Wie viel Abzüge habe ich, wenn ich mit 63 in Rente gehen will?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Ehrenfried Glaser B.Eng.
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Wenn Sie mit 63 in Rente gehen, haben Sie Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie vor Ihrer regulären Altersgrenze in den Ruhestand treten, maximal jedoch bis zu 14,4 % bei 4 Jahren früherem Eintritt (48 Monate x 0,3 % = 14,4 %). Diese Kürzung wird von der Höhe Ihrer individuellen Rente abgezogen und gilt dauerhaft, auch für Hinterbliebenenrenten. Die genaue Höhe der Kürzung hängt von Ihrem Geburtsjahrgang ab, da die Regelaltersgrenze steigt (z.B. 67 Jahre für Jahrgänge ab 1964).

Welche Abzüge habe ich, wenn ich mit 63 Jahren in Rente gehe?

Wenn Sie mit 63 in Rente gehen, müssen Sie mit dauerhaften Abschlägen von 0,3 % pro Monat rechnen, den Sie früher in Rente gehen, maximal jedoch 14,4 % (bei 4 Jahren früher). Diese Kürzung wird von Ihrer Bruttorente abgezogen und gilt lebenslang, zusätzlich zu den üblichen Beiträgen für Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Einkommensteuer. Wichtig: Die „Rente mit 63“ ist nur für langjährig Versicherte mit 35 Versicherungsjahren möglich und gilt für Jahrgänge bis 1963; ab 1964 gibt es die abschlagsfreie Rente erst mit 67. 

Welche Abschläge gibt es bei der Rente nach 35 Beitragsjahren?

Nach 35 Beitragsjahren können Sie die Altersrente für langjährig Versicherte beantragen; für Jahrgänge bis 1963 ist oft ein abschlagsfreier Eintritt möglich, während für spätere Jahrgänge ab 1964 die Regelaltersgrenze bei 67 liegt, aber eine vorzeitige Rente mit Abschlägen (0,3 % pro Monat) möglich ist, wobei die Rentenhöhe stark vom Einkommen abhängt (z.B. bei 60 % Durchschnittslohn ca. 1.400-1.500 € brutto, bei höherem Einkommen entsprechend mehr). 

Wie viele Rentenpunkte verliere ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?

Bei einem Renteneintritt mit 63 statt mit 67 fehlen Ihnen 4 Versicherungsjahre, als Durchschnittsverdiener macht das ein Minus von 4 Rentenpunkten. Zurück zum Beispiel: Mit 63 kommen Sie dann nur auf 43 Rentenpunkte statt auf 47, die Sie mit 67 erreichen würden.

Wie hoch ist der monatliche Abschlag bei vorzeitiger Rente?

Wer früher in Rente geht, muss lebenslang 0,3 % Abschlag pro vorzogenem Monat hinnehmen, maximal sind 14,4 % möglich, was einem Vorziehen von bis zu 4 Jahren entspricht, mit Ausnahmen für langjährig Versicherte (z.B. 45 Versicherungsjahre) und Sonderfällen. Ein Jahr früher bedeutet 3,6 % weniger Rente, zwei Jahre 7,2 %, und dies wird vom Bruttobetrag abgezogen, wobei auch Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden muss. 

Retirement at 63: If you retire early, is it your own fault?

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Wie hoch ist der Abschlag für vorzeitige Rente?

Der Abschlag bei vorzeitiger Rente beträgt 0,3 % pro Monat, den Sie früher in Rente gehen, maximal 14,4 % (entspricht 48 Monate), und gilt lebenslang für Ihre Rente. Sie können früher in Rente gehen, etwa mit 35 Versicherungsjahren (Rente mit 63), müssen dann aber mit dieser Kürzung rechnen, wobei seit 2023 unbegrenzter Hinzuverdienst möglich ist, ohne dass die Rente gekürzt wird. 

Welche Schlupflöcher gibt es, um mit 63 Jahren in Rente zu gehen?

Schlupflöcher zur Rente mit 63 drehen sich oft darum, die 45 Beitragsjahre für die abschlagsfreie Rente zu erreichen oder die Abschläge zu minimieren, was durch versicherungspflichtige Minijobs in der Spätphase des Berufslebens, das Ansparen von Überstunden (Zeitwertkonto), oder spezielle Regelungen bei Arbeitslosigkeit nach 45 Jahren möglich ist, aber für neuere Jahrgänge meist nur mit Abschlägen funktioniert. 

Ist es sinnvoll, mit 63 in Rente zu gehen und weiter zu arbeiten?

