Wie wird die Witwenpension mit meiner eigenen Rente verrechnet?

Gefragt von: Gerti Vetter
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Ihre eigene Rente wird nicht gekürzt, aber sie wird auf die Witwenrente angerechnet, was zu einer Kürzung der Hinterbliebenenrente führen kann: Zuerst wird ein pauschaler Betrag (abhängig vom Renteneintritt) von Ihrer Brutto-Rente abgezogen, um ein fiktives Nettoeinkommen zu ermitteln, dann wird ein Freibetrag (ca. 1.077 € Stand 2025) abgezogen, und von dem verbleibenden Betrag werden 40 % auf Ihre Witwenrente angerechnet. In den ersten drei Monaten (Sterbevierteljahr) gibt es keine Anrechnung.

Wie wird die Witwenpension auf die eigene Rente angerechnet?

Bei eigener Pension wird die Witwenrente gekürzt, indem zuerst der Brutto-Pensionsbetrag um pauschal 14 % (für Neurentner ab 2011) in eine Netto-Pension umgerechnet wird, dann der Freibetrag (aktuell ca. 1.076,86 €) abgezogen wird, und schließlich 40 % des übersteigenden Betrags von der Witwenrente abgezogen werden. Ihre eigene Rente bleibt davon unberührt. Bei Beamtenpensionen gelten oft ähnliche, aber spezifischere Anrechnungsregeln (z.B. 55 % der Ruhegehalts). 

Wird bei Beamtenwitwen die eigene Rente angerechnet?

Witwenversorgung ruht nicht. Keine Anrechnung der Witwenversorgung auf eigene Rente. Beide Personen sind BeamtInnen. Die Hinterbliebene erhält Besoldung und Witwenversorgung.

Wird die gesetzliche Rente auf Beamtenpension angerechnet?

Nach dem Beamtenversorgungsgesetz werden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung gegebenenfalls auf Pensionen angerechnet. Einzelheiten dazu erfragen Sie bitte bei Ihrer Versorgungsdienststelle.

Wird private BU-Rente auf Witwenrente angerechnet?

Neben Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen werden zusätzlich auch Ihre eigenen Einkünfte aus private (Unfall-)Renten, Betriebsrenten, Vermögen und das Elterngeld auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Vergleichbare ausländische Einkommen werden ebenfalls berücksichtigt.

Wie wird die eigene Rente auf die Witwenrente angerechnet?

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Wird Rente und Pension gemeinsam versteuert?

Pensionen sind in vollem Umfang steuerpflichtig!

Pensionäre müssen ihre Versorgungsbezüge theoretisch voll versteuern, praktisch bleibt ein Freibetrag jedoch verschont.

Wie hoch ist die Witwenpension bei eigener Pension?

Die Witwenrente (oder Pension) wird durch Ihre eigene Rente gekürzt, indem Ihr Einkommen (abzüglich Freibeträgen und pauschaler Kürzung) angerechnet wird, aber es gibt immer einen Mindestanspruch – bei Beamten sind es 20 %, bei Angestellten oft 25 % der Kleinen Witwenrente (24 Monate) oder 25 % der großen, wenn die 24 Monate um sind, wobei der volle Satz 55 % des verstorbenen Einkommens (oder 60 % bei Altfällen) beträgt. Ihre eigene Rente wird dabei immer unverändert weitergezahlt, nur die Hinterbliebenenrente wird verrechnet, was oft zu einer Kürzung führt, aber nie ganz entfällt. 

Kann man gleichzeitig Rente und Pension bekommen?

Ja, man kann Rente und Pension bekommen, wenn man in verschiedenen Systemen gearbeitet hat (z.B. als Angestellter und später als Beamter), aber die Pension wird gekürzt, wenn die Summe aus Pension und Rente eine gesetzliche Höchstgrenze (meist 71,75 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge) übersteigt, wobei Rententeile aus freiwilligen Beiträgen unberücksichtigt bleiben können. Man muss beide Leistungen beantragen und die Anrechnung erfolgt nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG).
 

