Wie weiß ich, ob ich Wohngeld bekomme?
Gefragt von: Herr Prof. Luigi Schweizer B.A.sternezahl: 4.4/5 (11 sternebewertungen)
Um zu prüfen, ob Sie Wohngeld bekommen, nutzen Sie den kostenlosen Wohngeld-Rechner des Bundes für eine erste Orientierung, der Ihr Einkommen, die Haushaltsgröße und die Miete berücksichtigt. Da nur die zuständige Wohngeldbehörde eine verbindliche Zusage geben kann, müssen Sie dort einen Antrag stellen, wobei Sie Nachweise wie Gehaltsabrechnungen, Mietvertrag und Kontoauszüge benötigen. Wohngeld ist für Menschen mit niedrigem Einkommen gedacht, die z.B. Rentner, Familien oder Geringverdiener sind und nicht bereits Transferleistungen wie Bürgergeld erhalten.
Wie hoch darf das Einkommen sein, um Wohngeld zu bekommen?
Um Wohngeld zu bekommen, gibt es keine starre Einkommensgrenze, sondern sie hängt von Haushaltsgröße, Wohnort (Mietstufe) und Miete ab; für 2025 liegen die Einkommensgrenzen für Alleinstehende oft um die 1.500–1.600 € netto und für Familien (4 Pers.) um die 3.300–3.600 € netto monatlich, wobei höhere Mieten höhere Einkommensgrenzen ermöglichen, die über den offiziellen Wohngeldrechner des BMWSB ermittelt werden können. Personen, die bereits Bürgergeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen, haben keinen Anspruch auf Wohngeld, aber es gibt auch Freibeträge für Kinder und Alleinerziehende.
In welchen Fällen wird Wohngeld abgelehnt?
Wohngeld wird abgelehnt, wenn Sie bereits andere Leistungen erhalten, die Unterkunftskosten decken (z.B. Bürgergeld, Grundsicherung, BAföG), Ihr Einkommen zu hoch oder Ihr Vermögen erheblich ist (ca. 60.000 €), Sie die Einkommensgrenzen überschreiten, der Betrag unter 10 € monatlich läge, Sie falsche Angaben machen oder der Anspruch wegen anderer Umstände (z.B. mehrere Wohnungen, Übergangswohnung) entfällt. Auch bei versäumten Mitteilungspflichten kann der Antrag abgelehnt werden.
Wer hat Recht an Wohngeld?
Wer wenig Geld zum Leben hat, kann Wohngeld beantragen. Wohngeld können Mieter*innen, aber auch Besitzer*innen einer Wohnung oder eines Hauses erhalten. Nach aktuellen Angaben haben in Deutschland rund zwei Million Haushalte Anspruch auf Wohngeld. Für Menschen mit Behinderung gibt es Wohngeld-Freibeträge.
Wie weiß ich, ob ich Anspruch auf Wohngeld habe?
Eine rechtsverbindliche Auskunft zu einem eventuellen Wohngeldanspruch kann nur Ihre zuständige Wohngeldbehörde geben. Antragsformulare für Wohngeld erhalten Sie bei der örtlichen Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Dort erhalten Sie auch eine umfassende Beratung.
Wohngeld 2025: Wie viel Mietzuschuss gibt es für Rentner mit 1000 € Rente?
Wann steht dir Wohngeld zu?
Wohngeld steht Ihnen zu, wenn Sie einen Job haben oder selbstständig sind, aber Ihre Einnahmen für den Lebensunterhalt nicht ausreichen (auch Rentner*innen und Studierende, die kein BAföG bekommen, können einen Wohngeldantrag stellen). Es ist nicht möglich, Wohngeld und Bürgergeld gleichzeitig zu bekommen.
Was ist der Nachteil von Wohngeld?
Der einzige "Nachteil" beim Wohngeld ist, dass der Antrag etwas Aufwand macht und einige Nachweise beigebracht werden müssen.
Wie wird Wohngeld berechnet Beispiel?
