Wird Beihilfe bei Teilzeit gekürzt?
Gefragt von: Gunter Schneidersternezahl: 4.2/5 (64 sternebewertungen)
Ja, bei Teilzeit wird der Beihilfeanspruch anteilig gekürzt, entsprechend dem Verhältnis Ihrer Arbeitszeit zur vollen Stundenzahl, aber der Anspruch an sich bleibt bestehen, solange Sie mindestens die Hälfte arbeiten (Ausnahmen z.B. Elternzeit). Das bedeutet, Sie erhalten zwar weniger Geld, aber Ihr Beihilfebemessungssatz (z.B. 50-70 %) bleibt gleich, und die restlichen Kosten decken Sie über die private Krankenversicherung ab.
Wie wirkt sich Teilzeit auf die Beamtenpension aus?
Teilzeit bei Beamten wirkt sich anteilig auf die ruhegehaltsfähige Dienstzeit aus, sodass längere Phasen in Teilzeit die spätere Pension reduzieren, da z.B. 10 Jahre mit 50 % Teilzeit nur 5 ruhegehaltsfähige Jahre ergeben; die Berechnungsgrundlage (volle Bezüge) bleibt jedoch oft bestehen, aber die Zeit bis zum Maximalanspruch von 71,75 % wird langsamer erreicht, was eine frühzeitige Ruhestandsplanung wichtig macht.
Wird die Beihilfe gekürzt?
Generell werden die beihilfefähigen Aufwendungen um 10 Euro/Tag gekürzt – begrenzt auf 28 Tage im Kalender- jahr. Krankenhauswahlleistungen: Die beihilfefähigen Aufwendungen werden bei Unterbringung im zuschlagspflichtigen Zweibettzimmer um weitere 14,50 Euro/Tag gekürzt – dies ohne kalendertägliche Begrenzung.
Werden Zulagen bei Teilzeit gekürzt?
Der Grundsatz lautet: Ist die Sonderzahlung vor allem zusätzliches Entgelt für geleistete Arbeit, darf sie für Teilzeitkräfte anteilig zur Arbeitszeit gekürzt werden. Steht hingegen ein anderer Leistungszweck im Vordergrund, der nicht an die Arbeitszeit gekoppelt ist, muss die Zulage in voller Höhe gezahlt werden.
Wann verliert man den Beihilfeanspruch?
Tarifbeschäftigte sowie Auszubildende gehören grundsätzlich nicht zum beihilfeberechtigten Personenkreis. Eine Ausnahme besteht für Tarifbeschäftigte, die die FHH vor dem 1. April 1999 eingestellt hat. Ebenso besteht für Ruhegeldempfängerinnen und Ruhegeldempfänger seit 1995 grundsätzlich kein Beihilfeanspruch mehr.
Alles über Beihilfe: Ansprüche, Beihilfesätze und wichtige Tipps für Beamte
Wie hoch ist die Einkommensgrenze für die Beihilfe ab 2024?
Aktuell liegt die maßgebliche Grenze bei 20.000 Euro. Beginnend mit dem Jahr 2024 findet jährlich eine dynamische Anpassung der Einkommensgrenze statt, welche sich an der Rentenwerterhöhung West bemisst.
Was zählt als Einkommen bei der Beihilfe?
Zum Einkommen zählen die monatlichen Dienst- bzw. Versorgungsbezüge (Bruttogehalt bzw. Bruttopension), Erwerbseinkommen sowie Renten des pflegebedürftigen Beihilfeberechtigten.
Was wird bei Teilzeit abgezogen?
Bei Teilzeit werden vom Bruttogehalt Steuern (Lohnsteuer, ggf. Kirchensteuer) und Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) abgezogen, wobei die Abzüge oft prozentual weniger stark sinken als das Brutto, wodurch netto prozentual mehr übrig bleibt, aber das absolute Nettogehalt natürlich niedriger ist; die Steuerprogression sinkt, aber Rentenansprüche reduzieren sich langfristig. Wichtige Abzugssätze sind ca. 9,3 % für Renten-, 7,3 % für Krankenversicherung (plus Zusatzbeitrag), 1,5 % Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung (mind. 1,175 %), sowie die Lohnsteuer je nach Steuerklasse.
