Wird in Deutschland die lebenslange Witwenrente abgeschafft?
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Nein, die lebenslange Witwenrente wird in Deutschland nicht abgeschafft; das ist eine Verwechslung mit den Änderungen in der Schweiz, wo aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte die lebenslange Witwenrente für Frauen gekürzt wird, um die Renten für Witwen und Witwer anzugleichen und somit eine Gleichbehandlung zu schaffen. In Deutschland bekräftigte die Bundesregierung, dass es keine Pläne zur Abschaffung der Witwenrente gibt, auch wenn es Diskussionen über deren Zukunft gibt.
Wird die lebenslange Witwenrente in Deutschland abgeschafft?
In Deutschland hingegen gibt es keine Abschaffung der lebenslangen Witwenrente.
Was passiert mit der Witwenrente 2025?
Ab dem 1. Juli 2025 gibt es eine Rentenerhöhung von 3,74 % auch für Witwen- und Witwerrenten sowie eine Anhebung des Einkommensfreibetrags auf ca. 1.077 € (plus Kinder-Zuschlag), was zu einer finanziellen Entlastung führt, wobei der bisher separate Rentenzuschlag ab Dezember 2025 in die reguläre Rente integriert wird und sich erst ab Juli 2026 auf die Anrechnung auswirkt. Wichtig ist auch die Anhebung der Altersgrenze für die große Witwenrente.
Welche Jahrgänge bekommen noch Witwenrente?
Hinterbliebene, die jünger als 46 Jahre und vier Monate sind (2025) bzw. 46 Jahre und sechs Monate (2026), erhalten die sogenannte "Kleine Witwenrente" (bzw. "Kleine Witwerrente"). Diese beträgt 25 Prozent der Rente des Verstorbenen.
Warum wird die Witwenrente gestoppt?
Die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung schlagen Alarm: Immer mehr Witwen (Stand 2024 = 137.000) erhalten nach dem Sterbevierteljahr keine Witwenrente mehr ausgezahlt. Der Grund ist die Einkommensanrechnung, die besonders Frauen mit eigenem Einkommen hart trifft.
Far-reaching consequences of a ruling: the lifelong widow's pension is abolished
In welchem Land wird die Witwenrente abgeschafft?
Schweden hat bereits im Jahr 1990 die Witwenrenten abgeschafft, wenn auch mit Übergangsregelungen. Norwegen plant eine ähnliche Reform für 2024. Auch dort wird betont, dass die eigenständige Absicherung im Alter im Mittelpunkt steht.
Wird die Witwenrente komplett gestrichen?
Witwen oder Witwer, die ein höheres monatliches auf Netto bereinigtes Gesamteinkommen haben, müssen damit rechnen, dass ihre Witwenrenten gekürzt oder komplett gestrichen werden. Die Anrechnung erfolgt zu 40 Prozent des den Freibetrag übersteigenden Einkommens.
Wie lange muss man verheiratet sein, um 60% Witwenrente zu bekommen?
Damit Ihnen eine Witwenrente gezahlt werden kann, müssen Sie bis zum Tod Ihres Ehe- oder Lebenspartners mindestens ein Jahr lang mit ihm verheiratet gewesen sein. Waren Sie weniger als ein Jahr lang verheiratet, haben Sie keinen Anspruch, da der Rentenversicherungsträger von einer Versorgungsehe ausgeht.
Wer hat in Großbritannien Anspruch auf eine Witwenrente?
Um eine Witwenrente zu erhalten , muss Ihr Partner Beiträge zur Nationalversicherung gezahlt haben oder der Tod Ihres Partners muss berufsbedingt gewesen sein . Die Hinterbliebenenrente wird monatlich ausgezahlt, und die Höhe der Zahlung hängt davon ab, ob Sie Kinder haben oder nicht.
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Wann kommt die Kürzung der Witwenrente?
Witwenrente kann ab Dezember 2025 sinken – das sollten Hinterbliebene jetzt tun. Ab Dezember 2025 wird der Erwerbsminderungszuschlag neu verrechnet. Für viele Witwen und Witwer kann das zu einer unerwarteten Kürzung ihrer Rentenansprüche führen.
Was ändert sich bei der Witwenrente 2026?
Für 2026 ändern sich bei der Witwenrente vor allem die Freibeträge durch die jährliche Anpassung (ab Juli 2026 höher), die Rentenhöhe selbst durch die allgemeine Rentenanpassung (im Westen mehr, im Osten weniger) und es wird eine neue Rechengröße für Einkommensgrenzen eingeführt, aber die Grundregeln (kleine/große Witwenrente) bleiben bestehen. Der spezielle Zuschlag bei Erwerbsminderungsrente wird ab Dezember 2025/2026 in die reguläre Rente integriert, was die Einkommensberechnung beeinflusst, aber eine Übergangsfrist bis Juli 2026 schützt.
Was ändert sich 2026 für Rentner?
Steueranteil für Neurentner steigt auf 84 Prozent
2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.
Wie lange gibt es noch Witwenrente in Deutschland?
In Deutschland gibt es zwei Arten der Witwenrente: die große Witwenrente, die unbegrenzt bis zum Lebensende gezahlt wird, solange der Hinterbliebene nicht wieder heiratet, und die kleine Witwenrente, die nach neuem Recht meist für 24 Monate (zwei Jahre) gezahlt wird, danach endet der Anspruch, es sei denn, es greift noch "Altes Recht". Beide Renten enden mit einer Wiederheirat und führen dann zu einer Abfindung.
