Wie viel ist bei Abfindung steuerfrei?

Gefragt von: Felicitas Büttner B.A.
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Der Freibetrag für bestimmte Abfindungen, wie die durch Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag, beläuft sich auf 7.200 Euro. Dieser Betrag reduziert den zu versteuernden Betrag der Abfindung entsprechend. Folglich ist die Abfindung bei einem Minijob ebenfalls nicht steuerfrei.

In welcher Höhe ist eine Abfindung steuerfrei?

Der steuerfreie Höchstbetrag liegt bei 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung, multipliziert mit der Anzahl der Beschäftigungsjahre (begrenzt auf maximal zehn Jahre). Beispiel West, Jahr 2023: Für 2023 lag der steuerfreie Höchstbetrag bei 35.040 Euro.

Was bleibt von einer 50000 Euro Abfindung?

Von 50.000 € Abfindung bleiben nach Steuern meistens rund 30.000 € bis 38.000 € netto übrig (ca. 60-76%), da sie als "außerordentliche Einkünfte" besteuert werden, oft durch die Fünftelregelung steuerlich begünstigt, die die Steuerlast verteilt, aber Sozialversicherungsbeiträge fallen normalerweise weg, außer bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. Die genaue Summe hängt stark von Ihrem restlichen Einkommen im Jahr der Auszahlung und Ihrem persönlichen Steuersatz ab, weshalb ein Online-Rechner oder eine Steuerberatung sinnvoll sind. 

Wie viel bleibt netto von der Abfindung?

Eine Nettoabfindung ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern (hauptsächlich durch die Fünftelregelung) übrig bleibt, da Abfindungen zwar steuerpflichtig, aber nicht sozialversicherungspflichtig sind. Sie wird brutto verhandelt, und die Höhe hängt von persönlichen Faktoren, Verhandlung und der Fünftelregelung ab, was oft eine erhebliche Differenz zum Bruttobetrag bedeutet; spezielle Rechner helfen bei der Schätzung.
 

Wie wird die Auszahlung einer Abfindung versteuert?

Eine Abfindung ist eine einmalige Zahlung bei Jobverlust, meist verhandelt in einem Aufhebungsvertrag, die den Verdienstausfall ausgleicht, aber steuerpflichtig ist, wobei die {Fünftelregelung} oft den Steuersatz senkt und die Auszahlung steuerlich optimiert werden kann (z.B. durch Verschiebung ins Folgejahr), während sie sozialabgabenfrei ist und meist mit Ende des Arbeitsverhältnisses fällig wird. 

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Ist eine Abfindung besser als eine Entlassung?

Die gesetzliche Abfindung hängt vom Arbeitsvertrag, der Betriebszugehörigkeit und den Kündigungsgründen ab. Eine Abfindung kann ein umfangreicheres Paket sein, das neben der Abfindung auch weitere Leistungen wie Sozialleistungen und Boni umfasst .

Wie hoch ist die Abfindung nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit hängt die Abfindung von Ihrem Bruttogehalt und den Verhandlungen ab, aber die Faustregel ist 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr (§ 1a KSchG), was bei 3.000 € Gehalt 45.000 € (30 Jahre x 0,5 x 3.000 €) ergibt; oft können durch Alter (z.B. über 50) und Verhandlung noch höhere Summen erzielt werden, manchmal bis zu 15 Monatsgehälter. 

Was ist üblich bei einer Abfindung?

Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber orientieren sich bei Verhandlungen über die Höhe einer Abfindung an der Daumenregel, dass ein halbes bis volles Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung "angemessen" ist.

Wie wird die Abfindung ab 2025 versteuert?

Was sich bei der Versteuerung von Abfindungen ändert

Ab dem Jahr 2025 werden Abfindungen nur noch im Rahmen der Einkommensteuererklärung versteuert. Denn das bisherige Vorgehen, die Besteuerung nach der »Fünftelregelung« im Rahmen der Berechnung der Lohnsteuer vorzunehmen, wird aufgehoben.