Was ändert sich, wenn man Teilzeit arbeitet?
Teilzeitbeschäftigte haben mehr Raum für außerberufliche Tätigkeiten. Sie können sich intensiver einem Ehrenamt oder ihrem Hobby widmen. Teilzeitarbeit ermöglicht Arbeitnehmer*innen, nebenberuflich selbständig zu arbeiten, sich privat fortzubilden oder mehr Freizeit, um sich zu erholen.
Wie wirkt sich Teilzeit auf mein Gehalt aus?
Bei der Reduzierung der Arbeitszeit wird auch das Gehalt und damit die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung reduziert. Dies bedeutet, dass die Rentenansprüche dementsprechend geringer ausfallen werden, als bei einer Vollzeittätigkeit.
Wann zahlt die Beihilfe nicht mehr?
Bei Verlust des Beamtenstatus erhalten Sie keine Beihilfe mehr. Das gilt sowohl für Sie selbst als auch für Ihre berücksichtigungsfähigen Familienangehörigen und für die individuelle wie pauschale Beihilfe gleichermaßen. Durch den Wegfall der Beihilfe sind Sie nicht mehr versicherungsfrei nach dem Sozialgesetzbuch V.
Wie läuft das mit der Beihilfe ab?
Beihilfe ist ein staatlicher Zuschuss für Beamte und ihre Familien zu den Krankheitskosten, der einen festen Prozentsatz (meist 50–70 %) der "beihilfefähigen" Ausgaben erstattet, wobei der Rest durch eine private Krankenversicherung (PKV) gedeckt werden muss, um eine 100%ige Absicherung zu erreichen, da nicht alle Kosten erstattungsfähig sind oder Eigenanteile anfallen können; die Abrechnung erfolgt durch Einreichen von Rechnungen bei der zuständigen Beihilfestelle.
Wann bekomme ich 70% Beihilfe?
Pensionäre haben einen Beihilfesatz von 70 Prozent. Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner haben einen Beihilfesatz von 70 Prozent, sofern das Einkommen des Vorjahres nicht 20.878 Euro übersteigt.
Was ist der Nachteil von Teilzeitarbeit?
Weniger Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierechancen im Vergleich zu Vollzeitbeschäftigten. Arbeitsbelastung höher - führt zu Überstunden - siehe auch: 15 effektive Stressbewältigungsmethoden am Arbeitsplatz (sn.at)
Wie wirkt sich die Reduktion der Arbeitszeit auf die Pension aus?
Teilzeitarbeit wirkt sich proportional negativ auf die spätere Pension aus, da Sie weniger verdienen und somit weniger in die Rentenkasse einzahlen, was zu weniger Rentenpunkten und einer niedrigeren Rente führt. Bei 50 % Arbeitszeit erwerben Sie nur die Hälfte der Pensionsansprüche, was eine erhebliche Lücke verursachen kann. Die genaue Höhe des Verlusts hängt von der Dauer und dem Ausmaß der Teilzeit ab, kann aber bei langjähriger Teilzeit 20-40 % der möglichen Rente betragen.
Wie viel darf ein Beamter in der Pension dazuverdienen?
Gründen Pensionierte
Beamtinnen und Beamte, die aus gesundheitlichen Gründen pensioniert sind, dürfen bis zur gültigen Höchstpension (71, 75 Prozent) zuzüglich 450,- Euro brutto hinzuverdienen, ohne dass die Pension gekürzt wird. Diese Grenze gilt bis zum Erreichen der individuellen Altersgren- ze (dann vgl. Nr. 4).
Warum lohnt sich Teilzeit mehr?
Die Vorteile der Teilzeit für Arbeitnehmer liegen auf der Hand. In erster Linie hat ein Angestellter durch eine verringerte Arbeitszeit mehr Zeit für andere Dinge, wie Familie, Freunde und Freizeit. Die neu gewonnene Freizeit kann dazu dienen, sich zu erholen und mit mehr Motivation an die Arbeit zu gehen.
