Wie viel Prozent Rente bekommt ein Witwer von seiner verstorbenen Frau?

Gefragt von: Regine Löffler
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Ein Witwer erhält nach dem Tod seiner Frau entweder die kleine Witwerrente (25 % der Rente des Verstorbenen für max. 2 Jahre) oder die große Witwerrente (55 % oder 60 % nach altem Recht), abhängig von Alter, Erwerbsfähigkeit und Kindererziehung. In den ersten drei Monaten gibt es die Rente in voller Höhe (Sterbevierteljahr). Eigene Einkünfte können die Rente mindern, es gibt aber Freibeträge.

Wie viel Rente bekommt ein Witwer von seiner Frau?

Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt grundsätzlich 55 Prozent der Rente, die Ihr Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte.

Was steht mir als Ehemann zu, wenn meine Frau stirbt?

Stirbt ein Ehepartner, hat der hinterbliebene Partner Anspruch auf eine Hinterbliebenen-Rente (Witwen- oder Witwerrente). Diese beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen. Haben Sie jedoch vor 2002 geheiratet und ist ein Ehepartner vor dem 2.1.1962 geboren, gilt altes Recht. Die Hinterbliebenen-Rente beträgt dann 60 %.

Wann bekommt man 60% Witwenrente?

Die 60 % Witwenrente (große Witwenrente) bekommt man, wenn die Ehe vor dem 1. Januar 2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist ("Altes Recht"), oder unter den Bedingungen des "Neuen Rechts", wenn der Hinterbliebene entweder ein Kind unter 18 Jahren/behindertes Kind erzieht, erwerbsgemindert ist, oder ein bestimmtes Mindestalter erreicht hat, das jährlich ansteigt (z.B. 46 Jahre und 4 Monate in 2025), wobei die Höhe seit der Rentenreform 2002 grundsätzlich 55 % beträgt, aber bei Erfüllung der genannten Kriterien unter "Altem Recht" 60 % sein können. 

Was wird der Witwe von der eigenen Rente abgezogen, wenn der Ehemann verstirbt?

Die kleine Witwen/Witwer-Rente beträgt 25 % der Rente des Verstorbenen. Ist der Gatte vor dem 1.1.2024 und vor der gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenze gestorben, wird die Witwen/Witwer-Rente um einen Abschlag (maximal 10,8 %) gemindert.

Wird die Rente nach dem Tod drei Monate weitergezahlt?

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Wie hoch darf die eigene Rente sein, damit die Witwenrente nicht gekürzt wird?

Damit Ihre eigene Rente die Witwenrente nicht kürzt, müssen Sie einen bestimmten Freibetrag einhalten, der sich aus einem Grundbetrag und Zuschlägen für Kinder zusammensetzt: Ab dem 1. Juli 2025 liegt der Freibetrag bei 1.076,86 Euro monatlich (Nettoeinkommen). Nur der Teil Ihres Einkommens (Altersrente, Arbeitseinkommen), der diesen Freibetrag übersteigt, wird zu 40 Prozent auf die Witwenrente angerechnet und führt zur Kürzung. 

Wie viel Rente bekommt eine Frau nach dem Tod des Mannes?

Nach dem Tod des Ehemanns erhält die Witwe in Deutschland entweder die kleine Witwenrente (25 % der Rente des Verstorbenen, max. 2 Jahre) oder die große Witwenrente (55 %, meist 60 %, der Rente des Verstorbenen), abhängig von Alter, Kindererziehung und Heiratsdatum, wobei in den ersten drei Monaten das volle Einkommen des Mannes gezahlt wird. Die genaue Höhe hängt stark vom Einkommen des Mannes und dem eigenen Einkommen der Witwe ab, das angerechnet werden kann, aber es gibt Freibeträge. 

Erhält eine Ehefrau die Rente ihres verstorbenen Ehemanns?

Sie können einen Teil oder die gesamte zusätzliche staatliche Rente oder Kapitalabfindung Ihres Partners/Ihrer Partnerin erben, wenn: Ihr Partner/Ihre Partnerin während der Aufschiebung der staatlichen Rente (vor Rentenbeginn) verstorben ist oder die Rente nach der Aufschiebung bezogen hat; Ihr Partner/Ihre Partnerin das Rentenalter vor dem 6. April 2016 erreicht hat; Sie zum Zeitpunkt des Todes Ihres Partners/Ihrer Partnerin verheiratet waren oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten.

Wie lange muss man verheiratet sein, um die Witwenpension zu bekommen?

Die Witwen- oder Witwerpension erhalten Sie unbefristet, wenn aus der Ehe ein Kind stammt oder jedenfalls, wenn die Ehe 10 Jahre gedauert hat. Auch wenn Sie älter sind als 35, können Sie die Pension dann unbefristet beziehen, wenn die Ehe bereits seit einer gewissen Mindestdauer besteht.

Erhält eine Witwe die Altersrente ihres verstorbenen Mannes?

Die Hinterbliebenenrente ist eine steuerfreie monatliche Leistung für den überlebenden Ehepartner oder Lebenspartner mit geringem Einkommen. Beide Leistungen werden bis zum 65. Lebensjahr bezogen. Danach wird sie, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen, durch die gesetzliche Altersrente ersetzt.

Was bekommt die Ehefrau, wenn der Mann stirbt?

Nach dem Tod des Ehepartners beziehungsweise Lebenspartners erhalten Sie dessen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung drei Monate lang in voller Höhe. Danach besteht ein Anspruch auf die sogenannte große oder kleine Witwenrente beziehungsweise Witwerrente.

