Wie viel darf ich in einer Nebentätigkeit verdienen?

Gefragt von: Vera Hempel
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Wie viel man nebenberuflich verdienen darf, hängt vom Status ab: Bei einem Minijob liegt die Grenze aktuell (Stand 2025) bei 556 €/Monat (wird ab 2026 auf 603 € angehoben). Bei einer selbstständigen Nebentätigkeit sind es bis zu 410 € jährlichen Gewinn steuerfrei. Verdienst du mehr, musst du Steuern zahlen und ggf. Sozialversicherungen beachten, besonders wenn du Arbeitslosengeld beziehst, wo ein Freibetrag von 165 € gilt.

Wie viel darf man nebenbei steuerfrei dazuverdienen?

Bis zu diesem Betrag darf also steuerfrei verdient werden. Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Wie viel darf ich bei einer Nebentätigkeit verdienen?

Zahlt ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin genau diesen vorgeschriebenen Stundenlohn, kann ein Minijobber 43,37 Stunden pro Monat arbeiten, ohne die Verdienstgrenze von 556 Euro zu überschreiten. Erfahren Sie mehr über die Regelungen zur Arbeitszeit im Minijob.

Was passiert, wenn ich mehr als 520 € im Nebenjob verdiene?

Ja, man kann im Minijob mehr als die monatliche Grenze (aktuell 556 € für 2025) verdienen, wenn es gelegentlich und unvorhersehbar geschieht, z.B. durch Krankheitsvertretung, maximal zwei Mal pro Jahr bis zum Doppelten der Grenze (1.112 €), ohne dass die Sozialversicherungspflicht eintritt, solange die jährliche Grenze (6.672 €) nicht dauerhaft überschritten wird. Regelmäßige Überschreitungen führen zum sozialversicherungspflichtigen Midijob.
 

Wie viele Stunden darf ich maximal pro Tag in einem Nebenjob arbeiten?

Bei Nebenjobs gibt es zwei Hauptgrenzen: Das Arbeitszeitgesetz setzt die maximale Gesamtarbeitszeit (Haupt- + Nebenjob) auf 48 Stunden pro Woche (vorübergehend bis 60), während die Minijob-Regel eine Verdienstgrenze (aktuell 556 €) hat, die bei 12,82 € Stundenlohn etwa 43 Stunden im Monat entspricht – hier zählt die Verdienstgrenze, nicht die Stundenanzahl selbst. Für Studierende gilt oft die 20-Stunden-Woche, damit das Studium im Vordergrund bleibt. 

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Ist ein 520 € Nebenjob steuerfrei?

Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
 

Sind 200 Arbeitsstunden im Monat erlaubt?

Wie viele Stunden dürfen Arbeitnehmer in der Woche arbeiten? Die maximale Arbeitszeit pro Woche laut Arbeitszeitgesetz beträgt 48 Arbeitsstunden, die maximale Arbeitszeit pro Monat beläuft sich auf 192 Stunden. Zur Einhaltung der wöchentlichen Arbeitszeit sind Arbeitgeber laut Arbeitsrecht verpflichtet.

Wann kommt der 600 € Minijob?

Die Erhöhung der Minijob-Grenze auf über 600 Euro (genauer gesagt 603 €) erfolgt zum 1. Januar 2026, da der gesetzliche Mindestlohn dann auf 13,90 € pro Stunde steigt. Diese Anhebung ist eine dynamische Anpassung an den Mindestlohn, die es erlaubt, bei 10 Wochenstunden weiterhin Minijobber zu beschäftigen, ohne dass der Status verloren geht. 

Wie viel darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?

Bei einem Vollzeitjob können Sie steuerpflichtige Nebeneinkünfte haben, solange Ihr Gesamteinkommen den jährlichen Grundfreibetrag (2024: 11.784 € für Singles) nicht übersteigt; aber für steuerfreie Minijobs gilt eine Grenze von 556 € pro Monat (6.672 € pro Jahr), während gewerbliche/freiberufliche Nebeneinkünfte bis zu 410 € pro Jahr steuerfrei bleiben können, bevor sie steuerpflichtig werden. 