Wann tritt die neue Witwenrente in Kraft?
Die Reform trägt überdies dem Finanzierungsbedarf der AHV und dem Bundeshaushalt Rechnung. Tritt sie 2026 in Kraft, wird sie bis 2030 eine Verringerung der AHV-Ausgaben um rund 350 Millionen Franken ermöglichen, davon Einsparungen für den Bund von 70 Millionen Franken.
Was ändert sich ab 1.7.2025 bei der Witwenrente?
Ab dem 1. Juli 2025 steigen Witwen- und Witwerrenten durch eine allgemeine Rentenerhöhung um 3,74 %, wobei sich auch der Einkommensfreibetrag erhöht: Er liegt dann bei 1.076,86 € netto pro Monat, zuzüglich 228,42 € pro Kind. Einkommen über diesem Freibetrag wird zu 40 % auf die Rente angerechnet, was zu Kürzungen führen kann, wobei die Rentenhöhe und Freibeträge automatisch angepasst werden.
In welchem Land gibt es keine Witwenrente mehr?
Wenn Sie in Schweden wohnhaft sind, müssen Sie keine Hinterbliebenenrente beantragen. Die Rentenbehörde wird über Todesfälle informiert und prüft automatisch, ob es Hinterbliebene gibt, die Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente haben.
Wie viel von der Rente meines Mannes steht mir zu, wenn er stirbt?
Wenn Ihr Ehepartner vor 2002 einen Anspruch auf eine „zusätzliche“ staatliche Rente (oft SERPS genannt) erworben hat, können Sie mindestens 50 % dieses Betrags erben; je nach Geburtsdatum Ihres Ehepartners kann dieser Prozentsatz jedoch bis zu 100 % betragen – eine Tabelle mit Daten und Prozentsätzen finden Sie weiter unten.
Kann eine Beamtenwitwe mit eigener Rente Witwenrente erhalten?
Eine Beamtenwitwe mit eigener Rente bekommt in der Regel weiterhin Beamten-Witwengeld, aber es kann gekürzt werden, wenn die Summe aus Witwengeld und eigener Rente bestimmte Grenzen übersteigt; eigene Renten aus eigener Beschäftigung werden oft nicht auf die Witwenversorgung angerechnet, solange der Freibetrag der gesetzlichen Rentenversicherung (ca. 1.076,86 € netto seit Juli 2025) nicht überschritten wird, aber Beamtenpensionen und Witwengeld werden meist auf 71,75 % der ruhegehaltsfähigen Bezüge begrenzt, wobei mindestens 20 % des Ruhegehalts immer übrig bleiben müssen.
Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).
Hat man als geschiedene Frau Anspruch auf Witwenrente?
Ja, eine Witwenrente trotz Scheidung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, vor allem wenn die Scheidung vor dem 1. Juli 1977 stattfand und Sie im letzten Jahr vor dem Tod des Ex-Partners Unterhalt erhielten oder einen Anspruch darauf hatten, nicht wieder geheiratet haben und Ihr Ex-Partner die Wartezeit erfüllt hat – die Bedingungen sind heute aber sehr selten erfüllbar, da der Versorgungsausgleich die Rentenansprüche seit 1977 teilt.
Wird die große Witwenrente ein Leben lang gezahlt?
Ja, die große Witwenrente wird grundsätzlich lebenslang gezahlt, solange Sie nicht wieder heiraten und die Voraussetzungen (z.B. Alter, Erwerbsminderung, Kindererziehung) erfüllt sind; bei Wiederheirat endet der Anspruch, es kann aber eine Rentenabfindung beantragt werden. Die große Witwenrente beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen und wird unbefristet ausgezahlt, im Gegensatz zur kleinen Witwenrente (25 % für 24 Monate).
Ist es wahr, dass die Witwenrente abgeschafft werden soll?
Die Bundesregierung hat Überlegungen für eine Abschaffung der Rente für Witwen und Witwer eine Absage erteilt. Es gebe keine derartigen Pläne, sagte die stellvertretende Sprecherin Christiane Hoffmann am Montag in Berlin. Die Regierung lehne das ab, der Koalitionsvertrag sehe es nicht vor.
Für wen gibt es keine Witwenrente mehr?
Man bekommt keine Witwenrente, wenn man wieder heiratet (außer bei bestimmten Ausnahmen), eine sogenannte Versorgungsehe geschlossen wurde (oft bei Heirat unter einem Jahr vor dem Tod), der Hinzuverdienst zu hoch ist (über dem Freibetrag), die Ehe kürzer als fünf Jahre bestand (bei betrieblicher Altersvorsorge), oder bei der Wahl des Rentensplittings. Auch nach einer Scheidung gibt es meist keinen Anspruch, es sei denn, es liegen spezielle Voraussetzungen vor, wie Unterhalt im letzten Ehejahr.
Welche Rente bekommt eine Hausfrau?
Hausfrauen haben in Deutschland keinen automatischen Rentenanspruch, aber Kindererziehungszeiten (sogenannte "Mütterrente") bringen eine kleine Rente, und es gibt Möglichkeiten zur privaten Vorsorge (z.B. Riester-Rente), Freiwilligenbeiträgen oder Hinterbliebenenrente, um die Rentenlücke zu schließen, da die gesetzliche Rente oft nicht reicht. Durch Kindererziehung sammeln Sie Rentenpunkte, die je nach Geburtsjahr des Kindes (3 Jahre pro Kind) einen monatlichen Zuschlag bringen, maximal aber etwa 340 €.