Wie lautet das Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Rückforderung von Geldern?
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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in jüngsten Urteilen die Rückforderung von Geldern erleichtert, insbesondere bei unzulässigen Verwahrentgelten (Negativzinsen) auf Spar- und Girokonten (seit 2025) sowie bei unwirksamen Klauseln zu AGB-Änderungen und fehlerhaften Vorfälligkeitsentschädigungen bei Krediten, was die Rückforderung ermöglicht, solange die Verjährung (meist 3 Jahre ab Jahresende) nicht eingetreten ist. Auch bei Corona-Soforthilfen sind Rückforderungen möglich, wenn die Mittel nicht korrekt nachgewiesen wurden, so der BGH.
Was ist das BGH-Urteil zu Bankgebühren?
Der BGH hatte im April 2021 Zustimmungsfiktionsklauseln in den AGB von Banken und Sparkassen für unzulässig erklärt. Nach diesen Klauseln galt die Zustimmung der Kunden etwa zu einer Änderung der Kontogebühren als erteilt, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist aktiv widersprachen.
Welche Strafzinsen werden auf Guthaben erhoben?
Strafzinsen (auch Negativzinsen oder Verwahrentgelte genannt) auf Guthaben, insbesondere auf Tagesgeld- und Sparkonten, wurden in Deutschland durch ein Bundesgerichtshof-(BGH)-Urteil Anfang 2025 weitgehend für unzulässig erklärt. Banken dürfen diese Strafzinsen nicht mehr ohne Weiteres verlangen, und Kunden können unter Umständen sogar bereits gezahlte Beträge zurückfordern, da die Praxis als unwirksam eingestuft wurde. Während der Phase der EZB-Negativzinsen (bis 2022) wurden Strafzinsen oft ab einem bestimmten Guthaben (z.B. 100.000 €) erhoben, um die Kosten der Banken weiterzugeben.
Ist ein Verwahrentgelt für Tagesgeldkonten zulässig?
In den Verfahren ging es vor allem um die Frage, ob Verwahrentgelte auf Girokonten, Tagesgeldkonten und Sparkonten rechtmäßig sind. Der BGH entschied: Banken dürfen von ihren Kundinnen und Kunden grundsätzlich keine Verwahrentgelte für Guthaben auf Tagesgeld- und Sparkonten verlangen.
In welchem Zeitraum wurden Verwahrentgelte berechnet?
Von 2019 bis zur Zinswende 2022 hatten verschiedene Banken und Sparkassen Verwahrentgelte eingeführt, die sie in Form von Negativzinsen erhoben. Dies hielten die Verbraucherzentralen für unzulässig und klagten.
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Was passiert, wenn man mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat?
Wenn Sie mehr als 100.000 € auf einem Konto haben, sind Beträge über dieser Grenze bei einer Bankpleite nicht gesetzlich abgesichert, aber durch freiwillige Einlagensicherungssysteme oft zusätzlich geschützt, wobei dieser Schutz variieren kann und der Verlust der Kaufkraft durch Inflation droht; daher empfiehlt es sich, das Geld auf mehrere Banken zu verteilen oder anders anzulegen.
Wie lange kann man ein Konto zurückverfolgen?
Man kann Kontobewegungen theoretisch unbegrenzt durch die Bank nachvollziehen, da Banken gesetzlich verpflichtet sind, diese mindestens 10 Jahre zu speichern, oft sogar länger. Privatpersonen sollten Auszüge mindestens 3 Jahre für die Verjährungsfrist aufbewahren, für steuerliche Zwecke oder größere Anschaffungen sind 6 bis 10 Jahre ratsam, um bei Nachweisen (Garantie, Steuern) gut abgesichert zu sein.
Wie viel Geld darf man auf dem Konto haben, ohne Strafzinsen zu zahlen?
