Wie viele Jahre muss man gearbeitet haben, um Mindestrente zu bekommen?

Gefragt von: Winfried König-Seidl
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Um einen Anspruch auf die Grundrente in Deutschland zu haben, müssen Sie mindestens 33 Jahre lang Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben, wobei Kindererziehungs- und Pflegezeiten mitzählen; für die volle Grundrente werden maximal 35 Jahre angerechnet, und Ihr Verdienst muss zwischen 30 % und 80 % des Durchschnittsverdienstes liegen. Es gibt auch andere Rentenarten, die unterschiedliche Wartezeiten haben, wie z.B. 5 Jahre für einen allgemeinen Rentenanspruch oder 45 Jahre für die abschlagsfreie Rente mit 65.

Wie hoch ist die Rente, wenn man nur 10 Jahre gearbeitet hat?

Nach 10 Jahren Arbeit erhalten Sie eine Rente, die von Ihrem Verdienst abhängt; bei durchschnittlichem Einkommen sind es rund 408 € brutto pro Monat (Stand 2025), da Sie ca. 10 Entgeltpunkte sammeln (10 Punkte x 40,79 € pro Punkt). Die genaue Höhe hängt vom Einkommen ab: Wer weniger verdient, bekommt weniger Punkte pro Jahr, wer mehr verdient, bekommt mehr. 

Wie viele Jahre muss man arbeiten für die Mindestrente?

Vereinfacht gesagt kann eine Grundrente gezahlt werden, wenn die ausgezahlte Rente nach 45 Jahren Beitragszahlung aus Erwerbstätigkeit unter 1.280 Euro liegt, bei 40 Beitragsjahren unter 1.144Euro. Eine genauere Beschreibung zur Berechnung ist in der folgenden Antwort erläutert.

Was ist die Mindestrente, wenn ich nicht gearbeitet habe?

Um es gleich zu sagen: Wer nie gearbeitet hat, kriegt auch keine Rente. Eine Ausnahme gibt es für Eltern, die mehr als ein Kind großgezogen haben. Sie können einen Rentenanspruch erwerben, weil die Rentenversicherung auch Erziehungsarbeit honoriert.

Wer hat Anspruch auf Mindestrente?

Wer Grundrente bekommt, sind Rentnerinnen und Rentner mit mindestens 33 Jahren rentenversicherungsrelevanter Zeit (Grundrentenzeiten) und unterdurchschnittlichem Einkommen, das einer Prüfung unterzogen wird und den Zuschlag mindert oder entfallen lässt. Der Zuschlag wird gestaffelt ausgezahlt und beträgt bei 35+ Jahren in der Regel die Hälfte der Entgeltpunkte, wenn der Durchschnittsverdienst 30-80% des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten lag. 

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Kann ich nach 5 Jahren in Deutschland eine Rente beziehen?

Die Rente wird nach einer Wartezeit von 5 Jahren gezahlt . Das Renteneintrittsalter wird bis zum Jahr 2031 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Für alle, die 1964 oder später geboren wurden, gilt dann ein einheitliches Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

Wie hoch ist die Rente nach 15 Jahren Arbeit?

Nach 15 Jahren Arbeit haben Sie grundsätzlich Anspruch auf eine gesetzliche Rente, diese wird aber aufgrund der kurzen Versicherungszeit sehr gering ausfallen, oft nur wenige hundert Euro im Monat, da die Höhe vom Verdienst und den Rentenpunkten abhängt; Sie müssen mindestens 5 Jahre versichert gewesen sein, aber für eine „normale“ Altersrente braucht man mehr Jahre, wie z.B. 35 für die Grundrente oder die Regelaltersgrenze. Sie können die Rente mit 67 beziehen (oder früher mit Abschlägen) oder durch Weiterarbeit die Rente erhöhen.
 

Wie viel Rente bekommt ein Hartz-4-Empfänger, der nie gearbeitet hat?

Alleinstehende Erwachsene bekommen seit Januar 2023 etwa 502 Euro monatlich. Bei Ehepaaren und Paare, die eheähnlich leben, liegt die Grundsicherung für den Lebensunterhalt bei 902 Euro im Monat.

Wie erfahre ich, ob ich Anspruch auf die Grundrente habe?

hat über 35 Beitragsjahre auf ihrem Rentenkonto, die als Grundrentenzeiten zählen. Der Höchstwert für den Grundrentenzuschlag beträgt 0,8 Entgeltpunkte im Jahr. Weil sie mit ihren durchschnittlich 0,72 Entgeltpunkten darunter liegt, hat sie Anspruch auf Grundrente.

Hat man als Hausfrau Anspruch auf Rente?

Nein, eine Hausfrau bekommt nicht automatisch eine Rente, da die deutsche Rentenversicherung auf Beitragszahlungen beruht, aber durch Kindererziehungszeiten (Mütterrente) können Rentenansprüche erworben werden, die bis zu 3 Jahre pro Kind (nach 1992 geboren) anrechnen, was monatlich zu ca. 34 € Rente führt, aber zusätzliche private Vorsorge wie Riester-Rente ist dringend empfohlen, da dies nur ein kleiner Baustein ist.
 

Kann ich nach 25 Beitragsjahren in Rente gehen?

Langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute: Wer 1964 oder später geboren ist und die Mindestversicherungszeit von 25 Jahren mit ständigen Arbeiten unter Tage erfüllt hat, kann mit 62 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen.

Was ist der Unterschied zwischen der Grundrente und der Mindestrente?