Wohngeld wird individuell nach der Formel 1,15⋅(M–(a+b⋅M+c⋅Y)⋅Y)1 comma 15 center dot open paren cap M – open paren a plus b center dot cap M plus c center dot cap Y close paren center dot cap Y close paren1,15⋅(𝑀–(𝑎+𝑏⋅𝑀+𝑐⋅𝑌)⋅𝑌) berechnet, wobei M die Miete/Belastung und Y das Gesamteinkommen sind; es gibt keine feste Höhe, da die Berechnung von Haushaltsgröße, Einkommen, Mietstufe (Mietniveau am Ort) und den neuen Klima-/Heizkomponenten abhängt, wobei Online-Rechner nur Schätzungen liefern und die Wohngeldbehörde die verbindliche Entscheidung trifft.
Wird beim Wohngeld Kaltmiete oder Warmmiete berechnet?
Berücksichtigte Miete
Beim Wohngeld wird als Miete die Kaltmiete inklusive der kalten Nebenkosten berücksichtigt. Nicht berücksichtigt werden: Kosten für Heizung, Warmwasser, Haushaltsenergie. Kosten für eine Garage oder einen KFZ-Stellplatz.
Wann wird kein Wohngeld gezahlt?
Wohngeld wird abgelehnt, wenn Sie bereits andere Leistungen erhalten, die Unterkunftskosten decken (z.B. Bürgergeld, Grundsicherung, BAföG), Ihr Einkommen zu hoch oder Ihr Vermögen erheblich ist (ca. 60.000 €), Sie die Einkommensgrenzen überschreiten, der Betrag unter 10 € monatlich läge, Sie falsche Angaben machen oder der Anspruch wegen anderer Umstände (z.B. mehrere Wohnungen, Übergangswohnung) entfällt. Auch bei versäumten Mitteilungspflichten kann der Antrag abgelehnt werden.
Was prüft die Wohngeldstelle?
Wenn dir andere Grundleistungen oder Transferleistungen wie Sozialhilfe oder Bürgergeld zustehen würden, prüft die Wohngeldstelle genau, ob ein Wohngeldanspruch dennoch besteht. Ansonsten werden die Kosten der Unterkunft bereits über solche andere Leistungen gedeckt, welche du alternativ beantragen müsstest.
Warum bekomme ich kein Wohngeld?
Wenn in Ihrem Haushalt die Einkommen hoch genug sind, um die Wohnkosten zu stemmen, erhalten Sie kein Wohngeld. Beim zuständigen Bundesministerium finden Sie einen Wohngeldrechner, mit dem Sie Ihren Anspruch schätzen können. Sie erhalten auch kein Wohngeld, wenn Ihr Vermögen zu hoch ist.
Wann darf ich kein Wohngeld beantragen?
Wer bereits andere Leistungen erhält, in denen die Unterkunftskosten berücksichtigt sind, kann in der Regel kein Wohngeld erhalten. Dazu zählen z.B. Leistungen nach SGB II oder SGB XII, Grundleistungen nach dem Asylbewerbergesetz oder Schüler-BAföG, BAföG oder Berufsausbildungshilfe.
Wie viel Wohngeld bekomme ich bei 1000 € netto Rente?
Rechenbeispiele für 1.000 € Rente
Ein Beispiel des Bundes zeigt die Systematik: Eine alleinstehende Rentnerin mit 1.300 € Bruttorente, 335 € Bruttokaltmiete und Mietstufe I erhält – nach Abzügen auf das Einkommen sowie unter Berücksichtigung der Heizkostenentlastung – 110 € Wohngeld monatlich.
Welches Einkommen muss ich beim Wohngeld angeben?
Das wohngeldrechtlich anzurechnende Gesamteinkommen setzt sich zusammen aus der Summe der Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder (nicht vom Wohngeld ausgeschlossenen) abzüglich bestimmter Abzugs- und Freibeträge. Die Höhe der Einkünfte ist nachzuweisen.
Wie viel Einkommen darf ich haben, um Wohngeld zu beantragen?