Wie viel Geld Sie ohne Strafzinsen auf dem Konto haben können, hängt von Ihrer Bank ab; oft gibt es Freibeträge (z.B. 50.000 € oder 100.000 €), aber viele Institute haben die Negativzinsen abgeschafft und bieten wieder positive Zinsen, oder Sie sollten das Geld aufteilen oder besser anlegen, um Strafzinsen zu vermeiden. Die Situation ändert sich ständig, daher müssen Sie die Konditionen Ihrer spezifischen Bank prüfen, aber viele bieten mittlerweile wieder zinsfreie Guthaben.
Wie viel Geld darf man maximal auf dem Tagesgeldkonto haben?
Bei den meisten Banken benötigen Sie keine Mindestanlagesumme. Auch eine Maximalsumme ist in der Regel nicht festgelegt.
Welche Bank nimmt noch Verwahrentgelt?
Die folgenden Banken verlangen aktuell immer noch ein Verwahrentgelt für Guthaben auf Girokonten oder Tagesgeldkonten:
- Ethikbank (ab 3 Mio. Euro Guthaben -0,50 %)
- Klarna (über 500.000 Euro Guthaben -0,50 %)
- Kontist (über 100.000 Euro Guthaben -0,50 %)
- Tomorrow (über 50.000 Euro Guthaben -0,50 %)
Wie kann ich Verwahrentgelte zurückfordern?
Verwahrentgelte zurückfordern
Liegen Ihnen keine Aufstellungen darüber vor, können Sie diese bei Ihrer Bank oder Sparkasse anfordern. Auch auf Kontoauszügen und den Umsätzen Ihres Kontos sind gezahlte Verwahrentgelte aufgelistet.
Wie hoch ist das maximale Guthaben, das man auf einem Girokonto haben darf?
Auf dem Girokonto gibt es grundsätzlich keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Geld Sie haben dürfen, aber die EU-weite Einlagensicherung schützt bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank. Banken können intern Verwahrentgelte für sehr hohe Summen berechnen, daher ist es ratsam, überzähliges Geld (über den Notgroschen hinaus) auf andere Anlageformen wie Tagesgeldkonten zu verteilen, um es besser zu verzinsen und bei Bedarf sofort zugänglich zu haben. Für Bareinzahlungen über 10.000 € müssen Sie den Herkunftsnachweis erbringen.
Sind Kontoführungsgebühren noch zulässig?
Ja, Kontoführungsgebühren sind grundsätzlich rechtens, ABER Banken dürfen diese nur erheben, wenn Kunden dem ausdrücklich zugestimmt haben; Schweigen gilt nicht mehr, dank jüngster Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) (seit 2021/2024), was viele ältere Gebühren ungültig macht und eine Rückforderung ermöglicht. Banken müssen jetzt aktiv eine Zustimmung einfordern, sonst sind die Gebühren unzulässig und können zurückgefordert werden, was potenziell Milliardenbeträge betrifft.
Was heißt Konto ist erstattungsfähig?
Was heißt „Dieses Konto ist im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung erstattungsfähig“? Das bedeutet nichts anderes, als dass Spareinlagen (bis zur Höchstgrenze von 100.000 Euro) auf diesem Konto sicher sind – auch wenn die Bank in Konkurs geht.
Was ist das BGH-Urteil der Sparkasse?
Der Kampf gegen zu niedrige Zinsen bei Prämiensparverträgen hat ein Ende. Ein wegweisendes BGH-Urteil bestätigt: Sparkassen haben Sparer*innen jahrelang zu wenig Zinsen gezahlt. Für viele bedeutet das Rückzahlungen im vierstelligen Bereich – ein Meilenstein für den Verbraucherschutz in Deutschland.
Wird ein Tagesgeldkonto dem Finanzamt gemeldet?
Auch Zinserträge auf dein Tagesgeld, die du bei einer Bank mit Sitz im europäischen Ausland erhältst, musst du in Deutschland versteuern. Diese werden von den Kreditinstituten nicht direkt ans deutsche Finanzamt weitergeleitet. Deshalb musst du die Erträge in deiner Steuererklärung (Anlage Kap) angeben.
