Wie lange müssen Kirchenaustritte aufbewahrt werden?

Gefragt von: Sven Koch-Hecht
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Kirchenaustritte müssen vom Staat (Standesamt/Amtsgericht) oft nur für 10 Jahre aufbewahrt werden, aber es ist ratsam, das Austritts-Dokument lebenslang zu behalten, da die Kirche möglicherweise bis zu fünf Jahre rückwirkend Steuern nachfordern kann und nur der Beleg ein sicherer Nachweis ist. Die Kirche selbst führt eigene Aufbewahrungsfristen, aber der staatliche Beleg schützt Sie vor Fehlern der Kirche.

Wie lange kann die Kirchensteuer zurückgefordert werden?

Bis zu fünf Jahre rückwirkend darf die Kirche Steuern nachfordern.

Welche Dinge sind nach dem Kirchenaustritt nicht mehr möglich?

Wenn man aus der Kirche austritt, verliert man vor allem das Recht auf kirchliche Sakramente (Taufe, kirchliche Trauung, Kommunion, Firmung) und kirchliche Beerdigungen, darf oft nicht mehr Taufpate sein und verliert Jobs bei kirchlichen Trägern, aber man spart die Kirchensteuer. Der Hauptgrund ist der Verlust der Mitgliedschaft und damit der Anspruch auf die damit verbundenen Leistungen und Pflichten, insbesondere der Kirchensteuer. 

Ist ein Taufbuch nach einem Kirchenaustritt gelöscht?

Vorabentscheidung durch den EuGH

Auf ein Löschersuchen eines Ausgetretenen im Jahr 2021 teilte das Bistum Gent diesem mit, dass statt einer Löschung lediglich ein Vermerk über den Kirchenaustritt im Taufbuch erfolgen würde.

Warum muss ich Kirchensteuer zahlen, obwohl ich ausgetreten bin?

Eine Kirchensteuer trotz Austritt kann also nicht anfallen; es sei denn, das Finanzamt hat den Austritt dem Arbeitgeber nicht rechtzeitig gemeldet. Bei Ehepaaren kann nach dem Austritt eines Partners bzw. einer Partnerin allerdings das Besondere Kirchgeld fällig sein, das eine besondere Form der Kirchensteuer ist.

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Wie lange zahlt man noch Kirchensteuer nach Austritt?

Mit Ablauf des Monats, in dem der Austritt wirksam wird (dies kann 1-2 Monate dauern), endet die Kirchensteuerpflicht. Ab dem nachfolgenden Monat müssen Sie keine Kirchensteuer mehr zahlen.

Was ist der Nachteil, wenn man aus der Kirche austritt?

Nachteile eines Kirchenaustritts sind der Verlust sozialer Bindungen und Gemeinschaft, der Wegfall kirchlicher Dienste (wie seelsorgerische Betreuung) und die Unmöglichkeit kirchlicher Zeremonien (Taufe, kirchliche Trauung, Beerdigung), auch können sich berufliche Nachteile bei kirchlichen Trägern ergeben und familiäre/soziale Spannungen auftreten, wobei die administrativen Hürden oft gering sind.
 

Wie kann ich nachweisen, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Für den Kirchenaustritt müssen Sie kein ausgefülltes Kirchenaustritts-Formular mitbringen. Der Austritt aus der evangelischen Kirche im Amtsgericht erfolgt durch eine Erklärung, die schriftlich in öffentlich beglaubigter Form abgegeben wird.

Kann man Patentante werden, wenn man nicht in der Kirche ist?

Man kann offiziell keine Patentante ohne Kirche für eine kirchliche Taufe werden, da das Amt eine Kirchenmitgliedschaft (mindestens eine der großen Kirchen) und oft Taufe/Konfirmation/Firmung voraussetzt, um die religiöse Erziehung zu begleiten. ABER: Eltern können informelle Paten ernennen, sogenannte "Taufzeugen" oder "stille Paten", bei freien Willkommensfesten oder im Alltag, um wichtige Bezugspersonen ohne kirchliche Vorgaben einzubinden, was viel schöner und individueller sein kann. 

