Wie viel darf man steuerfrei dazuverdienen?
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Minijob im Einzelhandel oder in der Gastronomie Wenn du regelmäßig bis zu 556 Euro pro Monat verdienst und der Job als Minijob angemeldet ist, zahlt dein Arbeitgeber pauschal die Abgaben. Für dich bleibt der Lohn in der Regel steuerfrei.
Wie viel darf ich im Monat steuerfrei dazuverdienen?
Bis zu diesem Betrag darf also steuerfrei verdient werden. Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).
Wie viel Geld darf man verdienen, ohne Steuern zu zahlen?
Diese Teile nennt man "Freibeträge". Ein wichtiger Freibetrag ist zum Beispiel der sogenannte "Grundfreibetrag", der schon im Tarif eingearbeitet ist. Dieser liegt im Jahr 2021 bei 9.744 Euro, das bedeutet: bei einem Einkommen bis zu 9.744 Euro beträgt die Steuer 0 Euro.
Wie hoch ist die Steuerfreigrenze für Nebentätigkeit?
Wenn du im Hauptberuf abhängig beschäftigt bist, darfst du nebenbei freiberuflich oder gewerblich Einkünfte bis zu 410 Euro pro Jahr erzielen, ohne dass Steuern fällig werden ( § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG ). Unter Einkünften wird dabei der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten verstanden.
Ist ein 520 € Job steuerfrei?
Ein 520-Euro-Job (bzw. die aktuelle Grenze von 556 €/Monat seit 2024) ist in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei, solange du die monatliche Verdienstgrenze einhältst und es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt. Der Arbeitgeber zahlt eine pauschale Abgabe, aber für dich fallen meist keine direkten Steuern oder Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) an, wenn du keine weiteren Einkünfte hast; Rentenversicherungsbeiträge können entfallen, wenn man sich befreit. Bei Überschreitung der Grenze oder bei mehreren Jobs werden die Einkünfte addiert und es können Steuern fällig werden, die aber oft durch eine Steuererklärung erstattet werden.
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Wie viel Geld darf man verdienen, ohne Steuern zu zahlen, bei einem Minijob?
Was ist ein Minijob mit Verdienstgrenze? Minijobber und Minijobberinnen mit einem Minijob mit Verdienstgrenze üben eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Wichtig ist: Sie dürfen durchschnittlich im Monat nicht mehr als 556 Euro verdienen. Auf ein Jahr gerechnet sind das bis zu 6.672 Euro.
Was bleibt von 520 Euro Nebenjob?
Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung).
Was darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?
Wenn Sie vollzeit arbeiten, dürfen Sie dazuverdienen, oft über einen steuerfreien Minijob (bis 556 €/Monat 2025) oder einen Midijob (über 556 € bis ca. 2.000 €), wobei die Steuern auf den Nebenverdienst anfallen können, es sei denn, beide Jobs zusammen bleiben unter bestimmten Grenzen; wichtig sind die Zustimmung des Hauptarbeitgebers und die Beachtung der Arbeitszeit, damit der Hauptjob nicht leidet.
Was passiert, wenn ich mehr als 520 € im Nebenjob verdiene?
Ja, man kann im Minijob mehr als die monatliche Grenze (aktuell 556 € für 2025) verdienen, wenn es gelegentlich und unvorhersehbar geschieht, z.B. durch Krankheitsvertretung, maximal zwei Mal pro Jahr bis zum Doppelten der Grenze (1.112 €), ohne dass die Sozialversicherungspflicht eintritt, solange die jährliche Grenze (6.672 €) nicht dauerhaft überschritten wird. Regelmäßige Überschreitungen führen zum sozialversicherungspflichtigen Midijob.
Wie hoch ist der steuerfreie Zusatzverdienst?
2000 Euro können sie künftig pro Monat steuerfrei hinzuverdienen. Der Bundesrat hat dem entsprechenden Gesetz am 19. Dezember zugestimmt. Schon seit 2003 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr für Rentner. Das heißt, die Altersrente wird anders als früher nicht mehr gekürzt, wenn jemand arbeitet.
Wie viel darf ich verdienen, ohne dass ich Steuern zahlen muss?
Diese pauschale Abrechnung funktioniert nur, wenn Sie in Ihren Minijobs insgesamt nicht mehr als 556,- Euro (früher 538,- bzw. 520,- bzw. 450,- Euro) im Monat dazuverdienen. Liegen Sie regelmäßig über dieser Grenze, muss der Arbeitgeber Ihren Verdienst regulär versteuern.
Wie kann ich nebenbei 1000 Euro verdienen?
Um 1000 € nebenbei zu verdienen, gibt es viele Wege: Nutze gefragte Fähigkeiten wie Schreiben, Programmieren oder Design als Freelancer, biete deine Dienste als virtuelle Assistenz oder Nachhilfe an, verkaufe Produkte über Plattformen wie Etsy/Vinted, starte Affiliate-Marketing, baue einen YouTube-Kanal auf, oder generiere passives Einkommen durch digitale Produkte (E-Books, Kurse) oder das Vermieten von Wohnraum. Wichtig ist, die Zeit gut einzuteilen und eine passende Strategie zu wählen, die zu deinen Skills und Zielen passt.
