Wie viel Pflegestufen gibt es 2023?

Gefragt von: Rebecca Wild
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In Deutschland gibt es seit 2017 fünf Pflegegrade (Pflegegrad 1 bis 5), die die bisherigen Pflegestufen ersetzt haben, um den individuellen Hilfebedarf genauer abzubilden. Diese Grade geben den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit an, wobei höhere Grade mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung bedeuten, mit Pflegegrad 1 für geringe und Pflegegrad 5 für schwerste Beeinträchtigungen mit besonderen Anforderungen.

Wie viel Geld gibt es für die jeweiligen Pflegestufen?

Das Pflegegeld ist abhängig vom Pflegegrad. Mit Pflegegrad 2 erhalten Sie monatlich 347 Euro, mit Pflegegrad 3 monatlich 599 Euro, mit Pflegegrad 4 monatlich 800 Euro und mit Pflegegrad 5 monatlich 990 Euro. Mit Pflegegrad 1 haben Sie keinen Anspruch auf Pflegegeld.

Wie oft bekommt man die 4.000 € von der Pflegekasse?

Den Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.000 € (ab 2025: 4.180 €) für Wohnraumanpassungen können Sie mehrmals beantragen, solange sich die Pflegesituation ändert und neue, notwendige Maßnahmen erforderlich werden; es gibt keine starre Obergrenze, aber jede neue Förderung gilt für eine neue Maßnahme, die den Hilfebedarf tatsächlich erhöht, und Sie müssen ihn immer vor Beginn der Maßnahme beantragen.
 

Was darf man bei Pflegegrad 2 nicht mehr können?

Bei Pflegegrad 2 können Betroffene viele Dinge nicht mehr selbstständig oder nur noch mit erheblicher Hilfe, wie z.B. die eigenständige Medikamenteneinnahme, vollständige Körperpflege, Mobilität (Aufstehen, Toilettengang), Einkaufen, Kochen und Haushaltsführung, oft auch kognitive oder kommunikative Einschränkungen, die die Teilnahme am Alltag erschweren. Es handelt sich um eine "erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit", die eine Unterstützung in mehreren Lebensbereichen notwendig macht, aber nicht bedeutet, dass gar nichts mehr geht – oft kann man noch Auto fahren (freiwillig!), aber Hilfe wird in vielen Bereichen nötig. 

Wann bekommt man die Pflegestufe 6?

Die Pflegestufe 6 wird erteilt, wenn der Pflegebedarf mehr als 180 Stunden im Monat beträgt und die Pflege beziehungsweise Betreuung ständig notwendig ist.

Pflegegrad 2 2025: Das steht euch zu! Geld, Leistungen - Pflegestufe 2

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Was bekommt man bei Pflegestufe 7?

Höhe der finanziellen Unterstützung

Pflegestufe 5: 1.600,- Euro. Pflegestufe 6: 2.000,- Euro. Pflegestufe 7: 2.200,- Euro.

Was darf man bei Pflegestufe 4 nicht mehr können?

Bei Pflegegrad 4 können Betroffene grundlegende Dinge wie Waschen, Anziehen, Essen und Toilettengänge meist nicht mehr alleine bewältigen, sind in ihrer Mobilität stark eingeschränkt (können oft nicht mehr ohne Hilfe aufstehen oder laufen) und haben oft schwere kognitive Einschränkungen, die Orientierung und Kommunikation erschweren; sie sind rund um die Uhr auf intensive fremde Hilfe angewiesen und können nicht mehr alleine leben. 

Was darf man beim MDK nicht sagen?

