Wie schwierig ist Steuerberater?

Gefragt von: Ferdinand Böhm
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Das Steuerberaterexamen gilt als eine der anspruchsvollsten und schwierigsten Prüfungen in Deutschland. Rund jeder zweite angehende Steuerberater scheitert im ersten Versuch. Nach dem zuletzt positiven Trend liegt die Bestehensquote aktuell (2020/21) mit 48,4 Prozent deutlich unter den Ergebnissen der letzten Jahre.

Warum ist Steuerberater so schwer?

Die beiden häufigsten Gründe dafür, dass Prüflinge durchfallen, sind die Länge der Vorbereitungsphase sowie der hohe Lernaufwand. Diesen unterschätzen manche Kandidaten, oder sie haben Schwierigkeiten diszipliniert allein zu lernen. Vorbereitende Steuerberaterlehrgänge sind deshalb die Regel.

Wie viel lernen für Steuerberater?

Die durchschnittliche Vorbereitungszeit der Teilnehmer liegt bei circa 15 bis 18 Monaten. Damit geben Sie sich auch die Chance, dass der Prüfungsstoff und auch Ihre Klausurtechnik „reifen“ können. Dies ist für die meisten Teilnehmenden essenziell für das Bestehen der Steuerberaterprüfung.

Wie oft kann man die Steuerberaterprüfung wiederholen?

Die Steuerberaterprüfung darf höchstens zweimal wiederholt werden.

Wie bereite ich mich am besten auf die Steuerberaterprüfung vor?

Doch Übung allein reicht als Vorbereitung für die Steuerberaterprüfung oft nicht aus. Nahezu alle Prüflinge greifen auf Vorbereitungslehrgänge zurück – bewährt hat sich hierbei eine Mischung aus einem Kurs für die schriftliche Prüfung, einem Klausurentraining und einem Lehrgang für die mündliche Prüfung.

Wie schwer ist es Steuerberater zu werden?

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Wie viele fallen durch die Steuerberaterprüfung?

Bundesweit lag die Bestehensquote der Steuerberaterprüfung bei 48,4 %. Interessant ist die Analyse im Detail. Gerade bei der schriftlichen Prüfung ist die Bestehensquote gesunken: von 62,3% in 2019 auf nur 53,1% in 2020. Auch hier unterscheiden sich bei der Steuerberaterprüfung die Quoten regional.

Welche Noten braucht man für Steuerberater?

Mündliche Steuerberaterprüfung: Benotung

Mit der Vornote aus dem schriftlichen Steuerberaterexamen geht man dann in die mündliche Steuerberaterprüfung. Um nun die mündliche Steuerberaterprüfung zu bestehen, muss die Note zusammen mit der Vornote einen Durchschnitt von mindestens 4,15 ergeben.

Was ist die schwerste Prüfung in Deutschland?

Die Steuerberaterprüfung gilt als eine der härtesten Berufsprüfungen in Deutschland und Österreich. Im langjährigen Mittel fällt rund die Hälfte der Anwärter bundesweit durch. Bezogen auf die Zahl der zur Prüfung zugelassenen Anwärter bestehen nur rund 40 % die Prüfung.

Welcher Beruf hat die höchste Durchfallquote?

Die höchste Durchfallquote haben die Studiengänge Chemie-Ingenieurwesen, Mechatronik, Bauingenieurwesen, Informatik und Maschinenbau.

Wie lange dauert es bis man Steuerberater ist?

Der erste Weg führt über die Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Hat man diese erfolgreich hinter sich gebracht, muss man 7 Jahre (mit einer zwischenzeitlichen Weiterbildung zum Steuerfachwirt) oder 10 Jahre Berufserfahrung vorweisen, bevor man zum Steuerberaterexamen zugelassen wird.

Wie viel verdient ein Steuerberater ohne Studium?

Der Verdienst als Steuerberater steigt mit zunehmender Berufserfahrung. Am Anfang der Steuerberater-Karriere sind es rund 4.000 Euro pro Monat (brutto). Nach 10 bis 15 Jahren Berufserfahrung können Steuerberater bis zu 8.000 Euro pro Monat (brutto) verdienen.

Wie läuft das Steuerberaterexamen ab?

