Wird Kindesunterhalt bei der Steuer berücksichtigt?

Gefragt von: Herr Alfred Giese
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Unterhalt für Kinder Wenn ein Kind zu alt für das Kindergeld oder die Kinderfreibeträge ist, dann kann der Unterhalt bei Ihrer Einkommensteuer berücksichtigt werden als außergewöhnliche Belastung.

Wie wirkt sich Kindesunterhalt auf die Steuer aus?

Falls du keinen Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag für das Kind hast, kannst du gezahlten Kindesunterhalt als außergewöhnliche Belastung absetzen. Kindesunterhalt ist steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden.

Wird Kindesunterhalt als Einkommen angerechnet?

Nein, Kindesunterhalt zählt grundsätzlich nicht als Einkommen für den Empfänger (das Kind) bei der Berechnung von Sozialleistungen wie Bürgergeld oder Wohngeld, aber er wird vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen abgezogen, wenn er ihn steuerlich geltend macht, bis zu einer bestimmten Grenze als "außergewöhnliche Belastung". Das Kind muss eigenes Einkommen über 624 € pro Jahr angeben, was dann verrechnet wird, und der Unterhalt wird steuerlich berücksichtigt, solange kein Kindergeld oder Kinderfreibetrag zusteht. 

Wird der Kindesunterhalt vor oder nach Steuern berechnet?

Wie wird das Einkommen definiert? Der Kindesunterhaltsdienst berechnet den Unterhalt auf Grundlage des wöchentlichen Bruttoeinkommens des unterhaltspflichtigen Elternteils. Das Bruttoeinkommen wird vor Abzug von Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen, aber nach Abzug von Beiträgen zur betrieblichen oder privaten Altersvorsorge berechnet.

Kann man Unterhalt für erwachsene Kinder von der Steuer absetzen?

Unterhalt für erwachsene Kinder

Wenn Eltern für ihr erwachsenes Kind, für das kein Kindergeldanspruch mehr besteht, Unterhalt bezahlen, können Sie für das Steuerjahr 2025 maximal 12.096 € als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Kann ich Unterhalt von der Steuer absetzen?

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Kann man Unterhalt für studierende Kinder von der Steuer absetzen?

Die gute Nachricht ist, dass Eltern ihre Unterhaltsleistungen an den Nachwuchs ab dessen 25. Geburtstag unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen geltend machen können. Der Fiskus erkennt den Unterhalt jetzt bis zu einer Höhe von 12.016 € an (für das Jahr 2024 waren es maximal 11.784 €).

Wie mache ich Kindesunterhalt geltend?

Um Kindesunterhalt zu bekommen, beantragen Sie ihn idealerweise über eine Jugendamtsurkunde für einen vollstreckbaren Titel, oder wenn der andere Elternteil nicht zahlt, können Sie den Unterhalt einklagen, oft mit Hilfe des Jugendamts (Beistandschaft) oder über das vereinfachte Verfahren beim Familiengericht. Wenn das Kind gar keinen oder nur wenig Unterhalt erhält, springt der Staat mit dem Unterhaltsvorschuss ein, den Sie beim Jugendamt beantragen können. 

Wo trage ich Kindesunterhalt in der Steuererklärung ein?

FAQ Kindesunterhalt: Wo wird Kindesunterhalt in Steuererklärung eintragen? Abhängig von der Art des Unterhalts wird dieser bei der Einkommensteuererklärung entweder in der Anlage U oder in der Anlage Unterhalt angegeben.

Wie viel Geld muss nach Kindesunterhalt übrig bleiben?

Beim Kindesunterhalt gegenüber volljährigen Kindern, die unterhaltsberechtigt sind und nicht im Haushalt der Eltern wohnen, beträgt Ihr Eigenbehalt 1.750 Euro. Beim Elternunterhalt lag der minimale Eigenbehalt bis 2020 bei 2.000 Euro.

Wie hoch ist der Kindesunterhalt bei einem Nettoeinkommen von 3000 €?

