Wie viele Tage krank in Probezeit?

Gefragt von: Antonie Kunz
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In der Probezeit gibt es keine gesetzliche Höchstgrenze für die Krankheitsdauer, aber lange oder häufige Fehlzeiten können das Vertrauen des Arbeitgebers erschüttern und zu einer Kündigung führen, da der Kündigungsschutz gelockert ist. Die ersten vier Wochen sind kritisch: Sie erhalten noch keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, sondern Krankengeld von der Krankenkasse, danach haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen. Es gilt die sofortige Meldepflicht und meist ein ärztliches Attest ab dem ersten oder dritten Tag.

Wie viele Tage darf man in der Probezeit krank sein?

Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für Krankheitstage in der Probezeit, aber häufige oder lange Fehlzeiten können das Vertrauen des Arbeitgebers erschüttern und eine Kündigung trotz des gekürzten Kündigungsschutzes in der Probezeit begünstigen, insbesondere wenn die Leistung nicht erbracht werden kann. Wichtig ist: In den ersten 4 Wochen gibt es keinen Lohn vom Arbeitgeber, sondern nur Krankengeld von der Krankenkasse; danach greift die reguläre Entgeltfortzahlung für bis zu 6 Wochen.
 

Ist es schlimm, während der Probezeit einen Krankheitstag zu nehmen?

Was passiert, wenn ich während der Probezeit krank werde? Sollten Sie aufgrund von Krankheit häufig von Ihrer neuen Stelle fernbleiben, kann dies es Ihrem Arbeitgeber erschweren, Ihre Leistung angemessen zu beurteilen, und er könnte Ihre Zuverlässigkeit bei der Besetzung der Stelle zukünftig infrage stellen.

Wie viele Fehltage während der Probezeit?

In der Regel wirst Du bis zu sechs Wochen lang weiterbezahlt. Die einzige Ausnahme: Du wirst in den ersten vier Wochen Deiner Probezeit krank. Dann bekommst Du keinen Lohn.

Wie viele Krankheitstage sind zumutbar?

Wie oft darf ich krank sein, ohne dass mein Arbeitsplatz gefährdet ist? Hier gilt, dass der Arbeitgeber bis zu 30 Fehltage pro Jahr hinnehmen muss. Ist der Beschäftigte mehr als 30 Tage (also 6 Wochen) im Jahr krank, so gilt dies grundsätzlich als unzumutbar.

Wieviele Krankheitstage sind maximal erlaubt?

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Kann man wegen oft krank sein gekündigt werden?

Es existiert weder ein Kündigungsverbot im Krankenstand noch ein genereller Kündigungsschutz bei Krankheit.

Wie oft darf man während der Arbeit krank sein?

Wie viele Krankheitstage kann ein Arbeitnehmer nehmen? Arbeitgeber bieten in der Regel ein bis fünf Tage bezahlten Krankheitsurlaub pro Jahr an und passen die Regelung an die Anforderungen des Arbeitsplatzes und die Branchennormen an. Bei körperlich anstrengenderen Tätigkeiten kann der Anspruch auf bis zu zehn Tage erhöht werden.

Ist es schlimm, wenn man in der Probezeit krank wird?

Nein, krank in der Probezeit zu sein ist nicht per se "schlimm", aber es ist eine heikle Phase: Du hast Anspruch auf Lohnfortzahlung (nach 4 Wochen) und Krankengeld, musst dich aber sofort melden und eine AU-Bescheinigung vorlegen, und der Arbeitgeber kann dir aufgrund der fehlenden Kündigungsgründe leichter kündigen, besonders bei wiederholten oder langen Ausfällen, da du noch keinen allgemeinen Kündigungsschutz hast. Das Wichtigste ist: Bleib zuhause, melde dich richtig krank und kuriere dich aus, um Engagement zu zeigen und langfristige Probleme zu vermeiden. 

Kann man die Probezeit aufgrund von Krankheit nicht bestehen?

Entlassung während der Probezeit wegen Krankheit

Sie sind dazu berechtigt, auch in den ersten Monaten nach Arbeitsbeginn . Unter Umständen müssen Sie eine Kündigung in Erwägung ziehen, wenn ein Mitarbeiter aufgrund einer Krankheit oder Verletzung arbeitsunfähig ist.

Wie lange darf man krank sein, bis man gekündigt wird?