Wie viel Rente bekommt eine Witwe von einem Beamten?

Die Witwenrente für Beamte (Witwengeld) beträgt grundsätzlich 55 % des Ruhegehalts, das der verstorbene Beamte erhalten hat oder hätte erhalten können, aber es gibt Ausnahmen: Bei Ehen, die vor dem 01.01.2002 geschlossen wurden und mindestens ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren wurde, sind es 60 %. Eigene Einkünfte werden angerechnet, wobei mindestens 20 % des Ruhegehalts übrig bleiben müssen. 

Wird meine Witwenrente gekürzt, wenn ich selber Rente bekomme?

Wichtig ist zunächst: Niemand muss sich um seine eigene Rente sorgen. Diese wird in jedem Fall auch an Witwen und Witwer unverändert gezahlt. Die Hinterbliebenenrente wird aber oft um das anzurechnende Einkommen gekürzt. Dabei wird vom Bruttobetrag der eigenen Rente pauschal 14 % abgezogen.

Wie wird die Witwenpension eines Beamten gekürzt?

Hat ein hinterbliebener Beamte noch ein Erwerbseinkommen, eine eigene Witwenrente oder ein Ruhegehalt, wird das Versorgungsgeld gekürzt. Allerdings haben Beamten-Witwen einen Pluspunkt: Denn nach der Anrechnung des Verdienstes, müssen mindestens 20 % der Pension des verstorbenen Beamten erhalten bleiben.

Wann wird eine Witwenpension gekürzt?

Eine Witwenpension wird gekürzt, wenn eigenes Einkommen (z.B. aus Arbeit, eigener Rente) einen bestimmten Freibetrag übersteigt (ab Juli 2025: 1.076,86 € + Kinderzuschlag) und der Verstorbene vor dem 65. Geburtstag starb (>>Abschlag<<), oder bei Beamten nach kurzer Ehedauer oder großem Altersunterschied (>>Altersvorsorge<<, >>Versorgungsehe<<). Auch eine erneute Heirat führt zum Erlöschen des Anspruchs. 

Wird meine Altersrente auf meine Witwenrente angerechnet?

Ja, die eigene Altersrente wird auf die Witwenrente angerechnet, aber erst nach einem Freibetrag und nur zu 40 % des übersteigenden Betrags, wobei die eigene Altersrente selbst gekürzt wird. In den ersten drei Monaten (Sterbevierteljahr) gibt es keine Anrechnung. Der Freibetrag für die Anrechnung liegt derzeit bei ca. 1.038 € (Stand Juli 2024). 

Wie viel Witwenrente bekomme ich, wenn ich selber Rentner bin?

Wenn Sie selbst Rente beziehen, wird Ihre eigene Altersrente zu 40 % auf die Witwenrente angerechnet, allerdings erst nach Abzug eines Freibetrags: Vom Bruttobetrag Ihrer Rente werden pauschal 14 % abgezogen (für neuere Rentner), um das anzurechnende Nettoeinkommen zu ermitteln, und nur der Teil, der über dem Freibetrag (2025: 1.076,86 €) liegt, wird zu 40 % gekürzt. Ihre eigene Rente bleibt dabei immer in voller Höhe bestehen. 

Warum bekomme ich keine Witwenpension?

Hinterbliebene einer Lebensgemeinschaft haben keinen Anspruch auf eine Witwen*Witwerpension. Grundsätzlich muss zum Todeszeitpunkt eine aufrechte Ehe bestanden haben. Unter gewissen Voraussetzungen haben auch geschiedene Personen einen Pensionsanspruch.

Wie wird die Witwenpension bei eigener Rente berechnet?

