Wie viel Rente bekommt man bei einem 450 Euro Job?

Gefragt von: Frau Prof. Cindy Baier
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Bei einem 450-Euro-Job (aktuell bis 556 €) zahlt man einen kleinen Anteil (3,6 % = ca. 20 €) in die Rentenkasse, was den Rentenanspruch erhöht und volle Leistungen (z.B. Erwerbsminderungsrente) sichert, auch wenn die Rente selbst pro Jahr nur um etwa 5 € steigt; eine Befreiung vom Eigenanteil ist möglich, aber nicht empfohlen, da man dann nur eingeschränkte Ansprüche hat.

Wie hoch ist die Rente bei einem Minijob?

Ein Minijob bringt eine Rente, da Sie Rentenbeiträge einzahlen (Eigenanteil 3,6 % gewerblich, 13,6 % privat), was zu Rentenpunkten führt und die monatliche Rente erhöht, z.B. ca. 5 € pro Jahr bei 556 € Verdienst. Die Zeit zählt auch für die Wartezeit (Wartezeit), aber die Beiträge müssen gezahlt werden, um Rentenansprüche zu erwerben; sonst zahlt nur der Arbeitgeber, und Sie bauen keine eigenen Ansprüche auf, außer bei Befreiung. 

Wie wirkt sich ein 520 € Job auf die Rente aus?

Bei einem Verdienst von 520 Euro ergibt sich somit ein Eigenbeitrag von 18,72 Euro. Der Beitragsanteil des Arbeitgebers beträgt 15 Prozent. Für geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten gelten andere Prozentsätze. Die Einzahlungen erhöhen den späteren Rentenanspruch.

Ist es sinnvoll, bei einem Minijob in die Rentenversicherung einzuzahlen?

Grundsätzlich Ja, die Rentenversicherungspflicht bei einem Minijob ist sinnvoll, da sie Rentenansprüche aufbaut, Wartezeiten für Alters- und Erwerbsminderungsrente anrechnet und Rehabilitationsleistungen sichert, auch wenn die monatliche Rentensteigerung gering ist; man kann sich jedoch befreien lassen, was oft wegen der Ersparnis gemacht wird, was aber langfristig nachteilig sein kann. Es ist eine individuelle Entscheidung: Wer bereits anderweitig rentenversichert ist, kann sich befreien lassen, wer jedoch auf den Minijob als zusätzliche Absicherung oder wegen späterer Rentenansprüche setzt, sollte einzahlen. 

Kann ich als Minijobber mit 63 in Rente gehen?

Ja, mit 63 in Rente gehen ist möglich, auch mit einem Minijob, aber es gibt wichtige Unterschiede: Wer die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) anstrebt, kann über einen pflichtversicherten Minijob die fehlenden Monate sammeln (und zahlt dann Beiträge). Wer eine vorzeitige Altersrente (35 Jahre Wartezeit) mit Abschlägen bekommt, darf seit 2023 unbegrenzt hinzuverdienen, auch mit Minijobs, die Rente wird nicht gekürzt. Ein Minijob hilft hier also, die Rentenhöhe zu steigern, ohne Abzüge befürchten zu müssen. 

Rente mit 61 ohne Abschläge? Neue Regelung für 45 Beitragsjahre kommt ab 2026!

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Welche Abzüge hat ein Rentner bei einem 520 Euro Job?

Wer als Altersrentnerin oder Altersrentner allerdings mehr als 520 Euro im Monat hinzuverdient, ist sozialversicherungspflichtig und muss die zusätzlichen Einnahmen versteuern. Übrigens: Altersrentnerinnen und Altersrentner, die später in Rente gehen, erhalten einen Rentenzuschlag.

Wer kann mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen?

Mit 63 Jahren kann man in Rente gehen, wenn man langjährig versichert ist (mindestens 35 Jahre), aber dann in der Regel nur mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat (maximal 14,4 %). Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist nur noch für wenige Jahrgänge möglich, die vor 1953 geboren wurden und 45 Versicherungsjahre haben, da die Regelaltersgrenze schrittweise angehoben wird, was auch die „Rente mit 63“ nach hinten verschiebt (für spätere Jahrgänge wird sie zur „Rente mit 65“). 

Wie viele Rentenpunkte gibt es durch einen Minijob?

