Wird Krankengeld höher versteuert?

Gefragt von: Wilma Ullrich-Holz
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Das bedeutet: Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt in Höhe seiner Bruttoleistung. Aufgrund des Krankengeldes kann sich somit Ihr persönlicher Steuersatz bei der Veranlagung zur Einkommensteuer erhöhen.

Wie wirkt sich Krankengeld auf die Steuer aus?

Bei Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld handelt es sich um Einnahmen, die steuerfrei sind. Dennoch können sie sich negativ auf die Steuerlast von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auswirken.

Warum steigt der Steuersatz bei Krankengeld?

Krankengeld ist eigentlich steuerfrei

Wenn Sie Krankengeld bekommen, ist das steuerfrei. Einen Haken hat die Sache aber: Entgeltersatzleistungen, wie das Krankengeld, unterliegen bei der Steuer dem Progressionsvorbehalt. Der sorgt dafür, dass Ihr persönlicher Steuersatz steigt.

Welche Nachteile hat der Bezug von Krankengeld?

Der offensichtlichste Nachteil liegt in der Höhe der Leistung. Krankengeld ersetzt in der Regel 70 Prozent des Brutto- bzw. höchstens 90 Prozent des Nettogehalts. Durch die Deckelung greift bei höheren Einkommen eine Beitragsbemessungsgrenze, sodass Besserverdienende spürbare Abschläge hinnehmen müssen.

Wann sollte ich meine Steuerklasse für mein Krankengeld wechseln?

Der Steuerklassenwechsel sollte unbedingt einen Monat vor Beginn der Zahlung des Krankengelds entweder unlogisch (kranker Geringverdiener bekommt Lohnsteuerklasse III) erfolgen, oder die Ehegatten wechseln in die Steuerklassenkombination IV-Faktor/IV-Faktor.

Steuer-FALLE: Krankengeld, Elterngeld & Co richtig versteuern! Lohnersatzleistungen Steuererklärung

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Wie wirkt sich Krankengeld auf Lohnsteuer aus?

Das bedeutet: Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt in Höhe seiner Bruttoleistung. Aufgrund des Krankengeldes kann sich somit Ihr persönlicher Steuersatz bei der Veranlagung zur Einkommensteuer erhöhen.

Ist das Krankengeld von der Steuerklasse abhängig?

Beim Krankengeld ist die Differenz am größten bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5000 Euro. Eine Person in Lohnsteuerklasse III erhält ein Netto-Krankengeld von 2682 Euro, in Steuerklasse V sind es hingegen nur 1985 Euro monatlich, also 697 Euro weniger. Das entspricht einem Unterschied von 26 Prozent.

Warum muss ich Steuern nachzahlen, wenn ich Krankengeld bezogen habe?

Bei einem zu versteuernden Einkommen von 30.000 Euro und dem Erhalt von 6.000 Euro an Kurzarbeiter- und Krankengeld kann eine Nachzahlung in Höhe von 730 Euro anfallen. Der Grund hierfür liegt darin, dass diese Einnahmen Ihren Steuersatz beeinflussen, was zur Erhöhung der Steuerlast beitragen kann.

Wie wirkt sich 1 Jahr Krankengeld auf die Rente aus?

Ein Jahr Krankengeld wirkt sich rentenmindernd aus, da auf Basis des geringeren Krankengeldbetrags (ca. 80% des Brutto-Einkommens) weniger Rentenbeiträge gezahlt werden, was zu weniger Entgeltpunkten führt, aber die Wartezeiten für die Rente nicht negativ beeinflusst; es ist finanziell ein Nachteil im Vergleich zu einem Jahr voller Erwerbstätigkeit, aber keine kompletten Nachteile. Die Minderung ist spürbar, aber nicht dramatisch, und bei späterem Rentenbeginn wird die Zeit mit Krankengeld durch die gezahlten Pflichtbeiträge aufgewertet. 

Wie hoch ist das Krankengeld bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € netto hängt die Höhe des Krankengeldes vom Brutto ab, da es 70 % des Brutto sind, aber maximal 90 % des Netto (also 1.800 €). Bei 2.000 € Netto (je nach Steuerklasse) liegt das Krankengeld wahrscheinlich um die 1.400 € bis 1.800 €, da 70 % von einem Brutto, das zu 2.000 € Netto führt, meist unter 1.800 € liegt; aber bei einem höheren Brutto (z.B. 2.500 €) wären es 1.750 €, aber wenn das 90 % Netto übersteigt, würde es auf 1.800 € begrenzt. 

Welche Abzüge gibt es vom Krankengeld?

Vom Krankengeld werden die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht aber die Krankenversicherungsbeiträge selbst, da diese vom Krankengeld bezahlt werden. Es fällt auch keine Einkommensteuer an, aber das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, was Ihren persönlichen Steuersatz erhöhen kann und in der Steuererklärung angegeben werden muss. 

Ist die Steuerrückzahlung höher, wenn ich Krankengeld bekomme?

Obwohl das Krankengeld steuerfrei ist, unterliegt es dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es kann deinen persönlichen Steuersatz erhöhen und somit zu einer höheren Steuerlast führen.

Wie hoch ist der Steuersatz bei Progressionsvorbehalt?

Um den Progressionsvorbehalt zu bestimmen, muss man nun den Steuersatz für Einkommen von 41.000 Euro bestimmen. Dieser liegt bei 19,07%, also einem theoretischen Steuer-Betrag von 7.820 Euro.