Ja, Rente mit 63 und Weiterarbeiten lohnt sich oft, besonders seit der Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze 2023, da Sie unbegrenzt dazuverdienen können, ohne dass die Rente gekürzt wird, und weiterhin Rentenpunkte sammeln, was Ihre spätere Rente erhöht. Die Kombination aus Frührente und Arbeit steigert das Gesamteinkommen und kann steuerliche Vorteile bringen, wobei eine Teilrente die Abschläge reduziert. Es gibt jedoch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf den Verdienst, und die Entscheidung hängt stark von persönlichen Finanzen und Gesundheitszustand ab.
 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Was muss ich beachten, wenn ich mit 63 in Rente gehen will?

Um mit 63 in Rente zu gehen, benötigen Sie mindestens 35 Versicherungsjahre für die Altersrente für langjährig Versicherte, was aber fast immer mit 0,3 % Abschlag pro Monat vor der Regelaltersgrenze verbunden ist; abschlagsfrei geht es nur mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) und für ältere Jahrgänge (vor 1953), wobei die Altersgrenzen für die abschlagsfreie Rente schrittweise angehoben wurden. Sie müssen den Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen, am besten drei Monate vorher, und können dies auch online tun. 

Kann ich nach 35 Beitragsjahren mit 63 Jahren in Rente gehen?

Ja, mit 35 Arbeitsjahren können Sie mit 63 in Rente gehen, aber in der Regel nur mit lebenslangen Abschlägen (bis zu 14,4 %), da dies die "Rente für langjährig Versicherte" ist; für eine abschlagsfreie Rente mit 63 bräuchten Sie 45 Jahre (besonders langjährig Versicherte) oder einen Schwerbehindertenausweis. Die Abschläge von 0,3 % pro vorgezogenem Monat können je nach Geburtsjahrgang bis zu 14,4 % betragen, wenn Sie mit 63 (Regelalter 67) in Rente gehen, was für Jahrgänge ab 1964 der Fall ist. 

Welche Abzüge gibt es bei einem vorzeitigen Ruhestand?

Wer früher in Rente geht, muss mit dauerhaften Abschlägen von 0,3 Prozent pro Monat rechnen, maximal jedoch 14,4 Prozent, was einem vorzeitigen Rentenbeginn von bis zu vier Jahren entspricht. Diese Kürzung (z.B. 7,2% bei zwei Jahren früher) gilt lebenslang, kann aber durch Sonderzahlungen an die Deutsche Rentenversicherung ausgeglichen werden, was steuerlich sogar vorteilhaft sein kann. 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.

Wie berechne ich meine Rente mit 63?

Um Ihre Rente mit 63 zu berechnen, nehmen Sie Ihre voraussichtliche reguläre Rente (laut Rentenbescheid), ermitteln die Anzahl der Monate bis zur Regelaltersgrenze und ziehen für jeden Monat 0,3 % ab (maximal 14,4 %), was den Abschlag ergibt. Das Ergebnis ist Ihre Brutto-Rente, von der noch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgehen. 

Welche Abschläge gibt es bei der Rente mit 63 Jahren?

Rentenabschlagstabellen zeigen die Kürzung Ihrer Rente bei vorzeitigem Renteneintritt, meist 0,3 % pro Monat (3,6 % pro Jahr), abhängig von Ihrem Geburtsjahrgang und dem Monat des Rentenbeginns; für 1961er sind es z.B. 12,6 % bei Rente mit 63 (42 Monate früher), während sich der Abschlagsfreie Eintritt mit den Jahrgängen nach hinten verschiebt (z.B. 67 Jahre für 1964er).
 

Welche Kosten gehen von der Rente ab?

Von der gesetzlichen Rente werden hauptsächlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, wenn eine Versicherungspflicht besteht; der allgemeine Beitragssatz (14,6 %) wird geteilt (je 7,3 %), der kassenindividuelle Zusatzbeitrag (z.B. 2,69 % für TK 2026) ebenfalls paritätisch getragen, während der Pflegebeitrag (ca. 3,6 % bzw. 4,2 % für Kinderlose) in voller Höhe vom Rentner gezahlt wird. Zusätzlich müssen Steuern auf den steuerpflichtigen Teil der Rente gezahlt werden, der sich je nach Rentenbeginnjahr gestaffelt erhöht.
 

Wie viel muss ich 2025 verdienen, um einen Rentenpunkt zu bekommen?

Für einen Rentenpunkt 2025 müssen Sie das vorläufige jährliche Durchschnittsentgelt von rund 50.493 Euro brutto verdienen, was etwa 4.208 Euro monatlich entspricht; Einkommen darüber oder darunter werden entsprechend anteilig berechnet, wobei 2025 erstmals bundesweit einheitliche Werte gelten. Ein Rentenpunkt entspricht dabei ab Juli 2025 einer monatlichen Rente von circa 40,79 € (Stand Juli 2025). 

