Wie viele Mitarbeiter darf ein Kleingewerbe haben?

Gefragt von: Mirco Fuchs
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Ein Kleingewerbe (Kleinunternehmer) darf grundsätzlich Mitarbeiter einstellen, da die Grenze für Kleinunternehmer (Umsatzsteuerregelung) nichts mit der Mitarbeiterzahl zu tun hat; diese bezieht sich nur auf den Jahresumsatz (aktuell bis 25.000 € im ersten Jahr, 100.000 € im Folgejahr). Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für Mitarbeiter bei Kleinunternehmern, aber die Einstellung eines Mitarbeiters kann den Status als Kleinunternehmer gefährden, wenn die Umsatzgrenzen dadurch überschritten werden, da der Umsatz des Angestellten zum Gesamtumsatz zählt. Für EU-weite Definitionen von "Kleinunternehmen" (nicht Kleinunternehmer) gilt eine Grenze von maximal 50 Mitarbeitern.

Kann ich im Kleingewerbe Mitarbeiter einstellen?

Ja, auch als Kleinunternehmer dürfen Sie Mitarbeiter einstellen, müssen aber alle Arbeitgeberpflichten erfüllen, was eine Anmeldung bei der Bundesagentur für Arbeit (Betriebsnummer), bei der Krankenkasse und der Minijob-Zentrale (falls zutreffend) beinhaltet, einen schriftlichen Arbeitsvertrag erstellen und den Mindestlohn sowie gesetzliche Regelungen zu Urlaub, Krankheit und Kündigungsfristen einhalten. Besonders beliebt für Kleinunternehmer ist der Minijob (bis 538 €/Monat), der weniger Sozialabgaben verursacht, aber eine genaue Stundenaufzeichnung erfordert.
 

Wie viele Angestellte darf ein Kleinunternehmer haben?

„Kleinunternehmen“ sind nach der Definition der Europäischen Union kleine Unternehmen mit höchstens 50 Mitarbeitenden.

Kann man zu dritt ein Kleingewerbe anmelden?

Können Freiberufler gleichzeitig ein Gewerbe führen? Grundsätzlich gilt, du kannst mehrere Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeiten anmelden und ausführen. Beachte aber, dass du mit dem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" immer nur eine Tätigkeit beim Finanzamt anmelden kannst.

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer mehr als 22000 verdiene?

Im Jahr 2021 erzielt er einen Umsatz von 38.000 Euro. Damit liegt er zwar unter der Grenze von 50.000 Euro, aber er hat bereits im Vorjahr (2020) die Umsatzgrenze von 22.000 Euro überschritten und ist damit umsatzsteuerpflichtig.

Darf man als Kleinunternehmer Mitarbeiter einstellen?

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Wann prüft das Finanzamt Kleinunternehmer?

Kleinunternehmern droht wie allen anderen Unternehmern eine Betriebsprüfung, wenn das Finanzamt feststellt, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Buchführung gibt. Dazu zählen folgende Punkte: Ihre jährlichen Gewinne schwanken stark. Ihre Steuererklärung war nicht plausibel.

Ist ein Kleingewerbe im Jahr 2025 steuerfrei?

Wie viel darf ich als Kleinunternehmer:in steuerfrei verdienen? Der Grundfreibetrag liegt 2025 bei 12.096 Euro. Einkünfte unter diesem Betrag sind einkommensteuerfrei. Die Kleinunternehmerregelung gilt bei einem Umsatz bis 25.000 Euro im Vorjahr und bis 100.000 Euro im laufenden Jahr.

Was braucht das Finanzamt bei Kleingewerbe?

Bei einer jährlichen Steuer-Zahllast von bis zu 1.000 Euro begnügt sich das Finanzamt mit der Jahres-Umsatzsteuererklärung. Voranmeldungen sind dann nicht erforderlich. Lag die Vorjahres-Zahllast zwischen 1.000 und 7.500 Euro, sind vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldungen vorgeschrieben.

Wie viel Geld darf ich am Tag verdienen, ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen?

Konkret heißt das, dass Sie bis zu 410 Euro selbständig verdienen dürfen, ohne dass Sie ein Gewerbe anmelden müssen. Übersteigt der Gewinn diese Grenze, ist ein Gewerbeschein Pflicht.

Was ändert sich 2026 für Kleinunternehmer?

Grundfreibetrag steigt: Ab 2026 liegt er bei 12.348 Euro (2025: 12.096 Euro). Das bedeutet: Ein größerer Teil Ihres Einkommens bleibt steuerfrei – eine spürbare Entlastung für kleine Betriebe und Solo-Selbstständige.

Ist es möglich, zwei Kleingewerbe gleichzeitig zu haben?

Ja, Sie dürfen mehrere Kleingewerbe gleichzeitig betreiben, solange Ihr Gesamtumsatz aus allen Tätigkeiten zusammen die Kleinunternehmergrenze (derzeit 22.000 € im Vorjahr und voraussichtlich 25.000 € im aktuellen Jahr) nicht übersteigt, da die Kleinunternehmerregelung für Sie als Person gilt, nicht pro Unternehmen. Jedes separate Gewerbe muss angemeldet werden, aber Sie können oft mehrere Tätigkeiten in einer einzigen Gewerbeanmeldung nennen, wenn sie zusammengehören; bei völlig unterschiedlichen Bereichen sind jedoch separate Anmeldungen nötig.
 

