Wie viel Geld dürfen die Eltern verdienen, damit man BAföG bekommt?
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Es gibt keine starre Einkommensgrenze für Eltern, aber es gibt Freibeträge, die vom Elterneinkommen abgezogen werden, bevor der BAföG-Bedarf berechnet wird. Für verheiratete/zusammenlebende Eltern liegt der Grundfreibetrag aktuell bei 2.540 € (Stand Wintersemester 2024/25) und bei Alleinerziehenden bei 1.690 € pro Elternteil. Hinzu kommen Freibeträge für Geschwister und andere Unterhaltsberechtigte (z.B. 770 € für nicht-auszubildende Geschwister) sowie Stiefelternteile (z.B. 850 €).
Welches Einkommen meiner Eltern wird beim BAföG angerechnet?
Beim BAföG wird das Brutto-Jahreseinkommen der Eltern aus dem vorletzten Kalenderjahr (z.B. 2023 für den Bewilligungszeitraum ab 2025) herangezogen, inklusive Lohn, Kapitalerträgen etc., wovon hohe Freibeträge für Ehepartner und Geschwister abgezogen werden, und der verbleibende Betrag mindert dann den Förderungsanspruch, wobei bei niedrigerem aktuellen Einkommen ein Aktualisierungsantrag gestellt werden kann, um die Förderung zu sichern.
Sind 26/30 BAföG?
Die Zahlen 26 und 30 beim BAföG beziehen sich meist auf die Paragraphen § 26 BAföG (Vermögensanrechnung) und die Freibeträge nach § 30 BAföG (z.B. elternunabhängiges BAföG) und Altersgrenzen, wobei das Vermögen des Auszubildenden selbst sowie das Einkommen der Eltern (Freibeträge) über die Förderung entscheiden; bis 29 Jahre gilt ein Vermögensfreibetrag von 15.000 €, ab 30 Jahren steigt dieser auf 45.000 €. Die 26. BAföG-Novelle ist eine wichtige Gesetzesreform, die die Förderung verbessern soll.
Kann man BAföG bekommen, wenn die Eltern selbstständig sind?
Auch wenn deine Eltern selbstständig sind, kannst du BAföG bekommen; ihr Einkommen wird durch Freibeträge gemindert, wobei für Verheiratete z.B. 2.540 € (Stand 2024/25) monatlich anrechnungsfrei bleiben, zuzüglich Freibeträgen für weitere Kinder und Personen. Die Berechnung basiert auf dem Brutto-Einkommen des vorletzten Jahres, und bei deutlicher Verschlechterung kann ein Aktualisierungsantrag gestellt werden. Selbstständige Eltern müssen ihre Einkünfte wie gewohnt nachweisen, was aber den Anspruch nicht grundsätzlich ausschließt.
Wie viel dürfen die Eltern verdienen?
Wenn Deine Eltern verheiratet sind, dürfen sie nach Finanztip-Berechnung zusammen rund 41.500 € brutto im Jahr verdienen. Bis zu dieser Grenze kannst Du im Wintersemester 2025/26 den BAföG-Höchstsatz von 992 €/Monat bekommen – vorausgesetzt, Du wohnst nicht mehr bei den Eltern und bist selbst krankenversichert.
BAföG und Vermögen: So viel Vermögen darfst du haben!
Wie hoch darf das Einkommen der Eltern sein, um Studienbeihilfe zu bekommen?
Die zusätzlichen Einkünfte dürfen die Grenze von 16.455 Euro im Jahr nicht überschreiten, da man sonst den Anspruch auf Studienbeihilfe verliert. Diese Grenze erhöht sich pro Kind, für welches Unterhalt geleistet wird, um jeweils 2.988 Euro jährlich. Die Zuverdienstgrenze wurde im Oktober 2020 rückwirkend bis 01.
Wie hoch ist der Freibetrag für Eltern bei BAföG?
Beim BAföG wird das Vermögen der Eltern grundsätzlich nicht angerechnet, nur ihr Einkommen (nach Abzug von Freibeträgen wie 2.540 € für ein zusammenlebendes Elternpaar) zählt bei der Berechnung. Es gibt jedoch eigene Vermögensfreibeträge für den BAföG-Empfänger selbst: 15.000 € für Studierende unter 30 (45.000 € für über 30-Jährige), wobei das darüber liegende Vermögen den Förderbetrag mindert.
Wer bekommt kein BAföG?
