Wie viel kostet es, sich selbst zu versichern?

Gefragt von: Herr Dr. Gerold Kaiser B.A.
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Die Kosten für eine Selbstversicherung hängen stark davon ab, ob Sie in der gesetzlichen (GKV) oder privaten (PKV) Krankenversicherung sind und wie hoch Ihr Einkommen ist, wobei die GKV einen Mindestbeitrag hat, der 2025 bei etwa 213 € (plus Pflege) liegt, während die PKV bei Selbstständigen oft zwischen 350 € und 550 € oder mehr beginnt, basierend auf Alter und Gesundheitszustand.

Was kostet es, sich selbst gesetzlich zu versichern?

Selbst gesetzlich krankenversichern kostet monatlich mindestens ca. 228 € (2025/2026) und höchstens um die 1.000 €, abhängig vom Einkommen und der gewählten Kasse, wobei der Beitrag auf Basis des Gesamteinkommens berechnet wird (14,6 % + Zusatzbeitrag + Pflegeversicherung) und es einen Mindestbeitrag gibt, auch bei geringem Einkommen. Der genaue Betrag hängt von Ihrem Einkommen, dem individuellen Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse und dem Anspruch auf Krankengeld ab. 

Was kostet es, sich selber zu versichern?

Der Beitrag für die Selbstversicherung in der Krankenversicherung beträgt 526,79 Euro pro Monat (Wert für 2025). Ist die finanzielle Lage der Antragstellerin / des Antragstellers angespannt, besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Ermäßigung dieses Beitrags zu stellen.

Was kostet mich eine Krankenversicherung, wenn ich nicht arbeite?

Eine Krankenversicherung ohne Einkommen kostet in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für freiwillig Versicherte einen monatlichen Mindestbeitrag, der sich um ca. 185 € bis 220 € bewegt (Stand 2025/2026), plus Pflegeversicherung, basierend auf einem fiktiven Mindesteinkommen, auch wenn Sie nichts verdienen. Bei Bezug von Sozialleistungen wie ALG I oder ALG II übernimmt der Staat die Beiträge teilweise oder ganz.
 

Wie teuer ist es, sich selbst privat zu versichern?

Ein 30-Jähriger Angestellter zahlt für eine Privatversicherung etwa 250 Euro pro Monat. Selbstständige zahlen meist zwischen 350 und 550 Euro für ihre Tarife. Wer in jungen Jahren in die private Krankenversicherung eintritt, profitiert häufig von günstigeren Beitragskosten.

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Ist privat versichern günstiger als gesetzlich?

Ja, eine private Krankenversicherung (PKV) kann für bestimmte Personengruppen, besonders für junge Gutverdiener, Selbstständige und Beamte, günstiger sein als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), da Beiträge einkommsunabhängig sind, aber auch höhere Leistungen ermöglichen; im Alter steigen die PKV-Beiträge jedoch oft stark an, weshalb Altersrückstellungen (z.B. über einen Rürup-Vertrag) wichtig sind, da ein Wechsel zurück in die GKV schwierig ist.
 

Was kostet eine freiwillige Versicherung bei der AOK?

Beitragssatz Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Der allgemeine Beitragssatz der Krankenversicherung beträgt 14,6 Prozent des monatlichen Einkommens. Der ermäßigte Beitragssatz liegt bei 14,0 Prozent. Hinzu kommt in beiden Fällen der kassenindividuelle Zusatzbeitrag Ihrer AOK.

Wie versichere ich mich ohne Arbeit?

Ohne Arbeit bist du in Deutschland meist über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abgesichert, entweder durch Arbeitslosengeld (ALG I) (BA zahlt Beiträge), durch Familienversicherung (bei Partner in GKV) oder durch freiwillige Versicherung (Mindestbeitrag, wenn kein Einkommen, z.B. bei ALG II oder Selbstständigkeit ohne Einkommen). Privatversicherte können unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. <5 Jahre GKV vorher) auch privat bleiben. Die Beiträge für die freiwillige GKV basieren auf einem fiktiven Einkommen, wenn du kein Einkommen hast. 

Kann ich meine Krankenversicherung selbst bezahlen, wenn ich kein Einkommen habe?