Ein Minijob bringt Rentenpunkte, da Sie automatisch rentenversicherungspflichtig sind (aber auf Antrag befreit werden können) und durch die Beiträge zur Rentenversicherung (ca. 3,6 % vom Lohn) die Wartezeiten für die Rente erfüllen und die spätere Rente leicht erhöhen (ca. 5 Euro pro Jahr bei 556 € Verdienst). Das Zahlen eigener Beiträge ist besonders vorteilhaft, um eine Mindestversicherungszeit (Wartezeit) zu erreichen, um überhaupt einen Rentenanspruch zu bekommen. Bei Befreiung werden nur die Arbeitgeberanteile berücksichtigt, was die Rente weniger steigert und auch die Wartezeit nur anteilig anrechnet.
 

Welche Nachteile hat die Befreiung von der Rentenversicherung bei einem Minijob?

Nachteile der Befreiung:

  • Die Beschäftigungszeit zählt nicht mehr als vollwertige Versicherungszeit und somit nur noch anteilig zur Mindestversicherungszeit der gesetzlichen Rentenversicherung. ...
  • Möglicher Verfall der Ansprüche auf Reha-Maßnahmen, teilweise oder vollständige Erwerbsminderungsrente.

Wie viel kann ich verdienen, ohne dass sich dies auf meine Rente auswirkt?

Wie hoch darf mein Einkommen sein, damit ich noch die Altersrente erhalte? Alleinstehende können bis zu 2.575,40 $ alle zwei Wochen verdienen und erhalten trotzdem eine Teilrente. Paare dürfen zusammen bis zu 3.934,00 $ verdienen. Für Rentner mit Übergangsrente und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen getrennt leben, gelten möglicherweise höhere Einkommensgrenzen.

Wird ein Minijob auf Altersrente angerechnet?

Ein Minijob mit 556-Euro-Grenze liegt innerhalb des Freibetrages und führt somit nicht zur Kürzung Ihrer Rente. Der für Sie zuständige Rentenversicherungsträger informiert über die Höhe des Freibetrages. Erfahren Sie mehr zu Hinterbliebenenrentnern, die zudem eine Altersvollrente beziehen und einen Minijob ausüben.

Kann man mit 63 in Rente gehen und weiter arbeiten?

Ja, man kann mit 63 in Rente gehen und weiterarbeiten, seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr bei vorzeitigen Altersrenten in Deutschland – aber mit Abschlägen, die man durch die Weiterarbeit teilweise wieder ausgleichen kann, während Arbeitnehmer und Arbeitgeber weiterhin Sozialversicherungsbeiträge zahlen, aber man sammelt auch neue Rentenansprüche an, was sich finanziell lohnen kann. 

Wird ein Minijob auf Berufsjahre angerechnet?

Die Zeiten von Teilzeitbeschäftigung oder geringfügige Beschäftigung werden voll angerechnet, unabhängig von der Wochenstundenzahl. Ausnahme: Die Zeiten zulässiger Teilzeitarbeit während der Elternzeit werden voll gezählt.

Kann ein Rentner mit einem Minijob von der Rentenversicherungspflicht befreit werden?

Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, sind im Minijob von der Rentenversicherung befreit, müssen aber keine Befreiung beantragen, da sie kraft Gesetz schon rentenversicherungsfrei sind. Der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil, was die Rente des Rentners nicht erhöht, es sei denn, der Rentner gibt eine schriftliche Verzichtserklärung ab, zahlt seinen Eigenanteil (3,6 %) und lässt die Beiträge rentensteigernd wirken – was oft sinnvoll ist, so Personio und Haufe.
 

Welche Einmalzahlungen sind im Minijob 2025 erlaubt?

Für 2025 liegt die neue Minijob-Verdienstgrenze bei 556 € pro Monat (bzw. 6.672 € pro Jahr), was eine Erhöhung gegenüber 2024 (538 €) darstellt, bedingt durch den gestiegenen Mindestlohn. Arbeitgeber können zusätzliche Prämien wie die Inflationsausgleichsprämie (IAP) steuer- und abgabenfrei zahlen, solange diese nicht auf die monatliche Grenze angerechnet wird. Wichtig: Auch bei Prämien gilt die allgemeine Jahresgrenze von 6.672 €; Sonderzahlungen müssen schriftlich dokumentiert werden, um den Minijob-Status zu erhalten. 

Wie hoch ist der Mindestbetrag für die Rentenversicherung?