Wird Krankengeld dem Finanzamt automatisch gemeldet?

Automatische Übermittlung an das Finanzamt

Jeweils bis zum 28. Februar übermittelt die VIACTIV Ihre Krankengeldbezüge des Vorjahres elektronisch an das für Sie zuständige Finanzamt. Anfang März erhalten Sie dann von uns unaufgefordert eine Bescheinigung über die gemeldeten Daten für Ihre Unterlagen.

Ist Krankengeld brutto oder netto?

Krankengeld wird auf Basis deines Bruttoeinkommens berechnet (70 % davon), darf aber maximal 90 % deines Nettogehalts betragen; es ist also eine Mischung, die sich nach beiden Werten richtet, wobei der niedrigere Betrag maßgeblich ist, und wird steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Die Krankenkasse zahlt das Krankengeld, nachdem der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung nach 6 Wochen beendet hat. 

Bin ich verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen, wenn ich Krankengeld bekommen habe?

Das Krankengeld selbst musst du nicht versteuern, aber es unterliegt dem Progressionsvorbehalt und erhöht somit deinen Steuersatz. Wer mehr als 410 € Krankengeld im Jahr erhalten hat, der ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Wie überbrücke ich 2 Jahre bis zur Rente?

Um 2 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, gibt es Optionen wie Altersteilzeit, Teilzeitarbeit, die Flexi-Rente (unbegrenztes Hinzuverdienen möglich), Auszahlung von angesparten Überstunden über ein Arbeitszeitkonto oder das Beantragen von Arbeitslosengeld (ALG I) gefolgt von Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit (bis ca. 1,5 Jahre) – oft kombiniert mit privaten Rücklagen oder Minijobs, um die Finanzlücke zu schließen. Die beste Strategie hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Kontostand und Ihrer Gesundheit ab, daher ist eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung ratsam. 

Was ist besser, Arbeitslos- oder Krankengeld?

In der Regel ist Krankengeld besser als Arbeitslosengeld (ALG I), da es oft höher ausfällt (bis zu 90% des Nettogehalts vs. 60-67% beim ALG I) und während des Bezugs Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zahlt, wodurch Ihr Anspruch auf ALG I nicht verbraucht wird. Das Krankengeld wird von der Krankenkasse gezahlt, wenn Sie arbeitsunfähig sind, während das ALG I von der Agentur für Arbeit gezahlt wird, wenn Sie arbeitslos sind. 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich bei Krankengeld?

Rechenbeispiele aus der Praxis. Wer 2025 vor der Erkrankung 50.493 € brutto im Jahr verdient hat, bekäme im Normalfall 1,0 Rentenpunkt pro Jahr. Fällt die Person ein volles Jahr in den Krankengeldbezug, werden die Beiträge nur aus 80 Prozent davon berechnet – das ergibt 0,8 Rentenpunkte.

Ist Krankengeld gut für die Steuererklärung?

Muss ich Krankengeld versteuern? Nein, Lohnersatzleistungen wie Krankengeld sind steuerfrei. Dennoch unterliegen sie dem Progressionsvorbehalt .

Wie kann ich meine Steuernachzahlung senken?

8 Strategien, mit denen du Steuernachzahlungen vermeidest

  1. Laufende Steuer-Vorauszahlungen richtig einstellen. ...
  2. Monatliche Gewinn- und Steuerplanung. ...
  3. Realistische Rücklagen bilden (Pflicht!) ...
  4. Vorauszahlungen für Einkommensteuer, Gewerbesteuer & Umsatzsteuer im Blick. ...
  5. Betriebsausgaben sauber und vollständig dokumentieren.

Warum wird Krankengeld nicht gleich versteuert?

Gute Nachrichten: Krankengeld ist steuerfrei. Trotzdem bist du verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Grund dafür ist der sogenannte Progressionsvorbehalt. Das Krankengeld wird dabei zu deinem restlichen Einkommen dazugerechnet und für die Gesamtsumme dein persönlicher Steuersatz bestimmt.

Wie viel Geld wird bei Steuerklasse 6 abgezogen?

Steuersatz in Lohnsteuerklasse 6

Der Steuersatz in dieser Klasse hängt von deinem Einkommen ab und wird als Prozentsatz des Bruttolohns berechnet. In der Regel liegt die Steuerlast hier zwischen 50 und 60 Prozent des Bruttolohns. Einen pauschalen Wert gibt es hier nicht.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 2000 € Netto Steuerklasse 1?

Nun hat er seinen Job verloren und bekommt Arbeitslosengeld. Laut dem Brutto-Netto-Rechner der WirtschaftsWoche ergibt sich bei einem monatlichen Netto-Gehalt von rund 2000 Euro für 2025 bei Steuerklasse I ein Brutto-Gehalt von rund 2908 Euro – für das Steuerjahr 2024 wären es rund 2925 Euro brutto.

Wann sollte man Steuerklasse 4 mit Faktor nehmen?

Steuerklasse 4 im Überblick

Ein Verbleib in der Steuerklasse 4 ist nur dann sinnvoll, wenn beide Partner ein ähnlich hohes Einkommen haben. Wer die Steuerklasse 4 mit Faktor wählt, vermeidet Steuernachzahlungen weitestgehend. Der Grundfreibetrag liegt im Steuerjahr 2025 bei 12.096 Euro.