Was kostet 1 Jahr Rentenpunkte?

Ein Rentenpunkt kostet im Jahr 2025 für freiwillige Käufe einheitlich 9.392 Euro, um eine volle Rentenlücke zu schließen, was Ihnen monatlich ca. 40,79 € mehr Rente bringt und somit etwa 19 Jahre zur Amortisation benötigt. Der Wert basiert auf dem Durchschnittsentgelt (2025: 50.493 €) multipliziert mit dem Beitragssatz von 18,6 %. 

Wie viele Rentenpunkte brauche ich für 2000 € Rente?

Um eine Bruttorente von 2.000 € zu erhalten, benötigen Sie je nach Jahrgang und Beitragsjahren rund 49 bis 72 Entgeltpunkte (EP); bei aktuellen Werten (2025) sind es etwa 49 EP (bei 40,79 € pro Punkt) und bei älteren Berechnungen (2022) bis zu 72 EP, da der Wert des Rentenpunktes steigt. Das bedeutet, Sie müssen über Ihr Berufsleben hinweg ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen erzielen, oft das 1,1 bis 1,4-fache des Durchschnitts, um diese Menge an Punkten zu sammeln. 

Wie viel darf ich zu verdienen, wenn ich mit 63 in Rente gehe?

Auswirkungen auf Ihre Rente (Regelung bis 31.12.2022)

Bis zum Erreichen Ihrer Regelaltersgrenze dürfen Sie maximal 6.300 Euro (bis 31.12.2019) im Kalenderjahr hinzuverdienen, ohne dass sich Ihre Rente verringern würde.

Wann muss ich dem Arbeitgeber sagen, dass ich in Rente gehe?

Sie müssen Ihren Arbeitgeber über den Renteneintritt informieren, sobald der Rentenbescheid vorliegt, idealerweise aber schon ca. 3 Monate vorher, wenn Sie den Rentenantrag stellen, damit der Arbeitgeber die Sozialversicherung korrekt anpassen kann (insbesondere bei der Krankenversicherung) und ggf. eine korrekte letzte Lohnabrechnung erstellen kann. Es gibt keine allgemeingültige gesetzliche Frist, aber eine rechtzeitige Mitteilung ("ohne schuldhaftes Zögern") ist ratsam, da sich Beiträge ändern und Klauseln im Arbeits- oder Tarifvertrag eine Rolle spielen können.
 

Welche Steuerklasse wenn ich Rente beziehe und weiter arbeite?

Auch Rentner und Studenten fallen unter die Steuerklasse 6, wenn sie über 556 Euro monatlich verdienen und daneben entweder eine Betriebsrente beziehen oder einem anderen sozialversicherungspflichtigem Hauptberuf nachgehen.

Welche Jahrgänge dürfen noch mit 63 in Rente gehen?

Jahrgänge vor 1953 können ohne Abschläge mit 63 in Rente gehen, wenn sie 45 Versicherungsjahre (besonders langjährig Versicherte) erreicht haben. Für die Jahrgänge 1953 bis 1963 steigt die Altersgrenze schrittweise an, sodass die abschlagsfreie Rente mit 63 für neuere Jahrgänge nicht mehr gilt. Ab 1964 ist die abschlagsfreie Rente erst mit 65 möglich, aber auch dann sind Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt mit 63 (z.B. durch Rentenkauf) möglich. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen zur Kompensation von Abschlägen, die Nutzung von Altersteilzeit oder Arbeitszeitkonten (wenn der Arbeitgeber zustimmt) und das Anrechnen von Anrechnungszeiten, aber auch spezielle Fälle wie Schwerbehinderung oder 45 Beitragsjahre, die abschlagsfreien Eintritt ermöglichen; wichtig ist, die Rentenversicherung zu konsultieren, um individuelle Optionen zu prüfen. 

Wann sollte man zur Rentenberatung gehen?

Man sollte zur Rentenberatung gehen, frühzeitig zur Orientierung (ab 40/50) für die langfristige Planung, etwa ein Jahr vor dem geplanten Rentenbeginn für die konkrete Antragsstellung (ca. 3 Monate vor Start), und bei komplexen Situationen wie Frührente, Auslandszeiten, Selbstständigkeit oder Krankengeldbezug – idealerweise, um Lücken zu vermeiden und die optimale Strategie zu finden. Wichtig: Kostenlose Termine bei der DRV haben oft lange Wartezeiten, daher frühzeitig buchen!.