Kein BAföG bekommt man, wenn das Einkommen der Eltern oder das eigene Vermögen zu hoch ist, man älter als 45 Jahre ist (ohne Ausnahmen), zu schnell studiert (weniger als 30 ECTS), im falschen Studiengang ist (z.B. nur ein Diplomabschluss, der kein Master mehr ist) oder bei unklarer Aufenthalts- und Bleibeperspektive. Auch wer schon einen abgeschlossenen, förderungsfähigen ersten Abschluss hat, bekommt meist keinen BAföG mehr.
Ist BAföG ab 25 Elternunabhängig?
Ja, elternunabhängiges BAföG ist ab 25 möglich, oft sogar einfacher, da das Einkommen der Eltern dann meist nicht mehr zählt, wenn du vor dem Studium mindestens fünf Jahre gearbeitet hast, eine abgeschlossene Ausbildung und danach mindestens drei Jahre gearbeitet hast, oder wenn du bei Studienbeginn über 30 Jahre alt bist, wobei auch andere Fälle (z.B. Waisen, unbekannter Aufenthaltsort der Eltern) zählen, da das Gesetz hier eine Förderung ohne elterliche Einbeziehung vorsieht, wenn die Eltern nicht unterhaltspflichtig sind oder die Förderung gefährdet wäre.
Soll BAföG abhängig vom Einkommen der Eltern sein?
BAföG berechnen
Vom Einkommen der Eltern können je nach Familienkonstellation (Eltern verheiratet, getrennt, geschieden), nach Kinderzahl, Ausbildung der Kinder und sonstigen Unterhaltspflichten unterschiedlich hohe Freibeträge abgezogen werden. Auch Einkommen und Vermögen der Studierenden werden berücksichtigt.
Wie viel BAföG bekommt man als Student, wenn man bei den Eltern wohnt?
Bei Schülern kommt es auf die Schulart an, wie viel BAföG möglich ist (und ob überhaupt). Wird nicht bei den Eltern gewohnt und ist keine Familienversicherung möglich, liegen die BAföG-Höchstsätze für Schüler seit August 2024 zwischen 803 € und 957 €. Bei den Eltern wohnend sind es lediglich 413 € bis 635 €.
Was ist das anrechenbare Einkommen?
Anrechenbares Einkommen ist der Teil Ihrer Einnahmen (Löhne, Renten, Unterhalt etc.), der bei Sozialleistungen wie Bürgergeld, Arbeitslosengeld oder Grundrente berücksichtigt wird, nachdem gesetzliche Freibeträge, Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Werbungskosten abgezogen wurden, um Ihren tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und Ihre Leistung zu kürzen oder zu streichen. Grundsätzlich zählen fast alle Geld- oder geldwerten Leistungen, es gibt jedoch spezifische Abzüge und Freibeträge je nach Art der Leistung und Höhe des Einkommens.
Welches Einkommen der Eltern wird beim BAföG angerechnet?
Beim BAföG wird das Brutto-Jahreseinkommen der Eltern aus dem vorletzten Kalenderjahr (z.B. 2023 für den Bewilligungszeitraum ab 2025) herangezogen, inklusive Lohn, Kapitalerträgen etc., wovon hohe Freibeträge für Ehepartner und Geschwister abgezogen werden, und der verbleibende Betrag mindert dann den Förderungsanspruch, wobei bei niedrigerem aktuellen Einkommen ein Aktualisierungsantrag gestellt werden kann, um die Förderung zu sichern.
Wann wird das BAföG abgelehnt?
BAföG wird abgelehnt, wenn das Einkommen der Eltern/des Ehepartners/des Antragstellers zu hoch ist, eigenes Vermögen die Grenze überschreitet, man zu alt ist (meist über 45 bei Beginn), in Teilzeit studiert, die Regelstudienzeit überschreitet (nach dem 4. Semester), es sich um ein Zweitstudium handelt oder wichtige Unterlagen fehlen/Fehler enthalten sind, wie zu alte Kontoauszüge oder falsche Angaben. Auch Fehler im Antrag oder das Nichterfüllen von Zulassungsvoraussetzungen können zur Ablehnung führen.
Wie viel Geld von Eltern ohne BAföG?
Der Freibetrag bei getrenntlebenden Eltern ist 1690€/Monat pro Elternteil. (wenn sie getrennt leben werden die Einkommen nicht mehr zusammen berechnet sondern getrennt.) Bei dir bleiben 556€/Monat deines Einkommens anrechnungsfrei, alles darüber wird dir abgezogen.
Ist BAföG möglich, wenn die Eltern zu viel verdienen?