Die Berechnung der Witwenrente bei eigener Rente ist ein mehrstufiger Prozess: Zuerst wird Ihre eigene Brutto-Rente um 14 % (Pauschale) bereinigt, dann wird vom Ergebnis ein Freibetrag abgezogen, und von diesem Restbetrag werden 40 % von der berechneten Witwenrente (meist 55 % der Rente des Verstorbenen) abgezogen. Ihre eigene Rente bleibt davon unberührt; sie wird nur zur Berechnung der Kürzung der Hinterbliebenenrente herangezogen. 

Wird die Pension meines Mannes auf meine Rente angerechnet?

Hinterbliebenenrenten, die Sie aus dem Recht Ihres verstorbenen Ehegatten erhalten, werden nicht auf Ihr Ruhegehalt angerechnet.

Welche Renten werden miteinander verrechnet?

Auswirkungen auf Ihre Rente (Regelung bis 31.12.2022)

Wenn Ihr Entgelt den Freibetrag von 6.300 Euro (bis 31.12.2019) übersteigt, wird nur der darüber hinausgehende Betrag berücksichtigt. Dieser Betrag wird dann durch 12 geteilt und zu 40 Prozent auf Ihre Monatsrente angerechnet.

Wer bekommt noch 60% Witwenpension?

Wer bekommt noch 60 Prozent Witwenrente? Für Paare, die vor 2002 geheiratet haben und bei denen ein Ehepartner oder eine Ehepartnerin vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde, gilt das „alte Recht“.

Wie hoch ist die Witwenpension bei einem Altersunterschied von mehr als 25 Jahren?

(Verstorbener Ehepartner war bei Ehe schließung Pensionist) Unbefristete Hinterbliebenen pension nach mindestens • 3jähriger Ehedauer bei Altersunterschied bis zu 20 Jahren; • 5jähriger Ehedauer bei Altersunterschied von über 20 bis 25 Jahren; • 10jähriger Ehedauer bei Altersunterschied von über 25 Jahren.

Wie wird die Witwenrente auf die eigene Pension angerechnet?

Witwenrente (gesetzliche Rentenversicherung) und Pension (Beamtenversorgung) sind beides Hinterbliebenenleistungen, aber mit unterschiedlichen Regeln: Die Pension für Beamte beträgt meist 55 % (früher 60 %) des Ruhegehalts des Verstorbenen, wird oft lebenslang gezahlt und hat eigene Einkommensanrechnung (oft über dem Ruhegehalt des Verstorbenen liegt eine Kürzungsgrenze). Die gesetzliche Witwenrente wird kürzer gezahlt (ggf. nur 2 Jahre), die Höhe hängt vom eigenen Einkommen ab und wird stärker angerechnet (40 % des über dem Freibetrag liegenden Einkommens), aber die ersten 3 Monate sind "Sterbevierteljahr" ohne Anrechnung. 

Wie viel Steuern fallen auf Beamtenpension an?

Beamtenpensionen werden wie Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit besteuert, aber mit einem Versorgungsfreibetrag (für 2025: 13,2 % der Pension, max. ca. 990 € + 297 € Zuschlag) und einem Werbungskosten-Pauschbetrag (12 % des Brutto, max. ca. 1.900 €/Jahr) gemindert. Der tatsächliche Steuersatz liegt je nach Höhe der Pension zwischen ca. 14 % und 42 %, plus Solidaritätszuschlag (Soli) und ggf. Kirchensteuer. Pensionäre zahlen auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, jedoch mit Beihilfevorteilen. 

Kann man Pension und gesetzliche Rente gleichzeitig bekommen?

Rente und Pension können gleichzeitig bezogen werden

Wer während seines Berufslebens in der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung versichert war, hat im Alter Anspruch auf Leistungen aus beiden Systemen.

Warum muss ich als Pensionär Steuern nachzahlen?

Im Gegensatz zur Lohnsteuer beim Lohn, werden bei Renten unterjährig keine Steuerabzüge einbehalten. Das führt oft zu Nachzahlungen in der Steuererklärung. Auch als Rentner kannst du viele Ausgaben wie Versicherungen, Kosten für Medikamente oder Kontoführungsgebühren absetzen.