Wie viel Geld spare ich mit einem Kirchenaustritt?

Gefragt von: Elisabeth Hermann
sternezahl: 4.3/5 (57 sternebewertungen)

Konkrete Beispielrechnung: Bei einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro beträgt die Kirchensteuerersparnis nach einem Austritt etwa 480 Euro jährlich in Bundesländern mit 9% Kirchensteuersatz. Bei einem Einkommen von 100.000 Euro kann die Ersparnis bereits über 800 Euro jährlich betragen.

Wie viel Geld kann man mit einem Kirchenaustritt sparen?

Während als Mitglied in der Kirche jeden Monat 37,49 Euro Kirchensteuer vom Finanzamt einbehalten werden, fallen jene nach einem Austritt weg. Dies führt zu einer jährlichen Ersparnis in Höhe von 449,91 Euro.

Hat man Vorteile, wenn man aus der Kirche austritt?

Die Hauptvorteile eines Kirchenaustritts sind finanzielle Einsparungen durch den Wegfall der Kirchensteuer, die oft mehrere hundert Euro jährlich beträgt, und eine größere persönliche Freiheit, um eigene religiöse oder soziale Werte zu leben, ohne die Institution zu unterstützen, was oft durch Skandale motiviert ist. Man erhält mehr Kontrolle über das eigene Geld, um es gezielter zu spenden, und vermeidet moralische Bedenken gegenüber der Kirche als Institution. 

Wie teuer ist es, wenn man aus der Kirche austritt?

Für den Kirchenaustritt werden je nach Bundesland Gebühren fällig. Diese belaufen sich in der Regel auf 30,00 Euro. Bei dem Betrag handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Geldleistung, die für die Bearbeitung des Kirchenaustritts in Form von Personaleinsatz sowie Material- und Sachkosten fällig wird.

Wie viel Ersparnis hat ein Kirchenaustritt?

Konkrete Beispielrechnung: Bei einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro beträgt die Kirchensteuerersparnis nach einem Austritt etwa 480 Euro jährlich in Bundesländern mit 9% Kirchensteuersatz. Bei einem Einkommen von 100.000 Euro kann die Ersparnis bereits über 800 Euro jährlich betragen.

Warum SIE so FRÜH wie möglich in Rente gehen sollten! (6 Gründe)

41 verwandte Fragen gefunden

Welche Nachteile hat ein Kirchenaustritt?

Ein Kirchenaustritt führt zum Verlust von Gemeinschaft und kirchlichen Angeboten wie Sakramenten (Taufe, Kommunion, kirchliche Trauung) und kirchlichen Bestattungen; Nachteile können auch soziale Kritik, der Wegfall von Jobchancen bei kirchlichen Trägern und der Verlust der Möglichkeit, Taufpate zu werden, sein, auch wenn die finanzielle Belastung (Kirchensteuer) entfällt und zivilrechtliche Konsequenzen meist ausbleiben. 

Warum sollte man in der Kirche bleiben?

Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod.

Was muss ich anstelle von Kirchensteuer zahlen?

Spenden bieten eine schöne Alternative zur Kirchensteuer. Während mit dem Kirchgeld und Kollekten vorab ausgewählte soziale Einrichtungen oder Organisationen unterstützt werden, haben Sie bei Ihrer Spende freie Wahl, wohin das Geld fließen soll. Nicht die Kirche bestimmt das Ziel Ihrer Spende, sondern Sie.

Wer beerdigt mich, wenn ich nicht in der Kirche bin?

Wenn Sie nicht in der Kirche sind, werden Sie trotzdem beerdigt, aber die Zeremonie ist weltlich statt kirchlich; ein Trauerredner, ein Bestattungsunternehmen organisiert alles, oft auf einem kommunalen Friedhof, und die Angehörigen gestalten die Feier persönlich mit Reden, Musik und Abschiedsritualen, ohne Pfarrer und religiöse Symbole. Sie müssen sich keine Sorgen machen – es gibt viele Alternativen zur kirchlichen Bestattung, wie z.B. Waldbestattungen oder Seebestattungen, die eine würdevolle Verabschiedung ermöglichen. 

Hat man mehr Netto, wenn man aus der Kirche austritt?

Steuerliche Änderungen: Nach einem Kirchenaustritt treten steuerliche Änderungen in der Regel ab dem folgenden Monat in Kraft, nach dem Sie den Kirchenaustritt bekundet haben. Dies bedeutet, dass ab dem ersten Tag des Monats nach dem Kirchenaustritt die Kirchensteuer nicht mehr von Ihrem Einkommen abgezogen wird.

Wie viel bleibt bei 3000 € brutto übrig?

Bei 3.000 € brutto bleiben Ihnen netto je nach Steuerklasse und persönlichen Faktoren ungefähr 2.000 € bis 2.300 € übrig, wobei Singles (Steuerklasse 1) meist um die 2.028 € erhalten, während Verheiratete in Steuerklasse 3 mehr, um die 2.300 €, bekommen; die genaue Summe hängt von Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) und Steuern (Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer) ab. 

Warum muss ich Kirchensteuer zahlen, obwohl ich ausgetreten bin?

