Wie lange Zeit nach Rechnung?

Gefragt von: Anni Hirsch-Scherer
sternezahl: 4.5/5 (49 sternebewertungen)

Nach einer Rechnung gilt grundsätzlich eine gesetzliche Zahlungsfrist von 30 Tagen, die ab dem Zeitpunkt des Rechnungseingangs beginnt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Bei Geschäften zwischen Unternehmen (B2B) tritt der Verzug automatisch nach 30 Tagen ein, bei Privatkunden (B2C) muss die Frist explizit auf der Rechnung angegeben werden, sonst gelten ebenfalls 30 Tage. Kürzere oder längere Fristen können vereinbart werden, wobei bei B2B-Geschäften längere Fristen als 60 Tage nur mit ausdrücklicher Vereinbarung zulässig sind.

Wie lange im Nachhinein kann eine Rechnung gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Wie lange muss man auf eine Rechnung warten, bis man nicht mehr zahlen muss?

Frist für Rechnungsstellung: sechs Monate

Jeder, der Leistungen oder Lieferungen für ein Unternehmen oder juristische Personen tätigt, muss eine Frist von sechs Monaten für die Rechnungsstellung einhalten.

Wie lange Zeit nach Rechnungseingang?

Zahlungsziel laut § 286 BGB

Dieser Paragraf legt fest, dass ein Kunde den Rechnungsbetrag des Anbieters binnen eines Zeitraums von 30 Tagen spätestens zu bezahlen hat. Der Start dieses Zahlungsziels ist auf den Zeitpunkt festgelegt, an dem der Kunde von dem Anbieter die Rechnung erhalten hat.

Wie weit rückwirkend kann man jemandem eine Rechnung stellen?

Gemäß dem Verjährungsgesetz von 1980 können Rechnungen bis zu sechs Jahre nach Abschluss der Arbeiten oder Lieferung der Waren ausgestellt werden. Obwohl es innerhalb dieses Zeitraums keine gesetzliche Beschränkung gibt, ist es ratsam, Rechnungen zeitnah auszustellen, um Streitigkeiten oder Komplikationen zu vermeiden.

Die Fälligkeit von Rechnungen: Wann genau muss eine Rechnung gezahlt werden?

40 verwandte Fragen gefunden

Ist es jemals zu spät, eine Rechnung zu verschicken?

Halten Sie die gesetzliche Frist für die Rechnungsstellung ein.

Auch wenn die gesetzlichen Fristen für die Rechnungsstellung in der Regel großzügig bemessen sind, sollten Sie Rechnungen innerhalb von 30 Tagen versenden, um einen stetigen Cashflow zu gewährleisten.

Wie lange kann ich eine Rechnung rückwirkend bezahlen?

Die Verjährungsfrist für Rechnungen beträgt in Deutschland drei Jahre und beginnt zum Jahresende des Leistungsjahres. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern. Eine Mahnung allein stoppt die Verjährung nicht, sondern nur rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren mit Mahnbescheid.

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt in der Regel nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (§ 195 BGB). Das bedeutet, dass nach Ablauf dieser Frist der Kunde die Zahlung verweigern kann, wenn er sich auf die Verjährung beruft; rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren können die Frist unterbrechen.
 

Was tun, wenn man keine Rechnung bekommt?

Wenn Sie keine Rechnung bekommen, sollten Sie zunächst den Rechnungssteller kontakieren und zur Ausstellung auffordern, Beweise für die Leistung (Bestellbestätigung, Zahlungsbeleg) sichern und bei anhaltender Weigerung den Rechtsweg über Zivilgerichte in Erwägung ziehen oder den Fall dem Finanzamt melden (besonders bei Handwerkern), da der Gläubiger in der Beweispflicht ist, die Rechnung zugestellt zu haben. 

Wie lange können Forderungen geltend gemacht werden?