Wann lohnt sich eine Abfindung?

Eine Abfindung lohnt sich, wenn die Kündigung unwirksam ist, Sie sich neu orientieren wollen oder einen schnellen Ausstieg aus einem belastenden Job suchen, um sich finanziell abzusichern, aber nur, wenn das Angebot fair ist (oft 0,5-1,0 Bruttogehälter pro Jahr) und Sie nicht den Arbeitsplatz behalten möchten; verhandeln Sie immer mit Anwalt, um das Beste herauszuholen.
 

Wie kann ich Steuern auf meine Abfindung sparen?

Abfindungen sind einkommensteuerpflichtig. Mit der sogenannten Fünftelregelung kann die Steuerlast jedoch oft reduziert werden. Ab 2025 kann die Fünftelregelung nur noch vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin selbst rückwirkend im Rahmen der Steuererklärung in Anspruch genommen werden.

Welche Abzüge gibt es bei Abfindungszahlung?

Bei einer Abfindung fallen keine Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) an, aber sie ist grundsätzlich voll steuerpflichtig (Lohnsteuer, Soli, ggf. Kirchensteuer) als außerordentliche Einkunft, was oft zu einem höheren Steuersatz führt, aber durch die sogenannte Fünftelregelung in der Steuererklärung (§ 34 EStG) erheblich gemindert werden kann. Seit 2025 wird die Fünftelregelung nicht mehr vom Arbeitgeber beim Lohnabzug berücksichtigt, sondern muss über die Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden, wodurch Sie eventuell zu viel gezahlte Steuern zurückerhalten. 

Wann am besten eine Abfindung auszahlen lassen?

Eine Abfindung wird in der Regel mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses fällig, also am letzten Arbeitstag, sofern nichts anderes vereinbart wurde, was oft bei gerichtlichen Vergleichen der Fall ist, wo sie sofort mit Abschluss des Vergleichs fällig wird. Die genaue Auszahlung hängt vom jeweiligen Abfindungs-Grund ab (Aufhebungsvertrag, gerichtlicher Vergleich, Sozialplan, § 1a KSchG) und wird im Vertrag oder Vergleich geregelt; sie ist ein Bruttobetrag, der versteuert wird.
 

Wie hoch ist die maximale Abfindung bei einem Aufhebungsvertrag?

Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für eine Abfindung bei einem Aufhebungsvertrag; die Höhe ist Verhandlungssache und hängt stark von Ihrer Verhandlungsposition ab, wobei die gängige Faustregel 0,5 bis 1,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr ist, je besser die Chancen des Arbeitgebers auf eine wirksame Kündigung (oder deren Vermeidung). Je unwahrscheinlicher eine Kündigung rechtlich Bestand hätte, desto höher fällt die Abfindung aus, oft unterstützt durch einen Anwalt für Arbeitsrecht, der die Situation juristisch bewertet.
 

Welche Nachteile hat eine Abfindung?

Nachteile einer Abfindung sind oft eine drohende Sperrzeit beim Arbeitslosengeld durch die Agentur für Arbeit, hohe Steuerbelastungen, der Verzicht auf den Kündigungsschutz und damit verbundene Klagemöglichkeiten, sowie der Verlust sonstiger Ansprüche (betriebliche Altersvorsorge, Sonderkündigungsschutz), was langfristig zu Lücken in der Sozialversicherung führen kann und bei Bewerbungen Fragen aufwerfen kann. Vor allem ältere Arbeitnehmer müssen die langfristigen Auswirkungen auf ihre Altersvorsorge bedenken, wenn sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgeben. 

Was bleibt von einer Abfindung?