Nach dem Kirchenaustritt informiert die Meldebehörde automatisch das zuständige Finanzamt, damit dieses die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ändert. Für die Zeit nach Ihrem Kirchenaustritt wird also bei der monatlichen Gehaltsabrechnung keine Kirchensteuer mehr einbehalten.

Wie viel Kirchensteuer bei 4.000 € brutto?

Hätte Herr Müller hingegen ein Bruttogehalt von 4.000 Euro im Monat, würde seine Kirchensteuer bei etwa 56 Euro liegen. Nach Anrechnung bei der Steuer blieben noch 37 Euro.

Wann am besten aus der Kirche austreten?

Den besten Zeitpunkt für den Kirchenaustritt gibt es nicht pauschal, aber finanziell ist es optimal, gegen Ende des Monats oder Quartals auszutreten, damit die Kirchensteuerpflicht mit dem Monatsende endet und Sie für den Rest des Jahres sparen. Organisatorisch erfolgt der Austritt bei Standesamt/Amtsgericht und ist sofort wirksam, wobei Sie eine Bescheinigung für das Finanzamt benötigen. Wichtig ist, dass Sie Ihre persönlichen Gründe (Geld, Glaube, Unzufriedenheit) abwägen und den Austritt formal korrekt erklären, um Steuern zu sparen und die Wirksamkeit sicherzustellen. 

Wann lohnt sich ein Kirchenaustritt finanziell?

Ob sich ein Kirchenaustritt finanziell lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom Einkommen des Kirchenmitglieds und dem Kirchensteuersatz im jeweiligen Bundesland. Die Kirchensteuer in Deutschland beträgt 8% oder 9% des zu versteuernden Einkommens, je nach Bundesland.

Wie viel spare ich, wenn ich aus der Kirche austrete?

Steuerliche Ersparnisse: Kirchenaustritt spart durchschnittlich 280-290 Euro jährlich. Verantwortung: Austritt, um nur Institutionen zu unterstützen, die den eigenen Werten entsprechen. Kein Religionsunterricht: Befreiung schulpflichtiger Kinder vom Religionsunterricht.

Wie lange muss man noch Kirchensteuer zahlen nach Austritt?

Mit Ablauf des Monats, in dem der Austritt wirksam wird (dies kann 1-2 Monate dauern), endet die Kirchensteuerpflicht. Ab dem nachfolgenden Monat müssen Sie keine Kirchensteuer mehr zahlen.

Was ist der Nachteil, wenn man aus der Kirche austritt?

Nachteile eines Kirchenaustritts sind der Verlust sozialer Bindungen und Gemeinschaft, der Wegfall kirchlicher Dienste (wie seelsorgerische Betreuung) und die Unmöglichkeit kirchlicher Zeremonien (Taufe, kirchliche Trauung, Beerdigung), auch können sich berufliche Nachteile bei kirchlichen Trägern ergeben und familiäre/soziale Spannungen auftreten, wobei die administrativen Hürden oft gering sind.
 

Müssen wir wirklich in die Kirche gehen?

Auch wenn man natürlich nicht in die Kirche gehen muss, um eine Beziehung zu Jesus aufzubauen , macht die Bibel deutlich, dass das Zusammensein mit anderen Gläubigen für das geistliche Wachstum sehr förderlich sein kann.

Warum verlassen immer mehr Menschen die Kirche?

Viele Menschen treten aus der Kirche aus, weil Missbrauchsskandale und der mangelnde Umgang damit das Vertrauen erschüttert haben, die Kirchensteuer als finanzieller Faktor eine große Rolle spielt, die Kirche als Institution nicht mehr mit der modernen Lebensrealität (z.B. bei Themen wie LGBTQ+) übereinstimmt und ein allgemeiner gesellschaftlicher Trend zur Individualisierung sowie die Einsicht, christlich auch ohne formale Mitgliedschaft leben zu können, zu Austritten führt. 

Was verliere ich, wenn ich aus der Kirche austrete?

Aus der Kirche austreten spart Geld. Der am häufigsten genannte Grund für den Austritt ist laut EKD die Kirchensteuer, welche dann wegfällt. Mitglieder zahlen pro Jahr meist mehrere Hundert Euro an die Kirchen. Wie hoch genau die Kirchensteuer ausfällt, unterscheidet sich je nach Bundesland.

Wann sollte man eine Kirche verlassen?

Es gibt viele gute Gründe, eine Gemeinde zu verlassen: Man zieht beispielsweise um oder die Gemeinde hat sich von der Lehre des Wortes Gottes entfernt . Aber es gibt auch viele schlechte Gründe, eine Gemeinde zu verlassen, etwa ein Konflikt, den man lösen sollte, oder ein Wunsch, der nicht erfüllt wurde. Hinterfragen Sie Ihre Beweggründe ehrlich.

Was darf man nach einem Kirchenaustritt nicht mehr?

Wenn man aus der Kirche austritt, verliert man vor allem das Recht auf kirchliche Sakramente (Taufe, kirchliche Trauung, Kommunion, Firmung) und kirchliche Beerdigungen, darf oft nicht mehr Taufpate sein und verliert Jobs bei kirchlichen Trägern, aber man spart die Kirchensteuer. Der Hauptgrund ist der Verlust der Mitgliedschaft und damit der Anspruch auf die damit verbundenen Leistungen und Pflichten, insbesondere der Kirchensteuer.