Forderungen können in Deutschland meistens für drei Jahre geltend gemacht werden (Regelverjährung nach § 195 BGB), beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstand. Es gibt jedoch auch längere Fristen (bis zu 30 Jahre), z.B. bei dinglichen Rechten, vollstreckbaren Titeln oder bei arglistiger Täuschung, sowie kürzere Fristen, etwa bei Gewährleistungsansprüchen (oft 2 Jahre).
 

Wann muss eine Rechnung nicht mehr bezahlt werden?

Eine Rechnung muss nicht mehr bezahlt werden, wenn die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB) abgelaufen ist; diese Frist beginnt erst am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist (z.B. eine Rechnung von Mai 2023 verjährt erst am 31.12.2026). Die Zahlungspflicht erlischt jedoch nicht automatisch, der Schuldner muss die sogenannte „Einrede der Verjährung“ geltend machen. Die Verjährung kann durch rechtliche Schritte (z.B. Mahnbescheid) gestoppt oder gehemmt werden. 

Wie lange muss man auf die Rechnung warten, bevor man gehen darf?

Gleich vorweg: Es gibt keine gesetzliche Regelung dafür, wie lange Gäste im Restaurant geduldig auf die Rechnung warten müssen, bevor sie gehen dürfen. Allerdings hat sich ein Richtwert von rund 30 Minuten etabliert – in dieser Zeit müssen Sie die Bedienung im Lokal mehrmals deutlich um die Rechnung bitten.

Wie viel Zeit zwischen 1 und 2 Mahnung?

Die Zeit zwischen 1. und 2. Mahnung ist nicht gesetzlich festgelegt, aber üblich sind 7 bis 14 Tage nach der ersten Mahnung, wobei die Frist kürzer (z. B. 4-6 Tage) oder länger (bis 20 Tage) sein kann, abhängig von Ihrer Kulanz und dem Zahlungsziel des Kunden, oft werden aber auch feste Abstände von 1-2 Wochen eingehalten. Wichtig ist, dass der Schuldner eine klare neue Zahlungsfrist erhält, um in Verzug zu geraten. 

Ab wann gilt eine Rechnung als zugestellt?

Eine Rechnung gilt als zugestellt, wenn sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist, also im Briefkasten liegt (Post) oder in seiner Mailbox abrufbar gespeichert wird (E-Mail). Bei Post wird oft von 3 Werktagen nach Einwurf ausgegangen, bei E-Mails gilt der Zugang am Tag des Eingangs in der Mailbox, sofern keine technischen Probleme bestehen. Der Absender trägt die Beweislast für den Zugang.
 

Wie lange kann man einer Rechnung widersprechen?

Sie können einer Rechnung widersprechen, indem Sie sofort handeln, am besten innerhalb weniger Tage oder Wochen, da es keine allgemeingültige gesetzliche Frist für den Widerspruch gibt; prüfen Sie spezifische Fristen wie die 14 Tage bei Mahnbescheiden oder die 12 Monate bei Nebenkostenabrechnungen, aber generell gilt: je schneller, desto besser, um eine Zahlung unter Vorbehalt zu leisten oder eine Klärung zu fordern, bevor die Verjährung (regulär 3 Jahre) eintritt. 

Wann verjährt eine Rechnung BGB?

Die Verjährung von Rechnungen richtet sich nach dem BGB (§§ 194 ff.), wobei die regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre (§ 195 BGB) beträgt, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erlangte. Diese Frist gilt für die meisten Zahlungsansprüche, wie aus Kauf- und Dienstleistungsverträgen. Sonderfälle gibt es z.B. für Mängelansprüche (2 Jahre) oder gerichtliche Titel (30 Jahre).
 

Wie spät darf eine Rechnung gestellt werden?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

Bin ich verpflichtet, ohne Rechnung zu zahlen?

Soweit nichts anderes vertraglich vereinbart ist, muss grundsätzlich keine Rechnung vorgelegt werden, damit die Fälligkeit eintritt. Das gilt auch, wenn der Schuldner nach § 14 UStG verpflichtet ist, eine Rechnung auszustellen oder nach der Verkehrssitte ein Anspruch auf eine Rechnung besteht.

Was machen, wenn die Rechnung nicht kommt?

