Wie wird Krankengeld von der Krankenkasse versteuert?

Gefragt von: Frau Sieglinde Heim B.Eng.
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Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse ist grundsätzlich steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass es die Höhe Ihres persönlichen Steuersatzes für Ihr übriges Einkommen beeinflussen kann.

Wie viel Steuern muss ich vom Krankengeld bezahlen?

Bei Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld handelt es sich um Einnahmen, die steuerfrei sind.

Welche Abzüge gibt es bei Krankengeld?

Von deinem Krankengeld werden Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, da es beitragspflichtig ist, aber keine Lohnsteuer gezahlt wird (Progressionsvorbehalt bleibt). Die Abzüge sind pauschal (ca. 12-13 % insgesamt), die Krankenkasse zieht sie direkt ab und zahlt den Rest aus. 

Wie wird das Krankengeld besteuert?

Krankengeld ist eigentlich steuerfrei

Wenn Sie Krankengeld bekommen, ist das steuerfrei. Einen Haken hat die Sache aber: Entgeltersatzleistungen, wie das Krankengeld, unterliegen bei der Steuer dem Progressionsvorbehalt. Der sorgt dafür, dass Ihr persönlicher Steuersatz steigt.

Muss ich Steuern auf Krankengeld nachzahlen?

Wann muss ich auf Krankengeld Steuern nachzahlen? Auf Krankengeld müssen Sie grundsätzlich nie Einkommensteuer zahlen. Aber: Es unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Krankengeld die Bemessungsgrundlage für Ihren persönlichen Steuersatz erhöht.

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Wie wirkt sich langes Krankengeld auf meine Steuererklärung aus?

Muss ich Krankengeld versteuern? Nein, Lohnersatzleistungen wie Krankengeld sind steuerfrei. Dennoch unterliegen sie dem Progressionsvorbehalt . Das heißt, das Krankengeld erhöht deinen persönlichen Steuersatz.

Welche Nachteile hat der Bezug von Krankengeld?

Der offensichtlichste Nachteil liegt in der Höhe der Leistung. Krankengeld ersetzt in der Regel 70 Prozent des Brutto- bzw. höchstens 90 Prozent des Nettogehalts. Durch die Deckelung greift bei höheren Einkommen eine Beitragsbemessungsgrenze, sodass Besserverdienende spürbare Abschläge hinnehmen müssen.

Wie wirkt sich Krankengeld auf den Progressionsvorbehalt aus?

Das bedeutet: Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt in Höhe seiner Bruttoleistung. Aufgrund des Krankengeldes kann sich somit Ihr persönlicher Steuersatz bei der Veranlagung zur Einkommensteuer erhöhen.

Wie verhält sich Krankengeld bei der Steuererklärung?

Das Wichtigste zu Krankengeld in deiner Steuererklärung:

Das Krankengeld selbst musst du nicht versteuern, aber es unterliegt dem Progressionsvorbehalt und erhöht somit deinen Steuersatz. Wer mehr als 410 € Krankengeld im Jahr erhalten hat, der ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Welche Steuerklasse bei Krankengeld?

Wechsel Steuerklasse V zu IV-Faktor

Krankengeld bzw. Kurzarbeitergeld beziehen. Die beiden haben derzeit klassisch die Steuerklassenkombination III/V (Ehemann/Ehefrau).

Was wird bei Krankengeld noch abgezogen?

Vom Krankengeld werden die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht aber die Krankenversicherungsbeiträge selbst, da diese vom Krankengeld bezahlt werden. Es fällt auch keine Einkommensteuer an, aber das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, was Ihren persönlichen Steuersatz erhöhen kann und in der Steuererklärung angegeben werden muss. 

Wie hoch ist das Krankengeld bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € netto hängt die Höhe des Krankengeldes vom Brutto ab, da es 70 % des Brutto sind, aber maximal 90 % des Netto (also 1.800 €). Bei 2.000 € Netto (je nach Steuerklasse) liegt das Krankengeld wahrscheinlich um die 1.400 € bis 1.800 €, da 70 % von einem Brutto, das zu 2.000 € Netto führt, meist unter 1.800 € liegt; aber bei einem höheren Brutto (z.B. 2.500 €) wären es 1.750 €, aber wenn das 90 % Netto übersteigt, würde es auf 1.800 € begrenzt. 

Werden vom Krankengeld Rentenversicherungsbeiträge abgeführt?

Ja, Krankengeld zählt positiv für die Rente, da während des Bezugs Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden, was rentensteigernd wirkt und Lücken in der Rentenbiografie schließt, besonders wichtig für die Wartezeiten (z. B. 45 Jahre). Die Beiträge werden aus 80 % des Regelentgelts berechnet, und die Rentenversicherung erhält diese Meldungen automatisch von der Krankenkasse. 