Ist es erlaubt, zwei Minijobs gleichzeitig auszuüben?

Ja, Sie können zwei Minijobs gleichzeitig haben, solange Sie keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben und Ihr Gesamtverdienst aus allen Minijobs die monatliche Grenze von aktuell 538 € (Stand 2025) nicht überschreitet. Wenn die Grenze überschritten wird, werden alle Jobs sozialversicherungspflichtig, aber bei getrennten Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern gilt die Grenze kumulativ. Bei mehreren Minijobs bei demselben Arbeitgeber werden diese zu einer Beschäftigung zusammengefasst.
 

Wie viel darf ich nebenberuflich neben meinem Hauptberuf dazuverdienen?

Es gibt keine bestimmte Verdienstgrenze, wenn Du Dich als Arbeitnehmer:in nebenberuflich selbstständig machst. Es ist lediglich wichtig, dass Du nicht mehr als in Deinem Hauptberuf verdienst.

Wie kann ich nebenbei 1000 Euro verdienen?

Um 1000 € nebenbei zu verdienen, gibt es viele Wege: Nutze gefragte Fähigkeiten wie Schreiben, Programmieren oder Design als Freelancer, biete deine Dienste als virtuelle Assistenz oder Nachhilfe an, verkaufe Produkte über Plattformen wie Etsy/Vinted, starte Affiliate-Marketing, baue einen YouTube-Kanal auf, oder generiere passives Einkommen durch digitale Produkte (E-Books, Kurse) oder das Vermieten von Wohnraum. Wichtig ist, die Zeit gut einzuteilen und eine passende Strategie zu wählen, die zu deinen Skills und Zielen passt.
 

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?

Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren oder eine Genehmigung einholen, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthält, der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz-Überschreitung), oder Sie Beamter sind; andernfalls ist eine reine Meldung oft ratsam, aber nicht immer zwingend, wobei Sie stets die vertraglichen Regelungen prüfen sollten. Eine schriftliche Meldung mit Details zum Nebenjob (Tätigkeit, Zeit, Ort) ist empfehlenswert, um Vertrauen zu fördern und Konflikte zu vermeiden. 

Wie viel Geld darf ich im Monat nebenbei verdienen?

Minijobber und Minijobberinnen mit einem Minijob mit Verdienstgrenze üben eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Wichtig ist: Sie dürfen durchschnittlich im Monat nicht mehr als 556 Euro verdienen. Auf ein Jahr gerechnet sind das bis zu 6.672 Euro.

Wie viel Geld pro Monat ist steuerfrei?

Beginnen wir mit dem Erfreulichen: Der Grundfreibetrag steigt um 312 Euro auf 12.096 Euro. Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer.

Wann ist eine Nebentätigkeit steuerfrei?

Du darfst bis zu 410 € im Jahr steuerfrei nebenberuflich verdienen. Minijobs musst du nicht in der Steuererklärung angeben. Nebeneinkünfte unterhalb von 820 € im Jahr werden dank Härteausgleich nicht voll besteuert. Ab 820 € im Jahr werden die Nebeneinkünfte voll besteuert.

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Wie viel darf ich verdienen, ohne dass ich Einkommensteuer bezahlen muss? Es ergibt sich keine Einkommensteuerschuld, sofern Ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag nicht übersteigt. Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Wie viel darf ich bei Vollzeit dazuverdienen?

Bei einem Vollzeitjob können Sie steuerpflichtige Nebeneinkünfte haben, solange Ihr Gesamteinkommen den jährlichen Grundfreibetrag (2024: 11.784 € für Singles) nicht übersteigt; aber für steuerfreie Minijobs gilt eine Grenze von 556 € pro Monat (6.672 € pro Jahr), während gewerbliche/freiberufliche Nebeneinkünfte bis zu 410 € pro Jahr steuerfrei bleiben können, bevor sie steuerpflichtig werden. 

