Woher weiß ich, wie viel Kirchensteuer ich zahle?

Gefragt von: Ivan Kaufmann
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Die Höhe der Kirchensteuer beträgt in allen Bundesländern außer Bayern und Baden-Württemberg einheitlich 9% der Lohnsteuer. In Bayern beträgt der Kirchensteuersatz 8% der Lohnsteuer. Die niedrigere Kirchensteuer Bayerns wird mit dem sogenannten Kirchgeld begründet.

Woher weiß ich, wie viel Kirchensteuer ich bezahlt habe?

1.) Die gezahlte Kirchensteuer findest du auf der Lohnsteuerbescheinigung, die du jedes Jahr von deinem Arbeitgeber ausgehändigt bekommst. 2.) Falls Kirchensteuer erstattet wurde, hast du schon einmal eine Steuererklärung gemacht und zu viel gezahlte Kirchensteuer wiederbekommen.

Woher weiß mein Arbeitgeber, ob ich Kirchensteuer zahle?

In Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8%, in allen anderen Bundesländern 9%. Bist du kirchensteuerpflichtig, ist dies auf deiner elektronischen Lohnsteuerkarte angegeben und dein Arbeitgeber führt sie direkt an das Finanzamt ab.

Woher weiß die Bank, ob ich Kirchensteuer zahle?

Banken sind seit dem 1. Januar 2015 verpflichtet, die Kirchensteuer auf Zinserträge ihrer Kundinnen und Kunden automatisch an das Finanzamt abzuführen. Hierzu erkundigt sich die Bank jedes Jahr zwischen dem 1. September und 31. Oktober beim Bundeszentralamt für Steuern nach der Religions- bzw.

Woher weiß ich, ob ich Kirchensteuer bezahlen muss?

Ob Sie Kirchensteuer zahlen, können Sie normalerweise auf Ihrer Lohnabrechnung sehen, wenn Sie angestellt sind. Dort wird die Kirchensteuer als Abzug aufgeführt. Sollten Sie selbstständig sein, wird die Kirchensteuer im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt.

Wann ihr Kirchensteuer bezahlt - auch wenn ihr ausgetreten seid!

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Werden Banken über Kirchenaustritt informiert?

Ende der Steuerpflicht. Je nach Bundesland erlischt Ihre Zahlungspflicht im Monat nach dem Austritt oder einen Monat später. Ihre Bank wird allerdings erst zum Jahresende über den Austritt informiert. Das Finanzamt zahlt zu viel bezahlte Steuern mit der Steuererklärung zurück.

Müssen Nichtchristen in Deutschland Kirchensteuer zahlen?

In Deutschland wird die Kirchensteuer von Mitgliedern einer steuerpflichtigen Religionsgemeinschaft entrichtet, sofern sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Wer keiner solchen Gemeinschaft angehört, ist von der Kirchensteuer befreit .

Muss man automatisch Kirchensteuer zahlen?

Wer muss Kirchensteuer zahlen? Sie müssen dann Kirchensteuer zahlen, wenn Ihr Hauptwohnsitz in Deutschland ist, Sie einer staatlich anerkannten Kirche angehören und diese die Finanzverwaltung damit beauftragt hat, die Kirchensteuer einzubehalten.

Hat man mehr Netto, wenn man aus der Kirche austritt?

Steuerliche Änderungen: Nach einem Kirchenaustritt treten steuerliche Änderungen in der Regel ab dem folgenden Monat in Kraft, nach dem Sie den Kirchenaustritt bekundet haben. Dies bedeutet, dass ab dem ersten Tag des Monats nach dem Kirchenaustritt die Kirchensteuer nicht mehr von Ihrem Einkommen abgezogen wird.

Warum muss ich Kirchensteuer zahlen, obwohl ich nicht in der Kirche bin?

Die Rede ist vom sogenannten besonderen Kirchgeld, das nur bei glaubensverschiedenen Ehen zum Einsatz kommt. Dieses hat oft zur Folge, dass der konfessionslose Ehegatte für die Kirchensteuer des Partners aufkommen muss.

Wie kann ich meine Kirchensteuer reduzieren?

Auch Kapitaleinkünfte werden mit der Kirchensteuer versteuert (jeweils 8 oder 9% auf die Kapitalertragsteuer von 25%). Um die Kirchensteuer abzumelden oder zu reduzieren, gibt es grob drei Möglichkeiten: den Kirchenaustritt, die Kappung für besonders hohe Einkommen oder das Absetzen von der Steuer.

Wie viel Kirchensteuer zahlt man im Monat?

Die Höhe der Kirchensteuer beträgt in allen Bundesländern außer Bayern und Baden-Württemberg einheitlich 9% der Lohnsteuer. In Bayern beträgt der Kirchensteuersatz 8% der Lohnsteuer.