Eine Kündigung wegen Krankheit ist in Deutschland möglich, aber an strenge Voraussetzungen geknüpft: Sie droht, wenn Sie über Jahre hinweg häufig oder lange wegen derselben Krankheit ausfallen (z.B. mehr als 6 Wochen pro Jahr), eine negative Gesundheitsprognose besteht, Ihre betrieblichen Interessen stark beeinträchtigt sind und der Arbeitgeber keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit (auch mit BEM) findet. Eine Kündigung ist auch während der Krankschreibung möglich, aber nicht allein wegen der Krankheit, es sei denn, es gibt keine Kündigungsschutz (z.B. in der Probezeit). 

Wer bezahlt Krankheitstage in der Probezeit?

Wenn du in der Probezeit krank wirst, zahlt der Arbeitgeber deinen Lohn (Lohnfortzahlung) nur, wenn du bereits mindestens vier Wochen dort beschäftigt bist; davor springt die Krankenkasse mit Krankengeld ein. Bei Krankheit in den ersten vier Wochen zahlt der Arbeitgeber nichts, aber du bekommst Krankengeld von der Kasse. Nach vier Wochen zahlt der Chef bis zu sechs Wochen Lohn, auch bei Kündigung in der Probezeit (bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses). 

Ist krank sein in der Probezeit ein Kündigungsgrund?

Ja, in der Probezeit kann man wegen Krankheit gekündigt werden, da der allgemeine Kündigungsschutz erst nach 6 Monaten greift und der Arbeitgeber hier keinen speziellen Grund nennen muss (außer bei Diskriminierung oder Sittenwidrigkeit). Wichtig ist die sofortige Krankmeldung und Arztbesuch, aber auch bei häufigen oder längeren Krankheiten kann eine Kündigung möglich sein, wobei der Arbeitgeber die §§ 622 BGB und AGG beachten muss. Handeln Sie schnell mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, falls Sie eine Kündigung erhalten. 

Wann ist es okay, sich krank zu melden?

Eine Krankmeldung muss unverzüglich erfolgen, also sofort am ersten Krankheitstag, aber die Krankschreibung (ärztliches Attest) ist gesetzlich erst ab dem vierten Kalendertag der Arbeitsunfähigkeit nötig, es sei denn, der Arbeitgeber verlangt sie bereits früher (was er darf). Die eAU ( elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) wird seit 2023 digital vom Arzt an die Krankenkasse übermittelt, der Arbeitgeber ruft sie dann ab. 

Ist das Verschweigen einer Krankheit ein Kündigungsgrund?

Ja, eine Krankheit kann ein Kündigungsgrund sein, wenn sie relevant für die Tätigkeit ist, die Arbeitsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt oder die Sicherheit gefährdet (z.B. Epilepsie beim Busfahrer). Das Verschweigen einer wichtigen, tätigkeitsrelevanten Krankheit (auch bei der Einstellung) oder das Vortäuschen einer Krankheit (womit man Lohnfortzahlung erschleicht) rechtfertigt eine fristlose Kündigung (außerordentliche Kündigung), da es die Vertrauensbasis zerstört und Betrug darstellt. Normaler Krankheitsfall mit AU-Bescheinigung ist kein Kündigungsgrund, aber bei wiederholten Fehlzeiten über 30 Tage/Jahr kann eine krankheitsbedingte Kündigung nach Abwägung möglich sein. 

Wie viele Tage darf man in der Probezeit fehlen?

Einmal innerhalb der Probezeit krank zu werden ist schon ärgerlich genug, manch unglückliche:r Arbeitnehmer:in wird aber sogar zweimal in der Probezeit krank. Kann dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben? Grundsätzlich gibt es keine maximale Anzahl an Krankheitstagen, die in der Probezeit genommen werden dürfen.

Wie viel darf man in der Probezeit krank sein?

In der Probezeit gibt es keine gesetzliche Höchstgrenze für die Krankheitsdauer, aber lange oder häufige Fehlzeiten können das Vertrauen des Arbeitgebers erschüttern und zu einer Kündigung führen, da der Kündigungsschutz gelockert ist. Die ersten vier Wochen sind kritisch: Sie erhalten noch keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, sondern Krankengeld von der Krankenkasse, danach haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen. Es gilt die sofortige Meldepflicht und meist ein ärztliches Attest ab dem ersten oder dritten Tag. 

Welche Kündigungsgründe gibt es während der Probezeit?

In der Probezeit muss der Arbeitgeber die Kündigung grundsätzlich nicht begründen; das Kündigungsschutzgesetz greift noch nicht, und es gelten verkürzte Fristen (zwei Wochen). Es sind jedoch keine willkürlichen Kündigungen erlaubt; Diskriminierung (z.B. wegen Geschlecht, Religion) ist unzulässig, ebenso Kündigungen bei besonderem Schutz wie für Schwangere oder Schwerbehinderte (wobei letztere erst nach 6 Monaten gelten). Fristlose Kündigungen sind auch in der Probezeit nur bei wichtigen Gründen (z.B. Arbeitsverweigerung) möglich.
 