Hat man mehr Netto, wenn man aus der Kirche austritt?

Tatsächliche Ersparnis durch Kirchenaustritt

Wenn du aus der Kirche austrittst, entfällt die Kirchensteuer, aber auch der steuerliche Vorteil. Die tatsächliche Ersparnis ergibt sich aus der Differenz: Gezahlte Kirchensteuer: 600 Euro. Steuerliche Entlastung durch Abzug: 155 Euro.

Welche Nachteile hat eine Beerdigung nach dem Kirchenaustritt?

Der Hauptnachteil beim Kirchenaustritt bezüglich der Beerdigung ist der Verlust des automatischen Anspruchs auf eine kirchliche Trauerfeier mit Pfarrer, da die Kirche davon ausgeht, dass ein Ausgetretener dies nicht wünscht, was auch ein Hindernis für die Bestattung auf einem kirchlichen Friedhof darstellen kann, wenn dort Angehörige liegen. Alternativen sind jedoch möglich: Bestattungen auf kommunalen Friedhöfen sind immer möglich, und weltliche Trauerredner oder Seelsorger können einen feierlichen Rahmen gestalten, wobei Pfarrer in Einzelfällen Ausnahmen machen können.
 

Warum sollte man in der Kirche bleiben?

Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod.

Hat man noch eine Religion, wenn man aus der Kirche austritt?

Vielleicht sogar gottlos? Die Antwort ist: Du bist zumindest konfessionslos bzw. konfessionsfrei, wenn du aus der Kirche ausgetreten bist. Das heißt, du gehörst keiner Religionsgemeinschaft an, bekennst dich also zu keinem Glauben.

Wie lange dauert es, bis ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Ab wann gilt der Austritt? Ihr Kirchenaustritt ist sofort wirksam. Ihre Kirchensteuerpflicht endet für gewöhnlich mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem Sie Ihren Kirchenaustritt erklärt haben. Manchmal kann das auch der darauffolgende Monat sein.

Warum muss ich als Rentner Kirchensteuer zahlen?

Rentner und Kirchensteuer

Wenn ein Rentner Einkommenssteuer zahlt, muss er auch Kirchensteuer zahlen. Kirchensteuer fällt nur an, wenn der Rentner Einkommenssteuer zahlt, also zusätzlich zur Rente noch Einkommen hat. Das ist der Fall, wenn eine relativ hohe Rente oder Pension vorliegt oder/und weitere Einkünfte z.

Kann ich Kirchensteuer nach meinem Kirchenaustritt zurückfordern?

Eine Rückzahlung der Kirchensteuer kann durch einen Kirchenaustritt möglich sein; denn die Kirchensteuerpflicht endet mit dem Kirchenaustritt. Somit entfällt auch die Verpflichtung zur Kirchensteuerzahlung ab dem Monat nach dem Kirchenaustritt.

Was darf man nach einem Kirchenaustritt nicht mehr?

Wenn man aus der Kirche austritt, verliert man vor allem das Recht auf kirchliche Sakramente (Taufe, kirchliche Trauung, Kommunion, Firmung) und kirchliche Beerdigungen, darf oft nicht mehr Taufpate sein und verliert Jobs bei kirchlichen Trägern, aber man spart die Kirchensteuer. Der Hauptgrund ist der Verlust der Mitgliedschaft und damit der Anspruch auf die damit verbundenen Leistungen und Pflichten, insbesondere der Kirchensteuer. 

Kann ich Firmpatin werden, wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Firmling-Firmpaten-Tag

Welche Bedingungen muss ein Firmpate erfüllen? Wichtig ist vor allem, dass er das Vertrauen des Firmlings genießt und bereit ist mit ihm als Lebens- und Glaubenszeuge einen Weg zu gehen. Firmpaten sollen katholisch und selbst gefirmt sein. Sie dürfen nicht aus der Kirche ausgetreten sein.

