Wird man registriert, wenn man Gold verkauft?

Gefragt von: Herr Dr. Pietro Beyer B.A.
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Ja, beim Goldverkauf wird man registriert, wenn der Betrag 2.000 € übersteigt, da Händler zur Identitätsprüfung und Dokumentation nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet sind; bei Beträgen darunter ist ein anonymer Verkauf per Bargeld möglich, aber der Händler erfasst intern die Daten und speichert sie für 5 Jahre, um Geldwäsche zu verhindern. Eine direkte Meldepflicht an Behörden besteht nur bei Verdacht auf Geldwäsche, ansonsten sind Händler zur Aufbewahrung der Dokumentation verpflichtet.

Wird der Verkauf von Gold registriert?

Ja, Goldverkäufe werden registriert, aber die Meldepflicht hängt vom Betrag und dem Händler ab: Händler müssen ab 2.000 € Ihre Identität nach § 143 AO prüfen und dokumentieren (Personalausweis), speichern diese Daten aber meist nur intern für 5 Jahre, es sei denn, es besteht ein Verdacht auf Geldwäsche (dann Meldung an FIU). Größere Verkäufe oder verdächtige Transaktionen können eine Meldung an die Financial Intelligence Unit (FIU) auslösen, aber als Privatperson melden Sie den Verkauf nicht direkt beim Finanzamt, es sei denn, Sie erzielen steuerpflichtige Gewinne (Verkauf unter 1 Jahr Haltefrist).
 

Wird Goldverkauf an das Finanzamt gemeldet?

Nein, es gibt keine automatische Meldepflicht für Goldverkäufe an das Finanzamt in Deutschland, aber Händler müssen Identitäten bei Verkäufen über 10.000 Euro erfassen und verdächtige Transaktionen melden, was das Finanzamt indirekt aufmerksam machen kann. Sie müssen den Gewinn selbst in der Steuererklärung angeben, falls der Verkauf innerhalb von 12 Monaten nach Anschaffung erfolgte (Spekulationsfrist) und der Gewinn 600 € übersteigt, andernfalls ist der Verkauf steuerfrei und meldeunabhängig.
 

Ist es möglich, Gold anonym zu verkaufen?

Einen vollständig anonymen Goldverkauf gibt es in Deutschland nicht, da Händler gesetzlich zur Identitätsfeststellung verpflichtet sind (Geldwäschegesetz). Teilanonymität ist aber möglich (Tafelgeschäft): Bis zu einem Betrag von 1.999,99 € dürfen Sie Gold bar gegen Barzahlung ohne Ausweis verkaufen, wenn Sie den Betrag aufteilen. Professionelle Händler müssen ab 2.000 € die Daten erfassen, aber nur bei Verdacht an Behörden melden; anonym ist der Verkauf nur an Privatpersonen, was aber Risiken birgt.
 

Wie viel Gold darf man verkaufen ohne Registrierung?

Sie dürfen Gold bis zu einem Wert von 1.999,99 € (pro Transaktion) anonym verkaufen, da dies als sogenanntes „Tafelgeschäft“ gilt und die Ausweispflicht entfällt. Bei größeren Beträgen müssen Händler Ihre Identität feststellen, aber auch ohne Herkunftsnachweis ist ein Verkauf möglich, solange der Händler Ihre Daten für interne Aufzeichnungen (5 Jahre) dokumentiert und kein Verdacht auf Geldwäsche besteht. 

Gold verkaufen ohne Rechnung bzw. Herkunftsnachweis

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Ist es möglich, Gold ohne Nachweis zu verkaufen?

Ja, Sie können Gold ohne Herkunftsnachweis verkaufen, aber immer mit Vorlage Ihres Personalausweises bei seriösen Händlern, da sie zur Identitätsfeststellung und Dokumentation nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet sind; Transaktionen unter 2.000 € sind meist anonym (Tafelgeschäft), bei höheren Beträgen wird die Identität erfasst, eine behördliche Meldung erfolgt aber nur bei Verdacht auf Geldwäsche, nicht standardmäßig. Banken sind strenger und fordern oft Nachweise, während Edelmetallhändler dies nicht müssen. 

Kann ich für 2000 Euro Gold anonym kaufen?

Für 2000 Euro können Sie Gold kaufen, aber der Preis für gängige 1-Unzen-Münzen (wie Krügerrand) liegt oft darüber; Sie können jedoch kleinere Barren (z.B. 25g) oder Münzen unter 2000 € erwerben, wobei der anonyme Barkauf an der Ladentheke bis 1999,99 € möglich ist und darüber hinaus Ausweispflicht besteht, um Geldwäsche zu verhindern. Sie können also problemlos Gold kaufen, aber ab genau 2000 € oder mehr müssen Sie sich identifizieren lassen, was aber legal ist, aber nicht mehr anonym.
 

