Wie viel Steuervorteil hat man durch Riester?

Gefragt von: Marc Nolte
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Durch die Riester-Rente sparen Sie Steuern, weil Sie Ihre Beiträge (bis 2.100 €/Jahr) als Sonderausgaben absetzen können und das Finanzamt eine Günstigerprüfung durchführt, die Ihren Steuervorteil (Ihr individueller Steuersatz) mit den Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) vergleicht; überwiegt der Steuervorteil, bekommen Sie die Differenz erstattet, sonst erhalten Sie nur die Zulagen, da Sie sonst doppelt gefördert würden. Der genaue Betrag hängt von Ihrem Einkommen ab, aber er kann bei höheren Einkommen attraktiv sein.

Wie hoch ist der Steuervorteil bei Riester?

Riester-Steuervorteil

Die geleisteten Beiträge zum Riester-Vertrag können jährlich bis zu einer Höhe von maximal 2.100 EUR steuerlich geltend gemacht werden. Die Beitragszahlungen eines Jahres werden in der Einkommensteuererklärung in der „Anlage AV“ unter Sonderausgaben aufgeführt.

Wie berechnet man den Steuervorteil bei Riester?

Der Steuervorteil bei der Riester-Rente wird durch die Günstigerprüfung ermittelt: Man zieht vom erforderlichen Beitrag (4 % des Bruttoeinkommens) die staatlichen Zulagen (Grundzulage 175 €/Kind 300 €) ab und addiert diesen Betrag (maximal 2.100 €) zu den Sonderausgaben in der Steuererklärung; das Finanzamt berechnet, ob die Differenz zum vollen Betrag (2.100 € minus Zulagen) mehr bringt, als die Zulagen allein, und erstattet die Differenz (Einkommensteuersatz x Differenzbetrag) zurück. 

Wie wirkt sich die Riester-Rente auf die Steuer aus?

Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riester-Rente nachgelagert besteuert. Das bedeutet, dass die eingezahlten Beiträge durch die Riester-Förderung steuerfrei gestellt sind, während die späteren Auszahlungen versteuert werden müssen.

Wie hoch wird die Riester-Auszahlung versteuert?

Steuern: Die Auszahlung ist zu 100 % zum persönlichen Steuersatz zu versteuern.

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Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Riester-Rente?

Werden Steuern auf die Auszahlung fällig? Die Riester-Rente fördert der Staat mit hohen Zulagen und Steuervorteilen. Dafür muss die Riester-Rente im Alter versteuert werden. Die monatliche Rente oder eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent müssen Sie mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Wie berechne ich die Auszahlung meiner Riester-Rente?

Die Berechnung der Riester-Auszahlung hängt von Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Kosten ab und erfolgt meist über Online-Rechner, die Ihre Daten (Einkommen, Kinder) verwenden, um das angesparte Kapital zu schätzen und daraus eine monatliche Rente oder eine teilweise Einmalzahlung zu ermitteln, wobei die Rentenhöhe mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird. Sie erhalten meist eine lebenslange Rente, können sich aber bis zu 30 % des Kapitals einmalig auszahlen lassen und versteuern dann 30 % der Gesamtsumme (bei Einmalzahlung) oder einen Teil der monatlichen Rente (Renteneintritt: ca. 83,5 % des Betrags). 

Kann ich meine Riester-Rente in meiner Steuererklärung beitragsfrei stellen?

Vertrag ruhen lassen: Sie können einen Riester einfach beitragsfrei stellen. Sie zahlen also nichts ein und erhalten dementsprechend keine staatlichen Zulagen und können in Ihrer Steuererklärung auch keine Einzahlungen absetzen. Die bereits erhaltenen Zulagen behalten Sie aber.

Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente ruhen zu lassen?

Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.
 

Wird die Riesterrate bei Auszahlung besteuert?

Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riesterrente bei Auszahlung besteuert. Der Umfang der Besteuerung richtet sich danach, ob Ihre eingezahlten Beiträge durch die Altersvorsorgezulage und/oder den zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert oder nicht gefördert waren.

Wie sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Für die Auszahlung der Riester-Rente gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir das gesamte Vorsorgevermögen als lebenslange Rente auszahlen lassen. Oder du lässt dir eine Einmalzahlung in Höhe von 30 % des Gesamtkapitals (20 % bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden) auszahlen.

Wie viel sollte man in die Riester-Rente einzahlen?

Um die volle staatliche Förderung der Riester-Rente zu erhalten, müssen Sie mindestens 4 % Ihres rentenversicherungspflichtigen Brutto-Jahreseinkommens aus dem Vorjahr einzahlen, wobei dieser Betrag durch die staatlichen Zulagen (Grundzulage, Kinderzulage) reduziert wird und maximal 2.100 € pro Jahr betragen darf. Der Mindesteigenbeitrag liegt immer bei 60 € im Jahr (5 €/Monat), falls 4 % Ihres Einkommens weniger ergeben würden; weniger als dieser Betrag zahlt sich nicht aus, da sonst die Zulagen gekürzt werden. 