Kann ich mein Kind taufen lassen, wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Ja, eine Taufe ist möglich, aber es hängt von der Konfession ab und erfordert meistens ein Gespräch mit dem Pfarrer, da die Kirche erwartet, dass mindestens ein Elternteil Kirchenmitglied ist oder ein Taufpate die christliche Erziehung sichert; in der evangelischen Kirche ist es oft schwieriger, wenn beide ausgetreten sind, aber eine Ausnahme kann durch einen Paten oder das Gespräch mit dem Pfarrer gemacht werden, während in der katholischen Kirche ein katholischer Pate nötig ist, wenn die Eltern ausgetreten sind. Alternative ist die freie Taufe ohne kirchliche Bindung.
 

Warum wird Kirchensteuer trotz Kirchenaustritt abgezogen?

Nach dem Kirchenaustritt informiert die Meldebehörde automatisch das zuständige Finanzamt, damit dieses die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ändert. Für die Zeit nach Ihrem Kirchenaustritt wird also bei der monatlichen Gehaltsabrechnung keine Kirchensteuer mehr einbehalten.

Was kostet der Wiedereintritt in die Kirche?

Der Wiedereintritt in die katholische oder evangelische Kirche ist kostenlos, es fallen keine direkten Gebühren an. Die Hauptkosten entstehen durch die Kirchensteuer, die ab dem Wiedereintritt fällig wird, wenn Sie steuerpflichtig sind (ca. 8-9 % der Lohn- bzw. Einkommensteuer, je nach Bundesland und Konfession). Für die Zeit des Austritts müssen Sie keine Kirchensteuern nachzahlen.
 

Bin ich noch katholisch, wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Nein, rechtlich bist du durch den Austritt nicht mehr katholisch und gehörst keiner Religionsgemeinschaft mehr an (konfessionslos). Theologisch und aus Sicht der Kirche bleibst du durch die Taufe aber lebenslang mit der Gemeinschaft verbunden, auch wenn du nicht mehr aktiv teilnehmen darfst, da die Taufe nicht rückgängig gemacht werden kann; du bist also "getauft, aber nicht mehr Mitglied". 

Wer beerdigt mich, wenn ich nicht in der Kirche bin?

Wenn Sie nicht in der Kirche sind, werden Sie trotzdem beerdigt, aber die Zeremonie ist weltlich statt kirchlich; ein Trauerredner, ein Bestattungsunternehmen organisiert alles, oft auf einem kommunalen Friedhof, und die Angehörigen gestalten die Feier persönlich mit Reden, Musik und Abschiedsritualen, ohne Pfarrer und religiöse Symbole. Sie müssen sich keine Sorgen machen – es gibt viele Alternativen zur kirchlichen Bestattung, wie z.B. Waldbestattungen oder Seebestattungen, die eine würdevolle Verabschiedung ermöglichen. 

Welche Nachteile hat es, wenn man nicht in der Kirche ist?

Nachteile, wenn man nicht in der Kirche ist, umfassen hauptsächlich den Verlust sozialer Gemeinschaft, den Ausschluss von kirchlichen Zeremonien (Hochzeit, Taufe, Bestattung) sowie mögliche Nachteile bei der Jobsuche in kirchlichen Einrichtungen, während man keine Kirchensteuer mehr zahlt, was ein finanzieller Vorteil ist. Auch das Fehlen kirchlicher Unterstützung (Seelsorge) und mögliche Kritik im sozialen Umfeld sind Nachteile. 

Was verliere ich, wenn ich aus der Kirche austrete?

Aus der Kirche austreten spart Geld. Der am häufigsten genannte Grund für den Austritt ist laut EKD die Kirchensteuer, welche dann wegfällt. Mitglieder zahlen pro Jahr meist mehrere Hundert Euro an die Kirchen. Wie hoch genau die Kirchensteuer ausfällt, unterscheidet sich je nach Bundesland.