Was muss ich beachten, wenn ich Gold verkaufe?

Ein paar Tipps, damit ein beabsichtigter Gold-Verkauf nicht zum Reinfall wird:

  1. Schätze vorab sichten. Bei Schmuck wird oft weder die Handwerkskunst noch der emotionale Wert vergütet, sondern meist ausschließlich der materielle Wert. ...
  2. Vergleichsangebote einholen. ...
  3. Fallen beim Internetverkauf. ...
  4. Vorsicht Hausbesuch. ...
  5. Gutachter.

Wie oft darf man Gold unter 2000 € kaufen?

Prinzipiell gibt es keine Einschränkungen bezüglich der Häufigkeit anonymer Käufe, solange jeder einzelne Kauf unter der Grenze von 2.000 Euro bleibt.

Kann ich Gold steuerfrei verkaufen?

Um Gold steuerfrei zu verkaufen, müssen Sie es länger als ein Jahr besitzen; dann ist der Gewinn aus dem privaten Veräußerungsgeschäft komplett steuerfrei, egal wie hoch er ist. Verkaufen Sie innerhalb der 12-Monats-Frist, muss der Gewinn (sofern über 600 €) in der Einkommensteuererklärung (Anlage SO) angegeben werden, da er sonst steuerpflichtig ist.
 

Was passiert, wenn ich Gold über 2000 € verkaufe?

Wenn Sie Gold für über 2.000 € verkaufen, müssen Händler gemäß dem Geldwäschegesetz Ihre Identität feststellen und Ihre Daten aufnehmen . Sie müssen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorlegen, und der Händler fertigt eine Kopie an und dokumentiert die Transaktion. Die Daten werden für 5 Jahre gespeichert.

Ist es besser, Gold zu verkaufen oder zu behalten?

Ob Sie Gold verkaufen oder behalten, hängt von Ihren persönlichen Finanzen, Zielen und der Marktlage ab; behalten Sie es für langfristige Absicherung (Inflation, Krisen) oder wenn Sie es dringend brauchen, verkaufen Sie es für sofortige Liquidität, insbesondere bei hohen Preisen und nach mehr als einem Jahr Haltedauer (steuerfrei bei privatem Gold). Eine Mischung ist oft sinnvoll: Wertvolles aufheben, Übriges verkaufen oder beleihen, um Liquidität zu schaffen.
 

Wieso anonym Gold kaufen?

Der auf den ersten Blick wichtigste Vorteil Gold anonym zu kaufen, ist die Tatsache, dass der Kauf nicht nachverfolgt werden kann. Weder Staat noch Verkäufer können im Nachhinein die Identität des Käufers feststellen. So kann der Staat auch in Krisenzeiten nicht auf das Gold zugreifen.

Wird das Finanzamt bei Goldverkauf informiert?

Nein, es gibt keine automatische Meldepflicht für Goldverkäufe an das Finanzamt in Deutschland, aber Händler müssen Identitäten bei Verkäufen über 10.000 Euro erfassen und verdächtige Transaktionen melden, was das Finanzamt indirekt aufmerksam machen kann. Sie müssen den Gewinn selbst in der Steuererklärung angeben, falls der Verkauf innerhalb von 12 Monaten nach Anschaffung erfolgte (Spekulationsfrist) und der Gewinn 600 € übersteigt, andernfalls ist der Verkauf steuerfrei und meldeunabhängig.
 

Wie viel Gold darf ich als Privatperson besitzen?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Obergrenze für den Goldbesitz, Sie dürfen so viel besitzen, wie Sie möchten. Aber: Bei Bargeldkäufen über 2.000 Euro müssen Sie sich durch einen Ausweis legitimieren (Geldwäschegesetz), und bei größeren Summen (ab 10.000 Euro) sind Händler verpflichtet, die Transaktion zu melden. Auch beim Verkauf von Gold über 10.000 Euro wird ein Herkunftsnachweis nötig.
 

Bis wann konnte man Gold anonym kaufen?

Nachdem es zwischenzeitlich ruhig um das Thema geworden ist, steht nun die Stunde der Wahrheit bevor: Ab dem 26. Juni 2017 dürfen Edelmetallhändler ihre Ware ohne Aufzeichnungspflicht nur noch bis zu einem Gegenwert von 10.000 Euro verkaufen. Wer mehr Gold will, muss seinen Personalausweis vorlegen.