Wer in Deutschland keine Einkünfte hat, muss sich trotzdem selbst krankenversichern, meist freiwillig gesetzlich, wobei ein Mindestbeitrag fällig wird, der sich an einem fiktiven Einkommen orientiert (ca. 220-230 €/Monat 2025/2026, plus Pflegeversicherung), auch wenn man weniger verdient. Bei Arbeitslosigkeit zahlt das Jobcenter die Beiträge, solange kein Bürgergeld bezogen wird, ansonsten übernimmt die Agentur für Arbeit bei Sperrzeit, aber bei Abfindungen müssen die Beiträge selbst gezahlt werden. Alternativen sind die kostenlose Familienversicherung oder die private Krankenversicherung (PKV). 

Ist die AOK gesetzlich privat versichert?

Die AOK ist eine gesetzliche Krankenkasse und bietet keine private Vollversicherung an, aber Selbstständige oder Gutverdiener können sich freiwillig gesetzlich bei der AOK versichern oder private Zusatzleistungen (z.B. für Krankenhausaufenthalt als Privatpatient) abschließen, um private Vorteile zu erhalten. Das bedeutet, man ist entweder gesetzlich (Pflicht oder freiwillig) oder privat versichert – eine Mischung gibt es nicht, aber die AOK ergänzt den gesetzlichen Schutz durch private Zusatzversicherungen. 

Wie viel Geld braucht man, um privat versichert zu sein?

Versicherungspflichtgrenze schränkt Wahlfreiheit ein

Die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze begrenzt auch den Kreis der Arbeitnehmer, die sich für eine private Krankenversicherung entscheiden können. Seit 2013 wurde diese Entgeltgrenze um über 48 Prozent erhöht: von 52.200 Euro auf 77.400 Euro ab 2026.

Kann ich meine Krankenversicherung selbst bezahlen?

Sich selbst krankenversichern bedeutet in Deutschland meist die freiwillige Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV), je nach Status (Selbstständige, Freiberuuler, Studierende, Nicht-Erwerbstätige). Die Kosten hängen vom Einkommen ab, wobei es Mindest- und Höchstbeiträge gibt (z.B. ab ca. 250€ für GKV-Mindestbeitrag ohne Einkommen, PKV-Beiträge variieren stärker). Beiträge sind oft steuerlich absetzbar.
 

Wann lohnt eine private Krankenversicherung?

Eine private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich oft für junge, gesunde Gutverdiener (über der JAEG von 73.800 € in 2025), Selbstständige und Beamte, die bei gutem Gesundheitszustand (unter 40 Jahre ideal) von niedrigeren Beiträgen und besseren Leistungen profitieren können, aber das Risiko steigender Beiträge im Alter und bei Vorerkrankungen beachten müssen.
 

Wie hoch ist mein Krankenversicherungsbeitrag, wenn ich nicht berufstätig bin?

Wenn Sie in Deutschland nicht arbeiten, sind Sie trotzdem krankenversicherungspflichtig und müssen sich entweder freiwillig gesetzlich, privat oder über eine Familienversicherung absichern, wobei die Beiträge je nach Einkommen oder Vermögen berechnet werden; bei Bezug von Arbeitslosengeld übernimmt die Agentur für Arbeit die Beiträge, sonst müssen Sie meist selbst zahlen, können aber Zuschüsse beantragen oder sich bei Angehörigen mitversichern, wenn die Voraussetzungen stimmen. 

Kann ich mich selbst versichern?

Sofern Sie nicht ohnehin schon pflichtversichert oder als Angehörige/Angehöriger mitversichert sind, können Sie sich in der gesetzlichen Krankenversicherung ( SV ) selbst versichern. Die Beiträge richten sich grundsätzlich nach der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Antragstellerin/des Antragstellers.

Wie hoch ist das Mindesteinkommen für die freiwillige Krankenversicherung?

Bei der freiwilligen Krankenversicherung werden Beiträge auf alle Einkommensarten gezahlt, wobei es eine Mindest- und eine Höchstgrenze gibt, die 2025 bei ca. 1.248,33 € (Minimum) und 5.512,50 € (Maximum) monatlich liegt, basierend auf der Beitragsbemessungsgrenze. Sie gilt für Selbstständige, höhere Angestellte (über der Versicherungspflichtgrenze von ca. 6.150 €/Monat), Rentner und andere, die nicht pflichtversichert sind; die Beiträge richten sich nach dem persönlichen Beitragssatz der Kasse plus Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung.
 

Wie lange ist man krankenversichert ohne Arbeit?