Bei 3.000 € Nettoeinkommen liegt der Unterhaltsbedarf je nach Alter des Kindes laut Düsseldorfer Tabelle 2025 zwischen ca. 555 € (0-5 Jahre) und 797 € (ab 18) vor Abzug des Kindergeldes; nach Abzug des Kindergeldes (255 €) sind das grob 300 € bis über 500 €, wobei die genaue Höhe vom Alter abhängt und oft der Zahlbetrag (bedarf minus Kindergeld) maßgeblich ist, der sich nach den konkreten Einkommensgruppen und der Kinderzahl richtet.
 

Ist Kindesunterhalt eine Einnahme?

Nein, Kindesunterhalt zählt grundsätzlich nicht als Einkommen im steuerlichen Sinne für das Kind selbst, sondern ist steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Er wird aber beim Wohngeldbezug als Einkommen berücksichtigt und bei der Krankenversicherung (GKV) als beitragspflichtige Einnahme gewertet, wenn er freiwillig gezahlt wird. Beim unterhaltspflichtigen Elternteil kann Kindesunterhalt unter bestimmten Bedingungen (Realsplitting, nicht für Kinder) als Sonderausgabe oder außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden, während das Kind diesen dann als steuerpflichtige "sonstige Einkünfte" angeben muss. 

Kann man Kindesunterhalt privat regeln?

Kann man Unterhalt privat regeln? Selbstverständlich dürfen Sie nach Ihrer Trennung oder Scheidung den Unterhalt auch privat regeln. Sie können im gegenseitigen Einvernehmen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin vereinbaren, dass und in welcher Höhe Sie Unterhalt fordern bzw. was Sie an Unterhalt zahlen.

Wie wirkt sich eine Steuernachzahlung auf den Unterhalt aus?

Steuernachzahlungen sind grundsätzlich bei der Bestimmung des unterhaltsrelevanten Einkommens und somit bei der Unterhaltsbemessung zu berücksichtigen. Sie wird monatsweise dem Einkommen im Jahr des Zuflusses zugerechnet.

Welche Steuerklasse hat ein unterhaltspflichtiger Vater?

Beim Kindesunterhalt ist immer die wirkliche Steuerklasse maßgeblich. Wenn also z.B. der unterhaltspflichtige Vater neu heiratet und in der neuen Ehe die Steuerklasse III nimmt, dann muss er an sein Kind aus erster Ehe den Unterhalt nach seinem neuen (höheren) Nettoeinkommen zahlen.

Was kann man als Vater vom Kindesunterhalt abziehen?

Abzugsfähig sind z.B.: Arbeitskleidung, Arbeitsmittel, Beiträge zu Berufsverbänden, vom Arbeitgeber nicht erstattete Fahrtkosten (0,42 Euro pro gefahrenem Kilometer hin und zurück, bei mehr als 30 Kilometern einfache Strecke 0,28 Euro für die Mehrkilometer), Gewerkschaftsbeiträge.

Wie viel Unterhalt muss ich bezahlen, wenn ich 2000 € netto verdiene?

Bei 2.000 € Nettoeinkommen hängt der Unterhalt vom Alter des Kindes ab (Düsseldorfer Tabelle), liegt aber oft bei ca. 400-500 € für jüngere Kinder (nach Kindergeldabzug), während für den Ehegattenunterhalt der Selbstbehalt von ca. 1.600 € (bei Erwerbstätigkeit) berücksichtigt wird, sodass dann nur ein Restbetrag (ca. 400 €) gezahlt werden müsste, wenn der Unterhaltspflichtige arbeitet. 

Wann muss der Vater weniger Unterhalt zahlen?

Der Unterhaltsanspruch bei minderjährigen Kindern entfällt dann, wenn entweder das Kind ausreichend eigene Einkünfte hat, um sich selbst zu versorgen oder wenn der den Unterhalt zahlende Elternteil nicht in der Lage ist, Unterhalt zu zahlen, weil er selbst nicht genügend zum Leben hat.

Wie lange muss man maximal Kindesunterhalt zahlen?