Beim MDK (Medizinischer Dienst) sollten Sie nichts beschönigen, verschweigen oder übertreiben; sagen Sie die Wahrheit über Ihre Einschränkungen, zeigen Sie den tatsächlichen Pflegebedarf (auch Verweigerungen), aber vermeiden Sie unnötige intime Details oder Fragen zu Politik und Religion, die nicht relevant sind; seien Sie vorbereitet, aber verstellen Sie sich nicht, um einen falschen, zu positiven Eindruck zu erwecken. Wichtig ist, dass Sie Ihre Schwierigkeiten realistisch schildern, da der Gutachter sonst Ihren Unterstützungsbedarf falsch einschätzt. 

Kann man mit Pflegegrad 2 noch alleine wohnen?

Pflegegrad 2 bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, jedoch ist es grundsätzlich möglich, mit diesem Pflegegrad alleine zu leben, sofern geeignete Unterstützung und Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

Bei welcher Krankheit bekommt man Pflegegrad 2?

Bei Pflegegrad 2 sind häufig Krankheiten wie Demenz (beginnend), Diabetes, schwere Depressionen, Schlaganfallfolgen, Arthritis, COPD oder Multiple Sklerose (MS) ursächlich, die zu einer erheblichen Einschränkung der Selbstständigkeit führen, wodurch Betroffene Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilität, Ernährung oder dem Toilettengang benötigen, oft über mehrere Tageszeiten hinweg, auch wenn die vollständige Selbstversorgung noch nicht komplett unmöglich ist. 

Wer bekommt die 1000 € Pflegebonus?

Bayern: Das Landespflegegeld Bayern in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr erhalten Pflegebedürftige ab dem Pflegegrad 2. Zuständig für die Antragsbearbeitung ist das Landesamt für Pflege. Eingeführt wurde das Landespflegegeld Bayern am 01.09.2018. Der Freistaat bezuschusst die Zahlungen mit insgesamt 400 Mio.

Wie hoch ist der maximale Betrag, den Sie für die Pflege bezahlen müssen?

Dies bedeutet, dass der Höchstbetrag, den jemand ab Oktober 2023 für die persönliche Pflege zur Deckung seines berechtigten Pflege- und Unterstützungsbedarfs zahlen muss , 86.000 Pfund beträgt.

Wird nicht verbrauchtes Pflegegeld ausgezahlt?

Pflegebedürftige der Pflegestufen 2 bis 5, die die Pflegesachleistung nicht voll in Anspruch nehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich anteiliges Pflegegeld erhalten. Das Pflegegeld wird in Höhe des Prozentsatzes der nicht ausgeschöpften Pflegehilfe ausgezahlt.

Was muss man vom Pflegegeld alles bezahlen?

Diese Summe setzt sich zusammen aus Pflegesachleistungen, Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, Hausnotruf-Zuschuss sowie dem Zuschuss zur Wohnraumanpassung.

Hat ein Pflegegrad Nachteile?

Nachteile des Pflegegrades sind oft eine unzureichende finanzielle Deckung (besonders bei Pflegegrad 1), die hohe psychische/physische Belastung für Angehörige (Verdienstausfall, Isolation), die Bürokratie (Pflichtberatungen), die Gefahr der Unterbewertung des Pflegebedarfs im Gutachten (viele Widersprüche) und die fehlende Kontinuität bei ambulanten Diensten. Zudem können die finanziellen Leistungen nicht immer die tatsächlichen Kosten decken, was zu hohen Eigenanteilen führt, und Pflegegrad 1 bietet nur begrenzte Unterstützung. 

Kann der Hausarzt einen Pflegegrad beantragen?

In der Regel stellt der Hausarzt bei der Pflegeversicherung den Antrag auf Feststellung eines Pflegegrades. Dies geschieht in einer Untersuchung des Patienten durch einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen.

Was darf man nicht mehr können für Pflegegrad 2?

