Woher weiß ich, ob die Grundsteuer richtig ist?

Gefragt von: Tatjana Sturm
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In den meisten Bundesländern erhältst Du insgesamt drei Bescheide zur Grundsteuer:

  1. Bescheid über den Grundsteuerwert – kommt vom Finanzamt.
  2. Bescheid über den Grundsteuermessbetrag – kommt vom Finanzamt.
  3. Grundsteuerbescheid mit Zahlungsaufforderung – kommt von Deiner Gemeinde oder Stadt.

Wer kann die Grundsteuer überprüfen?

Nach Widerspruch Ihrerseits gegen den berechneten Grundsteuerwert- und/oder Grundsteuermessbetrag erfolgt eine Überprüfung durch das Finanzamt. Liegen Sie mit Ihrem Einspruch richtig, erhalten Sie eine Neuberechnung der Grundsteuer und einen neuen Feststellungsbescheid vom Finanzamt.

Was kann ich tun, wenn die Grundsteuer falsch berechnet wurde?

Wenn Sie sicher sind, dass Sie einen Fehler bei der Eingabe gemacht haben, müssen Sie sich ans zuständige Finanzamt wenden, nicht an die Kommune. Die Kontaktdaten stehen im Grundsteuermessbescheid, der in der Regel 2023 zugeschickt wurde.

Woher weiß ich, wie hoch meine Grundsteuer ist?

Wie hoch die Grundsteuer ist, legt Deine Gemeinde oder Stadt in einem Grundsteuerbescheid fest. Darin steht, wie viel Grundsteuer Du für ein Jahr zahlen musst. Solange kein neuer Bescheid kommt, ändert sich für Dich bei der Höhe der zu zahlenden Grundsteuer auch in den folgenden Jahren nichts.

Wie berechnet man die Grundsteuer richtig?

Berechnung allgemein

  1. 0,0035 (Steuermesszahl) x 50.000 Euro (Einheitswert) = 175 Euro (Grundsteuermessbetrag)
  2. 175 Euro (Grundsteuermessbetrag) x 4 (Hebesatz) = 700 Euro Grundsteuer (pro Jahr)

Einfach erklärt: Der Grundsteuer Wert- und Messbescheid

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Hat das Alter des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?

Das Baujahr eines Gebäudes hat direkten Einfluss auf die Ermittlung des Einheitswerts, welcher wiederum die Grundlage für die Grundsteuermesszahl und somit für die gesamte Grundsteuerbelastung bildet.

Was kann ich tun, wenn sich meine Grundsteuer verdoppelt hat?

FOCUS online rät: Wer einen Grundsteuermessbescheid erhalten hat, aus dem sich eine höhere Grundsteuer ergibt, sollte sofort reagieren und zeitnah einen Antrag auf Neuveranlagung beim Finanzamt stellen. Als Richtwert gilt: Hat das Finanzamt den Wert um etwa ein Drittel angehoben, lohnt sich ein sofortiger Einspruch.

Wie berechne ich meine neue Grundsteuer ab 2025?

Die dazu gehörende Berechnungsformel lautete: (Einheitswert x Grundsteuermesszahl = Grundsteuermessbetrag) x (Hebesatz/100) = jährliche Grundsteuer in €.

Was kann ich tun, wenn mein Grundsteuerbescheid zu hoch ist?

Sie können einen Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid auch mit Elster erstellen und übermitteln oder persönlich beim zuständigen Finanzamt zur Niederschrift erklären. Bei einem fristwahrenden Einspruch reicht es zunächst, ohne eine Begründung Einspruch einzulegen.

Ist es sinnvoll, gegen den Grundsteuerbescheid Einspruch einzulegen?

Für Eigentümer ist es wichtig, gegen diese Bescheide innerhalb der gesetzlichen Frist von einem Monat Einspruch einzulegen. Obwohl der Feststellungsbescheid nur den Wert des Grundstücks und keine Steuer festsetzt und keine Zahlungsaufforderung enthält, ist es wichtig, gegen diesen Bescheid Einspruch einzulegen.

Kann ich meinen Grundsteuerbescheid korrigieren?

Wen die Berechnung des Finanzamts durch die Grundsteuer-Reform stutzig macht, kann unter Umständen Änderung verlangen. Doch nicht in jedem möglichen Fall macht das auch Sinn. Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass Finanzämter in begründeten Fällen den Grundsteuerwert korrigieren müssen.

Was passiert, wenn man bei der Grundsteuer falsche Angaben macht?

Falsche Angaben in der Grundsteuererklärung können dazu führen, dass man wegen leichtfertiger Steuerverkürzung belangt werden kann. Wem Vorsatz nachgewiesen wird, dem droht sogar ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Für wen wird die Grundsteuer ab 2025 teurer?