Was sind die Nachteile der Riester-Rente?

Die Riester-Rente bietet staatliche Zulagen und Steuervorteile sowie eine lebenslange, vor Pfändung geschützte Rente, aber auch Nachteile wie hohe Kosten, eine «nachgelagerte Besteuerung» im Alter, eingeschränkte Vererbbarkeit und oft niedrige Renditen, wodurch sie sich für Geringverdiener mit Kindern oft mehr lohnt als für Besserverdienende oder Kinderlose. 

Was bleibt von der Riester-Rente übrig?

Von der Riester-Rente bleibt am Ende eine lebenslange Rente übrig, von der Sie sich zu Beginn 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen können, aber der Rest wird besteuert. Die Auszahlungen werden nachgelagert besteuert, also im Alter versteuert, aber Sie müssen die staatlichen Zulagen zurückzahlen, wenn Sie vorzeitig kündigen oder das Kapital vor Rentenbeginn entnehmen (außer bei bestimmten Wohnzwecken). Bei einer Kündigung geht ein erheblicher Teil verloren, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, der sogenannte Rückkaufswert ist deutlich niedriger als das gesamte Guthaben. 

Was ändert sich 2025 bei der Riester-Rente?

Bei Einführung der Riester-Rente lag der gesetzliche Garantiezins, der generell für die gesamte Dauer eines Vertrags gilt, noch bei 3,25 Prozent. Nach jahrelangem Sinkflug bis auf 0,25 Prozent wurde er zu Jahresbeginn 2025 auf 1 Prozent angehoben.

Wie hoch ist die Steuererstattung durch die Riester-Rente?

Steuer: Bei einer Riester-Rente sind 4,00 % des jährlichen Bruttoeinkommens, aber maximal 2.100 € inklusive der staatlichen Zulagen, von der Steuer absetzbar (Stand: 2025).

Was bringt Riester bei der Steuererklärung?

Riester-Beiträge und Zulagen lassen sich bis 2.100 Euro im Jahr als Sonderausgabe absetzen (Anlage AV der Steuererklärung). Zunächst ergibt sich daraus ein rechnerischer Steuervorteil. Er hängt vom persönlichen Einkommensteuersatz und der Höhe der jährlichen Einzahlungen in den Riester-Vertrag ab.

Kann ich Riester-Beiträge als Sonderausgaben absetzen?

Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu einer Höhe von 2.100 Euro jährlich als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Ehepaare können bis zu 4.200 Euro absetzen, wenn beide Partner jeweils in einen Riester-Vertrag einzahlen und beide unmittelbar zulageberechtigt sind.

Warum sind die letzten 5 Jahre vor der Rente so wichtig?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind wichtig, weil sie das finanzielle Finale darstellen, in dem Sie durch strategische Entscheidungen (z.B. Vollzeit arbeiten, Ausgleichszahlungen) noch Einfluss auf Ihre Rente nehmen können und Ihre Altersvorsorge optimieren, obwohl jedes Beitragsjahr grundsätzlich gleich viel zählt, da Sie in dieser Zeit oft am meisten verdienen und so Extra-Punkte sammeln, was Ihre Gesamtrente positiv beeinflusst, aber nicht überproportional erhöht. 

Ist es sinnvoll, eine Riester-Rente zu kündigen?

Eine Riester-Rente zu kündigen, ist meistens nicht sinnvoll, da Sie staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, erhebliche finanzielle Verluste erleiden und auf eine lebenslange zusätzliche Rente verzichten. Besser ist oft eine Beitragsfreistellung, bei der Sie die Einzahlungen stoppen, aber den Vertrag ruhen lassen, um Zulagen und Förderungen zu behalten, bis sich Ihre Lebensumstände ändern. Nur in seltenen Fällen kann eine Kündigung nach langer Laufzeit und mit individueller Berechnung (unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern) eine Option sein, aber immer mit Verlusten verbunden.
 

Wie viel wird von der Riester-Rente abgezogen?

Im Jahr 2020 beziffert sich der gesamte Abzugsbetrag auf 13,3 % des Bruttoeinkommens (9,3 % Rentenversicherung und 4 % Riester-Beitrag).

Wie viel Steuern muss ich bei 2400 € Rente bezahlen?

Von einer Bruttorente von 2.400 Euro bleiben dir nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben etwa 1.930 bis 1.950 Euro netto im Monat. Die genaue Höhe hängt von deinem Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung und deinem Steuersatz ab.

Warum zahle ich 2025 mehr Lohnsteuer?

Ab Januar 2025 wirkt sich diese Erhöhung des Grundfreibetrags und Kinderfreibetrags nicht mehr nur in einem Monat aus, sondern ist auf zwölf Monate verteilt. Im Vergleich zum Dezember wird es daher in den meisten Fällen einen verhältnismäßig höheren Lohnsteuerabzug geben.