Kann man ein Kleingewerbe haben und angestellt sein?

Grundsätzlich können Sie auch innerhalb einer selbständigen Tätigkeit im Nebenerwerb als Arbeitgeber auftreten und Arbeitnehmer einstellen. Allerdings müssen Sie dann mit krankenversicherungsrechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn Sie jemanden im Vollerwerb beschäftigen.

Kann mein Chef mir ein Kleingewerbe verbieten?

Nein, ein Arbeitgeber darf ein Kleingewerbe (Nebentätigkeit) nicht pauschal verbieten, aber er kann es untersagen, wenn berechtigte Interessen bestehen, z.B. bei Konkurrenz, Beeinträchtigung der Arbeitsleistung, Verstoß gegen Arbeitszeitgesetze oder Gefährdung der Gesundheit. Ein generelles Verbot im Arbeitsvertrag ist oft unwirksam, aber eine Genehmigungspflicht oder Meldepflicht kann wirksam sein, wenn sie sachlich begründet ist.
 

Wird das Kleingewerbe auf das Gehalt angerechnet?

Wenn du neben deinem Hauptberuf noch ein Kleingewerbe betreibst und dabei Gewinn erzielst, erhöht sich dein „zu versteuerndes Einkommen“. Dann zahlst du im Folgejahr Einkommensteuer nach. Falls du mit deinem Nebengewerbe Verlust machst, sinkt dein steuerpflichtiges Gesamteinkommen.

Kann ich Vollzeit arbeiten und Kleingewerbe anmelden?

Kann ich Vollzeit arbeiten und ein Kleingewerbe anmelden? Wie viel Zeit Sie für Ihren Hauptjob aufwenden, ist für die Anmeldung eines Nebengewerbes unerheblich.

Welche Steuerklasse gilt für Kleingewerbe?

Für dein Kleingewerbe spielt die Steuerklasse keine Rolle – die gilt nur für dein Einkommen als Angestellter. Gewinne aus dem Gewerbe werden in deiner Einkommensteuererklärung zusätzlich berücksichtigt und zum übrigen Einkommen addiert.

Wann lohnt sich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe lohnt sich, wenn Sie eine Geschäftsidee mit wenig Risiko testen wollen, nebenberuflich starten, geringe Investitionen haben, hauptsächlich Privatkunden bedienen oder den buchhalterischen Aufwand vermeiden möchten, solange der Umsatz voraussichtlich unter der 25.000 €-Grenze bleibt – was besonders bei Nebengewerben mit geringem Startkapital und ohne hohe Vorsteuerabzugsfähigkeit der Fall ist, um den administrativen Aufwand der Umsatzsteuer zu umgehen.
 

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer keinen Umsatz mache?

Vermerken Sie aber keine Ausgaben und haben auch keinen Umsatz, hat dies keine Konsequenzen. Sie sind lediglich verpflichtet, weiter eine Steuererklärung einzureichen.

Wie viel kostet ein Steuerberater für ein Kleingewerbe?

Die Antwort hängt von deinem Umsatz, deinen Vorkenntnissen und deinem Zeitbudget ab. Ein Steuerberater kostet dich zwischen 1.000 und 2.000 Euro im Jahr, nimmt dir aber eine Menge Arbeit ab und sorgt dafür, dass du keine Fehler machst.

Wie viel muss ich als Selbstständiger verdienen, um 3000 € netto zu haben?

Um 3.000 € netto als Selbstständiger zu haben, brauchst du je nach Kosten und Steuern einen monatlichen Umsatz zwischen ca. 6.000 € und 9.000 €, wobei 6.000 € der Mindestwert für den Gewinn sind, zu dem noch Steuern, Sozialabgaben (wie Krankenversicherung) und Betriebskosten hinzukommen, während 9.000 € ein realistischerer Wert mit Puffer für Ausgaben und Steuern sind. Eine grobe Faustregel lautet: Umsatz = (Netto-Wunsch + Steuern + Abgaben + Betriebskosten) / (1 - Umsatzsteuer-Satz). 

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer mehr als 22.000 verdiene?

Wenn Sie dagegen im vorangegangenen Jahr mehr als 22.000 Euro eingenommen haben oder im neuen Jahr mehr als 50.000 Euro Umsatz erwarten, unterliegen Sie automatisch der Regelbesteuerung.

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Welche Beispiele gibt es für Kleingewerbe?

Kleingewerbe sind vielfältig und reichen von Online-Händlern (Etsy, eBay) über Handwerker (Maler, Schneider) und Berater (IT, Marketing) bis hin zu Dienstleistern (Gartenpflege, Reinigung), Grafikern und Fotografen, oft nebenberuflich gestartet und mit überschaubarem Umsatz, wobei die Kleinunternehmerregelung greift, wenn bestimmte Umsatzgrenzen (z.B. unter 250.000 €/Jahr im Einzelhandel) nicht überschritten werden. Typisch sind auch Familienbetriebe, Franchisenehmer oder Dropshipper.