Woher weiß der Arbeitgeber Kirchensteuer?

Der Arbeitgeber hat dann zu Beginn des Dienstverhältnisses und in der Folge monatlich laufend die ELStAM beim BZSt abzurufen und erkennt so, ob und welcher steuerberechtigten Religionsgemeinschaft der Arbeitnehmer oder sein Ehegatte angehören.

Wie berechne ich meine Kirchensteuer?

Hat eine steuerpflichtige Person beispielsweise eine zu zahlende Einkommensteuer von 10.000 Euro, sieht diese Rechnung wie folgt aus:

  1. In Bayern oder Baden-Württemberg: 10.000 Euro x 8 Prozent = 800 Euro Kirchensteuer.
  2. In allen anderen Bundesländern: 10.000 Euro x 9 Prozent = 900 Euro Kirchensteuer.

Kann man sich die Kirchensteuer zurückholen?

Kirchensteuer trotz Austritt: Kirchensteuer zurückfordern nach Austritt. Eine Rückzahlung der Kirchensteuer kann durch einen Kirchenaustritt möglich sein; denn die Kirchensteuerpflicht endet mit dem Kirchenaustritt. Somit entfällt auch die Verpflichtung zur Kirchensteuerzahlung ab dem Monat nach dem Kirchenaustritt.

Wer meldet Kirchensteuer an?

Den Steuerabzug nehmen die Schuldner der Kapitalerträge automatisiert, ohne weiteres Zutun des Steuerpflichtigen "an der Quelle" vor. Sie führen die Steuern direkt an die Finanzverwaltung ab. Das gleiche Verfahren gilt auch für die auf die Abgeltungsteuer entfallende Kirchensteuer.

Ist es strafbar, keine Kirchensteuer zu zahlen?

Antwort: Nein. Sie müssen kein Verfahren wegen Steuerhinterziehung fürchten. In den Kirchensteuergesetzen ist nämlich geregelt, dass das Nichtbezahlen von Kirchensteuer nicht nach weltlichen Maßstäben strafbar ist (so auch der Bundesgerichtshof in einem Urteil; Az. 5 StR 547/07).

Ist es möglich, in die Kirche zu gehen, ohne Kirchensteuer zu zahlen?

Kann man also gläubiges Mitglied der Kirche sein, ohne Kirchensteuer bezahlen zu müssen? Das Bundesverwaltungsgericht hat im Jahre 2012 die Frage klar beantwortet: Man kann nicht aus der Kirche als Institution austreten, keine Kirchensteuern zahlen und dennoch aktives Mitglied der Glaubensgemeinschaft bleiben.

In welchen Ländern muss man keine Kirchensteuer zahlen?

Viele Länder kennen keine Kirchensteuer, darunter Polen, die Niederlande, Frankreich (außer Elsass/Mosel), Großbritannien und skandinavische Länder wie Schweden und Dänemark (wo es zwar Kirchensteuern gibt, aber viele Austritte), während in Italien, Spanien, Österreich und der Schweiz ähnliche Systeme wie die deutsche Kirchensteuer existieren, aber auch Modelle wie die Mandatssteuer (z.B. Italien, Spanien) mit Wahlmöglichkeit für den Steuerzahler. 

Ist die Kirchensteuer verpflichtend?

Muss man laut Steuerrecht Kirchensteuer zahlen? Solange Sie Mitglied einer Kirchengemeinde sind, die Kirchensteuer erhebt, müssen Sie diese auch zahlen. Möchten Sie dies nicht, müssen Sie aus der Kirche austreten, dann ist die Steuer nicht weiter zu entrichten.

Warum wird Kirchensteuer trotz Kirchenaustritt abgezogen?

Nach dem Kirchenaustritt informiert die Meldebehörde automatisch das zuständige Finanzamt, damit dieses die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ändert. Für die Zeit nach Ihrem Kirchenaustritt wird also bei der monatlichen Gehaltsabrechnung keine Kirchensteuer mehr einbehalten.

Hat man mehr Gehalt, wenn man aus der Kirche austritt?

In Bayern und Baden-Württemberg werden 8 Prozent von der Einkommensteuer abgezogen und in den übrigen Bundesländern zahlt der Berufstätige 9 Prozent Kirchensteuer ein. Somit erhöht sich bei einer Lohnerhöhung ebenso die Kirchensteuer. Die Kirche verdient also mit, solange man Mitglied der Glaubensgemeinschaft bleibt.

Wie kann ich nachweisen, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Ihre Kirchenaustrittserklärung nimmt das Standesamt Ihres Wohnortes entgegen. Die mündliche Erklärung können Sie im Standesamt zur Niederschrift vortragen, eine schriftliche Erklärung muss notariell beglaubigt sein.