Auch wenn Eltern zu viel verdienen, kannst du trotzdem BAföG bekommen – es gibt Freibeträge, und oft bleibt ein Restanspruch, besonders bei höheren Einkommen über dem Grundfreibetrag (ca. 2.540 €/Monat für verheiratete Eltern). Du solltest immer einen Antrag stellen, da es auch elternunabhängiges BAföG (z.B. nach § 11 Abs. 2a BAföG) gibt und spezielle Härtefälle (Behinderung, Unterhaltspflichten) zu höheren Freibeträgen führen. Es lohnt sich, den Antrag zu stellen, weil die Berechnung komplex ist und du oft noch eine Förderung (auch wenn es weniger ist) erhältst, da nur der übersteigende Betrag angerechnet wird.
Wann wird BAföG nicht bezahlt?
Wenn Sie die BAföG-Raten nicht zahlen können
Wer 5 Jahre nach der Förderung nicht mehr als 1.690 Euro netto monatlich verdient, kann einen Antrag stellen, um die Rückzahlung auszusetzen.
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um BAföG zu bekommen?
Bafög-Voraussetzungen sind hauptsächlich eine förderfähige Ausbildung (staatlich anerkannt, Vollzeit, meist Erstausbildung), das Alter (normalerweise unter 30/45 Jahren beim Start), Bedürftigkeit (Einkommen & Vermögen der Eltern/eigenes unter Freibeträgen), sowie der Nachweis von Leistungen (Leistungspunkte/ECTS) im Studium. Du bekommst BAföG, wenn deine Ausbildung die Anforderungen erfüllt und du bedürftig bist, wobei dein eigenes Einkommen und Vermögen (bis 15.000€, ab 30 Jahren 45.000€) sowie das deiner Eltern angerechnet wird.
Wie viel darf man bei elternunabhängigem BAföG verdienen?
Du darfst bis zu 15.000€ (Stand: Juli 2022 – 27. BAföG-ÄnderungG) Vermögen besitzen. Bist Du über 30 Jahre alt, sogar bis zu 45.000€. Hast du einen Minijob, darfst Du bis zu 520€ verdienen.
Wie viel dürfen Eltern verdienen für Auslandsbafög?
Beim Auslands-BAföG sind die Einkommensgrenzen der Eltern relevant, basierend auf Freibeträgen: Verheiratete Eltern haben einen Grundfreibetrag von 2.540 €, Alleinerziehende/Alleinstehende 1.690 €, und für jedes weitere Kind gibt es zusätzliche Freibeträge (je nach Fall). Das Einkommen wird auf das gesamte Jahr berechnet und Freibeträge für Kinder und Ehepartner abgezogen; der Rest wird geteilt und mindert den BAföG-Satz, weshalb auch bei höherem Einkommen eine Förderung möglich ist.
Wie viel Vermögen braucht man für BAföG?
Die BAföG-Vermögensgrenze liegt für Studierende unter 30 Jahren bei 15.000 € und für Studierende ab 30 Jahren bei 45.000 €, wobei zusätzlich Freibeträge von 2.300 € pro Ehepartner und Kind gelten. Übersteigt das Vermögen diese Freibeträge, wird der Mehrbetrag durch die Anzahl der Bewilligungsmonate geteilt und monatlich vom BAföG-Satz abgezogen, bis das gesamte Vermögen aufgebraucht ist.
Wie viel Geld bekommen Studenten von ihren Eltern?
Eltern müssen ihren studierenden Kindern Unterhalt zahlen, in der Regel 990 € monatlich (Stand 2025/2026) nach der Düsseldorfer Tabelle, wenn das Kind nicht zu Hause wohnt, wobei dies den Bedarf abdeckt, exklusive Krankenversicherung und Studiengebühren. Lebt das Kind noch zu Hause, richtet sich der Betrag nach dem Einkommen der Eltern (Düsseldorfer Tabelle), und das Kindergeld wird angerechnet. Der Unterhaltspflicht endet mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss und kann durch eigene Einkünfte des Kindes (z.B. BAföG) gemindert werden.
Wann verliert man den Anspruch auf Studienbeihilfe?
Wenn während des Zuerkennungszeitraumes (zwei Semester oder ein Ausbildungsjahr) die Studienrichtung oder die Bildungseinrichtung gewechselt wird, erlischt der Anspruch auf Studienbeihilfe. Für die neue Studienrichtung ist neuerlich ein persönlicher Antrag zu stellen (kein Systemantrag möglich!).
Wie hoch ist die Höchststudienbeihilfe?
Die Höchststudienbeihilfe für Studierende unter 24, die am Wohnort der Eltern oder in dessen Nähe studieren, beträgt 404 € pro Monat bzw. 4.848 € pro Jahr. Für auswärtige Studierende, Vollwaisen, Studierende über 24, Studierende mit Kind(ern) und verheiratete Studierende beträgt der Grundbetrag 705 € pro Monat bzw.