Soll man sein Geld auf mehrere Banken verteilen?
Ja, bei größeren Summen über 100.000 € ist es ratsam, das Geld auf mehrere Banken zu verteilen, um die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € pro Kunde und Bank voll auszuschöpfen und Klumpenrisiken zu vermeiden, während kleinere Beträge (bis 100.000 €) bei einer Bank sicher sind; alternativ können auch Wertanlagen wie Aktien oder Immobilien sinnvoll sein.
Wie viel Zinsen bekomme ich für 50000 €?
Wie viel Zinsen Sie bei 50.000 € erhalten, hängt stark von der Anlageform ab: Bei einem aktuellen Tagesgeld-Zinssatz von z.B. 3,1 % p.a. wären das im ersten Jahr 1.550 € Zinsertrag, während bei einem Kredit mit z.B. 7 % effektivem Jahreszins und 7 Jahren Laufzeit die monatliche Rate über 750 € liegt, wobei die Gesamtkosten für Zinsen deutlich höher ausfallen. Aktienfonds oder ETFs bieten höhere Renditechancen, aber auch Risiken, mit möglichen Renditen von 5-7 % oder mehr auf lange Sicht.
Bei welcher Summe prüft das Finanzamt das Konto?
Wer mehr als 10.000 Euro in bar bei seiner Bank oder Sparkasse einzahlt, muss künftig erklären woher das Geld kommt. So will es die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin.
Warum sollte man nicht viel Geld auf einem Girokonto haben?
Man sollte nicht zu viel Geld auf der Bank haben, weil es durch Inflation die Kaufkraft verliert, oft keine oder sehr geringe Zinsen bringt (Opportunitätskosten), bei Beträgen über 100.000 € die Einlagensicherung nicht greift (Risiko einer Bankpleite) und manche Banken bei hohen Guthaben Strafzinsen (Verwahrentgelte) verlangen. Stattdessen ist es besser, das Geld auf verschiedene Banken zu verteilen und über 100.000 € in andere sichere Anlagen wie Staatsanleihen zu investieren, um die Kaufkraft zu erhalten und Vermögen aufzubauen, so YouTube und YouTube.
Wie oft kann ich 9000 € einzahlen ohne Nachweis?
Sie können 9.000 € mehrmals ohne Nachweis einzahlen, solange die Summe der Einzelbeträge pro Transaktion unter 10.000 € bleibt, aber wenn die Gesamtsumme über 10.000 € steigt (auch durch mehrere kleine Einzahlungen, die "gestückelt" wirken), müssen Sie einen Herkunftsnachweis erbringen, da Banken verpflichtet sind, dies nach dem Geldwäschegesetz zu prüfen, besonders bei "Smurfing".
Werden Kontobewegungen überwacht?
Viele Steuerzahlende fragen sich, ob das Finanzamt tatsächlich die Zahlen und Bewegungen auf ihrem Konto einsehen können – und dürfen. Seit 2005 ist es dem Finanzamt rechtlich erlaubt, Ihre Kontodaten abzurufen.
Wie lange sollte man Kontoauszüge von Verstorbenen aufbewahren?
Man sollte Kontoauszüge von Verstorbenen für mindestens 3 Jahre aufbewahren, besser aber bis zu 10 Jahre für steuerliche Zwecke und zur Klärung der Erbschaft, da dies die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für steuerlich relevante Unterlagen (10 Jahre HGB/GewO) und die Verjährungsfristen für manche Ansprüche (3 Jahre BGB) widerspiegelt. Orientieren Sie sich an der längsten Frist (10 Jahre), um auf der sicheren Seite zu sein, insbesondere wenn es um die Nachlassabwicklung und Steuererklärungen geht.
Wie weit zurück können Sie auf Kontoauszüge zugreifen?
Im Online-Banking können Sie auf bis zu 7 Jahre alte Kontoauszüge zugreifen.