Welche Abzüge hat man bei Krankengeld?

Vom Krankengeld werden die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht aber die Krankenversicherungsbeiträge selbst, da diese vom Krankengeld bezahlt werden. Es fällt auch keine Einkommensteuer an, aber das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, was Ihren persönlichen Steuersatz erhöhen kann und in der Steuererklärung angegeben werden muss. 

Wird Krankengeld dem Finanzamt automatisch gemeldet?

Automatische Übermittlung an das Finanzamt

Jeweils bis zum 28. Februar übermittelt die VIACTIV Ihre Krankengeldbezüge des Vorjahres elektronisch an das für Sie zuständige Finanzamt. Anfang März erhalten Sie dann von uns unaufgefordert eine Bescheinigung über die gemeldeten Daten für Ihre Unterlagen.

Wie hoch ist der Steuersatz bei Progressionsvorbehalt?

Um den Progressionsvorbehalt zu bestimmen, muss man nun den Steuersatz für Einkommen von 41.000 Euro bestimmen. Dieser liegt bei 19,07%, also einem theoretischen Steuer-Betrag von 7.820 Euro.

Wie viel Steuern fallen auf Krankengeld an?

Während das gesetzliche Krankengeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt, ist das private Krankentagegeld vollständig steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden.

Warum muss ich Steuern nachzahlen, wenn ich Krankengeld bezogen habe?

Bei einem zu versteuernden Einkommen von 30.000 Euro und dem Erhalt von 6.000 Euro an Kurzarbeiter- und Krankengeld kann eine Nachzahlung in Höhe von 730 Euro anfallen. Der Grund hierfür liegt darin, dass diese Einnahmen Ihren Steuersatz beeinflussen, was zur Erhöhung der Steuerlast beitragen kann.

Zählt Krankengeld als Einkommen?

Ja. Laut Gesetz muss das gesetzliche Krankengeld als Teil des anrechenbaren Einkommens gelten . Während des Krankenstands basieren die Rentenbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf dem tatsächlichen Verdienst des Arbeitnehmers.

Wie wirkt sich der Bezug von Krankengeld auf die Einkommensteuererklärung aus?

Genau wie bei gesetzlich pflichtversicherten Arbeitnehmern beziehen auch Privatversicherte das Krankengeld steuerfrei. Mit dem Unterschied, dass das Krankengeld aus einer privaten Versicherung nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt und somit wirklich steuerfrei bleibt.

Muss ich Krankengeld in meiner Steuererklärung angeben, wenn ich ein ganzes Jahr krank war?

Wenn Sie im Jahr mehr als 410 € Krankengeld erhalten, sind Sie nämlich sogar zu einer Abgabe der Steuererklärung verpflichtet. Aber keine Sorge, oft lohnt sich die Abgabe und Sie erhalten sogar eine Rückzahlung Ihrer zu viel gezahlten Steuern. Das Krankengeld können Sie unter dem Punkt „sonstige Angaben“ angeben.

Kann ich einen Mitarbeiter kündigen, der sich im Langzeitkrankenstand befindet?

Wenn Sie aufgrund von Krankheit längere Zeit nicht gearbeitet haben, kann eine Kündigung durch Ihren Arbeitgeber gerechtfertigt sein, da Sie Ihre Arbeit nicht mehr ausüben können . Sind Sie jedoch seit zwei Jahren oder länger bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt, muss dieser vor einer Kündigung das vorgeschriebene Disziplinarverfahren einhalten.

Was zahlt die Krankenkasse, wenn man länger als 6 Wochen krank ist?

Nach 6 Wochen Krankheit zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, das etwa 70 % des Bruttoeinkommens beträgt, aber maximal 90 % des Nettogehalts nicht überschreitet; es ist ein Abschlag von ca. 18 % im Vergleich zum Nettogehalt normal, wobei Beiträge zur Sozialversicherung noch abgezogen werden und die Zahlung bis zu 78 Wochen für dieselbe Krankheit möglich ist. 

Hat Krankengeld Einfluss auf die Rente?

Ja, Krankengeld zählt positiv für die Rente, da während des Bezugs Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden, was rentensteigernd wirkt und Lücken in der Rentenbiografie schließt, besonders wichtig für die Wartezeiten (z. B. 45 Jahre). Die Beiträge werden aus 80 % des Regelentgelts berechnet, und die Rentenversicherung erhält diese Meldungen automatisch von der Krankenkasse. 

Wer zahlt die Differenz zum Krankengeld?

Krankengeldzuschuss: Regeln und Gesetze

Zweck und Umfang: Der Krankengeldzuschuss soll die Differenz zwischen dem gesetzlichen Krankengeld, das von der Krankenkasse gezahlt wird, und dem Nettoarbeitsentgelt des Mitarbeiters ausgleichen.