Wie viel sollte sich mit 45 Jahren auf meinem Rentenkonto befinden?

Gefragt von: Herr Ewald Strobel B.Eng.
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Mit 45 Jahren gibt es keinen festen Betrag auf dem Rentenkonto, da dies von Ihrem Einkommen und Ihren Beiträgen abhängt; aber jemand mit 45 Jahren Beitragszeit und Durchschnittsverdienst kann etwa mit einer Bruttorente von rund 1.835 Euro rechnen, was eine gute Richtlinie für Ihre gesetzliche Rente darstellt, aber ergänzende private Altersvorsorge für einen höheren Lebensstandard (ca. 80 % des letzten Nettoeinkommens) wichtig ist.

Wie viel Rente sollte ich mit 45 haben?

Eckrentner mit 45 Entgeltpunkten erhalten dann eine Standardrente von 1.835,55 Euro. Gemäß Angaben der Deutschen Rentenversicherung ist die Standardrente brutto. Nach Abzug der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (7,3 Prozent) und zur Pflegeversicherung (4,2 Prozent) ist die Standardrente netto 1.624,46 Euro.

Wie viele Rentenpunkte sollte man nach 45 Arbeitsjahren haben?

Nach 45 Jahren verdienen Sie bei durchschnittlichem Einkommen genau 45 Rentenpunkte (Entgeltpunkte); bei konstantem Höchstverdienst können es über 80 Punkte sein. Der Wert eines Rentenpunkts beträgt seit dem 1. Juli 2025 40,79 Euro, was bei 45 Punkten eine Rente von ca. 1.835 € brutto bedeutet, aber die tatsächliche Rente hängt von Ihrem Einkommen jedes einzelnen Jahres ab. 

Wie hoch ist die durchschnittliche Rente nach 45 Jahren?

Nach 45 Versicherungsjahren liegt die durchschnittliche deutsche Altersrente bei rund 1.600 bis 1.800 Euro brutto, wobei Männer im Schnitt mehr erhalten (ca. 1.800 €) als Frauen (ca. 1.400 €). Ein beträchtlicher Teil (etwa ein Viertel) der Langzeitversicherten bekommt sogar weniger als 1.300 Euro, was die Notwendigkeit privater Vorsorge unterstreicht. Die genaue Höhe variiert je nach Bundesland und individuellen Beitragszeiten, da auch beitragsfreie Zeiten (z.B. Ausbildung, Kindererziehung) einfließen. 

Wie hoch ist die Mindestrente, wenn man 45 Jahre gearbeitet hat?

Mit der neuen Grundrente ergeben sich auf Basis der Werte für Januar 2026 nach 45 Jahren Arbeit in Vollzeit, zum gültigen gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro, rund 1.154 Euro Rente (nach Sozialbeiträgen). Ohne die vorgesehene Grundrente wären es nur 869 Euro. Das genaue Berechnungsverfahren ist komplex.

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Wie viel muss man verdienen für 1500 € Rente?

Um eine monatliche Bruttorente von 1.500 € zu erreichen, müssen Sie bei den aktuellen Werten rund 50.000 € Jahresbruttoeinkommen verdienen und das über viele Jahre (oft 40+ Jahre), um auf die nötigen Rentenpunkte zu kommen, wobei das genaue Einkommen je nach Rentenwert variiert und Sie für 1.500 € Brutto eine Rente von ca. 18.000 € pro Jahr benötigen. Das bedeutet, Sie brauchen etwa 36,77 Rentenpunkte und müssen dafür viele Jahre lang überdurchschnittlich verdienen, beispielsweise 38 Jahre bei 50.000 € Jahreseinkommen. 

Kann ich in Rente gehen, wenn ich 45 Jahre voll gearbeitet habe?

Ja, nach 45 Arbeitsjahren können Sie in Deutschland in die sogenannte „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ gehen, oft früher ohne Abschläge, aber das genaue Alter hängt von Ihrem Geburtsjahr ab; für nach 1964 Geborene ist es mit 65 Jahren möglich, während es für ältere Jahrgänge gestaffelt ist, aber nicht vor dem Rentenalter mit Abschlägen möglich ist, nur maximal zwei Jahre früher abschlagsfrei. 

Wie viele Rentenpunkte braucht man für 3000 € Rente?