Wenn die Rechnung nicht kommt, gerate der Gastwirt in den sogenannten Annahmeverzug. Der Gast müsse nicht ewig sitzen bleiben. Er könne zum Beispiel auf den Kellner zugehen und erklären, dass er in fünf Minuten gehen wird, sofern die Rechnung nicht kommt – am besten vor Zeugen. Und dann darf er gehen.

Kann man nach 2 Jahren noch eine Rechnung stellen?

Ja, man kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, denn es gibt keine absolute Frist für die Ausstellung, aber die Zahlungspflicht verjährt nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (z.B. eine Leistung aus 2023 verjährt Ende 2026), was bedeutet, dass der Kunde dann die Zahlung verweigern kann, wenn er sich auf die Verjährung beruft. Die nachträgliche Rechnungsstellung ist also möglich, aber die rechtliche Durchsetzbarkeit der Zahlung nimmt ab. 

Was tun, wenn der Handwerker keine Rechnung schickt?

Wenn ein Handwerker keine Rechnung ausstellt, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen und eine schriftliche Vereinbarung zu treffen, da dies oft die einfachste Lösung ist. Wenn das nicht funktioniert, müssen Sie rechtliche Schritte einleiten: Fordern Sie die Rechnung schriftlich an (Mahnung), und wenn keine Reaktion kommt, können Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder einen Rechtsanwalt einschalten, da der Anspruch auf Rechnungsstellung ein zivilrechtlicher Anspruch ist, der notfalls einzuklagen ist. Für den Handwerker ist das Ausbleiben der Rechnung oft ein steuerrechtliches Problem (Ordnungswidrigkeit), aber auch für Sie kann es wichtig sein, da Sie ohne Rechnung eine Ausgabe schlechter steuerlich geltend machen können. 

Wann verjährt eine Forderung, wenn keine Rechnung gestellt wurde?

Eine Rechnung verjährt in Deutschland grundsätzlich nach drei Jahren, wobei die Frist erst am Ende des Kalenderjahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde – auch wenn die Rechnung später kommt. Hat der Schuldner also nie eine Rechnung bekommen, kann er sich nach Ablauf dieser Frist (z.B. ab dem 01.01. des vierten Jahres) auf die Verjährung berufen. Eine spätere Rechnungsstellung stoppt die Verjährung nicht, aber ein gerichtlicher Mahnbescheid kann sie hemmen. 

Wann muss ich eine Rechnung nicht mehr bezahlen?

Eine Rechnung muss man nicht mehr bezahlen, wenn die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist; diese beginnt am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist, also z.B. eine Rechnung vom 15. Mai 2023 verjährt am 31. Dezember 2026. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung rechtlich verweigern. Beachten Sie auch, dass Rechnungen grundsätzlich sofort fällig sind, aber oft eine 30-tägige Zahlungsfrist gewährt wird, nach der der Verzug eintritt.
 

Kann ein Handwerker nach 3 Jahren noch eine Rechnung stellen?

Ja, ein Handwerker kann grundsätzlich auch nach drei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber der Anspruch auf Zahlung kann bereits verjährt sein, da die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB) bereits am Ende des Jahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde. Wenn der Kunde die Verjährungseinrede (§ 924 BGB) erhebt, muss er nicht mehr zahlen, auch wenn die Rechnung formal noch gestellt wird; die Forderung erlischt dann rechtlich.
 

Wie lange muss man auf die Rechnung warten?

Wie lange Sie auf eine Rechnung warten müssen, hängt vom Kontext ab: Bei gewerblichen Rechnungen gibt es oft eine Frist von 14 oder 30 Tagen, die auf der Rechnung steht (z.B. "Zahlbar sofort"), aber es gibt auch die gesetzliche 30-Tage-Frist nach Erhalt, bis Verzug eintritt; im Restaurant sollten Sie nach ca. 30 Minuten und mehrmaligem Bitten die Rechnung bekommen, sonst gerät der Wirt in Annahmeverzug, aber einfach gehen ist Betrug, daher besser Kontaktdaten hinterlassen.