Welche Nebentätigkeiten muss ich meinem Arbeitgeber melden?

Nebentätigkeiten müssen vom Hauptarbeitgeber nicht genehmigt werden. Der Arbeitnehmer ist jedoch verpflichtet, eine geplante Nebentätigkeit vor Aufnahme anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann.

Wie viele Stunden darf man am Tag mit Nebenjob arbeiten?

Mit einem Nebenjob dürfen Sie insgesamt nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten (Haupt- und Nebenjob zusammen), wobei die tägliche Grenze meist bei acht Stunden liegt und auf bis zu zehn Stunden verlängert werden kann, wenn die Durchschnittsregelung eingehalten wird; Ruhezeiten müssen ebenfalls beachtet werden, und Sie müssen Ihrem Hauptarbeitgeber die Nebentätigkeit melden, da sonst arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen. 

Ist ein 538 Euro Job steuerfrei?

Meistens zahlt der Arbeitgeber die Steuern bei Minijobs. Der 556-Euro-Minijob (bis 2024: 538-Euro-Minijob) kann mit zwei Prozent versteuert werden. Diese sogenannte Pauschsteuer fließt an die Minijob-Zentrale. Kurzfristige Minijobs werden nach der individuellen Lohnsteuerklasse oder pauschal mit 25 Prozent versteuert.

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?

Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen. 

Sind 60 Stunden pro Woche erlaubt?

Ja, man darf in Deutschland bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten, aber nur vorübergehend und unter bestimmten Ausgleichsregelungen, da die gesetzliche Grenze 48 Stunden (6 Tage) bzw. 40 Stunden (5 Tage) ist, aber durch Überstunden auf 60 Stunden (wöchentlich) ansteigen kann, solange der Durchschnitt über einen Zeitraum von sechs Monaten bei 8 Stunden täglich (48 Stunden/Woche) bleibt und Ruhezeiten eingehalten werden. Dies muss innerhalb eines Ausgleichszeitraums (max. 6 Monate) kompensiert werden, oft durch kürzere Arbeitszeiten oder Freizeitausgleich, und Tarifverträge können abweichende Regelungen haben.
 

Ist 160 Stunden pro Monat Vollzeit?

Ja, 160 Stunden pro Monat sind ein gängiger Richtwert für Vollzeit (basierend auf einer 40-Stunden-Woche), besonders in Monaten mit 20 Arbeitstagen, aber die tatsächliche Stundenzahl variiert je nach Monat und Feiertagen, wobei der Durchschnitt bei einer 40-Stunden-Woche bei ca. 173 Stunden/Monat liegt. Vollzeit bedeutet die im Betrieb übliche volle Arbeitszeit, die oft 40 Stunden/Woche (ca. 160-184 Std./Monat) beträgt, aber auch variieren kann. 

Sind 24h-Dienste erlaubt?

Ja, 24-Stunden-Dienste sind unter bestimmten, engen Voraussetzungen erlaubt, vor allem in Bereichen wie Pflege, Rettungsdienst oder Kinder- und Jugendhilfe, wo Arbeitsbereitschaft und Bereitschaftsdienst eine große Rolle spielen, aber sie sind nicht die Regel und müssen streng durch das Arbeitszeitgesetz (§ 3 ArbZG) und tarifvertragliche Regelungen (z.B. mit Ausgleich und Gefährdungsbeurteilungen) abgesichert werden, da sie eine hohe Gesundheitsbelastung darstellen. Die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 8 Stunden täglich darf zwar auf 10 Stunden verlängert werden, aber der Durchschnitt über 6 Monate darf 8 Stunden nicht übersteigen; bei 24-Stunden-Schichten greifen spezielle Ausnahmen.