Ohne Arbeit sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zunächst für bis zu einen Monat nach dem letzten Arbeitstag über den sogenannten nachgehenden Leistungsanspruch abgesichert, sofern Sie vorher pflichtversichert waren und kein neues Einkommen erzielen. Bekommen Sie Arbeitslosengeld (ALG I), sind Sie während des gesamten Bezugszeitraums versicherungspflichtig (Beiträge zahlt die Agentur für Arbeit). Endet der ALG-I-Bezug oder erhalten Sie gar kein ALG, müssen Sie sich freiwillig versichern oder privat versichern, wobei bei ALG-I-Bezug eine Befreiung von der GKV möglich ist, wenn Sie lange privat versichert waren.
 

Welche Nachteile hat die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Nachteile der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind vor allem die einkommensabhängigen, oft höheren Beiträge (besonders für Selbstständige, da sie alles zahlen) mit begrenztem Leistungskatalog, der keine Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung vorsieht, die möglichen Zuzahlungen und die geringere Flexibilität bei der Gestaltung des Versicherungsschutzes, zudem können bei hohem Einkommen die Beiträge teurer sein als in der PKV, mit weniger Planungssicherheit im Alter. 

Wie versichere ich mich ohne Einkommen?

Wenn Sie kein Einkommen haben, sichern Sie sich über das Sozialamt/Jobcenter (Bürgergeld), die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung (mit Mindestbeitrag) oder durch eine Familienversicherung, falls Ihr Partner gesetzlich versichert ist. Auch der Basistarif der privaten Krankenversicherung ist eine Option, wobei die Beiträge bei geringem Einkommen (z.B. durch Grundsicherung) gedeckelt werden können. Wichtig: Die Kranken- und Pflegeversicherung ist in Deutschland Pflicht, auch ohne Einkommen. 

Was kostet eine Krankenversicherung, wenn ich nicht arbeite?

Eine Krankenversicherung ohne Einkommen kostet in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für freiwillig Versicherte einen monatlichen Mindestbeitrag, der sich um ca. 185 € bis 220 € bewegt (Stand 2025/2026), plus Pflegeversicherung, basierend auf einem fiktiven Mindesteinkommen, auch wenn Sie nichts verdienen. Bei Bezug von Sozialleistungen wie ALG I oder ALG II übernimmt der Staat die Beiträge teilweise oder ganz.
 

Wie hoch ist der Mindestbeitrag für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Der Mindestbeitrag in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hängt von Ihrem Einkommen ab und wird auf Basis einer fiktiven Mindestbemessungsgrundlage berechnet, die 2025 bei etwa 1.248,33 Euro liegt, was je nach Krankenkasse und Zusatzbeitrag zu einem monatlichen Beitrag von rund 200 € bis 260 € (inkl. Pflege) für Selbstständige führt (Stand 2025/2026), auch wenn Sie weniger verdienen, zuzüglich der Pflegeversicherung. 

Wie bekomme ich die 500 € von der AOK?

Die 500 Euro bekommen Sie nicht als pauschale Auszahlung, sondern als Gesundheitsbudget für individuelle Leistungen oder durch Bonusprogramme, je nach regionaler AOK (z.B. AOK NordWest, Nordost), wobei Sie oft durch Gesundheitsaktivitäten (Punkte sammeln) oder bestimmte Tarife (z.B. für Schwangere, Azubis) bis zu 500€ für Extras wie Osteopathie, Zahnreinigung oder Sport erstattet bekommen können, die Sie über die „Meine AOK“-App einreichen. 

Wie versichere ich mich, wenn ich nicht arbeite?

Wenn Sie nicht arbeiten, sichern Sie sich über die ** Krankenversicherung (gesetzlich oder privat)** ab, wobei die Beiträge entweder von der Agentur für Arbeit/dem Jobcenter übernommen werden (bei Bezug von ALG I/Bürgergeld) oder Sie sich freiwillig versichern müssen, was oft eine Familienversicherung bei Partner/Eltern (unter Bedingungen) oder eine freiwillige gesetzliche Versicherung (mit Mindestbeitrag) bedeutet, falls Sie kein Einkommen haben; prüfen Sie unbedingt Ihre Optionen bei der Krankenkasse und dem Sozialamt, da sonst der Versicherungsschutz verloren geht. 

Ist freiwillig versichert teurer als pflichtversichert?

In der freiwilligen Krankenversicherung werden Ihre Beiträge wie bei Pflichtversicherten auf Basis des jeweiligen gesetzlichen Beitragssatzes berechnet: Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent, der ermäßigte bei 14,0 Prozent.