Um 3000 € brutto Rente zu bekommen, benötigen Sie je nach Jahr und individueller Situation etwa 74 bis 80 Rentenpunkte (Entgeltpunkte) über Ihr Erwerbsleben, was bei 45 Beitragsjahren einem jährlichen Verdienst von weit über dem Durchschnittseinkommen entspricht – etwa 70 % mehr als der Durchschnitt, also um die 70.000 € brutto jährlich. Der genaue Wert hängt vom aktuellen Rentenwert ab, aber das Prinzip bleibt: Sie brauchen eine hohe Anzahl an Punkten durch überdurchschnittliche Beiträge.
 

Warum sind die letzten 5 Jahre für die Rente wichtig?

Die letzten 5 Jahre sind wichtig, weil dort strategische Entscheidungen getroffen werden können, die Ihre finanzielle Situation im Ruhestand prägen, auch wenn sie die Rentenhöhe nicht magisch verdoppeln – sie sind das finale Finanz-Korrektur-Fenster, in dem Sie Rentenansprüche prüfen, Ausgleichszahlungen leisten, Abschläge mindern oder eine sichere Anlagestruktur schaffen können, um entspannter in eine neue Lebensphase zu starten. 

Kann ich nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Wie viele Rentenpunkte braucht man für 2000 € Rente?

Um 2.000 € Bruttorente zu erhalten, braucht man je nach Rentenwert aktuell rund 49 bis 50 Rentenpunkte (Entgeltpunkte); bei 35 bis 40 Beitragsjahren bedeutet das, man müsste fast durchgehend über dem Durchschnittseinkommen verdienen, was ca. 5.000 € bis 6.000 € Brutto monatlich entspricht – aber Achtung, Steuern und Sozialabgaben ziehen davon noch einiges ab!.
 

Wie viel muss ich verdienen, um einen Rentenpunkt zu bekommen 2025?

Um 2025 einen Rentenpunkt zu erhalten, müssen Sie Ihr Brutto-Jahreseinkommen durch das vorläufige Durchschnittsentgelt von 50.493 Euro teilen; wer also genau diesen Betrag verdient (ca. 4.208 € monatlich), bekommt einen vollen Rentenpunkt, wer mehr verdient, entsprechend mehr, wer weniger, entsprechend weniger. Der Wert eines Rentenpunkts (die spätere monatliche Rente pro Punkt) liegt 2025 vorläufig bei 40,79 € (West) bzw. 40,79 € (Ost). 

Wie viele Rentenpunkte habe ich nach 45 Jahren?

Alle Rentenpunkte für alle Erwerbsjahre ergeben dann in Summe die Entgeltpunkte, mit denen die Rente berechnet wird. Wer 45 Arbeitsjahre lang immer das durchschnittliche Einkommen verdient, hat 45 Rentenpunkte.

Wie viel Geld sollte man bei Renteneintritt haben?

Für den Ruhestand braucht man je nach Lebensstil und Renteneintrittsalter oft das 8- bis 10-fache des jährlichen Nettoeinkommens angespart, also grob zwischen 300.000 € und über 1 Million € für einen komfortablen Lebensstil, wobei ein Hauptziel ist, die Rentenlücke (70-80% des letzten Nettoeinkommens) zu schließen. Die benötigte Summe hängt stark von der Rendite der Anlagen, dem Alter beim Rentenbeginn und ob man vorzeitig oder regulär in Rente geht (z.B. bis 67) ab. 

Wie viele Rentner verdienen über 3000 € netto?

Nur ein sehr kleiner Teil der Rentner in Deutschland erreicht eine Rente von 3000 Euro netto, da dies eine sehr hohe Bruttorente erfordert (oft über 3500 €), wobei die Nettobeträge je nach individuellen Abzügen (Krankenkasse, Pflegeversicherung) variieren und es kaum Frauen schaffen, während die Zahl der männlichen Rentner in diesem Bereich deutlich höher liegt, mit nur einigen Tausend Personen insgesamt in diesem oberen Segment. 

Was ist die 3. Regel im Ruhestand?

Die 3%-Regel

Am anderen Ende des Spektrums gehen manche Rentner auf Nummer sicher und entnehmen 3–3,5 % ihres Vermögens . Dieser konservative Ansatz kann besser geeignet sein, wenn: Sie frühzeitig in Rente gehen und Ihr Geld länger reichen soll; Sie planen, Ihren Erben etwas zu hinterlassen.

Ist die Rente vom letzten Gehalt abhängig?