Sind 30 Stunden schon Teilzeit?
Gilt eine 30- oder 35-Stunden-Woche als Vollzeit oder Teilzeit? Die Antwort ist wie so oft: Es kommt drauf an. Wenn du die in der Branche oder dem Betrieb festgelegte durchschnittliche Wochenarbeitszeit absolvierst, ist das Vollzeit. Das kann zwischen 35 und 40 Stunden variieren.
Wie wirkt sich eine 30-Stunden-Woche auf die Rente aus?
Eine 30-Stunden-Woche führt zu geringeren Rentenansprüchen, da weniger Beiträge gezahlt werden, was sich direkt in weniger Rentenpunkten und damit in einer niedrigeren Rente niederschlägt; rechnen Sie mit 20-30 % weniger Rente im Vergleich zu einer Vollzeitstelle, da weniger verdient wird, was auch die Möglichkeiten für private Vorsorge reduziert, aber Zeiten der Kindererziehung oder Pflege können dies abmildern.
Wie viel verdient man in einer 30-Stunden-Teilzeitstelle?
Bei 30 Stunden Teilzeit liegt das Gehalt stark branchenabhängig, aber grob zwischen ca. 1.800 € (Mindestlohn-Basis) und 3.000 € brutto pro Monat; es entspricht meist 75 % des Vollzeitgehalts, also je nach Branche z.B. 1.590 € (Einzelhandel) bis 3.900 € (Ingenieurwesen) brutto. Wichtig: Der Mindestlohn gilt auch für Teilzeit, aktuell ca. 12,82 €/Stunde brutto (Stand 2025), was bei 30 Std./Woche etwa 1.807 €/Monat ergibt.
Welche Regeln gelten für Teilzeitbeschäftigte?
Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf einen vergleichbaren Stundenlohn wie Vollzeitbeschäftigte in einer ähnlichen Position . Unternehmen können jedoch die Überstundengrenze selbst festlegen, sodass ein Teilzeitbeschäftigter unter Umständen nur dann Anspruch auf Überstunden hat, wenn er mehr Stunden arbeitet als von einem Vollzeitbeschäftigten erwartet werden.
Wie viel Steuern muss man bei Teilzeit bezahlen?
Bei Teilzeit fallen Steuern und Sozialabgaben an, aber oft weniger als bei Vollzeit, da der progressive Steuersatz bei geringerem Einkommen niedriger ist und man oft unter dem Grundfreibetrag (ca. 11.604 € für 2024/2025) bleibt, was zu geringeren oder keinen Steuern führt, wobei die Abzüge für Sozialversicherungen (Rente, KV, PV, AV) prozentual ähnlich bleiben, aber auf niedrigerer Basis berechnet werden. Die genaue Höhe hängt stark von deinem Bruttogehalt, deiner Steuerklasse und deinem Gesamt-Einkommen ab.
Wann entfällt der Beihilfeanspruch?
Für Studenten besteht zu Beginn des Studiums die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht zu in der GKV für die Studienzeit befreien zu lassen. Entfällt nun die Beihilfe zum 25. Lebensjahr muss auf 100 % Tarife umgestellt werden.
Wie wird die Beihilfe berechnet?
Wie viel Beihilfe erhalte ich? Als beihilfeberechtigte Person beträgt Ihr Bemessungssatz, also der Erstattungsanteil am beihilfefähigen Rechnungsbetrag, 50 % . Bei zwei oder mehr im Familienzuschlag berücksichtigungsfähigen Kindern erhöht sich der Bemessungssatz auf 70 % .
Wer bekommt 80% Beihilfe?
Die Höhe der Beihilfe hängt vom Familienstand und der Anzahl deiner Kinder ab. Ledige Beamte mit maximal einem Kind erhalten 50%, ab dem zweiten Kind 70% Beihilfe. Deine Kinder haben immer einen 80-prozentigen Beihilfeanspruch und wenn du in den Ruhestand eintrittst, stehen dir 70% Beihilfe zu.