Das Steuerberaterexamen besteht aus drei Klausurarbeiten und einer mündlichen Prüfung. Die schriftlichen Arbeiten dauern jeweils sechs Stunden. Während dieser Zeit können die Prüflinge theoretisch 100 Punkte erreichen, angesichts der Fülle des zu beherrschenden Stoffs und der Zeitnot kann dies kaum gelingen.

Sind Steuerberater Akademiker?

Steuerberater Studium: Steuerberater werden mit dem Bachelor. Über 60 Prozent der Steuerberater haben ein akademisches Studium abgeschlossen. Der erste akademische Abschluss auf dem Weg zum Steuerberater ist der Bachelor.

Ist Steuerberater stressig?

Wir haben es im vorangegangenen Punkt beschrieben: Es kann durchaus hektisch und stressig werden in der Steuerberaterkanzlei. Wenn kurz vorm Abgabetermin noch Steuererklärungen oder Bilanzen überprüft oder korrigiert werden müssen, sollte man trotz Zeitdrucks höchst sorgfältig arbeiten.

Für wen ist der Beruf Steuerberater geeignet?

Wer jedoch ein großes Interesse an wirtschaftlichen und steuerlichen Zusammenhängen mit Leistungsmotivation verbindet, den wird der Beruf des Steuerberaters ansprechen. Nicht nur, weil in dieser Branche eine selbstbestimmte Karriere möglich ist, sondern auch, weil sie keinen Stillstand kennt.

Ist Steuerberater ein sicherer Beruf?

Da der Beratungsbedarf für eine qualifizierte Unterstützung bei der Planung und Durchführung steuerrelevanter Sachverhalte aufgrund der Schnelllebigkeit und Komplexität des Steuerrechts nach wie vor sehr hoch ist, gelten die Berufe rund um das Steuerrecht als äußerst krisensicher.

Was ist das härteste Studium?

Die schwersten Studiengänge sind mitunter Medizin, Physik, Pharmazie, Maschinenbau und weitere. Das liegt daran, dass man beispielsweise im Laufe eines Physikstudiums auch Interesse an Differenzial- oder Vektorgleichungen mitbringen muss, wofür man viel abstraktes Denken benötigt.

Was ist das leichteste Studium?

Was ist der leichteste Studiengang? Zu den leichten Studiengängen zählt z. B. Lehramt, BWL, Soziale Arbeit, Germanistik und der Medien- und Kommunikationsbereich.

Was sind die härtesten Berufe?

Die 10 härtesten Jobs der Welt
  • Ice-Road Trucker:in.
  • Krabbenfischer:in.
  • ( Land-) Minenräumung.
  • Bergführer:in.
  • Such- und Rettungskräfte.
  • Gesundheitspflege.
  • Giftmelker:in.
  • Industriekletterer:in.

Was ist die schwerste kaufmännische Ausbildung?

Welche ist die schwierigste Ausbildung in Deutschland? Schwierigsten Ausbildung – Die Antwort lautet: Steuerfachangestellter / Steuerberater. Im langjährigen Mittel fällt rund die Hälfte der Anwärter bundesweit durch.

Was ist das leichteste Ausbildung?

Trotzdem wollen wir euch folgende Berufe vorstellen, die entsprechend ihrer Dauer und Intensität einen eher geringen Aufwand erfordern.
  1. Drahtzieher/-in. ...
  2. Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen. ...
  3. Verkäufer/-in.

Was ist die schwerste Prüfung der Welt?

Die Diplomprüfung zum Master Sommelier gilt laut World Scholars Hub als die "schwierigste Prüfung der Welt" und ist die hochwertigste Ausbildung der gastronomischen Branche weltweit.

Kann jeder Steuerberater werden?

Egal, ob Sie eine Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten abgeschlossen haben oder sich für ein akademisches Studium entschieden haben - beide Varianten können Sie mit der entsprechenden praktischen Berufserfahrung zum Steuerberater führen.

Kann man als Quereinsteiger Steuerberater werden?

Besonders begehrt bei Mandanten und Kanzleien sind die Quereinsteiger, die von den Finanzämtern kommen. Die bringen nämlich intime Kenntnisse von der „Gegenseite“ mit. Dafür jedoch müssen diese Mitarbeiter im Normalfall zuvor sieben Jahre dort tätig gewesen sein.