Eltern müssen Unterhalt für ihre Kinder zahlen, bis diese eine erste berufliche Ausbildung (Lehre, Studium) abgeschlossen haben, was oft weit über das 18. Lebensjahr hinausgeht, ohne feste Altersgrenze, solange das Kind zielstrebig ist und die Ausbildung den Begabungen entspricht. Bei volljährigen Kindern sind beide Elternteile zur Zahlung verpflichtet (Barunterhalt), und das Kind muss den Anspruch selbst geltend machen. Der Anspruch endet mit der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, aber nicht durch bloßen Altersablauf oder Schulabschluss, wenn eine Ausbildung folgt.
 

Wie wirkt sich Kindesunterhalt auf die Steuererklärung aus?

Maximal können Sie pro Kalenderjahr 9.408 Euro an Unterhalt von der Steuer absetzen. Wenn die Person, an die Sie Unterhalt bezahlen, eigene Einkünfte oder Bezüge von mehr als 624 Euro pro Kalenderjahr hat, dann verringert sich der Betrag, den Sie von der Steuer absetzen können, entsprechend.

Was muss ein Vater zusätzlich zum Unterhalt zahlen?

Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.

Was wird beim Kindesunterhalt alles berücksichtigt?

Beim Kindesunterhalt werden vom Einkommen der Eltern Steuern, Sozialabgaben, Werbungskosten (Fahrtkosten, Arbeitsmittel), berufsbedingte Aufwendungen und Kinderbetreuungskosten abgezogen, um das bereinigte Nettoeinkommen zu ermitteln, das die Basis für die Berechnung bildet; außerdem wird das Kindergeld zur Hälfte vom Bedarf des Kindes abgezogen, und eigenes Einkommen des Kindes (z.B. Lehrlingsgehalt) wird ebenfalls anteilig verrechnet.
 

Wer darf Kindesunterhalt geltend machen?

Im Grundsatz sind beide Eltern anteilig für den Unterhalt des Kindes zuständig ( § 1606 Absatz 3 Satz 1 BGB ). Leben die Eltern getrennt und wird das Kind überwiegend von einem Elternteil betreut, so muss in der Regel alleine der andere Elternteil für den Unterhalt des Kindes aufkommen ( § 1606 Absatz 3 Satz 2 BGB ).

Wie müssen Unterhaltszahlungen nachgewiesen werden?

STEUERRAT: Grundsätzlich gilt auch bei Zahlungen an Angehörige, die im Inland wohnen, die Pflicht zum Nachweis. Üblicherweise geschieht dies durch Bankbelege im Anschluss an Überweisungen. Bei Barzahlungen müssen Abhebungsnachweise und detaillierte Empfängerbestätigungen beigebracht werden.

Kann Kindesunterhalt rückwirkend geltend gemacht werden?

Ja, Kindesunterhalt lässt sich nachträglich einfordern, aber nur, wenn Sie den Anspruch zeitnah geltend machen, indem Sie den Unterhaltspflichtigen zur Auskunft auffordern, ihn zur Zahlung mahnen oder eine Klage einreichen – der Anspruch entsteht dann rückwirkend ab dem Monat, in dem Sie den Verzug begründet haben (z. B. ab Auskunftsverlangen, Mahnung oder Klagezustellung), nicht bedingungslos für alle Zeiten. Besonders effektiv ist eine Jugendamtsurkunde oder ein gerichtlicher Titel, aber auch eine gut dokumentierte Mahnung genügt. 

Wie hoch ist der Kindesunterhalt für Studenten bis 27 Jahre?

Eltern müssen Unterhalt für volljährige Kinder zahlen, solange sich diese in einer ersten Ausbildung (Schule, Studium, Lehre) befinden, es gibt keine starre Grenze bei 25 oder 27, aber die Unterhaltspflicht endet bei wirtschaftlicher Selbstständigkeit oder wenn die Ausbildung unverhältnismäßig lange dauert (z.B. bei einem verzögerten oder zweiten Bildungsweg), wobei das Kind zur Zielstrebigkeit verpflichtet ist und die Eltern die Art der Ausbildung (z.B. Erstausbildung) nicht ewig finanzieren müssen. Der Anspruch erstreckt sich oft bis zum Ende der Ausbildung, wobei das Alter (auch 27) eine Rolle spielen kann, wenn die Ausbildung „normal“ verläuft.