passiert, wenn Ihr Partner stirbt und Sie nicht verheiratet sind?
Unverheiratete Paare haben nur wenige Rechte. Wenn Sie versterben und unverheiratet und kinderlos sind, erben Ihre Eltern Ihr Vermögen . Sind Ihre Eltern bereits verstorben, erben Ihre Geschwister Ihr Vermögen. Haben Sie als unverheiratetes Paar Kinder mit Ihrem Partner, erben diese in der Regel alles.
Was tut eine Ehefrau, wenn ihr Mann stirbt?
Inmitten dieser Trauer wird von Ihnen erwartet, dass Sie wichtige Entscheidungen treffen und Aufgaben bewältigen. Manche Dinge müssen sofort erledigt werden, wie die Organisation der Beerdigung und die Begleichung von Rechnungen . Andere, wie die Nachlassabwicklung, benötigen mehr Zeit. Viele Ehepartner übernehmen die Rolle des Testamentsvollstreckers.