Die Grundrente ist nicht zu verwechseln mit einer Mindestrente. So etwas gibt es im deutschen Rentensystem nicht. Auf den Grundrentenzuschlag hast Du unabhängig von der Art Deiner Rente Anspruch. Es ist also egal, ob Du eine Altersrente, eine Erwerbsminderungsrente oder Hinterbliebenenrente beziehst.

Was passiert, wenn ich keine 45 Arbeitsjahre voll habe?

Werden 45 Beitragsjahre nicht erreicht, können sie mit 67 Jahren abschlagfrei in den Ruhestand eintreten.

Wie viele Jahre muss ich arbeiten, um Mindestrente zu bekommen?

Voraussetzung für den Erhalt der Grundrente ist eine sogenannte Grundrentenzeit von mindestens 33 Jahren. Dazu gehören u.a. deine normalen Arbeitsjahre, in denen du Pflichtbeiträge gezahlt hast, Kindererziehungs- und Pflegezeiten sowie Zeiten, in denen du Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation erhalten hast.

Kann ich mit 15 Beitragsjahren in Rente gehen?

„Versicherte, die nur 15 Beitragsjahre zurückgelegt haben, können demnach nur in die Regelaltersrente gehen“, teilt die DRV auf Anfrage durch IPPEN. MEDIA mit. Das ist für ab 1964 Geborene aber erst ab dem 67. Lebensjahr möglich.

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Wer bekommt die Grundrente nicht?

Niemand bekommt die Grundrente, der nie gearbeitet hat oder zu viel verdient, auch wenn er die nötigen Beitragsjahre (mindestens 33) zusammen hat; wer über den Einkommensgrenzen liegt (z. B. 2025 bei Alleinstehenden über ca. 14.380 € bzw. 1.840 €/Monat), dessen Zuschlag wird gekürzt oder gestrichen, wobei es keine Bedürftigkeitsprüfung gibt, sondern nur eine Einkommensprüfung nach oben. Auch wer nur Minijob-Zeiten oder Zeiten mit ALG-Bezug hat, die nicht voll zählen, oder wer sehr hohe Rentenansprüche hat (über 80 % des Durchschnittsverdienstes), geht leer aus.
 

Was ist die Grundrente, wenn man nie gearbeitet hat?

Wer nie gearbeitet hat, kann in der Regel keine Grundrente bekommen. Die Grundrente ist ein Zuschlag, der unter bestimmten Voraussetzungen auf eine gesetzliche Rente gezahlt wird. Wer keine oder nur sehr geringe eigene Rentenansprüche hat, kann stattdessen bei Bedürftigkeit die Grundsicherung im Alter beantragen.

Wie hoch ist die Mindestrente für Frauen?

Die volle Grundrente bekommt, wer mindestens 35 Jahre gearbeitet hat. Kindererziehungszeiten und die Pflege Angehöriger gelten auch. Die Höhe der Grundrente liegt im Schnitt bei rund 86 Euro im Monat. Beantragen musst du die Grundrente nicht.

Was ist die Hausfrauenrente?

Die Hausfrauenrente ist vorwiegend für jene Hausfrauen gedacht, die aus einer Pflichtversicherung das Anrecht auf die Altersrente nicht erreichen.

Wie hoch ist die Rente, wenn man nur 5 Jahre gearbeitet hat?

Nach 5 Jahren Arbeit sammeln Sie 5 Entgeltpunkte; bei einem Durchschnittsverdienst entspricht das aktuell (2025) etwa 200 € Brutto-Rente pro Monat (5 Punkte * 40,79 € Rentenwert), aber es hängt stark von Ihrem tatsächlichen Einkommen ab, da Sie nur Rentenpunkte erhalten, wenn Sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Es gibt einen Anspruch auf Rente nach 5 Jahren Wartezeit, aber erst mit längerem Beitragsverlauf wird die Rente spürbar und es gibt eventuell Anspruch auf Grundrente, wenn Sie 33 Jahre Beitragszeit erreicht haben, nicht schon nach 5 Jahren. 

Bekommt meine Frau eine Rente, wenn sie nicht gearbeitet hat?

Wer nie gearbeitet und daher nie Sozialversicherungsbeiträge über sein Gehalt gezahlt hat, hat in der Regel keinen Anspruch auf eine staatliche Rente. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, in denen man auch ohne Berufserfahrung eine staatliche Rente beziehen kann.

Wie hoch ist meine Rente, wenn ich 10 Jahre gearbeitet habe?

Nach 10 Jahren Arbeit erhalten Sie eine Rente, die von Ihrem Verdienst abhängt; bei durchschnittlichem Einkommen sind es rund 408 € brutto pro Monat (Stand 2025), da Sie ca. 10 Entgeltpunkte sammeln (10 Punkte x 40,79 € pro Punkt). Die genaue Höhe hängt vom Einkommen ab: Wer weniger verdient, bekommt weniger Punkte pro Jahr, wer mehr verdient, bekommt mehr. 

Wie viele Jahre muss man voll haben, um Rente zu bekommen?

Wie lange Sie arbeiten müssen, bis Sie in Rente gehen, hängt von Ihrem Geburtsjahr und der Art der Rente ab, aber generell gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren für ab Jahrgang 1964, wobei man mit 35 Versicherungsjahren (langjährig Versicherte) früher in Rente gehen kann (mit Abschlägen) und mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) oft abschlagsfrei oder früher, je nach Geburtsjahrgang. Die Mindestversicherungszeit für eine Regelaltersrente sind 5 Jahre. 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.