Der Wohngeldanspruch bestimmt sich vor allem nach dem anrechenbaren Gesamteinkommen (absolute Einkommensgrenze in Nordrhein-Westfalen ab 1. Januar 2025 für Alleinstehende 1.593 Euro, für einen 4-Personen-Haushalt 3.633 Euro monatlich).
Wie hoch ist das nicht anzurechnende Einkommen beim Wohngeld?
Beim Wohngeld zählen bestimmte Leistungen und Einnahmen nicht als Einkommen, darunter Pflegegeld, Kindergeld und Kinderzuschlag, Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT), Elterngeld-Basisteil, manche Einmalzahlungen sowie bestimmte steuerfreie Zuwendungen wie z.B. Zuschüsse für Arbeitsmittel; auch ein Teil des Elterngeldes (der Betrag über dem Sockelbetrag) wird nur teilweise angerechnet. Was nicht zählt, sind auch Vermögen (wenn es bestimmte Grenzen nicht übersteigt), Mietzinsen und Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld (diese werden aber oft als Einkommen angerechnet, wenn sie den Lebensunterhalt bestreiten).
Was wird bei Wohngeld nicht berechnet?
Grundsätzlich nicht als Einkommen für die Berechnung des Wohngeldes wird angesehen: Kindergeld, Kinderzuschlag und Bildungs- und Teilhabeleistungen.
Wann kann das Wohngeld abgelehnt werden?
Wohngeld wird abgelehnt, wenn Sie bereits andere Leistungen erhalten, die Unterkunftskosten decken (z.B. Bürgergeld, Grundsicherung, BAföG), Ihr Einkommen zu hoch oder Ihr Vermögen erheblich ist (ca. 60.000 €), Sie die Einkommensgrenzen überschreiten, der Betrag unter 10 € monatlich läge, Sie falsche Angaben machen oder der Anspruch wegen anderer Umstände (z.B. mehrere Wohnungen, Übergangswohnung) entfällt. Auch bei versäumten Mitteilungspflichten kann der Antrag abgelehnt werden.
Wem steht das Wohngeld zu?
Wer ein geringes Einkommen hat, dem zahlt der Staat unter Umständen einen Zuschuss zum Wohnen. Das gilt auch für Menschen, die in einem Alten- oder Pflegeheim wohnen. Auch Menschen im Arbeitslosengeld I- oder Kurzarbeitergeldbezug können grundsätzlich einen Anspruch auf Wohngeld haben.
Wann muss man Wohngeld zurückzahlen?
Die Wohngeldstelle kann eine Rückzahlung fordern, wenn im Antrag falsche oder unvollständige Angaben gemacht wurden, die zu hohe Wohngeld-Zahlungen oder die Bewilligung zur Folge hatten. Auch wer die Wohngeldstelle nicht über Änderungen der Lebensumstände oder des Einkommens informiert, riskiert eine Rückforderung.
Was ist sinnvoller, Wohngeld oder Bürgergeld?
Besser ist, was Ihre individuelle Situation abdeckt: Bürgergeld ist eine umfassendere Leistung für den gesamten Lebensunterhalt (Existenzminimum), während Wohngeld ein Zuschuss ist, wenn Ihr Einkommen die Miete nicht deckt, aber Sie sonst nicht bedürftig sind. Wohngeld hat Vorrang und hat weniger Auflagen (keine Bewerbungspflicht, höhere Vermögensfreibeträge), aber Bürgergeld bietet mehr finanzielle Sicherheit, falls Ihr Einkommen sehr gering ist und Wohngeld nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. Am besten prüfen Sie mit einem Rechner, was für Sie günstiger ist, oder stellen beide Anträge, da Sie nicht beides gleichzeitig bekommen.
Wie viel Bargeld darf man haben, um Wohngeld zu bekommen?
Wohngeld gibt es als Mietzuschuss für MieterInnen oder als Lastenzuschuss bei EigentümerInnen. Der Freibetrag beim Vermögen sind 60.000 € für das erste Haushaltsmitglied und nochmal je 30.000 € für jedes weitere. Das Eigenheim zählt nicht zum Vermögen, wenn man als EigentümerIn Lastenzuschuss beantragt.