Wie oft darf man krank sein in der Arbeit?

Wie oft kann man 6 Wochen krank sein? Dein Arbeitgeber muss es akzeptieren, wenn du bis zu 30 Tage pro Jahr arbeitsunfähig bist und so Fehltage entstehen. Bist du jedoch länger als 6 Wochen pro Jahr krank, gilt das als unzumutbar für den Arbeitgeber und das Krankengeld greift.

Wie lange darf man am Stück krank machen?

Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze, wie lange man am Stück krank sein darf, aber nach 6 Wochen zahlt die Krankenkasse Krankengeld, und bei mehr als 30 Fehltagen pro Jahr kann der Arbeitgeber arbeitsrechtliche Schritte einleiten, wobei der Arzt die Dauer der Krankschreibung festlegt und verlängern kann, solange die Genesung dies erfordert. 

Wie oft ist ein Mitarbeiter im Schnitt krank?

Der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland war 2024 laut Statistischem Bundesamt rund 14,8 Arbeitstage krank, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber die Zahlen variieren je nach Quelle stark zwischen 15 und über 26 Tagen, wobei neuere Zahlen oft höhere Werte zeigen, die durch vollständigere Erfassung (E-AU) und steigende psychische Erkrankungen beeinflusst werden. 

Wie sage ich einem Mitarbeiter, dass er zu oft krank ist?

Das Gespräch kann dann folgendermaßen ablaufen:

  • Begrüßung / Freude zeigen, dass er oder sie wieder da ist.
  • Fragen, ob er oder sie wieder fit ist.
  • Fragen, ob die Erkrankung mit der Arbeit zu tun hat.
  • Informationen geben, was in der Abwesenheit im Betrieb passiert ist.
  • Erzählen, welche Aufgaben im Team anstehen.

Ist eine Kündigung während der Probezeit wegen Krankheit möglich?

Ja, eine Kündigung im Krankenstand während der Probezeit ist rechtlich möglich, da der volle Kündigungsschutz erst nach der Probezeit greift. Der Arbeitgeber kann mit der verkürzten Kündigungsfrist von zwei Wochen kündigen, aber die Kündigung darf nicht willkürlich oder nur wegen der Krankheit erfolgen (Verstoß gegen das Maßregelungsverbot). Auch bei längerer Krankheit oder häufigen Ausfällen kann eine Kündigung ausgesprochen werden, wenn die Prognose negativ ist und die betrieblichen Abläufe erheblich stören, wobei der Arbeitgeber dies begründen muss.
 

Kann man abgemahnt werden, wenn man zu oft krank ist?

Nein, grundsätzlich kann man nicht wegen der Krankheit selbst abgemahnt werden, da dies ein unverschuldeter Zustand ist. Eine Abmahnung droht jedoch, wenn wiederholt die Anzeigepflicht (zu späte Krankmeldung) oder die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) verletzt wird. Bei sehr häufigen Fehlzeiten kann der Arbeitgeber eine Kündigung wegen Krankheit in Betracht ziehen, aber nur nach Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) und bei negativer Gesundheitsprognose. 

Warum schreiben Ärzte in Ungern krank?

Ärzte schreiben Patienten krank, weil diese über Beschwerden klagen, die ihre Arbeitsfähigkeit einschränken, wobei sie sich auf ihr fachliches Ermessen verlassen. Sie müssen jedoch nicht krankschreiben, wenn sie eine Arbeitsfähigkeit sehen. Gründe können akute Krankheiten (Infektionen, Schmerzen), psychische Belastungen (Burnout, Depressionen) oder auch chronische Leiden (Migräne, Rückenschmerzen) sein, die eine Tätigkeit unmöglich machen. 

Was sind gute Gründe, um sich krank zu melden?

Gute Gründe, sich krankzumelden, sind echte gesundheitliche Probleme wie Rückenbeschwerden, Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Probleme, Migräne oder auch psychische Belastungen (Stress, Depressionen). Auch Verletzungen, ansteckende Krankheiten (bei denen der Arbeitgeber geschützt werden muss) oder die Notwendigkeit, sich um ein krankes Kind zu kümmern, sind legitime Gründe. Sie müssen den genauen Grund nicht nennen, nur dass Sie arbeitsunfähig sind und eine AU-Bescheinigung einreichen, wenn nötig.