Die neue Grundsteuer 2025 kommt - für jeden. Die Grundsteuer wurde für jedes Grundstück und jedes Haus neu bewertet. Das heißt: Jeder Eigentümer in Deutschland ist davon betroffen und musste bis Ende Januar 2023 selbstständig tätig werden.

Was kann man gegen den Grundsteuerbescheid tun?

Der finale Grundsteuerbescheid mit Zahlungsaufforderung von Deiner Gemeinde oder Stadt sollte in den allermeisten Fällen bis Ende März 2025 in Deinem Briefkasten liegen. Gegen ihn kannst Du Widerspruch oder Einspruch einlegen.

Ist die Grundsteuer überhaupt rechtens?

Die seit Anfang des Jahres geltende Grundsteuer-Reform des Bundes ist rechtens und verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Der Bundesfinanzhof in München hat in zweiter Instanz die Klagen von Immobilieneigentümern aus Köln, Berlin und Sachsen gegen die Neuregelung zurückgewiesen.

Wie hoch ist die durchschnittliche Grundsteuer für ein Einfamilienhaus?

Wie viel Grundsteuer für Einfamilienhaus? Aktuellen Untersuchungen zufolge liegt der durchschnittliche Grundsteuerbetrag pro Jahr für ein Einfamilienhaus bei etwa 600 Euro, das entspricht 50 Euro im Monat. Zu beachten sind aber teils enorme regionale Schwankungen, die zwischen 330 und 750 Euro liegen können.

Wie hoch darf der Hebesatz ab 2025 sein?

Der Hebesatz für die Grundsteuer B (für Grund und Boden und Gebäude, die nicht land- und forstwirtschaftlich genutzt werden) beträgt ab 2025 975 %, die Messzahl für Nutzflächen 87 %; die Messzahl für die Wohnflächen bleibt auf 70 % ermäßigt.

Was ändert sich 2025 für Hausbesitzer?

Für Hausbesitzer in Deutschland bringen 2025 vor allem Änderungen im Energiebereich: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verschärft die Anforderungen, mit Ausweitung der Solarpflicht und neuen Effizienzstandards (EH40) für Neubauten, während der CO2-Preis steigt und Smart-Meter-Pflichten für Stromkunden mit hohem Verbrauch greifen, ergänzt durch strengere Kaminofen-Regeln, Grundsteuerreform-Folgen und das BauTurbo-Gesetz zur Wohnungsbau-Beschleunigung. 

Wird die Grundsteuer nach Grundstücksgröße berechnet?

Die Berechnung der Grundsteuer wird sich in Zukunft vereinfachen: statt wie bisher 20 fließen in der neuen Grundsteuer nur noch 5 Parameter in die Berechnung ein, nämlich: Grundstücksgröße, Bodenrichtwert, Immobilienart und Alter und die Mietniveaustufe.

Welche Quadratmeter zählen zur Wohnfläche Grundsteuer?

Zur Wohnfläche gehören alle Räume, die zu Wohnzwecken dienen. Das sind Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Kinderzimmer, Gästezimmer usw. Auch ein häusliches Arbeitszimmer zählt als Wohnraum. Nutzflächen sind dagegen Flächen, die betrieblichen, öffentlichen oder sonstigen Zwecken dienen und keine Wohnflächen sind.

Wie wird die Grundsteuer bei mehreren Eigentümern ermittelt?

In einer Eigentümergemeinschaft wird der Wert der einzelnen Wohnungen und des gemeinsamen Grundstücks getrennt ermittelt, um die Grundsteuerbelastung fair zu verteilen. Jeder Miteigentümer trägt somit anteilig zur Grundsteuer bei, entsprechend dem Wert seines Anteils.

Wie viel darf sich die Grundsteuer erhöhen?

Das heißt im Klartext: Kein Gesetz verbietet es den Städten und Gemeinden, die Grundsteuer in der Gesamtsumme ab 2025 zu erhöhen. Sie müssen also nicht den Grundsteuer-Hebesatz so anpassen, dass die Grundsteuer insgesamt nicht steigt.

Warum ist die neue Grundsteuer so hoch?

Es ist möglich, dass die Grundsteuer in Innenstadtlagen teurer wird, weil das Bundesmodell stärker auf wertabhängige Faktoren wie den Bodenrichtwert und die Wohnfläche setzt. Diese Werte sind in städtischen Gebieten oft deutlich höher als in ländlichen Regionen.

Wann kommen die Bescheide für die neue Grundsteuer?

Die Zustellung der Grundsteuerbescheide erfolgt schrittweise im Laufe des Jahres 2025. Beispielsweise haben die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und auch Brandenburg angekündigt, die Bescheide erst in den kommenden Monaten (beginnend ab voraussichtlich Februar) zu versenden.