Der Mindestbetrag in der freiwilligen Rentenversicherung beträgt für 2025 monatlich 103,42 Euro, für 2024 waren es 100,07 Euro, wobei auch Beiträge rückwirkend gezahlt werden können, wobei für 2024 der Beitragssatz von 2025 gilt, wenn erst 2026 gezahlt wird. Es besteht eine freie Wahl zwischen diesem Mindestbetrag und dem Höchstbetrag (2025: 1.497,30 €), und Sie können die Beiträge steuerlich absetzen, um Rentenpunkte zu sammeln.
 

Wie viel bringt ein Minijob für die Rente?

Ein Minijob bringt eine Rente, da Sie Rentenbeiträge einzahlen (Eigenanteil 3,6 % gewerblich, 13,6 % privat), was zu Rentenpunkten führt und die monatliche Rente erhöht, z.B. ca. 5 € pro Jahr bei 556 € Verdienst. Die Zeit zählt auch für die Wartezeit (Wartezeit), aber die Beiträge müssen gezahlt werden, um Rentenansprüche zu erwerben; sonst zahlt nur der Arbeitgeber, und Sie bauen keine eigenen Ansprüche auf, außer bei Befreiung. 

Ist es sinnvoll, bei einem Minijob Rentenversicherung zu zahlen?

Ja, es ist grundsätzlich sinnvoll, bei einem Minijob Rentenversicherung zu zahlen, da Sie dadurch Rentenansprüche (Altersrente, Erwerbsminderungsrente) und Rehabilitationsleistungen erwerben, die Ihnen sonst verwehrt blieben oder nur anteilig angerechnet würden, auch wenn der Beitrag klein ist. Die Entscheidung hängt von Ihrer individuellen Situation ab, aber die Einzahlung sichert den vollen Schutz der Rentenversicherung, was langfristig vorteilhaft ist, besonders wenn Sie keine anderen Ansprüche haben, so die Deutsche Rentenversicherung. 

Wird bei einem 520 Euro Job in die Rentenkasse eingezahlt?

Alle 556-Euro-Minijobs (bis Dezember 2024 waren es 538-Euro-Minijobs, davor einige Jahre 520 und zuvor 450 Euro), die seit dem 1. Januar 2013 aufgenommen wurden, sind rentenversicherungspflichtig – außer sogenannte kurzfristige Minijobs.

Ist ein Minijob gut für die Rente?

Ja, ein Minijob zählt zur Rente und bringt wichtige Vorteile, da Sie grundsätzlich rentenversicherungspflichtig sind und durch Ihren Eigenanteil (3,6 % gewerblich) volle Rentenansprüche und Wartezeiten erwerben, was sich auf die spätere Alters- und Erwerbsminderungsrente auswirkt; Sie können sich aber auch befreien lassen, verlieren dann aber viele Vorteile. 

Kann ich als Rentner noch Rentenpunkte sammeln?

Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen. 

Kann ich einen Minijob haben, ohne dass meine vorzeitige Rente gekürzt wird?

Seit dem 1. Januar 2023 gibt es bei der vorgezogenen Altersrente (Frührente) keine Hinzuverdienstgrenzen mehr, sodass Sie unbegrenzt neben der Rente arbeiten dürfen – auch in einem Minijob, wobei die normalen Minijob-Regeln gelten. Bei einer Rente wegen Erwerbsminderung gelten jedoch weiterhin Hinzuverdienstgrenzen. Ein Minijob ist für Frührentner steuerlich oft attraktiv, da er meist steuer- und abgabenfrei ist und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden, die später die Rente erhöhen können (man kann sich befreien lassen). 

Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

3 Jahre bis zur Rente überbrücken: Die Optionen im Überblick

  1. Früher in Rente durch Flexi-Rente: Die Spielräume nutzen.
  2. Wie sich ein Nebenjob in der Übergangszeit lohnen kann.
  3. Mit Arbeitslosengeld die Zeit bis zur Rente sinnvoll überstehen.
  4. Private Vorsorgemodelle für die letzten Berufsjahre.

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Kann man nach 35 Beitragsjahren mit 63 in Rente gehen?

Ja, mit 35 Arbeitsjahren können Sie mit 63 in Rente gehen, aber in der Regel nur mit lebenslangen Abschlägen (bis zu 14,4 %), da dies die "Rente für langjährig Versicherte" ist; für eine abschlagsfreie Rente mit 63 bräuchten Sie 45 Jahre (besonders langjährig Versicherte) oder einen Schwerbehindertenausweis. Die Abschläge von 0,3 % pro vorgezogenem Monat können je nach Geburtsjahrgang bis zu 14,4 % betragen, wenn Sie mit 63 (Regelalter 67) in Rente gehen, was für Jahrgänge ab 1964 der Fall ist.