Bei Pflegegrad 2 können Betroffene viele Dinge nicht mehr selbstständig oder nur noch mit erheblicher Hilfe, wie z.B. die eigenständige Medikamenteneinnahme, vollständige Körperpflege, Mobilität (Aufstehen, Toilettengang), Einkaufen, Kochen und Haushaltsführung, oft auch kognitive oder kommunikative Einschränkungen, die die Teilnahme am Alltag erschweren. Es handelt sich um eine "erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit", die eine Unterstützung in mehreren Lebensbereichen notwendig macht, aber nicht bedeutet, dass gar nichts mehr geht – oft kann man noch Auto fahren (freiwillig!), aber Hilfe wird in vielen Bereichen nötig. 

Darf ich trotz Pflegegrad Auto fahren?

Ein Pflegegrad führt nicht automatisch zum Entzug des Führerscheins; entscheidend ist immer die individuelle Fahrtauglichkeit, die von körperlichen und kognitiven Fähigkeiten abhängt, wobei Ärzte und die Fahrerlaubnisbehörde bei Zweifeln ein Gutachten oder eine Fahrprobe verlangen können, aber auch Fahrzeuganpassungen eine Option sind, um Mobilität zu erhalten.
 

Wie viel Geld bekommt eine Pflegekraft, die die ganze Nacht bei einer Person im privaten Haus bleibt?

Kostenübersicht 24-h-Pflege: Betreuung, Unterkunft, Agentur

Dieser liegt für Pflegehilfskräfte derzeit bei 16,10 Euro brutto pro Stunde, für qualifizierte Pflegekräfte je nach Ausbildungsstufe bis zu 20,50 Euro (Stand: Juli 2025).

Welche Krankheiten zählen zum Pflegegrad?

Für eine Pflegestufe (Pflegegrad) zählen keine bestimmten Diagnosen, sondern die Folgen einer Krankheit: Wenn körperliche, geistige oder psychische Einschränkungen dauerhaft bestehen – z. B. bei Demenz, Parkinson, Schlaganfall, Krebs oder Multiple Sklerose – kann ein Pflegegrad beantragt werden.

Auf was achtet der medizinische Gutachter?

Dazu werden die Fähigkeiten umfassend in Bezug auf folgende Lebensbereiche begutachtet: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Welche Tipps und Tricks gibt es für die Pflegestufe Begutachtung?

Um einen Pflegegrad erfolgreich zu beantragen, ist eine gute Vorbereitung entscheidend: Dokumentieren Sie den Alltag (Pflegetagebuch), sammeln Sie alle Arztberichte, seien Sie beim Termin ehrlich und übertrieben nicht – zeigen Sie dem Gutachter den echten, oft chaotischen Alltag, einschließlich der Schwierigkeiten bei Dingen wie Mobilität, Kognition und Selbstversorgung, und nutzen Sie professionelle Beratung bei Pflegestützpunkten oder der Pflegekasse vorab.
 

Wie krank muss man für Pflegestufe 4 sein?

Um in Pflegegrad 4 eingestuft zu werden, müssen bei der oder dem Pflegebedürftigen seit mindestens oder für insgesamt mindestens 6 Monate schwerste Beeinträchtigungen im Alltag vorliegen.

Welchen Grad der Behinderung hat man bei Pflegestufe 4?

Pflegegrad 4 erhalten Versicherte mit einer anerkannten „schwersten Beeinträchtigung der Selbständigkeit“. Das entspricht 70 bis unter 90 Punkten im Pflegegutachten.

Wie hoch ist die Zuzahlung für ein Pflegeheim im Pflegegrad 4?

Bei Pflegegrad 4 im Pflegeheim zahlt die Pflegekasse einen Festbetrag (ca. 1.855 €), aber Sie tragen den einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für Pflege und Betreuung selbst – durchschnittlich ca. 2.000 bis 3.000 €/Monat, abhängig von Einrichtungskosten und Aufenthaltsdauer. Es gibt Zuschüsse zum EEE, die mit der Zeit steigen: 15 % im ersten Jahr, 30 % im zweiten, 50 % im dritten und 75 % ab dem vierten Jahr. Zusätzlich kommen Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen hinzu, die Sie voll tragen.