Wie lange muss man alte Steuererklärungen aufheben?

Gefragt von: Hans-Otto Wahl
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Auf der sicheren Seite bist du, wenn du alle Nachweise und Belege nach Abgabe der Steuererklärung mindestens vier Jahre aufhebst. Verdienst du mehr als 500.000 Euro pro Jahr gelten sogar Aufbewahrungsfristen von mindestens sechs Jahren.

Wie lange müssen Privatpersonen Steuerunterlagen aufheben?

Die ordnungsgemäße Aufbewahrung von Steuerunterlagen ist für Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen von entscheidender Bedeutung. Während Unternehmer steuerrelevante Unterlagen gesetzlich 10 Jahre aufbewahren müssen, sollten Privatpersonen ihre Steuerdokumente mindestens 6 Jahre sicher archivieren.

Welche Steuerunterlagen kann ich 2025 vernichten?

Alle Unterlagen, die unter die 10-Jahres-Frist fallen und bis zum 31. Dezember 2014 erstellt werden, können 2025 vernichtet werden.

Was muss man 10 Jahre aufheben?

Aufbewahrungsfrist 10 Jahre:

Diese gilt für alle Bücher, Inventare und Jahresabschlüsse sowie Eröffnungsbilanzen, aber auch Arbeitsanweisungen oder andere Organisationsunterlagen.

Wie lange sollte man eine Steuererklärung aufbewahren?

Für eventuelle Auseinandersetzungen mit den Steuerbehörden macht es überdies Sinn, auch alle Steuerunterlagen als Beweismittel für zehn Jahre aufzubewahren. Für Handwerker-, Miet- und Arztrechnungen, aber auch für Lohnunterlagen gilt eine allgemeine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren.

Steuerbelege aufbewahren 📑 Diese Fristen gelten!

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Wie lange muss ich meine Steuererklärung aufbewahren?

Steuerunterlagen und Belege für das Finanzamt

Der Lohnsteuerhilfeverein empfiehlt, Steuerunterlagen noch 4 Jahre aufzuheben.

Wie lange bewahrt das Finanzamt Steuererklärungen auf?

Gilt die Aufbewahrungsfrist von acht Jahren für alle Steuerunterlagen? Nein, die Aufbewahrungsfrist von acht Jahren gilt vor allem für Buchungsbelege (z.B. Rechnungen und Steuererklärungen). Andere Dokumente, wie Geschäftskorrespondenz oder Arbeitszeitlisten, müssen sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Welche Unterlagen sollte man lebenslang aufheben?

Lebenslange Aufbewahrungsfrist für folgende Dokumente

  • Standesamtliche Dokumente wie Geburts- und Heiratsurkunden.
  • Renten- und Sozialversicherungsunterlagen.
  • Zeugnisse.
  • Krankenversicherungsunterlagen.
  • Dokumente über Immobilienkäufe und Grundbuchauszüge.

Kann ich alte Lohnabrechnungen wegschmeißen?

Ja, alte Lohnabrechnungen können Sie wegschmeißen, aber erst nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren für steuerrelevante Unterlagen, was bedeutet: Abrechnungen von 2019 können Sie ab 2025 entsorgen; aber empfohlen wird, sie bis zum Renteneintritt aufzubewahren, da sie als wichtiger Nachweis für Rentenansprüche, Steuerprüfungen, Kreditanträge oder bei der Kontenklärung mit der Rentenversicherung dienen. Prüfen Sie die Abrechnung einmal, wenn sie kommt, und wenn alles stimmt, können Sie sie aufheben, bis die Frist abgelaufen ist, oder bis zur Rente archivieren, am besten digital. 

Wie lange muss man Kontoauszüge für das Finanzamt aufbewahren?

Steuerunterlagen sollten mindestens bis zum Steuerbescheid aufbewahrt werden. Rechnungen und Zahlungsnachweise müssen bis zu 30 Jahre aufbewahrt werden, je nach Art des Dokuments und rechtlicher Relevanz.

Welches Steuerjahr kann vernichtet werden?

Ab dem 1.1.2025 können alle Unterlagen für das Jahr 2013 vernichtet werden. Hinweis: Die Aufbewahrungsfrist endet nicht, wenn das Finanzamt bis zum 31.12.2024 schriftlich eine Außenprüfung ankündigt.

Welche Steuerjahre können im Jahr 2025 elektronisch eingereicht werden?

Alle anderen Vorjahre müssen in Papierform eingereicht werden. Beispiel: Sobald die Steuersoftware für das Steuerjahr 2025 für die elektronische Einreichung verfügbar ist, akzeptiert die IRS elektronische Steuererklärungen für die Steuerjahre 2025, 2024 und 2023 .

Wie lange muss ich Kontoauszüge als Privatperson aufheben?

Privatpersonen müssen Kontoauszüge nicht gesetzlich aufbewahren, aber es wird dringend empfohlen, sie mindestens drei Jahre zu behalten, um bei Streitigkeiten oder unerwarteten Forderungen (z.B. wegen Miete, Versicherungen, Versand) Belege für getätigte Zahlungen zu haben. Bei sehr hohen Einkünften (über 500.000 € p.a.) gilt eine gesetzliche Pflicht von sechs Jahren. 

Welche Unterlagen sollte man von Verstorbenen aufbewahren?