Ist Goldverkauf meldepflichtig?

Beim Goldverkauf gibt es keine direkte Meldepflicht für Privatpersonen an Behörden, aber der Händler muss Ihre Identität ab 2.000 € prüfen (Geldwäschegesetz) und Sie müssen Gewinne über 600 € (innerhalb eines Jahres) in Ihrer Steuererklärung angeben, sofern der Gewinn nicht durch die Jahres-Haltefrist steuerfrei ist. Händler dokumentieren Verkäufe, melden aber nur bei Verdacht auf Geldwäsche. 

Wie viel Gold darf ich anonym verkaufen?

Sie dürfen Gold bis zu einem Wert von 1.999,99 € (pro Transaktion) anonym verkaufen, da dies als sogenanntes „Tafelgeschäft“ gilt und die Ausweispflicht entfällt. Bei größeren Beträgen müssen Händler Ihre Identität feststellen, aber auch ohne Herkunftsnachweis ist ein Verkauf möglich, solange der Händler Ihre Daten für interne Aufzeichnungen (5 Jahre) dokumentiert und kein Verdacht auf Geldwäsche besteht. 

Werde ich beim Goldverkauf registriert?

Ja, Goldverkäufe werden registriert, aber die Meldepflicht hängt vom Betrag und dem Händler ab: Händler müssen ab 2.000 € Ihre Identität nach § 143 AO prüfen und dokumentieren (Personalausweis), speichern diese Daten aber meist nur intern für 5 Jahre, es sei denn, es besteht ein Verdacht auf Geldwäsche (dann Meldung an FIU). Größere Verkäufe oder verdächtige Transaktionen können eine Meldung an die Financial Intelligence Unit (FIU) auslösen, aber als Privatperson melden Sie den Verkauf nicht direkt beim Finanzamt, es sei denn, Sie erzielen steuerpflichtige Gewinne (Verkauf unter 1 Jahr Haltefrist).
 

Kann ich Gold anonym verkaufen?

Nein, einen komplett anonymen Goldverkauf bei professionellen Händlern gibt es in Deutschland nicht, da sie wegen des Geldwäschegesetzes zur Identifizierung (Ausweis, Datenaufnahme) verpflichtet sind, aber bei Beträgen unter 2.000 € kann man oft noch Tafelgeschäfte ohne Ausweis machen (teil-anonym), wenn man bar zahlt. Anonym ist nur der Verkauf an Privatpersonen, was aber Risiken wie Betrug birgt. 

Welche Gebühren fallen beim Verkauf von Gold an?

Es werden beim Goldankauf keine weiteren Kosten oder Gebühren abgezogen.

Ist es momentan gut, Gold zu verkaufen?

Ob Sie Gold jetzt verkaufen sollten, hängt von Ihrer persönlichen Strategie ab: Ein Verkauf kann bei hohem Kurs und wenn Sie das Geld benötigen, sinnvoll sein, insbesondere wenn die Haltedauer über einem Jahr liegt (steuerfrei). Viele Experten raten jedoch bei Rekordpreisen, nicht aus Panik zu verkaufen, sondern die eigene Portfolio-Strategie zu prüfen und eventuell zu halten, da weitere Steigerungen möglich sind. Wichtig: Vergleichen Sie Angebote seriöser Händler und seien Sie vorsichtig bei Drückern, besonders an der Haustür.
 

Warum Personalausweis bei Goldverkauf?

Die klare Antwort lautet: Nein. In Deutschland ist beim Goldverkauf grundsätzlich ein gültiger Identitätsnachweis erforderlich. Edelmetallhändler sind gesetzlich verpflichtet, die Identität des Verkäufers zu prüfen. Ein Goldankauf ohne Nachweis ist daher nicht zulässig.

In welchem Monat ist Gold am billigsten?

Historisch gesehen sind Januar, März und April oft Monate mit geringerer Nachfrage und damit günstigeren Einstiegspreisen für Gold, während die Sommermonate (Juni, Juli, August) tendenziell auch gute Kaufgelegenheiten bieten, aber auch September und Oktober wegen asiatischer Feste und Hochzeiten starke Monate sind, aber der Januar gilt oft als der beste Monat für einen günstigen Einstieg. Der Goldpreis ist jedoch volatil, und unerwartete Ereignisse können die saisonalen Muster jederzeit durchbrechen, weshalb die allgemeine Wirtschaftslage wichtig bleibt.