Wie viel darf ich 2025 steuerfrei dazuverdienen?
2025 gibt es mehrere Möglichkeiten für steuerfreien Zuverdienst: Der Grundfreibetrag steigt auf 12.096 € pro Jahr (Existenzminimum). Bei Minijobs erhöht sich die Grenze auf 556 € monatlich (steuer- und abgabenfrei). Für Rentner kommt die geplante "Aktivrente" ab 2026 (aber diskutiert für 2025), die bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei ermöglichen könnte, aber noch nicht final beschlossen ist.
Ist eine nebenberufliche Tätigkeit steuerfrei?
Keine nebenberufliche Tätigkeit liegt vor, wenn sie ein Teil einer Haupttätigkeit ist. Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit können bis zu einem Höchstbetrag von 2.400,– € im Jahr steuerfrei sein.
Welche Einnahmen sind steuerfrei?
Steuerfreie Einnahmen in Form von staatlichen Zuschüssen Einige soziale Geld- und Sachleistungen, wie Arbeitslosengeld, Leistungen der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Unfallversicherung, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Kindergeld oder Zuschüsse für Neugeborene, aber auch Stipendien sind steuerfrei.
Muss ich meinen Nebenjob in der Steuererklärung angeben?
Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.
Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?
Wie viel darf ich verdienen, ohne dass ich Einkommensteuer bezahlen muss? Es ergibt sich keine Einkommensteuerschuld, sofern Ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag nicht übersteigt. Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).
Wann kommt der 600 € Minijob?
Die Minijob-Grenze wird nicht auf genau 600 €, sondern auf 603 € pro Monat angehoben, und das gilt ab dem 1. Januar 2026, weil der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde steigt, was eine automatische Anhebung der Grenze bedeutet. Diese Kopplung an den Mindestlohn ermöglicht es Minijobbern, bei gleicher Stundenzahl mehr zu verdienen, ohne ihren Status zu verlieren.
Sind 2 Minijobs erlaubt?
Ja, zwei oder mehr Minijobs sind erlaubt, aber der Gesamtverdienst aus allen Minijobs darf die monatliche Grenze von aktuell 556 € nicht überschreiten; wird die Grenze durch die Summe der Minijobs überschritten, werden alle Jobs versicherungspflichtig. Falls du neben den Minijobs eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung (z. B. Vollzeitjob) hast, darfst du zusätzlich nur einen Minijob machen, der dann abgabenfrei bleibt, während weitere Minijobs mit dem Hauptjob verrechnet werden.
Was darf ich zu meinem Vollzeitjob dazuverdienen?
Bei einem Vollzeitjob können Sie steuerpflichtige Nebeneinkünfte haben, solange Ihr Gesamteinkommen den jährlichen Grundfreibetrag (2024: 11.784 € für Singles) nicht übersteigt; aber für steuerfreie Minijobs gilt eine Grenze von 556 € pro Monat (6.672 € pro Jahr), während gewerbliche/freiberufliche Nebeneinkünfte bis zu 410 € pro Jahr steuerfrei bleiben können, bevor sie steuerpflichtig werden.
Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1800 € netto?
Bei 1800 € Netto bekommst du ungefähr 1080 € bis 1206 € Arbeitslosengeld (ALG I), da es sich um 60 % bis 67 % deines letzten fiktiven Nettogehalts handelt, wobei 67 % gilt, wenn du Kinder hast, und der genaue Betrag vom fiktiven Nettogehalt abhängt, das von deinem Brutto-Einkommen abgeleitet wird (nach pauschalen Abzügen).
Was ist der Freibetrag für Nebentätigkeit?
Der Freibetrag für einen Nebenjob hängt vom Kontext ab: Bei einem Minijob sind bis zu 556 € pro Monat steuer- und abgabenfrei, bei ALG I gibt es einen Freibetrag von 165 € Netto monatlich, während bei Bürgergeld ein gestaffelter Freibetrag (erst 100 € komplett, dann 20% von 100-520€ und 30% über 520€) gilt und bei BAföG ebenfalls 556 € pro Monat anrechnungsfrei sind.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?
Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber Minijobbern bis zu sechs Wochen lang den Lohn weiter, den sie ohne die Krankheit verdient hätten, basierend auf dem Durchschnitt der letzten vier Wochen. Diese Lohnfortzahlung wird vom Arbeitgeber über das U1-Verfahren bei der Knappschaft-Bahn-See (Arbeitgeberversicherung) erstattet (ca. 80 % der Aufwendungen). Minijobber erhalten danach kein Krankengeld von der Krankenkasse, da sie nicht in die Krankenversicherung einzahlen, es sei denn, sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob.
Was ändert sich 2026 für Minijobs?
Zum 1. Januar 2026 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde angehoben, was direkt die Minijob-Grenze erhöht: Minijobber dürfen dann bis zu 603 € monatlich verdienen (statt bisher 556 €), da die Verdienstgrenze an den Mindestlohn gekoppelt ist und somit mehr Verdienst ohne Statusverlust ermöglicht wird, mit weiteren Anpassungen 2027.