Nach einem Todesfall sollten Sie wichtige Dokumente wie Testamente, Verträge, Steuerunterlagen (mind. 4 Jahre), Rentenbescheide und Versicherungsunterlagen lebenslang oder zumindest bis zur vollständigen Abwicklung des Erbes aufbewahren, da diese für Erbschaft, rechtliche Klärungen, Rentenansprüche und finanzielle Angelegenheiten unerlässlich sind, wobei Geburts-/Heiratsurkunden und Zeugnisse ebenfalls langfristig relevant bleiben. Bewahren Sie Dokumente wie Arbeitsverträge, Rentenbescheide und Zeugnisse bis zum Renteneintritt auf, während Finanzunterlagen wie Steuerbescheide und Rechnungen für Behörden (z.B. 10 Jahre bei Gewerbe) eine längere Frist haben.
 

Welche neuen Aufbewahrungsfristen gelten ab 2025?

Seit 2025 gelten für verschiedene Dokumente neue Aufbewahrungsfristen. Diese sind nun in Aufbewahrungsfristen von 10, 8 und 6 Jahren unterteilt. Die Aufbewahrungsfrist von 8 Jahren wurde mit Beginn des Jahres 2025 eingeführt.

Wohin mit alten Steuerunterlagen?

Sie können vertrauliche Dokumente schreddern oder in kleine Schnipsel zerreißen und anschließend im Hausmüll oder im Altpapier entsorgen. Am besten verteilen Sie die zerstörten Unterlagen auf beide Müllbehälter.

Wie lange muss man Steuerunterlagen bei einer Privatperson aufheben?

Wie lange Steuerunterlagen aufheben als Privatperson? Sie sollten Ihre Steuerunterlagen 4 Jahre lang aufheben. Wenn Sie sehr viel verdienen (mehr als 500.000 Euro im Jahr), sind es 6 Jahre.

Wie lange sollte man Kontoauszüge von Verstorbenen aufbewahren?

Für Kontoauszüge von Verstorbenen sollten Sie sich an der längsten Frist orientieren, die mindestens 10 Jahre beträgt, um steuerliche und erbrechtliche Belange abzudecken, auch wenn für Privatpersonen oft 3 Jahre als Richtwert genannt werden; idealerweise bewahren Sie diese bis zum Abschluss des Erbschaftsverfahrens und darüber hinaus für steuerliche Prüfungen auf, insbesondere wenn es um größere Vermögenswerte geht, und kommunizieren mit dem Finanzamt bei Unsicherheiten.
 

Welche Unterlagen sollte man nach dem Renteneintritt aufbewahren?

Als Rentner müssen Sie vor allem Unterlagen zu Ihrem Berufsleben (Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsnachweise) lebenslang aufbewahren, um Rentenlücken schließen zu können, sowie Rentenbescheide, Steuerunterlagen (wie Rentenbezugsmitteilungen) und Nachweise über andere Einkünfte oder Ausgaben, die für die Steuererklärung relevant sind, mindestens bis zum Ablauf der Einspruchsfristen bzw. länger. Wichtig sind auch Krankenversicherungsunterlagen und Unterlagen zu anderen Altersvorsorgen ( Riester, betriebliche Altersvorsorge).
 

Wie lange muss man Kfz-Versicherungsunterlagen aufbewahren?

Kfz-Versicherungsunterlagen sollten während der gesamten Vertragslaufzeit und mindestens drei Jahre darüber hinaus aufbewahrt werden, da die allgemeine Verjährungsfrist für Ansprüche drei Jahre beträgt und erst am Ende des Kalenderjahres, in dem der Vertrag endete, beginnt. Wichtige Dokumente wie der Versicherungsschein, Kündigungen, Anträge und Bedingungen sind damit auch nach Vertragsende noch griffbereit für mögliche Rückfragen oder Ansprüche. 

Wie lange müssen Heizkostenabrechnungen aufbewahrt werden?

Betriebskostenabrechnungen sind mindestens 3 Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem diese zugestellt wurde aufzubewahren. Es kann jedoch sinnvoll sein diese länger aufzubewahren, um die Entwicklung der Kosten zu überprüfen.

Wie viele Jahre prüft das Finanzamt zurück?

Wie viele Jahre darf das Finanzamt rückwirkend kontrollieren? Im Allgemeinen gilt, dass Steueransprüche vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind, verjähren. Allerdings gibt es zahlreiche Umstände, die diese Verjährungsfrist hemmen. Dies kann z.

Kann man alte Steuerbescheide entsorgen?

Wie lange muss ich Steuerunterlagen aufheben? Eine Frist zur Aufbewahrung des Steuerbescheides und der Steuerunterlagen gibt es für Privatpersonen nicht mehr. Das heißt: Sobald der Steuerbescheid rechtskräftig ist, können die Unterlagen grundsätzlich entsorgt werden.

Wie lange soll man die Steuererklärung aufbewahren?

Am einfachsten ist es, wenn Sie Quittungen und Belege zehn Jahre lang aufbewahren. Danach können Sie sich auf die Verjährung berufen, wenn eine alte Forderung geltend gemacht werden sollte. Anders sieht es hingegen bei den Steuerunterlagen samt Beilagen aus. Diese Dokumente sollten Sie 15 Jahre lang aufbewahren.