Das ist nicht richtig. Die Rentenhöhe hängt nicht von den Einzahlungen Ihrer letzten Arbeitsjahre ab, sondern resultiert aus Ihrem gesamten Versicherungsleben. Nur wenn Sie in den letzten Jahren vor der Rente am höchsten verdienen, haben Sie in dieser Zeit einen besonders hohen Rentenzuwachs.

Was ändert sich 2026 in der Rente?

Wer 2026 in den Ruhestand geht, muss einen höheren Anteil seiner Rente versteuern. Ab Januar 2026 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 83,5 auf 84 Prozent. Somit bleiben 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Bestandsrenten sind hiervon nicht betroffen.

Wie viele Rentenpunkte sollte man mit 50 haben?

Mit 50 Jahren gibt es keine festen Rentenpunkt-Ziele, aber durchschnittlich sollten Sie bei regulärem Rentenbeginn auf 45+ Rentenpunkte kommen, also haben Sie mit 50 Jahren idealerweise schon rund 30 bis 40 Rentenpunkte gesammelt, wenn Sie überdurchschnittlich verdient haben (ca. 1 Punkt pro Jahr bei Durchschnittseinkommen), um eine solide Rente zu sichern und Abschlägen vorzubeugen, wobei der Durchschnitt aller Rentner bei ca. 35-40 Punkten liegt. Ein wichtiger Meilenstein ist auch das Erreichen von 35 oder 45 Versicherungsjahren für bestimmte Frührentenmodelle. 

Wie viel kostet es, einen Rentenpunkt im Jahr 2025 zu kaufen?

Im Jahr 2025 kostet ein Rentenpunkt bundesweit einheitlich 9.392 Euro (genauer: 9.391,70 €), was sich aus dem vorläufigen Durchschnittsentgelt von 50.493 € und dem Beitragssatz von 18,6 % ergibt. Für diesen Betrag erhalten Sie eine monatliche Rentensteigerung von rund 39,32 € (oder ca. 40,79 € laut einigen Quellen, da die genaue monatliche Steigerung variiert) für den Rest Ihres Lebens. 

Wie viel kostet ein Rentenpunkt im Jahr 2026?

Ein Rentenpunkt (Entgeltpunkt) 2026 erfordert ein Einkommen von ca. 51.944 € pro Jahr (rund 4.328 €/Monat), da der sogenannte Durchschnittsverdienst steigt; für den Kauf eines Rentenpunktes müssen 2026 voraussichtlich rund 9.661,58 € gezahlt werden, während die monatliche Rente pro Punkt ab Juli 2026 auf etwa 42,30 € (brutto) ansteigen soll. Die Beiträge für freiwillige Versicherungen steigen ebenfalls. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (45 Jahre), Schwerbehinderung (ab 50 % GdB) oder Altersteilzeit, die Abschläge vermeiden oder reduzieren können, sowie die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zu zahlen, um Abschläge auszugleichen, oder die Zeit durch Arbeitslosengeld (ALG I) zu überbrücken; auch Arbeitszeitkonten sind eine Option, um die Zeit bis zum Rentenbeginn zu verkürzen, ohne sofort abschlagsfrei zu sein. 

Ab welchem Alter kann man abschlagsfrei in Rente gehen?

Abschlagsfrei in Rente geht man in Deutschland entweder mit der Regelaltersgrenze (steigt bis 67) oder über die "Rente für besonders langjährig Versicherte" nach 45 Jahren Wartezeit, wobei das Alter hier schrittweise auf 65 Jahre angehoben wird, je nach Geburtsjahrgang. Wer 1964 oder später geboren wurde, kann mit 65 Jahren nach 45 Jahren Wartezeit abschlagsfrei in Rente gehen (sogenannte "Rente mit 65"), während für frühere Jahrgänge die Altersgrenze stufenweise höher liegt (z.B. 64 Jahre und 8 Monate für 1962 Geborene). 

Kann die Rente mit 63 Jahren wieder abgeschafft werden?

Die "Rente mit 63" (genauer: die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Jahren) wird von der aktuellen Bundesregierung nicht abgeschafft und bleibt für die Jahrgänge bis 1964 bestehen, auch wenn es politische Diskussionen und Forderungen zur Abschaffung oder Änderung gibt, vor allem wegen Fachkräftemangels, aber auch die Ampelregierung und Union sich grundsätzlich einig sind, diese nicht zu streichen. Zukünftige Bundesregierungen könnten dies jedoch ändern, aber eine kurzfristige Abschaffung ist unwahrscheinlich; stattdessen könnten künftige Regelungen für nachfolgende Jahrgänge teurer werden oder das Rentenalter anheben.