Von einer Abfindung bleibt nach Steuern netto deutlich weniger übrig als der Bruttobetrag, da sie steuerpflichtig ist, aber keine Sozialabgaben (Rente, Kranken, Pflege, Arbeitslosigkeit) fallen an. Die genaue Summe hängt von der Höhe der Abfindung, Ihrer Steuerklasse, Ihrem Jahreseinkommen und der Anwendung der Fünftelregelung (für außerordentliche Einkünfte) ab, die die Steuerlast senken soll. Oft bleiben bei einer 50.000 € Brutto-Abfindung rund 30.000 bis 38.000 € netto übrig, aber spezielle Online-Rechner können dies genauer schätzen.
 

Was steht mir nach 20 Jahren an Abfindung zu?

Nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit gibt es keinen automatischen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung, aber sie ist bei betriebsbedingten Kündigungen oder in Aufhebungsverträgen üblich, oft basierend auf der Faustregel von 0,5 bis 1,5 Bruttomonatsgehältern pro Jahr (also 10 bis 30 Monatsgehälter bei 20 Jahren), wobei Alter und die Schwierigkeit der Jobsuche die Verhandlung beeinflussen und höhere Summen möglich sind. Die Berechnung startet oft mit 0,5 Gehältern pro Jahr, kann aber durch Verhandlungen (z.B. 1,0 oder mehr) auf bis zu 10 bis 30 Monatsgehälter steigen, was sechsstellige Beträge ergeben kann.
 

Wie viel Abfindung ist realistisch?

Eine übliche Abfindung beträgt oft 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr, was als Regelabfindung gilt, aber die tatsächliche Höhe variiert stark je nach Verhandlungsposition, Branche, Unternehmensgröße und Dauer der Betriebszugehörigkeit und kann auch 1 bis 1,5 Monatsgehälter pro Jahr oder deutlich mehr betragen. 

Welches Gehalt zählt bei Abfindung?

Bei der Abfindung zählt das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt als Basis, inklusive regelmäßiger Zuschläge (Schicht, Nacht, Gefahren), Prämien, Provisionen, Tantiemen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie geldwerter Vorteile wie ein Dienstwagen. Die genaue Berechnung erfolgt oft nach der Faustformel 0,5 Brutto-Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr, aber alle variablen Bestandteile des Jahresgehalts sollten berücksichtigt werden, meist durch Teilen des Jahresgehalts (z.B. aus der Dezemberabrechnung) durch 12, da dies Verhandlungssache ist. 

Wann muss der Chef keine Abfindung zahlen?

Ein Arbeitgeber muss keine Abfindung zahlen, wenn die Kündigung rechtlich wirksam ist (z.B. verhaltens- oder personenbedingt bei Fehlverhalten) oder der Arbeitnehmer die dreiwöchige Klagefrist versäumt, aber auch bei wirksamer betriebsbedingter Kündigung ohne Sozialplan oder Abfindungsangebot (z.B. in Kleinbetrieben). Auch bei einer Eigenkündigung oder einem fristlosen Rauswurf aus wichtigem Grund entfällt die Pflicht, wobei Abfindungen oft im Gütetermin verhandelt werden, um Prozesse zu vermeiden. 

Was sollte man bei einer Abfindung beachten?

Bei einer Abfindung müssen Sie die Verhandlung der Höhe (oft 0,5 Gehälter pro Jahr), die steuerlichen Aspekte (Fünftelregelung, Progressionsvorbehalt), die Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld (Sperrzeit durch Aufhebungsvertrag, Ruhenlassen) sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen (Kündigungsschutz, Sozialplan) beachten; eine anwaltliche Prüfung ist oft ratsam, um formelle Fehler auszunutzen und eine faire Summe zu erzielen, besonders bei längerer Betriebszugehörigkeit. 

Soll man eine Abfindung nehmen?

Eine Abfindung kann helfen, die Zeit bis zum nächsten Job finanziell abzusichern. Gerade wenn Sie noch keine neue Stelle gefunden haben, schafft die Zahlung einen gewissen Spielraum für Bewerbungsphasen, Umschulungen oder berufliche Neuorientierung.