Wie lange bin ich steuerfrei nach dem Tod des Partners?

Steuererklärung für Verstorbene: Gesetze im Überblick

25 EStG – Veranlagung zur Einkommensteuer: Die Einkommensteuerpflicht des Verstorbenen bleibt bis zum Todestag bestehen. Die Steuererklärung ist bei Bestehen einer Abgabepflicht für das Jahr des Todes noch von den Erben einzureichen.

Was ändert sich bei der Witwenrente 2025?

Der im November 2025 zur Erwerbsminderung separat gezahlte Zuschlag von rund 50 Euro wurde bei der Witwenrente aber noch nicht als Einkommen berücksichtigt. Ab Dezember 2025 stellt der Zuschlag als Bestandteil der Erwerbsminderungsrente dann bei der Witwenrente Einkommen dar, das angerechnet wird.

Wie hoch ist die Witwenrente bei 2000 € Rente?

Bei einer Rente von 2.000 € des Verstorbenen beträgt die große Witwenrente (55%) 1.100 € und die kleine Witwenrente (25%) 500 €, jeweils nach dem Sterbevierteljahr (100% der Partnerrente) und vor Einkommensanrechnung. Hat die Witwe eigenes Einkommen, wird dieses ab einem Freibetrag (aktuell über 1.000 €) teilweise angerechnet und kürzt die Witwenrente. Die genaue Höhe hängt von der Art der Witwenrente (klein/groß), dem Zeitpunkt des Todes und eigenem Einkommen ab. 

Wie viel von der Rente meines Mannes steht mir zu?

Wenn Ihr Ehepartner vor 2002 einen Anspruch auf eine zusätzliche staatliche Rente (auch SERPS genannt) erworben hat, können Sie mindestens 50 % dieses Betrags erben . Je nach Geburtsdatum Ihres Ehepartners kann dieser Prozentsatz jedoch bis zu 100 % betragen. Eine Tabelle mit Daten und Prozentsätzen finden Sie unter: Zusätzliche staatliche Rente ...

Wie viel Pension bekommt die Frau, wenn der Mann stirbt?

Der Anspruch der Frau beträgt 60 Prozent der Pension ihres verstorbenen Mannes.

Wer bekommt 60% Witwenpension?

Wer bekommt noch 60 Prozent Witwenrente? Für Paare, die vor 2002 geheiratet haben und bei denen ein Ehepartner oder eine Ehepartnerin vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde, gilt das „alte Recht“.

Muss man die Rente zurückzahlen, wenn jemand stirbt?

„Obwohl keine rechtliche Verpflichtung zur Rückzahlung solcher Schulden besteht , verstehen wir, dass manche Menschen bereit sind, Geld zurückzuzahlen, auf das sie keinen Anspruch hatten. Wir stellen alle Kontaktdaten zur Verfügung und ermutigen jeden, der Bedenken hat, uns anzurufen.“

Wie hoch ist der Mindestbetrag für eine Witwenpension?

Beispiel. Ist bei einer nicht 60-prozentigen Witwenpension/Witwerpension das Gesamteinkommen der/des Überlebenden niedriger als 2 547,91 Euro brutto (Wert 2025), wird die Pension auf eine 60-prozentige Witwen-/Witwerpension erhöht; das Gesamteinkommen darf nach der Erhöhung 2 547,91 Euro brutto nicht übersteigen.

Warum bekomme ich keine Rente von meiner verstorbenen Frau?

Lebt auch kein Partner des Verstorbenen mehr, dann stellt die Rentenversicherung die Zahlung ein (§ 102 Abs. 5 SGB VI). Kinder oder Erben haben keinen Anspruch auf die Rente des Verstorbenen. Denn Renten sind nicht vererblich.

Wie lange wird die Rente für einen verstorbenen Ehepartner gezahlt?

Der hinterbliebene Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner kann Anspruch auf Leistungen des sogenannten Sterbevierteljahrs haben. Das bedeutet, dass die Rente nach dem Tod für 3 Monate in voller Höhe als Einmalbetrag ausgezahlt wird.

Was passiert mit der Rente meines Ehepartners, wenn ich sterbe?

Was passiert mit der Rente meines Ehepartners, wenn ich sterbe? Stirbt ein Ehepartner, wird die Altersrente des überlebenden Ehepartners neu berechnet.

Hat ein Ehemann Anspruch auf die Rente seiner verstorbenen Frau?

Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat.

Was steht mir als Ehemann zu, wenn meine Frau stirbt?

Stirbt ein Ehepartner, hat der hinterbliebene Partner Anspruch auf eine Hinterbliebenen-Rente (Witwen- oder Witwerrente). Diese beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen. Haben Sie jedoch vor 2002 geheiratet und ist ein Ehepartner vor dem 2.1.1962 geboren, gilt altes Recht. Die Hinterbliebenen-Rente beträgt dann 60 %.

Wie hoch ist die Witwenrente bei 1500 Euro Rente?

Die Höhe der Witwenrente bei 1500 € Einkommen hängt davon ab, ob Sie eigene Einkünfte haben (z.B. aus einer eigenen Rente oder Arbeit) – diese werden bis zu einem bestimmten Freibetrag angerechnet und kürzen die Witwenrente, wobei 40 % des übersteigenden Betrags abgezogen werden. Ohne eigene Einkünfte ist die Witwenrente abhängig von der Rente des Verstorbenen: kleine Witwenrente (25 %) oder große Witwenrente (55 %), je nach Alter und Kindererziehung.